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FARANG - Das Südostasien-Magazin aus Berlin

Der FARANG ist konkurrenzlos das Printmedium und Sprachrohr der thai-deutschen Community in Deutschland. Die Texte sind vorrangig in deutscher Sprache. Der FARANG berichtet zum einen über Thailand als beliebtes Reiseland und als aufstrebende Wirtschaftsregion und versteht sich zum anderen als Spiegel aller kulturellen, wirtschaftlichen und religiösen Lebensäusserungen der in Deutschland lebenden Auslands-Thais und derer Lebenspartner - eben der Farangs. Der FARANG wird seit 1997 - und in neuer Form (modernes Illustrierten-Layout, vierfarbiger Umschlag, vierfarbige Anzeigen) seit 1999 - in Berlin / Germany veröffentlicht und ist das einzige deutsche Print-Magazin seiner Art (mit dem Begriff "FARANG" werden in Thailand Touristen aus der westlichen Welt bezeichnet).

Zielgruppe: Alle an Südostasien insbesondere an Thailand Interessierte im deutschsprachigen Raum sowie die binationalen Familien, hier vorrangig Thai-Deutsche Familien.
Schwerpunkt-Themen: Südostasien (entspricht den zehn ASEAN-Staaten), vorrangig allerdings Thailand. Mehr und mehr auch mit Thai-Texten. Was passiert in der thai-deutschen Gemeinde Berlins / Deutschlands? Nachrichten und Berichte über das Zusammenleben mit unseren Mitbürgern aus Südostasien. Probleme binationaler Ehen. Buddhistische Feste. Informationen über Südostasien, Nachrichten und Reiseberichte aus Thailand, neue Gesetze, Visa-Bestimmungen, Reise-Tips, Adressen-Service, Veranstaltungs-Tips und -Berichte, relevante Internet-Adressen.
Kooperationen: Der FARANG aus Berlin ist wirtschaftlich selbständig und kooperiert mit der in Thailand / Pattaya herausgegebenen Zeitschrift "DER FARANG".
Erscheinungsweise: Monatlich, Anfang der 1. Woche des Monats. 12 mal im Jahr. Im 15. Jahrgang.
Vertrieb: Der Vertrieb erfolgt in erster Linie über die weit mehr als 100 Verkaufsstellen, vorrangig in Berlin (Asia-Shops, Thai-Restaurants, Reisebüros, Musik- und Karaoke-Cafés, Thaimassagen, allgemeine Zeitungsläden, buddhistische Tempel). Dann etwa 200 Abonnements in ganz Deutschland. Dazu viele Verkaufsstellen auch ausserhalb von Berlin, etwa in Köln, Bochum, Hannover und in München, siehe dazu im Anhang der Print-Ausgabe. Sowie durch die kostenfreie Zusendung an die südostasiatischen Botschaften und Konsulate, buddhistischen Vereine und Tempel, Fluggesellschaften und andere relevante Firmen, Organisationen und Behörden.

Verkaufspreise:
- pro Heft: Euro 2,- / Jahres-Abo Printausgabe Euro 50,- / Jahres-Abo Online-Ausgabe 29,- Euro
- an Wiederverkäufer/Shops: Euro 1,50 incl. 7% MwSt.
Auflage: stabil monatlich 2.500 Exemplare
Leserschaft: mindestens 15.000, Tendenz steigend, vorrangig Deutsche, bei einer potentiellen Leserschaft von etwa 100.000 Auslands-Thais (überwiegend Frauen) in Deutschland plus deren Lebenspartnern und Kindern.
Verbreitung: Im deutschsprachigen Raum, vorrangig Berlin sowie begleitend und nachgeordnet via Internet.
Umfang: 40 bis zu 60 Seiten im A-4-Format (je nach Anzeigenaufkommen)
Herausgeber: Eigentümer und Herausgeber ist Mathias Heinrich (v.i.S.d.P.), zum Redaktions-Team gehören vier Fotografen, ca. 10 feste freie Autoren und ca. 20 weitere Freunde, die alle ehrenamtlich zuarbeiten.
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FARANG - Das Südostasien-Magazin aus Berlin
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Über das Ritzen:

Warum verletzen sich Frauen selbst -
über das Boderline Syndrom

Ab und zu hören wir in der Redaktion, daß sich thailändische Frauen, die z.B. in Berlin im Bereich der Prostitution arbeiten, selbst Verletzungen an den Händen und Armen zufügen. Diese Verletzungen werden zumeist durch Messerschnitte beigemacht. Da ja jedoch eine Befragung dieser Frauen über die Motive ihrer Tat mit größter Sicherheit nicht möglich ist, sei es aus Scham aber auch aus Angst, wollen wir hier einmal versuchen, die Ursachen für diese Selbstverletzungen herauszufinden.

Die vielen Narben verraten die Selbstverletzungen

Der Beruf, den diese thailändischen Frauen hier ausüben und zu großen Teilen ja auch schon in Thailand vorher ausgeübt haben, bringt täglich jede Menge Stress mit sich. Sei es die Angst nicht genug Geld für sich selbst, aber auch für die Versorgung der Familie in Thailand (Kinder, Eltern), zu verdienen, aber auch die oft verbreitete Abscheu vor dem Beruf selbst. Denn die wenigsten Frauen machen diesen Beruf aus Spass. Er ist, mangels anderer Möglichkeiten, oft die einzige Möglichkeit, relativ schnell relativ viel Geld zu verdienen. Man sollte nicht vergessen, wo diese Frauen herkommen. Oft sind es Frauen aus den armen ländlichen Gegenden Thailands mit oft mangelhafter Schulbildung, die hier nach Deutschland eingeheiratet haben, aber hier nicht das erhoffte und oft versprochene Paradies gefunden haben. Da stellte sich der so nette Mann, den man in Thailand kennengelernt hatte und von dem man glaubte, er würde jetzt und in Zukunft die eigene Versorgung und die Versorgung der Großfamilie in Thailand sicherstellen, plötzlich nicht als der erhoffte großzügige Spender da. Der Mann verdient selbst sehr wenig und wenn es dann ganz böse kommt ist der Mann plötzlich Hartz IV-Empfänger.

Der Traum von einer gesicherten Zukunft ist sehr schnell geplatzt. Jetzt beginnen die massiven Eheprobleme. Das Geld reicht vorn und hinten nicht, aber die Familie in Thailand erwartet von ihrer Tochter, gemäß buddhistischer Tradition, die ständige Versorgung mit Geld. Nun besinnt sich die Tochter auf ihre frühere Tätigkeit in den Bars von Bangkok, Koh Samui, Pattaya oder Phuket, wo sie ja auch ihren späteren Ehemann kennengelernt hatte, und sie stellt, zumeist über Kontakte mit anderen thailändischen Frauen, die Arbeitsaufnahme in einem Bordell sicher, wo zumeist nur Thai arbeiten. Sie muss jetzt selbst das Geld verdienen, das ihr der Mann nicht geben kann. Der Teufelskreis geht aber noch weiter. Der Mann, der ja seine spätere thailändische Ehefrau in einem bordellähnlichen Betrieb in Thailand kennengelernt hatte, erfährt jetzt plötzlich, meist über "nette" und "wohlwollende" Freunde, daß seine Ehefrau als Prostituierte arbeitet, und das Drama nimmt seinen Lauf. Der Ehemann lässt sich scheiden, die Frau steht jetzt allein da. Aber sie muss hier leben (Wohnung, Kleidung, Essen, Trinken), und sie muss außerdem noch die Familie in Thailand ernähren, die ja weiter Geld von ihr erwartet.

Diese sicher nette Thai hat viele Narben an den Unterarmen

Sicherlich werden jetzt viele Leser fragen, warum arbeitet sie nicht in einem normalen Beruf? Die sogenannten normalen Berufe haben zumeist den Nachteil, daß sie schlecht bezahlt werden. Sei es als Putzfrau für wenige Euro in der Stunde, sei es als Köchin oder Serviererin in einem Restaurant oder als Masseurin in einer seriösen Thai-Massage, wo man oft sehr lange auf einen Kunden wartet. Denn es gibt einfach zuviele Massagen in dieser Stadt, so daß dann der vermeintlich lukrative Weg eines schnellen Geldverdienstes in einem Bordell gewählt wird. Aber dieser Weg führt sehr oft, wie wir gleich zeigen werden, in eine gesundheitlich bedenkliche Situation.

Die Frauen, und es geht hier in diesem Artikel ganz gezielt und nur um thailändische Prostituierte, beginnen nach einer gewissen Zeit, ihren eigenen Körper meist durch Schnitte an den Händen und Füßen selbst zu verletzen, so daß in der Regel Blut fliesst und oft Narben zurückbleiben. Nun müssen wir uns fragen: Warum verletzen sich Frauen selbst?

Das Phänomen der Selbstverletzung fällt unter den heute gebräuchlichen Begriff des sogenannten Borderline-Syndroms. Diese Verletzungen tauchen natürlich nicht nur bei thailändischen Prostituierten auf, sondern generell bei Menschen, deren Persönlichkeit in irgendeiner Art und Weise gestört ist. Das Bild der Krankheit ist schon lange bekannt, denn bereits im 17. Jahrhundert schrieb der englische Arzt Thomas Sydenham folgendes Zitat über diese Krankheit: "Sie lieben diejenigen ohne Maß, die sie ohne Grund hassen werden." Zuerst tauchte der Begriff "Borderland" bei dem englischen Psychiater C.H. Hughes im Jahr 1884 auf. Er wurde später in den heutigen Begriff Borderline (Grenzlinie) umgewandelt. Doch erst im Jahr 1939 setzte sich der Begriff, angeregt durch die Forschungen von Adolf Stern, in der Fachwelt durch. Heute wird die Krankheit korrekt als "Borderline-Persönlichkeitsstörung [BPS]" oder als "emotional instabile Persönlichkeitsstörung" bezeichnet.

Es ist eine Persönlichkeitsstörung, bei der in den zwischenmenschlichen Beziehungen (Verhältnis Kunde-Dienstleister [thailändische Prostituierte]), der eigenen Stimmung und der Selbstwahrnehmung der eigenen Person immer öfter eine übersteigerte Impulsivität und Instabilität auftritt. Diese BPS wird sehr oft begleitet von "selbstverletzendem Verhalten" (SVV). Dieses SVV oder auch "autoaggressives Verhalten" (=gegen sich selbst gerichtetes aggressives Verhalten) hat sehr viele verschiedene Ursachen, die wir hier einmal genauer, am Bild der thailändischen Prostituierten, abhandeln wollen. Da haben wir einmal die schon erwähnte Borderline-Persönlichkeitsstörung, die bis zum Parazuizid führen kann. Unter Parazuizid versteht man in der Medizin jede nicht tödliche Handlung eines Menschen, die absichtlich selbstverletzend durchgeführt wird. Eine weitere Möglichkeit ist die Schädigung des Kindes (auch thailändische Prostituierte waren einmal Kinder!) im Mutterleib durch übermässigen Alkoholgenuss der Mutter, medizinisch als "fetales Alkoholsyndrom [FAS]" oder auch als "Alkoholembryopathie [AE]" bezeichnet. Die spätere Prostituierte wird ebenfalls zur Alkoholikerin, zum einen ist sie erblich vorbelastet, zum anderen lernt sie Alkohol in den Bars Thailands kennen und trinkt ihn in erheblichen Mengen. Und nicht zuletzt glaubt sie, nur mit Alkohol oder auch mit Tabletten, ihren Beruf bewältigen zu können.

Eine weitere Krankheit, die ebenfalls Selbstverletzungen hervorruft, ist "Anorexia nervosia" (=nervlich bedingte Appetitlosigkeit), auch als Anorexia mentalis oder Magersucht bekannt. Die Frau glaubt, nur mit einem möglichst perfekten Körper, der in ihrem naiven Glauben dann möglichst dünn sein muss, Kunden anlocken zu können und tut alles, um diesen vermeintlich perfekten Körper zu erhalten. Und wenn es dann nicht so schnell oder nicht so gut klappt mit dem Superkörper, fügt man sich aus Wut oder Enttäuschung über das eigene Unvermögen selbst Verletzungen zu.

Vielen Dank Dir, dass Winny Dich zu diesem Thema fotografieren durfte.

Weitere schwerwiegende Essstörungen, die ebenfalls Selbstverletzungen auslösen können, sind die Bulimie (Syn. Bulimarexie oder Bulimia nervosa), in der deutschen Sprache bekannt als Ess-Brechsucht, aber auch das genaue Gegenteil davon, die Adipositas=Fettleibigkeit. Einige Frauen im Gewerbe bekommen sehr schnell mit, daß es durchaus viele Männer gibt, die nicht Frauen mit Modellmassen haben wollen, sondern lieber Frauen, die etwas mehr wiegen. Jetzt kollidiert aber der Wunsch nach mehr Geld (=mehr verdienen durch mehr Kunden, die dicke Frauen bevorzugen) mit dem eigenen Wunsch nach einer möglichst perfekten (=dünnen) Figur. Ein unlösbarer Konflikt, also sucht man den emotionalen Ausweg in den Selbstverletzungen. Weitere bekannte Gründe für die Selbstverletzungen sind Missbrauchserfahrungen in der Kindheit. D.h. die Frau wurde in ihrer Kindheit von einer männlichen Person (oft der Vater) oder mehreren Personen sexuell missbraucht (dabei können durchaus auch Frauen [Mütter] beteiligt gewesen sein!].

Das Familienleben spielt überhaupt eine ganz wesentliche Rolle bei diesen späteren Selbstverletzungen. Hier sind zu erwähnen Deprivationen (=deprivare= berauben, aus dem Lateinischen). D.h. in der Kindheit wurde man von den Eltern nicht so geliebt oder erhielt nicht die Zuwendung, die man zu einem glücklichen Menschen gebraucht hätte. Man glaubt später sozial benachteiligt gewesen zu sein. Auch Traumatisierungen (Folter, Gewalt, Katastrophen [Tsunami, Überflutungen!] körperliche oder seelische Misshandlungen, Krankheiten, Krieg, Mobbing, Mord, Obdachlosigkeit, sexueller Missbrauch, soziale Ausgrenzung, Vergewaltigung, Vernachlässigung, Verwahrlosung und Zwangsräumung) stellen eine weitere große Gruppe da, von deren genannten Ursachen bestimmt etliche thailändische Prostituierte betroffen sind. Ein Beispiel bietet hier die soziale Ausgrenzung, die gerade Frauen aus dem Isaan, oft bedingt durch ihre dunklere Hautfarbe und ihre andere Sprache, in Thailand erfahren. Diese Erlebnisse prägen sich tief bei den Frauen ein und die erlittenen Demütigungen vergessen sie nicht. Ebenfalls bedenklich ist der oftmals frühzeitige Gebrauch von Drogen (Alkohol, Rauschgift, aber auch Zigaretten), die den Körper schon sehr früh schädigen und zu einem Kontrollverlust über den eigenen Körper führen können.

Eine weitere Ursache für eine Selbstverletzung besteht in der sogenannten Dysmorphophobie, also einer Störung in der Wahrnehmung des eigenen Körpers. Die Frau nimmt den eigenen Körper nur als mangelhaft wahr. Sie glaubt, daß alle anderen Frauen schöner seien als sie selbst und beginnt ihren Körper zu hassen. Sie beginnt ihn systematisch selbst zu zerstören. Auch Zwangsstörungen sind bei den Frauen häufig vertreten, d.h. sie tun bestimmte Dinge, die zumeist sinnlos sind, aber von den Frauen, einem Wahn ähnlich, immer wieder durchgeführt oder ausgeführt werden. Die Frau weiss, daß sie etwas Sinnloses macht. Sie kommt jedoch dagegen nicht an und fügt sich selbst Verletzungen zu.

Nachdem wir nun mögliche Ursachen für Zwangsverletzungen untersucht haben, wollen wir einmal untersuchen, wie sich diese Verletzungssucht in der Praxis tatsächlich darstellt:

1) Die Frau hat Angst vor dem Alleinsein. Sie sucht, nachdem sie ja oft vom eigenen Ehemann wegen ihrer Tätigkeit als Prostituierte verlassen wurde, einen neuen Freund oder auch Ehemann. Aus Wut darüber, daß sie keinen neuen Freund findet, der sie als Mensch aber auch mit ihrem Beruf akzeptiert, fügt sie sich selbst Verletzungen zu. Sie versteht nicht, warum zwar ein Großteil der männlichen Besucher Thailands die sexuellen Dienstleistungen der Prostituierten in Thailand oft und gern in Anspruch nimmt, aber in der eigenen Heimat keine thailändische Prostituierte zur Freundin haben will.

2) Die Beziehungen zu Männern sind oft angespannt. Auch die Verhältnisse zu Arbeitskolleginnen sind unharmonisch. Man beneidet die Frauen, die in einer stabilen Beziehung leben, sei es, daß sie einen Freund oder Mann haben, der die Tätigkeit seiner Frau oder Freundin toleriert. Deswegen versucht man jetzt durch gezielte Boshaftigkeiten diese Beziehungen zu zerstören, nach dem Motto "wenn ich kein Glück habe, soll die andere Frau auch kein Glück haben" und man fügt sich aus Wut, über den oft mangelhaften Erfolg solcher Bemühungen, selbst Verletzungen zu.

3) Manche Frauen haben eine Identitätsstörung, d.h. sie sind in Wirklichkeit nicht die Person, die sie vorgeben zu sein. Auf der Arbeit sind sie die sexy Frauen mit einer unheimlich erotischen Ausstrahlung auf die Kunden (Männer), aber in Wirklichkeit sind sie immer noch im Grunde ihres Herzens die liebenswerten Landmädchen oder auch Bauernmädchen, die in einer zutiefst bäuerlich geprägten Gesellschaft groß geworden sind und auch heute noch gerne dort leben würden. Dieser Widerspruch zwischen der gelebten Identität (Sexsymbol) und der gewollten Identität (Bauernmädchen) führt zu den Selbstverletzungen. Die Frauen fühlen, daß etwas nicht stimmt in ihrem Leben, sie können jedoch diesen Konflikt nicht lösen.

4) Mitunter neigen diese Frauen zu einer übersteigerten Impulsivität, d.h. man verdient oft vorgeblich sehr leicht und sehr schnell viel Geld, man hat jedoch nie gelernt, mit Geld verantwortungsvoll umzugehen. Das Geld wird dann verspielt, weil man, entgegen jeder mathematischen Wahrscheinlichkeit, immer glaubt, durch Glücksspiele könne man das eingesetzte Geld sicher und schnell stark vermehren. Die Ernüchterung folgt dann immer sehr schnell, und wenn das eingesetzte Geld plötzlich weg ist, nimmt man es zwar vorgeblich leicht, denn es war ja Sanuk. Insgeheim ärgert man sich aber schon über den Verlust, besonders dann, wenn diese Verluste häufiger auftreten. Auch der exzessive Alkoholgenuss bei bestimmten Gelegenheiten, z.B. bei Parties in Diskotheken, führt dann dazu, daß man zumeist thailändische Sänger mit Geldgeschenken überhäuft, das Geld sitzt ja locker. Plötzlich merkt man aber, daß auch der so toll aussehende und nette Sänger nicht an der eigenen Person, sondern nur an dem Geld interessiert ist. Die Wut über die eigene Dummheit, die man durchaus, allerdings zumeist zu spät, erkennt, kann dann zu Selbstverletzungen führen.

5) Man kündigt immer wieder einen Suizid an. Die Frauen verletzen sich als ersten Schritt zum Suizid (immerhin 10% führen dann später die Selbsttötung durch!), um auf ihre Probleme aufmerksam zu machen. Allerdings suchen sie zumeist nicht die professionelle Hilfe eines Arztes oder Psychologen, sondern neigen leider dazu, sich von ihren thailändischen Arbeitskolleginnen helfen zu lassen. Diese haben aber oft die gleichen Probleme und können oder wollen ihnen daher nicht helfen, denn jede Frau ist ja schliesslich eine Konkurrentin beim Kampf um den Kunden.

6) Oft treten auch Angstschübe, abwechselnd mit Hochstimmungen auf. Die Frauen denken, gerade wenn es nichts zu tun gibt, über ihre Situation nach, und da kommt es sehr oft zu Angstzuständen. Die Frau weiss nicht wie ihr Leben weiter gehen wird. Man unterstellt ja Thai sehr oft, daß sie nur so in den Tag hinein leben und sich keine Angst um ihre Zukunft machen. Das ist sicherlich bedingt richtig, aber in Thailand kann sich eine Prostituierte letztlich, wenn alles schief gelaufen ist, immer noch in den Schoß ihrer Familie flüchten und wird auch in Ehren wieder aufgenommen. Hier in Deutschland ist die Situation jedoch vollkommen anders. Hier hat die Frau oft keine Familie (Eltern und Kinder sind in Thailand), keine richtigen Freundinnen, denn die sogenannten Freundinnen auf der Arbeit sind in Wirklichkeit ihre schärfsten Konkurrentinnen. Eine Frau neidet der anderen Frau jeden Kunden. Jede Frau ärgert sich insgeheim darüber, daß die andere Frau mehr verdient als sie selbst und missgönnt ihr den Erfolg. Dann kommt hinzu, daß die Frau keinen Partner besitzt, viele Männer wollen zwar mit ihr Sex haben, jedoch will sie kaum einer zur Freundin oder gar Ehefrau haben.

7) Hinzu kommt bei vielen Frauen das Gefühl der Leere. Die Frauen haben außerhalb der Arbeit keine Bezugspunkte, wie z.B. Hobbies, die sie pflegen oder ausüben. Es gibt keinen Partner in ihrem Leben, der sich um sie kümmert, wenn es ihnen nicht gut geht oder sie krank sind. Sie sind fast immer nur auf der Arbeit. Sie wollen nur Geld verdienen. Ihre Gespräche führen sie, sofern sie überhaupt kommunikativ sind, allenfalls mit ihren Arbeitskolleginnen. Und da spricht man ständig über die gleichen Sachen und Probleme. Ein Gefühl von Leere breitet sich aus. Die Frau beginnt sich selbst durch die Verletzungen zu bestrafen, weil sie sich als unnütz empfindet.

8) Oftmals kommt es auch zu unkontrollierten Wutausbrüchen. Die Wut richtet sich oft gegen die eigene Person, aber auch andere Personen können von den Wutausbrüchen betroffen sein. Die Herkunft dieser ungezügelten Wutausbrüche ist gerade für die Frauen oft nicht leicht erklärbar. Es handelt sich nicht nur einfach um eine momentane schlechte Laune, sondern die Wut kommt viel tiefer aus der gesamten Situation, in der sich die Frau befindet. Sie erkennt schon für sich selbst, daß sie sich in einer nicht sehr schönen Situation befindet. Sie hat zwar oftmals sehr viel Geld oder zumindest ein recht gutes Einkommen, aber niemand mag sie. Sie hat keinen Partner, niemand liebt sie, ihre Familie ist zumeist oft weit weg. Sie hat ständig Stress mit der Familie wegen des erwarteten Geldes. Sie traut sich aber auch nicht, sich gegen die buddhistischen Traditionen aufzulehnen oder kann es auch gar nicht, denn eine jahrelange Erziehung verbietet es ihr. Sie wird mit der gesamten Situation nicht fertig. Ihr Frust schlägt in Wut um, und diese Wut entlädt sich gegen den eigenen Körper.

Nachdem wir uns um die praktischen Auswirkungen der Verletzungssucht gekümmert haben, wollen wir uns mit den Gründen für körperliche Selbstverletzungen beschäftigen, nachdem wir die möglichen Ursachen schon eingehend erläutert haben.

Man glaubt durch Selbstverletzungen innere Spannungen zu lösen. Es kann auch eine Art von Selbstbestrafung sein, um eigene Schuldgefühle zu überwinden. Auch das Spüren des eigenen Körpers ist ein wesentlicher Grund, denn beim Fliessen von Blut spürt man den eigenen Körper wieder ganz bewusst. Krass gesagt "man lebt noch" und man sieht es durch das eigene Blut. Es gibt auch Frauen, die sich durch Selbstverletzungen "Kicks" verschaffen wollen, weil dann verstärkt Serotonin (Gewebshormon oder Neurotransmitter zur Regulierung des Blutdrucks) ausgeschüttet wird, man verschafft sich damit "Glücksgefühle". Der letzte Grund besteht in der Erregung von Aufmerksamkeit, denn Blut erzeugt immer Aufmerksamkeit und oft auch ein Gefühl von Anteilnahme.

Kommen wir zum Schluss zu den Behandlungsmöglichkeiten, die wir nur kurz erwähnen wollen, ohne jedoch näher auf sie einzugehen: Psychotheraphien, Dialektisch-behaviorale Therapie, Mentalisierungsgestütztes Behandlungskonzept, Psychodynamische Ansätze, Traumtherapien, Einbeziehung der Familie sowie Medikamente.

Nachdem wir soviel über die Probleme dieser Frauen erfahren haben, ist es an uns einmal zu fragen, ob man ihnen in irgendeiner Weise helfen kann. Vielleicht liegt die Lösung für uns gar nicht so weit entfernt. Alle dürften erkannt haben, daß es sich bei dem gesamten Verhalten immer irgendwie um den Begriff der Schuld dreht. Die Frauen fühlen sich in irgendeiner Weise für etwas schuldig, in das sie geraten sind, aus dem sie jedoch keinen Ausweg sehen und die Verletzungen als Möglichkeiten sehen, ihre vermeintliche Schuld, in welcher Form diese auch immer vorhanden sein mag, durch Selbstverletzungen abzuarbeiten. Sicherlich sind Selbstverletzungen keine Lösung zur Bekämpfung von Schuldgefühlen, aber die Frauen haben nun einmal keinen anderen Weg gesehen, um mit ihrer Schuld fertig zu werden. Aber wir vermeintlich guten Farangs müssen uns schon einmal ernsthaft fragen, haben wir nicht auch eine Art von Mitschuld? Denn viele Männer haben zwar gerne Sex mit einer tollen, gut aussehenden thailändischen Prostituierten, aber ist alles vorbei, ist die gleiche Frau für die meisten Freier eben ganz schnell wieder nur die thailändische Prostituierte oder noch schlimmer die Thai-Nutte. Daß sich dahinter auch ein sensibler Mensch mit Nöten und Problemen verbirgt, die oftmals viel größer sind als unsere eigenen Probleme, will man gar nicht erkennen. Viele Männer behandeln diese Frauen mit Geringschätzung, Überheblichkeit und Verachtung. Haben wir wirklich einen Grund dazu, auf diese Frauen mit Missachtung herabzusehen oder sollten wir nicht lieber nach den Worten der Bibel handeln: "Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein." (Quelle: Johannes-Evangelium, 8 Zeile 7)? Wir sollten erst einmal vor unserer eigenen Tür kehren, bevor wir über andere richten! Sehen wir uns zuerst unsere eigenen Fehler an, dann haben wir schon genug zu tun, wir brauchen nicht die Fehler der anderen suchen. Dr. Volker Wangemann

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