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Südostasien-Magazin FARANG aus Berlin
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FARANG - Das Südostasien-Magazin aus Berlin
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Der FARANG ist konkurrenzlos das Printmedium und Sprachrohr der thai-deutschen Community in Deutschland. Die Texte sind vorrangig in deutscher Sprache. Der FARANG berichtet zum einen über Thailand als beliebtes Reiseland und als aufstrebende Wirtschaftsregion und versteht sich zum anderen als Spiegel aller kulturellen, wirtschaftlichen und religiösen Lebensäusserungen der in Deutschland lebenden Auslands-Thais und derer Lebenspartner - eben der Farangs. Der FARANG wird seit 1997 - und in neuer Form (modernes Illustrierten-Layout, vierfarbiger Umschlag, vierfarbige Anzeigen) seit 1999 - in Berlin / Germany veröffentlicht und ist das einzige deutsche Print-Magazin seiner Art (mit dem Begriff "FARANG" werden in Thailand Touristen aus der westlichen Welt bezeichnet).
Zielgruppe: Alle an Südostasien insbesondere an Thailand Interessierte im deutschsprachigen Raum sowie die binationalen Familien, hier vorrangig Thai-Deutsche Familien. Erscheinungsweise: Monatlich, Anfang der 1. Woche des Monats. 12 mal im Jahr. Im 15. Jahrgang Vertrieb: Der Vertrieb erfolgt in erster Linie über die weit mehr als 100 Verkaufsstellen, vorrangig in Berlin (Asia-Shops, Thai-Restaurants, Reisebüros, Musik- und Karaoke-Cafés, Thaimassagen, allgemeine Zeitungsläden, buddhistische Tempel). Dann etwa 200 Abonnements in ganz Deutschland. Dazu viele Verkaufsstellen auch ausserhalb von Berlin, etwa in Köln, Bochum, Hannover und in München, siehe dazu im Anhang der Print-Ausgabe. Sowie durch die kostenfreie Zusendung an die südostasiatischen Botschaften und Konsulate, buddhistischen Vereine und Tempel, Fluggesellschaften und andere relevante Firmen, Organisationen und Behörden. |
Verkaufspreise:
- pro Heft: Euro 2,- / Jahres-Abo Printausgabe Euro 40,- / Jahres-Abo Online-Ausgabe 29,-) - an Wiederverkäufer/Shops: Euro 1,50 incl. 7% MwSt. Auflage: schwankend zwischen 2.500 bis 3.000 Exemplare, je nach Anzeigenaufkommen, Tendenz steigend. Leserschaft: mindestens 15.000, Tendenz steigend, vorrangig Deutsche, bei einer potentiellen Leserschaft von etwa 100.000 Auslands-Thais (überwiegend Frauen) in Deutschland plus deren Lebenspartnern und Kindern. Verbreitung: Im deutschsprachigen Raum, vorrangig Berlin sowie begleitend und nachgeordnet via Internet. Umfang: 40 bis zu 60 Seiten im A-4-Format (je nach Anzeigenaufkommen) Herausgeber: Eigentümer und Herausgeber ist Mathias Heinrich (v.i.S.d.P.), zum Redaktions-Team gehören vier Fotografen, ca. 10 feste freie Autoren und ca. 20 weitere Freunde, die alle ehrenamtlich zuarbeiten. Anzeigen: Anzeigen können auch auf Wunsch nach Ihren Vorgaben entwickelt und angefertigt werden. Monatliche Änderungen und Aktualisierungen, etwa Austausch eines Fotos, sind kostenfrei. Einfarbige (SW-) oder mehrfarbige (4-C-) Anzeigen-Datei kann via E-mail übermittelt werden: redaktion@farang.de oder per Post auf CD-Rom oder Diskette. Bevorzugt: *.tif (TIFF)-Datei, min. 300 dpi; oder auch *.PDF-Datei, oder *.eps, möglich: alle Grafik-Programme wie Corel, Illustrator, Freehand, Photoshop. Format der Zeitschrift: Papierformat: 210 x 297 mm (DIN A 4); Satzspiegel: 188 x 272 mm. Redaktions- und Anzeigenschluss: etwa zwischen 25. und 27. eines jeden Monats. Anzeigen-Preisliste: Es gilt Anzeigen-Preisliste 1-2011, siehe Preisliste online. Sie können auf unserer Startseite www.farang.de einen Banner mit Link auf Ihre homepage schalten. FARANG - Das Südostasien-Magazin aus Berlin |
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Nachfolgend einige aus meiner Sicht gute Beiträge, die Sie im Heft und auch online beim FARANG erwarten können.
Ein Beach-Girl packt aus
Exclusiv für den Berliner FARANG
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Seit die Rezession auch in Thailand angekommen ist, zieht es immer mehr Männer an den Strand von Pattaya, der von vielen (wegen der vielen Mädchen, die dort auf Kundensuche sind) auch Beach-Bar genannt wird. Nicht nur, dass man(n) dort auch die Barauslöse (Bar Fine) spart, die Mädels dort bieten sich auch um einiges preiswerter an, als in den Bier-Bars und A-Gogos. Pai* (19 Jahre jung und sehr hübsch) ist eines der Mädchen, die dort jede Nacht auf Kundensuche gehen. Sie ist bereits seit fast 4 Jahren im Geschäft und hat trotz ihren jugendlichen Alters schon zahlreiche Erfahrungen - leider auch schlechte - machen müssen. Einige ihrer Erlebnisse mit ihren Freiern sowie mit den Behörden schildert sie hier:
Meine Frage an sie: "Pai, sag mal, wie bist du eigentlich in dieses Millieu hineingerutscht?" "Nun, das ging so. Ich lebte auf dem Land im Isaan und war ein einfaches Reisbauern-Mädchen. Mein Vater war schon seit meiner frühen Kindheit bei einem Autounfall gestorben. In meinem Dorf war ein junger Mann, der mich permanent angebaggert hat. Ich ignorierte ihn aber. Eines Tages, als ich abends vom Reisfeld kam und auf dem Heimweg war, überraschte er mich in einer abgelegenen Gegend und vergewaltigte mich. Ich war damals gerade mal 14 Jahre alt. Weil nun meine Mutter sich für mich schämte und niemand erfahren sollte was passiert war (wegen des Gesichtsverlustes im Dorf), wurde die Sache einfach vertuscht. Das war aber ziemlich schwierig, denn ich wurde von meinem Vergewaltiger schwanger. Noch bevor es für andere sichtbar war, zog meine Mutter mit mir nach Pattaya, um in unserem Dorf den vielen neugierigen Fragen aus dem Weg zu gehen. Schwangerschaftsabbruch kam für sie aus Glaubens- und Gewissensgründen nicht in Frage. Sie fand hier in Pattaya einen Job als Putzfrau in einem Hotel. Mit dem immer dicker werdenden Bauch bekam ich hier ständig Angebote von Männern, die mit mir schlafen wollten. Je mehr ich ablehnte umso mehr Geld boten sie mir! Einmal bekam ich sogar 5.000 Baht von einem Mann angeboten. Das war für uns soviel Geld, da konnte ich nicht mehr ablehnen, denn wir hatten ja kaum was zum Leben. Ausserdem musste auch die Schwangerschaft finanziert werden (Vorsorgeuntersuchungen etc.) sowie die bevorstehende Entbindung. Ich wusste vorher nicht, dass schwangere Frauen solch einen Reiz auf manche Männer ausüben können. Ich zumindest fand mich hässlich und uninteressant. Da ich nun wusste, dass ich aus meiner Schwangerschaft Nutzen ziehen konnte, war ich also bereit mit Männern für Geld zu schlafen. Ich brauchte nichts zu tun. Einfach in der Stadt rumlaufen - sonst nichts! Die Männer sprachen mich von ganz alleine an und ich ging mit ihnen in ihr Hotel oder sie schleppten mich in irgendeine billige Absteige. Erst später wurde mir klar, wie gefährlich das für mich war." Warum die Polizei die Mädchen an der Beach-Promenade zur Kasse bittet und nicht auch die Bar-Mädchen, möchte ich von ihr wissen, denn Prostitution sei doch schliesslich überall verboten! Pai erklärt: 1. Damit soll die Beach Road von Huren befreit und wieder alltagstauglich und touristenfreundlich gemacht werden - sagt man und kann man überall lesen... 2. Sind die Mädchen an der Beach Road meist auf sich alleine gestellt und haben niemanden der sie unterstützt - also leichtes Futter für die Behörden... 3. Braucht die Polizei eine weitere gute und sichere Einnahmequelle, nachdem sie nun immer mehr Farang-Bars (also Bars, wo Farangs die Besitzer sind) dichtgemacht hat, wo sie sich bisher gut mit Schmiergeldern versorgen konnte. Warum sie sich dann jetzt ihre Kunden an der Strandprommenade und nicht in einer Bar sucht - frage ich sie. Kam sie mal nicht oder zu spät zur Arbeit wurde ihr das Gehalt gekürzt. Hatte sie am Monatsende den Bargästen nicht mindestens 120 Ladydrinks rausleiern können gab es ebenfalls Geldabzug. Auch wenn sie nicht von genügend Männern ausgelöst wurde, kürzte man ihr Gehalt. Für alles gab es gesteckte Ziele, die es zu ereichen galt - sonst Geldabzug! Wenn es ihr mal nicht gut ging oder sie früher nach Hause gehen wollte, weil sie ihre Periode hatte, musste sie für sich selbst 300 Baht Barauslöse bezahlen, damit sie gehen durfte. Es gab für niemanden eine Ausnahme. Nicht selten blieb dann am Monatsende nichts mehr vom Gehalt übrig. All das war viel zu aufwendig und lästig für sie. An der Beach Road, sagt sie, geht alles schneller und unkomplizierter. Sie erscheint wann sie Lust hat und wenn mal aufgrund des Wetters nichts los ist, dann geht sie eben woanders auf Kundensuche (Kaufhäuser etc.), oder sie geht einfach wieder nach Hause zu Mama und Kind. |
Aber Gogo-Bars zahlen doch deutlich mehr für junge und hübsche Mädchen, wie du es bist und putzen muss man da auch nicht - sage ich zu ihr. "Ja, das stimmt, aber für eine Gogo-Bar ist mein Körper nicht mehr perfekt genug. Seit der Geburt meines Kindes habe ich keinen strammen Busen mehr und hässliche Schwangerschaftsstreifen an Bauch und Oberschenkeln. In einer Gogo-Bar muss ich nackt oder im Bikini tanzen, das geht bei meinem Körper leider nicht mehr." Russen mag sie nicht, denn die sind brutal! "Die sehen uns Frauen als bezahlte Ware an, und so behandeln sie uns auch". Araber und Inder (auch Kähk genannt) mag sie noch weniger als Russen, denn 1. riechen sie unangenehm und 2. wollen meist immer mehrere Personen (3-5 Pers.) eine Short-Time mit ihr machen. Würden diese wenigstens noch gut bezahlen, so hätte sie wohl nichts dagegen, aber bei 300 Baht pro Person lehnt sie dankend ab! Da wartet sie lieber ein Weilchen und geht dann für 500 Baht (oder auch mehr) mit einem netten Farang mit. Farangs sind meist sauber und riechen nicht so streng und muffig wie Inder und Araber - sagt sie. Beliebt ist die deutschsprachige Kundschaft bei ihr aber deswegen trotzdem nicht, denn es wird hier in Thailand den Deutschen (aber auch Ösis und Schweizern) unterstellt geizig zu sein. Franzosen ordnet sie übrigens auch in diese Kathegorie ein. Während Japaner für guten Service gerne mal 500 oder 1.000 Baht als Bonus obendrauf legen, rechnet deutschsprachige Kundschaft immer alles auf Heller und Pfennig ab, so wie vorher vereinbart wurde und kein bisschen mehr! Abgemacht ist eben abgemacht, so konsequent sind eben viele von uns! Wenn man noch vor 10 oder 20 Jahren ein Mädchen danach fragte, wie viel sie denn für ihre Dienste verlangen würde, hörte man immer den folgenden Spruch: "Up to you"... was soviel bedeutet wie "entscheide selbst!" Diesen Spruch gibt es bei den Girls schon lange nicht mehr! Als ich Pai danach frage wie sie ihre Finanzen regelt, erklärt sie mir, dass sie vorher erst abklärt, wer was gemacht haben will und danach wird der Preis festgelegt. Sonderdienste werden auch extra berechnet. Dem Kunden die Entscheidung zu überlassen ist viel zu riskant für sie, da es immer mal wieder Leute gibt, die meinen nicht bezahlen zu müssen, wenn nichts vereinbart wurde! So manch fetter und schwitziger Greis meint noch immer so attraktiv für ein junges Mädchen zu sein, dass er sie mit seiner Liebeskunst und einem warmen Essen zufriedenstellen kann ohne darüberhinaus zu bezahlen! "Dass wir Girls aber von irgendwas leben und unsere Familien unterstützen müssen interessiert solche grosskotzigen und eingebildeten Typen nicht", gibt Pai zu bedenken. Italiener mag Pai gerne, denn die sind charmant, nicht zu kleinlich und haben meist keine zu grossen "Eumels", sind ausserdem schnell fertig. Hasen-Nummern, also Short-Times, mag Pai sowieso am liebsten, denn nach spätestens 1 bis 2 Stunden ist sie wieder unter ihrer Stamm-Palme - nahe der Walking Street - und wartet auf den nächsten Kunden. An guten Tagen können es durchaus mal 4-5 Freier werden, und wenn die Kerle nicht so knausrig waren, geht sie mit 5.000 Baht oder mehr nach Hause. Das sei aber nicht die Regel. In der Nebensaison seien so viele Mädchen auf Kundenschau, dass die Männer freie Auswahl haben, was sich natürlich auch auf die Quantität und die Preise auswirkt. Einen Tausender pro Tag durchschnittlich sei aber immer drin, erläutert sie, und damit verdient sie das Vierfache, was eine Verkäuferin im Supermarkt bekommt. Das reicht für sie, die Mutter und ihr kleines Kind, auf das ihre Mutter jeden Tag aufpasst, während sie anschafft! Pai kassiert - im Gegensatz zu den meisten ihrer Kolleginnen - immer im Voraus, da sie schon des öfteren um ihren Verdienst betrogen wurde. Darauf muss sie sich natürlich die Frage von mir gefallen lassen, warum sie denn dann nicht zur Polizei gegangen ist um Anzeige zu erstatten (in Deutschland und den Nachbarländern wäre das zumindest so der Fall). Bei dem Wort Polizei verzieht sie ihr Gesicht und sagt, dass man diese besser aus allem raushalten solle, denn die kassieren mehr ab als jeder Zuhälter! So würden die "Strandmädchen" mehrmals täglich von der Polizei überrascht und festgenommen. Beweise, dass Prostitution tatsächlich stattfindet, braucht man in Thailand nicht zu liefern. Schon allein der Aufhalt an der Beach Road ist der Beweis für die Polizei, dass die Frauen dort auch anschaffen! Selbst dort abends zu sitzen und zu essen oder zu trinken schützt nicht davor festgenommen zu werden. Sollte die Strandpromenade nicht ein Ort der Entspannung und Erholung für jeden sein? Für Thaifrauen scheint das nur bis zum Sonnenuntergang zu gelten, dann werden sie von der Polizei gejagt. Sie werden auf der Wache gnadenlos abkassiert. 400 bis 500 Baht sind die Regel - pro Erwischtwerden! Den Ladyboys nimmt die Polizei sogar 800 bis 1.000 Baht ab. Nun kommt der Hammer Natürlich werden auch die Kleidungsstücke und Taschen der vermeintlichen Prostituierten untersucht (es könnten ja Drogen gefunden werden). Sollte die Polizei aber Kondome finden, ist das für sie der Beweis für die Prostitution und pro gefundenes Kondom muss das Mädchen nochmal extra 300 Baht Strafe bezahlen - sagt Pai. Das führt natürlich dazu, dass sich kein Mädchen mehr traut Verhüterlis mit sich zu führen, aus Angst vor der Polizei! Da die Mädchen nun keine Kondome bei sich haben dürfen und die meisten Freier - wie sie sagt - auch keine mitgebracht haben, führt dies unweigerlich sehr häufig zu ungeschütztem Sex. HIV lässt grüssen! Die Polizei - dein Freund und Helfer!? Apropo Helfer: Die thailändische Polizei wäre nicht die Polizei, wenn sie nicht für alles auch einen Ausweg hätte! So hilft natürlich die liebe Polizei auch den armen Mädchen, nachdem man sie gefangen genommen hat... aber nur einigen von ihnen hilft man! Und zwar den jungen und hübschen Mädchen! Ein netter Polizist auf der Wache verspricht zu helfen und die Strafe zu reduzieren bzw. ganz unter den Tisch fallen zu lassen. Eine Anzeige wird ausgeschrieben und das Mädchen darf die Wache ohne Bezahlung der Strafe erstmal verlassen. Als Gegenleistung muss das Girl dem netten Beamten seine Handynummer geben. Ein bis zwei Tage später ruft der Polizist dann an und bittet um ein privates Treffen! Da muss das Mädchen dann seine Dankbarkeit zum Ausdruck bringen. Ablehnen wäre sinnlos, das würde zu noch mehr Strafen und Gängeleien führen! Je nachdem wie gut sie nun ihre Sache macht, wird die Anzeige entweder fallen gelassen oder die Strafe wird reduziert. Macht sie den Polizisten besonders glücklich, dann ist sie in Zukunft - solange sie schön gehörig und willig ist - davor sicher, irgendwelche Strafen für unerlaubte Prostitution bezahlen zu müssen. Der Polizist ist dann ihr neuer Freund und Helfer... und Beschützer! * Pai's Namen musste ich aus Sicherheitsgründen ändern und auch ihr Gesicht unkenntlich machen. Leute, die aus dem Nähkästchen plaudern sieht man in Thailand nicht gerne - insbesondere nicht bei der Polizei! Auch für mich ist es darum sicherer unter einem Pseudonym zu schreiben, da ich mich gerne noch eine Weile gefahrlos in Thailand aufhalten möchte! Es grüsst aus Pattaya, Max |

Ritzen:
Warum verletzen sich Frauen selbst - über das Boderline Syndrom

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Ab und zu hören wir in der Redaktion, daß sich thailändische Frauen, die z.B. in Berlin im Bereich der Prostitution arbeiten, selbst Verletzungen an den Händen und Armen zufügen. Diese Verletzungen werden zumeist durch Messerschnitte beigemacht. Da ja jedoch eine Befragung dieser Frauen über die Motive ihrer Tat mit größter Sicherheit nicht möglich ist, sei es aus Scham aber auch aus Angst, wollen wir hier einmal versuchen, die Ursachen für diese Selbstverletzungen herauszufinden. Der Beruf, den diese thailändischen Frauen hier ausüben und zu großen Teilen ja auch schon in Thailand vorher ausgeübt haben, bringt täglich jede Menge Stress mit sich. Sei es die Angst nicht genug Geld für sich selbst, aber auch für die Versorgung der Familie in Thailand (Kinder, Eltern), zu verdienen, aber auch die oft verbreitete Abscheu vor dem Beruf selbst. Denn die wenigsten Frauen machen diesen Beruf aus Spass. Er ist, mangels anderer Möglichkeiten, oft die einzige Möglichkeit, relativ schnell relativ viel Geld zu verdienen. Man sollte nicht vergessen, wo diese Frauen herkommen. Oft sind es Frauen aus den armen ländlichen Gegenden Thailands mit oft mangelhafter Schulbildung, die hier nach Deutschland eingeheiratet haben, aber hier nicht das erhoffte und oft versprochene Paradies gefunden haben. Da stellte sich der so nette Mann, den man in Thailand kennengelernt hatte und von dem man glaubte, er würde jetzt und in Zukunft die eigene Versorgung und die Versorgung der Großfamilie in Thailand sicherstellen, plötzlich nicht als der erhoffte großzügige Spender da. Der Mann verdient selbst sehr wenig und wenn es dann ganz böse kommt ist der Mann plötzlich Hartz IV-Empfänger. Der Traum von einer gesicherten Zukunft ist sehr schnell geplatzt. Jetzt beginnen die massiven Eheprobleme. Das Geld reicht vorn und hinten nicht, aber die Familie in Thailand erwartet von ihrer Tochter, gemäß buddhistischer Tradition, die ständige Versorgung mit Geld. Nun besinnt sich die Tochter auf ihre frühere Tätigkeit in den Bars von Bangkok, Koh Samui, Pattaya oder Phuket, wo sie ja auch ihren späteren Ehemann kennengelernt hatte, und sie stellt, zumeist über Kontakte mit anderen thailändischen Frauen, die Arbeitsaufnahme in einem Bordell sicher, wo zumeist nur Thai arbeiten. Sie muss jetzt selbst das Geld verdienen, das ihr der Mann nicht geben kann. Der Teufelskreis geht aber noch weiter. Der Mann, der ja seine spätere thailändische Ehefrau in einem bordellähnlichen Betrieb in Thailand kennengelernt hatte, erfährt jetzt plötzlich, meist über "nette" und "wohlwollende" Freunde, daß seine Ehefrau als Prostituierte arbeitet, und das Drama nimmt seinen Lauf. Der Ehemann lässt sich scheiden, die Frau steht jetzt allein da. Aber sie muss hier leben (Wohnung, Kleidung, Essen, Trinken), und sie muss außerdem noch die Familie in Thailand ernähren, die ja weiter Geld von ihr erwartet. Sicherlich werden jetzt viele Leser fragen, warum arbeitet sie nicht in einem normalen Beruf? Die sogenannten normalen Berufe haben zumeist den Nachteil, daß sie schlecht bezahlt werden. Sei es als Putzfrau für wenige Euro in der Stunde, sei es als Köchin oder Serviererin in einem Restaurant oder als Masseurin in einer seriösen Thai-Massage, wo man oft sehr lange auf einen Kunden wartet. Denn es gibt einfach zuviele Massagen in dieser Stadt, so daß dann der vermeintlich lukrative Weg eines schnellen Geldverdienstes in einem Bordell gewählt wird. Aber dieser Weg führt sehr oft, wie wir gleich zeigen werden, in eine gesundheitlich bedenkliche Situation. Die Frauen, und es geht hier in diesem Artikel ganz gezielt und nur um thailändische Prostituierte, beginnen nach einer gewissen Zeit, ihren eigenen Körper meist durch Schnitte an den Händen und Füßen selbst zu verletzen, so daß in der Regel Blut fliesst und oft Narben zurückbleiben. Nun müssen wir uns fragen: Warum verletzen sich Frauen selbst? Das Phänomen der Selbstverletzung fällt unter den heute gebräuchlichen Begriff des sogenannten Borderline-Syndroms. Diese Verletzungen tauchen natürlich nicht nur bei thailändischen Prostituierten auf, sondern generell bei Menschen, deren Persönlichkeit in irgendeiner Art und Weise gestört ist. Das Bild der Krankheit ist schon lange bekannt, denn bereits im 17. Jahrhundert schrieb der englische Arzt Thomas Sydenham folgendes Zitat über diese Krankheit: "Sie lieben diejenigen ohne Maß, die sie ohne Grund hassen werden." Zuerst tauchte der Begriff "Borderland" bei dem englischen Psychiater C.H. Hughes im Jahr 1884 auf. Er wurde später in den heutigen Begriff Borderline (Grenzlinie) umgewandelt. Doch erst im Jahr 1939 setzte sich der Begriff, angeregt durch die Forschungen von Adolf Stern, in der Fachwelt durch. Heute wird die Krankheit korrekt als "Borderline-Persönlichkeitsstörung [BPS]" oder als "emotional instabile Persönlichkeitsstörung" bezeichnet. Es ist eine Persönlichkeitsstörung, bei der in den zwischenmenschlichen Beziehungen (Verhältnis Kunde-Dienstleister [thailändische Prostituierte]), der eigenen Stimmung und der Selbstwahrnehmung der eigenen Person immer öfter eine übersteigerte Impulsivität und Instabilität auftritt. Diese BPS wird sehr oft begleitet von "selbstverletzendem Verhalten" (SVV). Dieses SVV oder auch "autoaggressives Verhalten" (=gegen sich selbst gerichtetes aggressives Verhalten) hat sehr viele verschiedene Ursachen, die wir hier einmal genauer, am Bild der thailändischen Prostituierten, abhandeln wollen. Da haben wir einmal die schon erwähnte Borderline-Persönlichkeitsstörung, die bis zum Parazuizid führen kann. Unter Parazuizid versteht man in der Medizin jede nicht tödliche Handlung eines Menschen, die absichtlich selbstverletzend durchgeführt wird. Eine weitere Möglichkeit ist die Schädigung des Kindes (auch thailändische Prostituierte waren einmal Kinder!) im Mutterleib durch übermässigen Alkoholgenuss der Mutter, medizinisch als "fetales Alkoholsyndrom [FAS]" oder auch als "Alkoholembryopathie [AE]" bezeichnet. Die spätere Prostituierte wird ebenfalls zur Alkoholikerin, zum einen ist sie erblich vorbelastet, zum anderen lernt sie Alkohol in den Bars Thailands kennen und trinkt ihn in erheblichen Mengen. Und nicht zuletzt glaubt sie, nur mit Alkohol oder auch mit Tabletten, ihren Beruf bewältigen zu können. Eine weitere Krankheit, die ebenfalls Selbstverletzungen hervorruft, ist "Anorexia nervosia" (=nervlich bedingte Appetitlosigkeit), auch als Anorexia mentalis oder Magersucht bekannt. Die Frau glaubt, nur mit einem möglichst perfekten Körper, der in ihrem naiven Glauben dann möglichst dünn sein muss, Kunden anlocken zu können und tut alles, um diesen vermeintlich perfekten Körper zu erhalten. Und wenn es dann nicht so schnell oder nicht so gut klappt mit dem Superkörper, fügt man sich aus Wut oder Enttäuschung über das eigene Unvermögen selbst Verletzungen zu. Weitere schwerwiegende Essstörungen, die ebenfalls Selbstverletzungen auslösen können, sind die Bulimie (Syn. Bulimarexie oder Bulimia nervosa), in der deutschen Sprache bekannt als Ess-Brechsucht, aber auch das genaue Gegenteil davon, die Adipositas=Fettleibigkeit. Einige Frauen im Gewerbe bekommen sehr schnell mit, daß es durchaus viele Männer gibt, die nicht Frauen mit Modellmassen haben wollen, sondern lieber Frauen, die etwas mehr wiegen. Jetzt kollidiert aber der Wunsch nach mehr Geld (=mehr verdienen durch mehr Kunden, die dicke Frauen bevorzugen) mit dem eigenen Wunsch nach einer möglichst perfekten (=dünnen) Figur. Ein unlösbarer Konflikt, also sucht man den emotionalen Ausweg in den Selbstverletzungen. Weitere bekannte Gründe für die Selbstverletzungen sind Missbrauchserfahrungen in der Kindheit. D.h. die Frau wurde in ihrer Kindheit von einer männlichen Person (oft der Vater) oder mehreren Personen sexuell missbraucht (dabei können durchaus auch Frauen [Mütter] beteiligt gewesen sein!]. Das Familienleben spielt überhaupt eine ganz wesentliche Rolle bei diesen späteren Selbstverletzungen. Hier sind zu erwähnen Deprivationen (=deprivare= berauben, aus dem Lateinischen). D.h. in der Kindheit wurde man von den Eltern nicht so geliebt oder erhielt nicht die Zuwendung, die man zu einem glücklichen Menschen gebraucht hätte. Man glaubt später sozial benachteiligt gewesen zu sein. Auch Traumatisierungen (Folter, Gewalt, Katastrophen [Tsunami, Überflutungen!] körperliche oder seelische Misshandlungen, Krankheiten, Krieg, Mobbing, Mord, Obdachlosigkeit, sexueller Missbrauch, soziale Ausgrenzung, Vergewaltigung, Vernachlässigung, Verwahrlosung und Zwangsräumung) stellen eine weitere große Gruppe da, von deren genannten Ursachen bestimmt etliche thailändische Prostituierte betroffen sind. Ein Beispiel bietet hier die soziale Ausgrenzung, die gerade Frauen aus dem Isaan, oft bedingt durch ihre dunklere Hautfarbe und ihre andere Sprache, in Thailand erfahren. Diese Erlebnisse prägen sich tief bei den Frauen ein und die erlittenen Demütigungen vergessen sie nicht. Ebenfalls bedenklich ist der oftmals frühzeitige Gebrauch von Drogen (Alkohol, Rauschgift, aber auch Zigaretten), die den Körper schon sehr früh schädigen und zu einem Kontrollverlust über den eigenen Körper führen können. Nachdem wir nun mögliche Ursachen für Zwangsverletzungen untersucht haben, wollen wir einmal untersuchen, wie sich diese Verletzungssucht in der Praxis tatsächlich darstellt: |
1) Die Frau hat Angst vor dem Alleinsein. Sie sucht, nachdem sie ja oft vom eigenen Ehemann wegen ihrer Tätigkeit als Prostituierte verlassen wurde, einen neuen Freund oder auch Ehemann. Aus Wut darüber, daß sie keinen neuen Freund findet, der sie als Mensch aber auch mit ihrem Beruf akzeptiert, fügt sie sich selbst Verletzungen zu. Sie versteht nicht, warum zwar ein Großteil der männlichen Besucher Thailands die sexuellen Dienstleistungen der Prostituierten in Thailand oft und gern in Anspruch nimmt, aber in der eigenen Heimat keine thailändische Prostituierte zur Freundin haben will. 2) Die Beziehungen zu Männern sind oft angespannt. Auch die Verhältnisse zu Arbeitskolleginnen sind unharmonisch. Man beneidet die Frauen, die in einer stabilen Beziehung leben, sei es, daß sie einen Freund oder Mann haben, der die Tätigkeit seiner Frau oder Freundin toleriert. Deswegen versucht man jetzt durch gezielte Boshaftigkeiten diese Beziehungen zu zerstören, nach dem Motto "wenn ich kein Glück habe, soll die andere Frau auch kein Glück haben" und man fügt sich aus Wut, über den oft mangelhaften Erfolg solcher Bemühungen, selbst Verletzungen zu. 3) Manche Frauen haben eine Identitätsstörung, d.h. sie sind in Wirklichkeit nicht die Person, die sie vorgeben zu sein. Auf der Arbeit sind sie die sexy Frauen mit einer unheimlich erotischen Ausstrahlung auf die Kunden (Männer), aber in Wirklichkeit sind sie immer noch im Grunde ihres Herzens die liebenswerten Landmädchen oder auch Bauernmädchen, die in einer zutiefst bäuerlich geprägten Gesellschaft groß geworden sind und auch heute noch gerne dort leben würden. Dieser Widerspruch zwischen der gelebten Identität (Sexsymbol) und der gewollten Identität (Bauernmädchen) führt zu den Selbstverletzungen. Die Frauen fühlen, daß etwas nicht stimmt in ihrem Leben, sie können jedoch diesen Konflikt nicht lösen. 4) Mitunter neigen diese Frauen zu einer übersteigerten Impulsivität, d.h. man verdient oft vorgeblich sehr leicht und sehr schnell viel Geld, man hat jedoch nie gelernt, mit Geld verantwortungsvoll umzugehen. Das Geld wird dann verspielt, weil man, entgegen jeder mathematischen Wahrscheinlichkeit, immer glaubt, durch Glücksspiele könne man das eingesetzte Geld sicher und schnell stark vermehren. Die Ernüchterung folgt dann immer sehr schnell, und wenn das eingesetzte Geld plötzlich weg ist, nimmt man es zwar vorgeblich leicht, denn es war ja Sanuk. Insgeheim ärgert man sich aber schon über den Verlust, besonders dann, wenn diese Verluste häufiger auftreten. Auch der exzessive Alkoholgenuss bei bestimmten Gelegenheiten, z.B. bei Parties in Diskotheken, führt dann dazu, daß man zumeist thailändische Sänger mit Geldgeschenken überhäuft, das Geld sitzt ja locker. Plötzlich merkt man aber, daß auch der so toll aussehende und nette Sänger nicht an der eigenen Person, sondern nur an dem Geld interessiert ist. Die Wut über die eigene Dummheit, die man durchaus, allerdings zumeist zu spät, erkennt, kann dann zu Selbstverletzungen führen. 5) Man kündigt immer wieder einen Suizid an. Die Frauen verletzen sich als ersten Schritt zum Suizid (immerhin 10% führen dann später die Selbsttötung durch!), um auf ihre Probleme aufmerksam zu machen. Allerdings suchen sie zumeist nicht die professionelle Hilfe eines Arztes oder Psychologen, sondern neigen leider dazu, sich von ihren thailändischen Arbeitskolleginnen helfen zu lassen. Diese haben aber oft die gleichen Probleme und können oder wollen ihnen daher nicht helfen, denn jede Frau ist ja schliesslich eine Konkurrentin beim Kampf um den Kunden. 6) Oft treten auch Angstschübe, abwechselnd mit Hochstimmungen auf. Die Frauen denken, gerade wenn es nichts zu tun gibt, über ihre Situation nach, und da kommt es sehr oft zu Angstzuständen. Die Frau weiss nicht wie ihr Leben weiter gehen wird. Man unterstellt ja Thai sehr oft, daß sie nur so in den Tag hinein leben und sich keine Angst um ihre Zukunft machen. Das ist sicherlich bedingt richtig, aber in Thailand kann sich eine Prostituierte letztlich, wenn alles schief gelaufen ist, immer noch in den Schoß ihrer Familie flüchten und wird auch in Ehren wieder aufgenommen. Hier in Deutschland ist die Situation jedoch vollkommen anders. Hier hat die Frau oft keine Familie (Eltern und Kinder sind in Thailand), keine richtigen Freundinnen, denn die sogenannten Freundinnen auf der Arbeit sind in Wirklichkeit ihre schärfsten Konkurrentinnen. Eine Frau neidet der anderen Frau jeden Kunden. Jede Frau ärgert sich insgeheim darüber, daß die andere Frau mehr verdient als sie selbst und missgönnt ihr den Erfolg. Dann kommt hinzu, daß die Frau keinen Partner besitzt, viele Männer wollen zwar mit ihr Sex haben, jedoch will sie kaum einer zur Freundin oder gar Ehefrau haben. 7) Hinzu kommt bei vielen Frauen das Gefühl der Leere. Die Frauen haben außerhalb der Arbeit keine Bezugspunkte, wie z.B. Hobbies, die sie pflegen oder ausüben. Es gibt keinen Partner in ihrem Leben, der sich um sie kümmert, wenn es ihnen nicht gut geht oder sie krank sind. Sie sind fast immer nur auf der Arbeit. Sie wollen nur Geld verdienen. Ihre Gespräche führen sie, sofern sie überhaupt kommunikativ sind, allenfalls mit ihren Arbeitskolleginnen. Und da spricht man ständig über die gleichen Sachen und Probleme. Ein Gefühl von Leere breitet sich aus. Die Frau beginnt sich selbst durch die Verletzungen zu bestrafen, weil sie sich als unnütz empfindet. 8) Oftmals kommt es auch zu unkontrollierten Wutausbrüchen. Die Wut richtet sich oft gegen die eigene Person, aber auch andere Personen können von den Wutausbrüchen betroffen sein. Die Herkunft dieser ungezügelten Wutausbrüche ist gerade für die Frauen oft nicht leicht erklärbar. Es handelt sich nicht nur einfach um eine momentane schlechte Laune, sondern die Wut kommt viel tiefer aus der gesamten Situation, in der sich die Frau befindet. Sie erkennt schon für sich selbst, daß sie sich in einer nicht sehr schönen Situation befindet. Sie hat zwar oftmals sehr viel Geld oder zumindest ein recht gutes Einkommen, aber niemand mag sie. Sie hat keinen Partner, niemand liebt sie, ihre Familie ist zumeist oft weit weg. Sie hat ständig Stress mit der Familie wegen des erwarteten Geldes. Sie traut sich aber auch nicht, sich gegen die buddhistischen Traditionen aufzulehnen oder kann es auch gar nicht, denn eine jahrelange Erziehung verbietet es ihr. Sie wird mit der gesamten Situation nicht fertig. Ihr Frust schlägt in Wut um, und diese Wut entlädt sich gegen den eigenen Körper. Nachdem wir uns um die praktischen Auswirkungen der Verletzungssucht gekümmert haben, wollen wir uns mit den Gründen für körperliche Selbstverletzungen beschäftigen, nachdem wir die möglichen Ursachen schon eingehend erläutert haben. Man glaubt durch Selbstverletzungen innere Spannungen zu lösen. Es kann auch eine Art von Selbstbestrafung sein, um eigene Schuldgefühle zu überwinden. Auch das Spüren des eigenen Körpers ist ein wesentlicher Grund, denn beim Fliessen von Blut spürt man den eigenen Körper wieder ganz bewusst. Krass gesagt "man lebt noch" und man sieht es durch das eigene Blut. Es gibt auch Frauen, die sich durch Selbstverletzungen "Kicks" verschaffen wollen, weil dann verstärkt Serotonin (Gewebshormon oder Neurotransmitter zur Regulierung des Blutdrucks) ausgeschüttet wird, man verschafft sich damit "Glücksgefühle". Der letzte Grund besteht in der Erregung von Aufmerksamkeit, denn Blut erzeugt immer Aufmerksamkeit und oft auch ein Gefühl von Anteilnahme. Kommen wir zum Schluss zu den Behandlungsmöglichkeiten, die wir nur kurz erwähnen wollen, ohne jedoch näher auf sie einzugehen: Psychotheraphien, Dialektisch-behaviorale Therapie, Mentalisierungsgestütztes Behandlungskonzept, Psychodynamische Ansätze, Traumtherapien, Einbeziehung der Familie sowie Medikamente. Nachdem wir soviel über die Probleme dieser Frauen erfahren haben, ist es an uns einmal zu fragen, ob man ihnen in irgendeiner Weise helfen kann. Vielleicht liegt die Lösung für uns gar nicht so weit entfernt. Alle dürften erkannt haben, daß es sich bei dem gesamten Verhalten immer irgendwie um den Begriff der Schuld dreht. Die Frauen fühlen sich in irgendeiner Weise für etwas schuldig, in das sie geraten sind, aus dem sie jedoch keinen Ausweg sehen und die Verletzungen als Möglichkeiten sehen, ihre vermeintliche Schuld, in welcher Form diese auch immer vorhanden sein mag, durch Selbstverletzungen abzuarbeiten. Sicherlich sind Selbstverletzungen keine Lösung zur Bekämpfung von Schuldgefühlen, aber die Frauen haben nun einmal keinen anderen Weg gesehen, um mit ihrer Schuld fertig zu werden. Aber wir vermeintlich guten Farangs müssen uns schon einmal ernsthaft fragen, haben wir nicht auch eine Art von Mitschuld? Denn viele Männer haben zwar gerne Sex mit einer tollen, gut aussehenden thailändischen Prostituierten, aber ist alles vorbei, ist die gleiche Frau für die meisten Freier eben ganz schnell wieder nur die thailändische Prostituierte oder noch schlimmer die Thai-Nutte. Daß sich dahinter auch ein sensibler Mensch mit Nöten und Problemen verbirgt, die oftmals viel größer sind als unsere eigenen Probleme, will man gar nicht erkennen. Viele Männer behandeln diese Frauen mit Geringschätzung, Überheblichkeit und Verachtung. Haben wir wirklich einen Grund dazu, auf diese Frauen mit Missachtung herabzusehen oder sollten wir nicht lieber nach den Worten der Bibel handeln: "Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein." (Quelle: Johannes-Evangelium, 8 Zeile 7)? Wir sollten erst einmal vor unserer eigenen Tür kehren, bevor wir über andere richten! Sehen wir uns zuerst unsere eigenen Fehler an, dann haben wir schon genug zu tun, wir brauchen nicht die Fehler der anderen suchen. Dr. Volker Wangemann |

Tipps für Auswanderer
Bloss weg von hier!
Ein Artikel aus Thailand von Wolfgang Payer
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Die Bankenkrise erschüttert die ganze Welt. Auch Deutschland und Europa verschulden sich immer mehr. Ganze Länder sind schon pleite! Kleine Löcher werden gestopft und grössere werden aufgerissen. Die Arbeitslosenstatistik wird schöngeschrieben, indem man Leute in 1-Euro-Jobs reinsteckt, damit sie dann offiziell nicht mehr als arbeitslos gelten! Klasse! Aber was ist der Sinn von Arbeit? Gehen Leute denn nicht arbeiten um davon (gut) leben zu können, oder um sich Dinge leisten zu können, die sich ein Arbeitsloser nicht leisten kann? Aber wie gut kann man leben und was kann man sich leisten, wenn man ein paar Euro vom Staat bekommt und ein paar weitere durch Pseudo-Jobs? Kann man sich ein Auto kaufen oder gar ein Haus bauen? Kann man vielleicht mit der Familie am Wochenende schön zum Essen gehen oder zusammen in den Urlaub fliegen? Ist dies nicht vielmehr ein Überleben, als ein gutes Leben?
Das Leben im Paradies Millionen Menschen träumen vom Aussteigen, vom Leben in einem Traumland. Vom Platz an der Sonne. Dort leben, wo andere Urlaub machen. Das wär's doch! Ja, wirklich ein schöner Traum. Aber wie kann man diesen Traum in die Realität umsetzen? So mancher ist dazu geneigt in der Heimat alles aufzulösen, sämtliches wertvolle Zeug zu verscherbeln, die Koffer zu packen und einfach los zu fliegen. Ab in die Sonne! Irgendeine neue Arbeit wird sich dort dann schon finden - denken sie. Schlechter als momentan in Europa kann es eh nicht werden - glauben sie! Die meisten sind aber schneller wieder zurück, als sie hergekommen sind. Das mitgebrachte Geld ist verbraucht und neue Einnahmenquellen gibt es nicht. Ausgeträumt... Seit 1986 komme ich regelmässig nach Thailand. Auch ich hatte schon relativ früh den Traum, irgendwann einmal hier in Thailand zu leben. Für mich wurde dieser Traum wahr, denn seit 2004 lebe und arbeite ich hier, aber von den vielen Menschen, bei denen der Traum zerplatzte und die dann alles hier verloren haben, habe ich sehr viele gesehen. Der grosse Traum, ähnlich wie der Sechser im Lotto, nur für weinige wird er wahr! Der Unterschied aber ist, dass der 6er im Lotto zu 100% auf Glück beruht und nicht beeinflussbar ist, die eigene Zukunft, die einem in Thailand bevorsteht, ist es aber schon. Wer seine Zukunft aber dem Schicksal überlässt und herkommt, in der Hoffnung, dass sich schon was findet, muss sich letztendlich nicht wundern, wenn er bald pleite ist! Für die meisten endet der grosse Traum dann damit, dass sie mit ihrem letzten Geld, das bisschen Verstand was noch übriggeblieben ist, gnadenlos im Alkohol ertränken! Wer Glück hat, kann den Rückflug in die Heimat in einem Sitz in der Touristenklasse antreten, vorfinanziert von der ausländischen Vertretung des Heimatlandes. Aber viele andere fliegen im Frachtraum wieder heim, und zwar liegend! Sie konnten die Schmach nicht ertragen, als Versager zurückzukehren. Mit grossen Worten sind sie aufgebrochen. Haben sich von Freunden und Familie verabschiedet und nun mit nichts wieder zurück, ist für viele undenkbar. Jede Woche berichten die Medien Pattayas von Farangs, die sich vom Hochhaus stürzten, die Pulsadern aufschnitten oder eine Überdosis Schlaftabletten schlucken. Nur nicht zuhause die Schmach ertragen ausgelacht zu werden, ... lieber sterben! Ungeplante Ereignisse Gerade erst stand Thailand am Rande eines Bürgerkriegs. Bei den Strassenschlachten in Bangkok zwischen der Armee und den "Rothemden" gab es zahlreiche Tote und Verletzte. Die politischen Unruhen, die gelegten Brände, die verhängten Ausgangssprerren und das damit verbundene Ausbleiben der Touristen haben viele Geschäftsleute - vorwiegend Hotels, Restaurants und Bars - um Hab und Gut gebracht. Wer darauf angewiesen war monatliche Gewinne zu verzeichnen stand plötzlich vor dem Ruin. Da halfen nur Rücklagen um die Touristenflaute überbrücken zu können. Wer die nicht hatte musste aufgeben, und für viele ist die Flaute noch immer nicht vorbei, denn die Talsohle ist noch nicht überwunden. Bis der Tourismus wieder floriert vergehen noch viele Monate oder gar Jahre. Einen Traum zu haben heisst nicht, dass man unbedingt ein Träumer ist. Man ist es nur dann, wenn der Traum auf zu vielen Wünschen, Hoffnungen und auf Gutgläubigkeit beruht und die Zukunft dem Glück überlassen bleibt. Einige wissen wohl, dass man in Thailand als Ausländer eine Arbeitsgenehmigung (Work permit) benötigt um arbeiten zu dürfen. Vielen ist aber noch nicht bekannt, dass man diese nur bekommt, wenn man etwas kann, was ein Thai nicht kann. Man sucht hier also keine Handwerker, Computerspezies, Sekretärinnen, Busfahrer etc., die den Thais die Jobs wegnehmen, sondern bestenfalls Führungskräfte in diesen Bereichen oder Firmengründer. Dazu muss aber dann auch die Qualifikation dafür vorhanden sein. Will ich also in Thailand eine Autowerkstatt eröffnen, so darf ich das wohl, jedoch bekommt man als Inhaber noch lange keine Arbeitserlaubnis als Automechaniker, wenn man nicht die notwendigen Qualifikationen nachweisen kann. Macht aber auch Sinn, oder? Marktlücken erkennen In Thailand gibt es noch sehr viele Marktlücken. Man muss nur die Augen aufmachen und sich umsehen. Hätte ich die Zeit und die Mittel, müsste ich mich vierteilen, um alles erledigen zu können. Für Leute die hier als Angestellte arbeiten wollen, gibt es noch eine grosse Chance, denn es gibt eine grosse Lücke, die auch in naher Zukunft kaum zu schliessen sein wird. Thailand ist noch immer ein Land, wo Bildung noch sehr vernachlässigt wird. Der Bedarf an Lehrern - insbesondere aus dem Ausland - ist kaum abzudecken. Ganz besonders die ländlichen Gegenden sind total unterversorgt, denn die meisten Farangs ziehen die Grossstädte bzw. die Touristenzentren dem Landleben vor. |
Als Inhaber der Easy ABC Sprach- und Kochschule in Pattaya kenne ich diese Problematik sehr gut. Ich selbst habe jahrelang in Bangkok an staatlichen und privaten Schulen als Englisch- und Deutschlehrer gearbeitet und konnte sehen, dass es noch sehr viele Schulklassen gibt, die nicht qualifiziert in Englisch unterrichtet werden können, weil keine Lehrer da sind die Englisch sprechen. Notfalls werden Thailehrer vom Schuldirektor einfach abgestellt und müssen Englisch unterrichten, obwohl sie selbst kaum mehr als 20 Worte Englisch sprechen. Ein Witz? Nein, kein Witz! Englisch steht als Unterrichtsfach auf dem Lehrplan, also wird es gelehrt. Egal von wem! Wenn kein Farang-Lehrer zur Verfügung steht, dann wird eben der nächstsbeste Thailehrer dafür herangezogen, ohne Rücksicht darauf ob er es kann oder nicht! Der richtige Umgang im Gespräch mit Thais Nicht selten kamen des öfteren verzweifelte Thaikollegen zu mir ins Lehrerzimmer und baten mich, ihnen bei der Aussprache gewisser Wörter behilflich zu sein, oder ihnen gewisse Begriffe und Redewendungen zu erklären. Anfänglich war das auch kein Problem. Da dies im Laufe der Zeit zu sehr überhand nahm, mich auch von meiner eigentlichen Arbeit abhielt und ich dafür auch nicht bezahlt wurde, bat ich den Schuldirektor um ein Gespräch. Ihm nun aber zu sagen, dass seine Thailehrer als Englischlehrer unqualifiziert seien und ich sie gerne schlauer machen würde, war leider unmöglich. Damit hätte ich mich selbst ins AUS geschossen und mir in der Schule unter den Kollegen keine Freunde gemacht. Also fragte ich ihn, ob er eine Idee hätte, wie man die Qualifikation seiner Thailehrer - was deren Englischkenntnisse betrifft - noch weiter verbessern könne. Da er nur die Stirn runzelte war mir klar, dass er die Frage nicht beantworten konnte und auch keine Lösung parat hatte. War auch nicht notwendig, denn ich hatte ja bereits einen Plan. Mich nun aber als Lehrer-Trainer anzubieten war unmöglich, denn damit hätte ich mich ja über die anderen Lehrer erhoben, hätte man sie gezwungen, sich von mir unterrichten zu lassen. So ganz beiläufig erzählte ich ihm, dass es in einer anderen Schule, wo ich vorher gearbeitet hatte, Farang-Lehrer gibt, die den thailändischen Englischlehrern, zur Verbesserung ihrer eh schon guten Englischkenntnisse, zusätzlichen Unterricht in Englisch geben, um diese zu perfektionieren. Ich bot ihm an, den Kontakt zu diesen Personen herzustellen. Dass er - der grosse Schuldirektor, Führungskraft von über 200 Lehrern und 5.000 Schülern - sich dort niemals Rat holen würde, war mir schon klar. Das war auch nicht beabsichtigt. Er sollte damit nur was zum Nachdenken bekommen. Einige Tage später liess er mich zu sich rufen um mir seine Idee zu präsentieren! Er schlug vor, dass ich an seiner Schule 2 Mal wöchentlich für 90 Minuten ein Englisch-Seminar durchführen sollte, an dem jeder Thai-Lehrer freiwillig teilnehmen könne. Ich beglückwünschte ihm zu seiner hervorragenden Idee, versicherte ihm, dass mir selbst das nie in den Sinn gekommen wäre und von nun an, nahm alles schnell seinen Lauf. Dass ich dafür natürlich entsprechend bezahlt wurde, versteht sich von selbst. Die Thailehrer, die nun gezwungenermassen Englischunterricht gaben, waren sehr froh, diese Hilfe zu bekommen. Selbst andere Lehrer, die kein Englisch unterrichteten, bekundeten ihr Interesse an diesem Seminar, so dass wir relativ schnell damit begannen. Inzwischen sind einige Jahre vergangen und ich habe mich in Pattaya mit der Easy ABC Sprach- und Kochschule selbständig gemacht. Die Erfahrungen als Lehrer in Bangkok waren mir dabei natürlich eine grosse Hilfe. Doch ohne die notwenigen Erfahrungen und Qualifikationen sowie die Hilfe guter Freunde wäre auch dieser Schritt nicht durchführbar gewesen. Wenn nun jemand also denken mag, dass Selbständigkeit in Thailand ein Kinderspiel ist, irrt er sich gewaltig. Nicht nur, dass man sich mit den Behörden rumschlagen muss, die einen immer und immer wieder wegschicken, weil irgendwelche Dokumente fehlen, nein... es sind auch noch diverse Neider und missgünstige Personen, die alles daran setzen, dass man es nicht leicht hat. Oftmals sind es sogar die eigenen Landsleute. Und wer nicht die Landessprache spricht, hat von vornherein schon schlechte Karten. Ernstzunehmende Fragen Wer aber ernsthaft beabsichtigt in Thailand zu leben und auch zu arbeiten, sollte sich vorher einige Fragen stellen: 1. Welche Qualifikationen habe ich? Wer Familie und Kinder hat sollte sich auch Gedanken um deren Schulbildung machen. Eine gute Schule kostet viel Geld und richtig teuer wird es, wenn die Kinder studieren wollen. Wenn man sich noch nicht sicher ist, was man in Thailand arbeiten kann, sollte man sich das alles in Ruhe erstmal vor Ort anschauen. Wer nicht mit einer/einem Thai verheiratet ist, kann ganz einfach ein Jahresvisum bekommen, indem er sich zu einem Thaisprachkurs (Jahreskurs für das ED-Visa) anmeldet. Man schlägt damit 2 Fliegen mit einer Klappe, denn man bekommt langfristigen Aufenthalt und lernt ausserdem gleich noch die Landessprache, was eines der wichtigsten Voraussetzungen ist um erfolgreich zu sein. Infos über Sprachkurse (Deutschsprachkurse A1 oder Thaisprachkurse für ein Studentenvisum) bekommen Sie bei der Easy ABC Sprach- und Kochschule in Pattaya unter: |