FARANG-Ausgabe 01 - 2016

Selbständig in Thailand
Königs 88. Geburtstag
Bike for DAD
Schöner Buddha
Edds Kolumne
RA Bümlein informiert:
Vaterschaftsanerkennung
Der Wai
Ching Chong schreibt
Siam-Info.de:
Meine Rente in Thailand
Die Seelensammler
Reise-Bericht:
Franky goes Ko Chang
QATAR 10 Jahre ab Berlin
Thaimassagen aufgepasst:
Geschenkgutscheine
Das Booya Resort
News aus Thailand
Solche Sachen
Leseprobe:
Farang und Lotusblüten
Tambun bei Yad Juwelier
Bikes in Thailand
Aus den Wats

Dem König zum 88. Geburtstag
Eine Feierlichkeit anlässlich des 88. Geburtstages des thailändischen Königs, Seiner Majestät Bhumibol Adulyadej fand für die Öffentlichkeit am 4. Dezember in Berlin im Fest-Saal des Maritim ProArte Hotels in der Friedrichstr. statt. Wie auch schon am 1. Dezember bei dem diplomatischen Festakt im Hotel ADLON (für geladene Gäste) hielt auch hier die Botschafterin Nongnuth Phetcharatana eine Ansprache, um dem König die Glückwünsche zu übermitteln. Gemeinsam mit den etwa 450 Gästen sang die Botschafter die Thai Hymne, die sie mit einer Kerze in der Hand anstimmte, um dem König Respekt zu erweisen. Nach dem offiziellen Teil wurden die Gäste mit allerlei Thai Kultur in Form von Tanzdarbietungen, Gesängen und Muay Thai Kämpfen unterhalten, wobei sich alle am großzügigen Buffet erfreuten. Das "Geburtstagskind" König Bhumibol Adulyadej kann stolz auf seine Landsleute in der Ferne sein. Auch wir vom FARANG Magazin wünschen dem König Gesundheit und ein langes Leben! In diesem Sinne: Long live the King! Peter Phetkhieo


We BIKE FOR DAD

Fahrrad fahren für Thailands König Bhumibol Adulyadej

Zu Ehren des thailändischen Königs, Seiner Majestät Bhumibol Adulyadej wurde eine Woche nach dem 88. Geburtstag des Monarchen am 11. Dezember eines der wohl größten Radsport-Events weltweit organisiert. In 67 Ländern trafen sich viele Thailänder und fuhren für ihren geliebten König Fahrrad.

In Berlin wurden das Event BIKE FOR DAD von der Thailändische Botschaft organisiert. Alle Interessenten hatten sich Wochen vorher in Listen eingetragen um eines der beliebten T-Shirts zu erwerben, die Listen wurden dem Glückwunschschreiben an den König beigefügt. Gegen 10 Uhr trafen sich alle im Hotel ADLON, wo die Botschafterin, gegen 11 Uhr eine Ansprache hielt und den Ablauf des Fahrradkorsos erläuterte. Gemeinsam ging es zu Fuß zum Brandenburger Tor für ein kurzes Fotoshooting, die meisten in ihrem blaugelben T-Shirts mit dem Logo von BIKE FOR DAD, um ihrem König Respekt zu erweisen. Mit Polizei-Eskorte und der Botschafterin an der Spitze ging es nun los: vorbei an der Siegessäule, Kanzleramt und Reichstag, also einmal ums Regierungsviertel, und dann zurück zum Brandenburger Tor.

Übrigens, wer kein eigenes Fahrrad hatte, bekam eines - die Botschaft hatte extra hierfür Fahrräder angemietet, um jedem die Gelegenheit zu geben für den König kräftig und fröhlich in die Pedale zu treten. Danach konnte sich jeder Teilnehmer im ADLON am gut ausgestatteten Buffet bedienen.

Aus meiner Sicht gesehen, würde ich sagen, die Thailänder sind stolz auf ihren König und lieben ihn wirklich, oder könnt Ihr mir noch jemanden nennen, wo das Volk des Landes seinem König bzw. Regierenden soviel Ehre erweist - sorry... bei uns undenkbar. Euer Peter Phetkhieo


RA Bümlein informiert

Vaterschaftsanfechtung und Namensänderung
Frage eines Lesers Helmuth S. aus Berlin: Mit meiner thailändischen Lebensgefährtin habe ich eine 1-jährige Tochter. Ich habe die Vaterschaft anerkannt. Da aber meine Lebensgefährtin noch nicht geschieden ist, trägt unsere Tochter noch den Namen des Vaters. Nach Informationen des Standesamtes kann der Name des Kindes jetzt nicht geändert werden. Stimmt das? Welche Möglichkeit der Namensänderung gibt es?

Wenn die Kindesmutter noch nicht geschieden ist, wird der Noch-Ehemann als Vater des Kindes eingetragen. Das gilt unabhängig davon, ob die Kindesmutter überhaupt Kontakt zu ihm gehabt hat. Der biologische Vater hat aber die relativ unkomplizierte Möglichkeit zum rechtlichen Vater zu werden, wenn der Scheidungsantrag der Kindesmutter vor der Geburt des Kindes eingereicht wurde. Dafür ist zunächst die Anerkennung der Vaterschaft durch den leiblichen Vater, die Zustimmung der Mutter und die Zustimmung des Ehemannes erforderlich. Die Anerkennung der Vaterschaft wird aber erst mit Rechtskraft der Ehescheidung wirksam. Erst zu diesem Zeitpunkt ist die Namensänderung des Kindes möglich. Denn wenn die Ehescheidung rechtswirksam wird, dann wird der biologische Vater zum rechtlichen Vater und in die Geburtsurkunde eingetragen. Sollte mit der Vaterschaftsanerkennung auch die Erklärung über das gemeinsame Sorgerecht beurkundet wurde, können die Eltern gemeinsam innerhalb von drei Monaten den Namen des Kindes ändern.

Falls aber der Ehescheidungsantrag erst nach der Geburt des Kindes eingereicht wurde, ist die Sache komplizierter. Es besteht dann nur die Möglichkeit der gerichtlichen Anfechtung der Vaterschaft nach § 1599 BGB. Antragsberechtigt sind gem. § 1599b BGB der Mann, dessen Vaterschaft besteht, der Mann, der eidesstattlich versichert, der tatsächliche Vater zu sein, die Mutter und das Kind. Erst mit der rechtskräftigen Vaterschaftsanfechtung ist die Namensänderung des Kindes möglich. Solche Verfahren dauern sehr lange und es wird fast immer ein Abstammungsgutachten über das Gericht veranlasst.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Rechtsanwältin Bümlein


Der Wai - der thailändische Gruss
Der Wai ist die übliche Begrüßungsform in Thailand, der, ähnlich wie der indische Gruß Namaste oder die Verbeugung in Japan, eine zeremonielle Begrüßungsgeste der gegenseitigen Höflichkeit ist. Jeder Besucher, der zum ersten Mal nach Thailand reist, wird vor dem Betreten des Flugzeuges der Thai Airways, spätestens im nächsten guten Hotel mit einem Wai begrüßt.

Auch wenn der Händedruck angesichts des internationalen kulturellen Austausches und durch die Medien in Thailand bekannter ist und gegenüber Ausländern und unter westlich orientierten Geschäftsleuten und Regierungsmitgliedern immer öfters angewandt wird, so ist und bleibt doch der traditionelle Wai die alltägliche Begrüßungsform, besonders in den ländlichen Regionen des Königreiches.

Der Händedruck gilt in Thailand auch eher als eine Begrüßung unter Gleichrangigen oder um dem Ausländer freundlich und aufgeklärt entgegenzutreten, besonders bei Jugendlichen. Beim traditionellen Wai jedoch unterscheidet man noch immer zwischen einer sozial niedrig gestellten Person und einer sozial höher gestellten Person. Der Wai ist ja nicht nur die übliche Begrüßungsform und ein Zeichen der Höflichkeit und des Respekts, sondern auch Kennzeichen einer gepflegten Hierarchie in Thailand, die vom Kindesalter an in Familie und Schule gelernt wird. So grüßt der Untergeordnete den Höherstehenden und der Jüngere den Älteren zuerst.

Ein Wai wird in erster Linie zur Begrüßung und zum Abschied angewendet, aber auch als Zeichen für Danke, als Geste der Entschuldigung, für Ergebenheit gegenüber der Königsfamilie und hoher religiöser Verehrung gegenüber Buddha, Mönchen sowie religiösen Orten.

Wie oft grüßt man mit dem Wai ?

Eine feste Regel gibt es nicht, jedoch wird üblicherweise bei Besuchen und Einladungen sowie jeder Art von Festlichkeiten nur einmal bei der Begrüßung und einmal beim Abschied der Wai gegenüber anderen Personen angewandt. Obwohl man wegen der Höflichkeit jede einzelne Person mit einem Wai begrüßen sollte, gibt es natürlich auch Situationen, wie z.B. auf einer Festveranstaltung mit vielen Menschen, dass man mit einem Wai durchaus auch mehrere Personen gleichzeitig grüßen kann. Solch ein Gruß entspricht etwa unserem Halli-Hallo oder Guten Tag bzw. Guten Abend zusammen. Bei der Begrüßung mit einem Wai sagt der Mann normalerweise Sawad-di krap und die Frau Sawad-di kaa dazu, was bei uns, je nach Tageszeit, Guten Morgen, Guten Tag oder Guten Abend entspricht.

Lebt man für einige Zeit bei einer Thai-Familie oder Verwandtschaft, so grüßt man sich auch nicht jeden Tag mit einem Wai neu, sondern auch hier wird der Wai nur bei der Begrüßung und beim Abschied angewandt. Zwischendurch grüßt man sich jedoch ohne Wai mit einem Sawad-di krap oder Sawad-di kaa. Das selbe gilt für neu hinzu kommende Personen, die man je nach Status mit einem Wai zuerst begrüßt oder deren Wai erwidert. Dennoch kann auch der Nachbar eine jeden Tag mit einem freundlichen Wai begrüßen.

Die Anwendung des Wai

Ob man als Tourist, dort lebender Ausländer oder als Besucher in Thailand weilt, jeder sollte alleine wegen der Höflichkeit einige Grundtechniken des Wai kennen. Als Grundsatz sollte man beachten, je tiefer man seine Stirn neigt und je höher dabei die aneinander gelegten und hochgehaltenen Finger, desto höher wird dadurch der Respekt geäußert.

Mag auch der eine oder andere bei der Beobachtung im Land und bei der Anwendung des Wais noch andere Variationen des Wais kennen gelernt haben als hier beschrieben, und dabei auch individuelle eigene Erfahrungen gemacht haben, so gibt es doch insgesamt nur vier wichtige Begrüßungsformen des Wai, die man sich merken sollte. Denn, wenn man schon aus Höflichkeit einen Wai machen oder erwidern möchte, dann möglichst immer in angemessener Form.

Der Wai zwischen fremden Personen + Gleichgestellten

Dabei werden die Hände eng am Körper gehalten, die Fingerspitzen sollten in Brusthöhe und nicht höher sein als das Kinn, wobei der Kopf dabei gerade gehalten wird. Ein Lächeln dabei erleichtert jeden neuen Kontakt. Dieser Wai ist dann üblich, wenn man sich noch nicht kennt und der gegenseitige soziale Rang noch nicht einstuft werden kann.

In einem Ausländer (Farang) sieht man meistens eine höher gestellte Person, entsprechend kommt es oft vor, dass ein Ausländer zuerst oder immer mit einem hohen Wai begrüßt wird. Dies bedeutet aber nicht, dass man als Ausländer grundsätzlich und automatisch mit höchster Ehrerbietung und hohem Wai begrüßt wird. Auch kann man heute mit einem hohen Wai begrüßt worden sein und morgen schon, wenn der soziale Status des Ausländer eingeschätzt wurde, schon mit einem gleichrangigen Wai. Dazu wird auch das Äußere eines Ausländers abgeschätzt, hat er gepflegte passende Kleidung an, ist er höflich und wie ist sein Verhalten. Sollte man sich noch nicht sicher sein, wie der Farang einzustufen ist, wird einfach freundlich hinterfragt, was macht man beruflich und hat welche Position, hat man Familie und Kinder, was verdient man usw.

Manche Thais bezeichnen diesen Wai auch als den schnellen Wai, wenn man eine Person zwar aus Höflichkeit begrüßt, auch wenn man diese Person aus irgendeinem Grund nicht mag oder es Unstimmigkeiten gab oder gibt.

Wai von höher gestellten Personen gegenüber niedrig gestellten Personen

Dabei werden die Hände eng am Körper gehalten, die Fingerspitzen bleiben in Brusthöhe und nicht höher, der Kopf bleibt dabei erhoben oder nur wenig geneigt. Ein freundliches Lächeln oder Zurück-Lächeln entspannt solch einen Kontakt.

Hier gelten die ungeschriebenen Regeln, dass es durchaus nicht üblich ist, Dienstpersonal, Taxifahrer, Arbeiter, Kinder und Personen sozial niedriger Herkunft mit einem Wai zu begrüßen bzw. deren Gruß zu erwidern. Wer es trotzdem aus eigener Höflichkeit macht, könnte ungewollt eine Situation der Verlegenheit entstehen lassen.

Wer zum Beispiel beim Besuch in einer thailändischen Familie aus Unwissenheit den Wai des Hausmädchen erwidert, bringt nicht nur das Hausmädchen in Verlegenheit, sondern kann sich sogar lächerlich machen, was noch damit verstärkt wird, wenn die Höhe des Wai nicht beachtet wird. Aufgrund der Höflichkeit wird das natürlich vom Gastgeber toleriert, aber schon ist man ins berühmte Fettnäpfchen getreten.

Es kann durchaus vorkommen, dass eine Kassiererin, ein Verkäufer oder Verkäuferin in einem Kaufhaus oder Geschäft nach dem Bezahlen einer Ware sich mit einem Wai für den Kauf bedankt. Auch hier grüßt man nicht mit einem Wai zurück, da reicht ein Lächeln und Kopfnicken.

Wenn sich ein Thai mit einem Wai für etwas bei Ihnen bedankt, reicht ein kurzes Kopfnicken oder Lächeln vollkommen aus. Umgekehrt bedankt man sich ebenfalls mit einem Wai für eine Gefälligkeit oder Geschenk, ungeachtet des sozialen Ranges.

Auf dem Land und in abgelegenen Gegenden ist es schon schwerer, einen freundlichen Wai nicht zu erwidern. In manchen Gegenden oder Dörfern sah man entweder wenige oder gar keine Ausländer. Bei solchen Begegnungen liegen Neugierde, Scheu und Misstrauen nahe beieinander. Sollte also jemand hier mit einem freundlichen Wai grüßen, macht man es nie verkehrt, mit einem Wai in Brusthöhe zurück zu grüßen! Winkt man Ihnen zu, winken Sie zurück. Und schon wieder wurde eine kleine kulturelle Brücke zum gegenseitigen kennenlernen gebaut!

Der Wai niedrig gestellter Personen gegenüber höher gestellten Personen

Dabei werden die Hände aneinander gelegte, die Fingerspitzen erreichen die Höhe der Nase oder höher und der Kopf wird dabei gesenkt.

Bedankt sich ein Kellner für das Trinkgeld oder Kassiererin für den Kauf einer Ware mit einem Wai, entwidert man dies nicht mit einem Wai, sondern antwortet mit einem Lächeln. So grüßt auch ein Angestellter seine Vorgesetzten, der Vorgesetzte aber nicht unbedingt den Untergebenden bzw. mit einem niedriger angesetzten Wai. So grüßt man auch hohe Beamte von Behörden und Ämter, und so begrüßen die Jüngeren die Älteren. In einem Ausländer sieht man meistens eine höher gestellte Person, deshalb ist dies in der Regel der am meisten angewandte Wai gegenüber Ausländern.

Wai gegenüber Mönchen

Dieser Wai gegenüber Mönchen ist ein Zeichen von großer Hingabe, hohem Respekt und religiöser Verehrung. Dabei werden die Hände aneinander gelegt, die Fingerspitzen erreichen die Höhe der Stirn oder Kopfende, der Kopf und Oberkörper werden nach unten gebeugt. Den Mönchen wird die höchste Verehrung entgegengebracht, und auch Ihre Majestäten, der König und die Königin, begrüßen Mönche mit hohem Respekt und hoher religiöser Verehrung.

Mönche grüßen auch niemals mit einem Wai zurück. Ebenso respektvoll und mit hoher religiöser Verehrung werden Buddha-Abbildungen jeder Art, religiöse Gegenstände und Orte begrüßt. Wenn man im Auto oder Bus unterwegs ist, sieht man wie die Thais einen Wai durchs Fenster machen, sobald man an einem Wat, einer Buddha-Abbildung oder an einer markanten Unfallstelle, wo viele Geisterhäuser stehen, vorbeifährt.

Der Wai gegenüber Buddha Abbilder im Wat

Beim Betreten eines Wat werden immer die Schuhe ausgezogen. Vor dem Buddha Abbild kniet man nieder, wobei die Männer in der Regel auf den Fersen sitzen und die Frauen ihre Beine seitlich aneinander legen. Die Fingerspitzen der gefalteten Hände werden bis zur Stirnhöhe oder Kopfende gehalten. Danach neigt man insgesamt dreimal den Oberkörper nach vorne, wobei die Handflächen jedes Mal, wenn der Kopf fast den Boden berührt, auf den Boden gelegt werden.

Ebenso besteht ein religiösem Hintergrund, wenn der Taxi- oder Autofahrer eine neu gekaufte Blumengirlande an den Innenspiegel hängt und sie mit einem Wai begrüßt, damit das Auto von Unfall verschont bleibt und der Fahrerin oder dem Fahrer Glück beim Autofahren gibt.

Wai als Entschuldigung

So kann der Wai nicht nur Ausdruck für Dank sein, sondern auch zur Entschuldigung und Vergebung. So können Kinder genauso gut mit einem Wai ihre Eltern, Erwachsene und Lehrer um Verzeihung für etwas bitten, als auch Erwachsene gegenüber anderen Erwachsene wie Polizeibeamten oder Vorgesetzten.

Nehmen wir als Beispiel eine leichten Unfall mit Blechschäden. Der Unfallverursacher versucht die für ihn unangenehme Situation mit einem Lächeln und Wai gegenüber dem Unfallgeschädigten zu entspannen. Es gibt viele Situationen, wo der Wai als Entschuldigungsgeste angewendet wird.

Mit gutem Beispiel

Es muss ja nicht immer ein gut geübter Wai sein. Sollte mal ein voller Bus mit lachenden Schulkindern beim Vorbeifahren einen Farang (Bezeichnung für Ausländer) mit einem freundlichen Winken begrüßen, dann sollte man zurücklächeln und auch kurz zurückwinken, so etwas baut gegenseitige Hemmnisse ab und trägt zum kurzen Kulturaustausch bei!

Unterwegs auf kleinen Straßen, besonders auf dem Lande, könnte jederzeit jemand Ihnen freundlich zuwinken. Ein so schönes Halli-Hallo sollte immer erwidert werden. Wenn es die Situation erlaubt und wer es nicht macht, kann schon mal als ein Farang ohne Gesicht eingestuft werden, was nichts anders bedeutet als unhöflicher, und im schlimmsten Fall, eingebildeter Farang.

Schlusswort:

Respektieren Sie also den traditionellen thailändischen Gruß und grüßen Sie dann mit einem entsprechenden Wai zurück, wenn Ihnen aus Höflichkeit und Respekt ein Wai entgegengebracht wird. Sie werden merken, dass man gegenüber Ausländern und Ihre Bemühungen, mit einem Wai zurück zu grüßen, freundlich und vorurteilsfrei umgeht, und dies einem Lächeln belohnt.

Und sollte jemand, nach all dem Gelesenen und Geübten, in Thailand routiniert den Wai anwenden wollen, und man streckt Ihnen unerwartet die Hand zum Hände schütteln entgegen, was besonders gerne Jugendliche machen, dann schütteln Sie die Hand mit einem Lächeln. Schließlich sind Sie darauf vorbereitet, dass der nächste Gruß schon ein Wai sein kann. Wilfried Stevens


Ching schreibt für FARANG
Friendship: Hallo, über die Feiertage gab es genug zu Essen und Trinken. Von den Kalorien, die ich verdrückt habe, ernährt sich normalerweise eine 7-köpfige Familie eine ganz Woche lang! Ha, ha, dann Prost auf 2016 und auf ein Neues. Ich wünsche allen Freunden, Lesern und Friendship FANS ab jetzt einfach mal Kraft, Stärke und neue Hoffnung und Frieden für die ganz Welt. Das schwierige Jahr scheint vorbei zu sein. Zuerst eine gute Nachricht. Die Regierung Syriens zeigt sich offen für Friedensgespräche mit der Opposition, um den Bürgerkrieg zu beenden. Das Land sei bereit sich am innersyrischen Dialog in Genf ohne ausländische Einmischung zu beteiligen, hieß es vom syrischen Außenminister Muallem bei einem Besuch in Peking. Er hoffe, dass dies bei der Bildung einer Regierung der Nationalen Einheit helfe. Die Gespräche in Genf sollen Ende Januar unter der Ägide der Vereinten Nationen beginnen. Sehen Sie "Big China made ready".

Jetzt beginnt das Jahr 2016 mit was Schönem. Friendship bittet um Hilfe! Bitte jederzeit unter der Nr. 0151 5947 4866! Wer hat eine Wohnung? Oder wer hat eine große Wohnung und kann etwas zur Untermiete anbieten? Eine Mutter und ihr Sohn würden sich freuen, weil Sie dringend eine neue Wohnung in Berlin suchen.

Friendship mit dem Thema: Schluss mit Eheproblemen! Streiten Sie sich wegen Kleinigkeiten? Sie leben nur noch nebeneinander her und reden meistens aneinander vorbei und leben unter Druck? In vielen Ehen zwischen deutschen Männern und ausländischen Partnerinnen entstehen Missverständnisse, wegen der Kultur und der Sprache. Das merkt man bei Paaren, die schon lange zusammen sind. Die meisten Männer versprechen viel und machen große Hoffnungen. Man sollte aber nichts versprechen, wenn man es nicht halten kann. Wenn Sie Ihre Eheprobleme lösen möchten, ist es ganz einfach. Unternehmen Sie gemeinsam etwas zusammen. Die lügenden Männer werden aggressiv, wenn die Partnerin nach etwas fragt und der Mann aber der Meinung ist, dass es sie nichts angeht. Oder er wird aggressiv, wenn seine Partnerin nicht versteht, was er gerade erzählt. Viele Männer kommen nach Hause, quatschen ihre Frau voll über die Arbeit. Man spricht nicht mehr über Sachen von der Arbeit, wenn man schon Feierabend hat. Sondern redet über lustige Sachen und lacht dann gemeinsam viel. Die Frau hat ja schließlich auch den ganzen Tag den Kopf voll wegen des Haushaltes. Natürlich sollte man nicht vergessen Liebe zu machen. Die Sexualität ist sehr wichtig, beruhigt die Nerven sogar sehr gut. "Die Liebe, welch lieblicher Dunst. Doch in der Ehe, da steckt die Kunst." Theodor Storm, ha ha ha. Das Leben besteht aus Geben und Nehmen.

Über Flüchtlinge: Bundespräsident Gauck ruft in seiner Weinachtsansprache zur offenen Debatte in der Flüchtlingskrise auf. "Der Meinungsstreit ist keine Störung des Zusammenlebens, sondern Teil der Demokratie", sagte er. "Nur so könne man langfristige Lösungen finden." Er verurteilte die Gewalt gegen Flüchtlinge und die Anschläge auf Flüchtlingsheime. Gauck würdigte die freiwilligen Helfer und zeigte sich zuversichtlich, dass Deutschland die Herausforderungen bewältigen wird: "Wir haben gezeigt, was in uns steckt."

Ein Witz: Eine Mutter hört aus der Küche heraus ihrem 6-jährigen Sohn zu, der im Wohnzimmer mit seiner neuen Eisenbahn spielt. Sie hört den Zug anhalten und ihren Sohn sagen: "Alle total verblödeten Typen, die hier aussteigen wollen, schwingt eure Ärsche aus dem Zug! Und alle Vollidioten, die hier einsteigen, beeilt euch gefälligst, ihr lahmen Penner!" Die total geschockte Mami rennt zu ihrem Sohn und sagt: "Du gehst jetzt sofort für zwei Stunden auf dein Zimmer. In diesem Haus wird nicht so gesprochen! Nach den zwei Stunden darfst Du wieder mit Zug spielen. Aber nur, wenn Du Dich einer höflicheren Sprache bedienst!" Zwei Stunden später hört sie ihrem Sohn wieder mit der Bahn spielen. "Allen Fahrgästen, die hier aussteigen und die hier zusteigen, wünschen wir eine angenehme Reise." Die Mami freut sich noch wie eine Schneekönigin, als sie den Kleinen dann weiter zuhört... "Und alle, die wegen der zweistündigen Verspätung angepisst sind, beschweren sich bei der Schlampe in der Küche!" Ja, so sind unsere lieben Kinder...

Friendship wünscht noch einmal alles Beste für 2016!


Die Seelensammler von Bangkok
Ein etwas merkwürdiger Titel für einen Artikel, so werden viele Leser sicherlich auf den ersten Blick meinen. Die Überschrift bezieht sich auf einen sehr interessanten Filmbericht des ARD-Studios Singapur aus dem Jahr 2014 des Autors Norbert Lübbers, der immer mal wieder in diversen Programmen gezeigt wird und unbedingt empfohlen werden kann. Er beschäftigt sich mit der Tätigkeit von Freiwilligen im Großraum Bangkok, die oft in der Nacht zu Verkehrsunfällen gerufen werden, bei denen es sehr oft Tote und zumeist Schwerverletzte gibt.

Da Bangkok leider nur über ein wenig effizientes Rettungssystem bezüglich der Verbringung von Schwerverletzten in Krankenhäuser verfügt, bleiben sie nach Straßenunfällen sehr oft und lange hilflos am Unfallort liegen. Aber es gibt ja die vielen Freiwilligen der Poh Teck Tung Organisation, die sich jede Nacht um die Verletzten und Toten kümmern. Sie sind keine ausgebildeten Rettungssanitäter, aber sie versuchen ihr Möglichstes, um Leben zu retten und sich um Tote zu kümmern. Das gilt im Buddhismus als Tham bun (Tham=tun, machen, bun ist die thailändische Übersetzung von puñña und entstammt der Pali-Sprache, es bedeutet: verdienstvoll, Übersetzung nach: Nyanatiloka Mahathera, Buddhistisches Wörterbuch, Verlag Beierlein-Steinschulte, Stammbach, 1999).

Mit Tham bun erwirbt sich jeder Buddhist ein gutes Karma (entstammt dem Pali-Wort kamma und bedeutet: Wirken, Tat und bezeichnet das spirituelle Konzept, daß jede Handlung eine Folge hat), was dann Folgen für das gegenwärtige Leben und zukünftige Leben hat. Mit der Betreuung von Verletzten und der Sorge um die Toten erwirbt man ein gutes Karma, man macht Tham bun.

Warum nun Seelensammler? Durch den plötzlichen Unfalltod kann, nach dem Glauben der Thai, die Seele keine Ruhe finden und irrt ruhelos umher. Die Seelensammler kümmern sich darum, die Seelen der Toten zu beruhigen. Man wartet ab etwa 20 Uhr an Tankstellen und Treffpunkten, wie Parkplätzen, hört dort den Polizeifunk und den Taxifunk ab und rast dann, nach Eingang einer Unfallmeldung, zum Unfallort, um dort zu helfen. Die Schicht geht oft bis zum frühen Morgen gegen 08:00 und ist sowohl physisch wie auch psychisch sehr anstrengend. Jede Nacht sieht man Verletzte, oft schwer und auch oft Tote, das zehrt an den eigenen Nerven und man muss schon eine belastbare Konstitution haben, um dies alles gesundheitlich, vor allen Dingen mental, durchzustehen.

Was verbirgt sich nun hinter der Poh Teck Tung Organisation? Im Jahr 1909 gründeten 12 chinesische Geschäftsleute, deren Anführer ein Chinese namens Anuwaratniyom war, die Tai Hong's Body Collecting Group. Der Name bezieht sich auf Tai Hong, einen in der chinesischen Gemeinschaft hochangesehenen chinesischen Mönch, dessen Aufgabe es war, zu seinen Lebzeiten Tote auf den Straßen und Kanälen einzusammeln und ihnen eine würdige Bestattung auf einem Friedhof zu geben. Nach seinem Tod wurde eine Statue von ihm im Wat Liab (heute bekannt unter Wat Liab Ratchbumrung, etwas nördlich der Thanon Wong Sawang im Khet Bang Sue) aufgestellt, sie wird heute noch hochverehrt. Als die Pest später besonders in der chinesischen Gemeinde wütete pilgerten viele Chinesen zu der hochverehrten Statue von Tai Hong, um ihn um seinen Beistand gegen die Seuche zu bitten. Sie kauften auch Land für einen Friedhof an, um dort namenlose Tote bestatten zu können.

Historiker sehen dies heute als die Gründungszeit der Poh Teck Tung Organisation an. Die Chinesen heuerten Leute an, welche die Straßen entlang liefen, um dort nicht identifizierte Tote zu bergen und auf den eigenen Friedhof zu bringen. König Rama VII (Prajadhipok) gab der Organisation jährlich 2.000 BHT als Spende, zu damaliger Zeit eine sehr ansehnliche Summe, um die Arbeit der Organisation zu unterstützen, die in den Zeiten der wirtschaftlichen Rezession geldlich gefährdet war. Die Organisation erwarb mit dem Geld des Königs auch das Gelände für ein Krematorium an der Thanon Plubplachai im Khet Pom Prap Sattru Phai.

Im Jahr 1937 wurde die bisher eher lose Organisation nun offiziell registriert und erhielt den heutigen Namen. Während der Zeit des 2. Weltkrieges und danach flohen sehr viele Chinesen nach Thailand und wurden durch die Poh Teck Tung Organisation medizinisch, geldlich, wirtschaftlich und vor allen Dingen mit Essen versorgt.

Heute sammelt Poh Teck Tung nicht nur tote Körper ein, man nimmt Fingerabdrücke von den oft unbekannten Toten, um sie identifizieren zu können, man macht Bilder und bringt die Toten in forensische Labors, um die Todesursache zu bestimmen. Falls sich niemand um die Toten kümmert, d.h. also offenbar keine Angehörigen existieren bzw. Angehörige nicht auffindbar sind, werden die Körper für fünf Jahre auf dem Friedhof der Organisation in der Provinz Samut Sakhon aufbewart, um dann endgültig bestattet zu werden. Heute unterhält die Organisation 7.000 Gräber und könnte den vorhandenen Friedhof um weitere 6.689 m² erweitern. Die Organisation unterhält auch das bekannte Hua Chiao Hospital, 1979 neu erbaut mit 450 Betten (665 Thanon Bangrunmueang, Khet Pom Prap Sattru Phai). Der Hauptsitz von Poh Teck Tung befindet sich in 326 Thanon Chao Kam Rop, Khet Pom Prap Sattru Phai, 10100 Bangkok). Das Symbol der Organisation ist das chinesische Zeichen Shan und das bedeutet: verdienstvolle Tat, ein Motto, nach denen die Mitglieder der Organisation agieren.

Niemand kann den Sinn und die Philosophie der Seelensammler besser charakterisieren als die im Film gezeigte 19-jährige Studentin der Betriebswirtschaft Mee Ongloar, die sagte:

"Wenn wir sterben, können wir nichts mit uns nehmen, kein Gold, kein Geld, rein gar nichts. Alles, was wir dann noch haben, ist unser Karma. Das einzige, das wir mit uns nehmen können, ist unsere Güte." Dr. Volker Wangemann


Frankys Reise (2): Von Bangkok zur exotischen Insel Ko Chang

Preiswertes Reisen in den Tropen

Bei jeder Thailandreisen fahre ich mit meiner Familie mindestens einmal ans Meer. So auch dieses Mal. Wir wollten die Gegend um Laem Mae Phim an der Nordküste des Golfs von Thailand erkunden. Von unserem Dorf im Isaan sind es etwa 350 Kilometer bis dorthin. Eigentlich waren wir schon fast überall, an dieser Küste aber dort noch nicht. Den Tipp bekam ich von meinem Freund Olaf.

Olaf ist ein FARANG-Leser, der uns oft mit seiner Frau Bu in unserem Kanucamp in Altfriesack besucht. Wenn sie in Thailand sind wohnen sie bei Bu´s Vater in Ban Chang. Das ist eine kleine Stadt in der Nähe von Rayong. Dort haben wir uns getroffen und unsere Küstenerkundung begonnen.

Mit diesem Bericht möchte ich eine Empfehlung geben, wie man einen exotischen Urlaub in den Tropen mit wenig Geld gestalten kann. Deshalb schreibe ich den Bericht so, als würde er in Bangkok beginnen. Reiseziel sollen die schönen Inseln im Ko Chang - Archipel sein.

Einen Hin- und Rückflug Flug nach Bangkok bekommt man schon für 500 Euro. Über Ostern werde ich sogar für weniger als 400 Euro fliegen. Aber dazu dann mehr. Vom Flughafen Bangkok Suvarnabhumi fahren Busse direkt zur Insel Ko Chang. Mit diesen wäre man schon in fünf Stunden vor Ort. Aber wir wollen Land und Leute kennenlernen und fahren deshalb erst ein Mal nach Pattaya ans Meer. Busse dorthin fahren im Zweistundentakt. Fahrtzeit 1,5 Stunden 120 Baht, etwa 3 Euro. Der Busterminal befindet sich in der ersten Etage des Flughafens. Dort gibt es auch ein preiswertes Restaurant und einen kleinen Supermarkt.

Pattaya ist ein Seebad und bekannt für seine Ladybars. Aber das ist nicht der Grund warum wir dorthin fahren. Wir wollen uns an das Klima gewöhnen um dann von dort weiterzureisen. Gute Zimmer bekommt man hier, wie fast überall in Thailand, ab 600 Baht, etwa 15 Euro. Auch hier gilt: preiswerter geht es immer, aber dann muss man Abstriche bei der Qualität machen. Für die Weiterreise würde ich mir ein Motorrad ausleihen. Eine 125-ziger Yamaha kostet zum Beispiel ca. 400 Baht pro Tag = 10 Euro (bucht man in Pattaya eine Reisebegleiterin dazu, wird es natürlich teurer). In Thailand fährt man auf der linken Seite, aber daran gewöhnt man sich schnell.

Es kann unterwegs Polizeikontrollen geben. Auch das ist kein Problem. Die Genossen wollen sich etwas Geld hinzuverdienen. Das ist so eine Art Wegezoll. Man sollte in seiner Brieftasche nicht mehr als 100 Baht haben. Sagt man, dass man nicht mehr Geld bei sich hat und zeigt sein leeres Portemonnaie, genügt diese Summe normalerweise.

Man kann aber auch mit einem Bus weiterreisen. Dann würde ich als nächstes Ziel die Hafenstadt Ban Phe empfehlen, um von dort für einige Tage zur Insel Ko Samet mit ihren Traumstränden überzusetzen. Aber ich finde Motorradfahren schöner. Es gibt an der Küste viele bezaubernde Orte zum Verweilen. Allerdings sollte man für den ersten Weiter-Reise-Tag 100 Kilometer einplanen. Dann hat man die Industrie- und Hafen-Stadt Rayong passiert. Erst dann wird es wirklich schön. Zwischen Pattaya und dieser Stadt sind die Strände dreckig.

Wie gesagt, begannen wir unsere Reise bereits in Ban Chang, einer kleinen Stadt vor Rayong. Dort war es auch so. Im trüben Wasser trieben eklige Plastiktüten und der Strand war gesäumt von Müll. Aber wir wollten uns dort mit Olaf und Bu treffen und deshalb blieben wir zwei Nächte. In der ersten übernachteten wir in einem Resort in Strandnähe, was nicht wirklich schön war und preiswert auch nicht. In der zweiten hatten wir ein Zimmer in einem renommierten Hotel in der City. Das war günstiger, besser und sogar mit Frühstück.

Die Wiedersehensfreude mit Olaf und Bu war groß. Gemeinsam fuhren wir zum Anwesen von Olafs Schwiegereltern. Es liegt am Fuße eines Gebirges. Auf dem Weg dorthin mussten wir teils weggespülte Straßen passieren. Die Regenzeit hat hier deutliche Spuren hinterlassen. Stolz zeigte Olaf uns die Villa von Bu´s Eltern. Sie stand auf einem herrschaftlichen Grundstück. Der Schwiegervater war einst Polizeichef von Ban Chang und ist ein wohlhabender Mann. Er ludt uns für den nächsten Tag zum Abendessen ein. Den Tag nutzten wir um die Gegend zu erkunden. In Ban Chang leben auch einige Farangs. Die sollen aber so zerstritten sein, dass sie niemals zur selben Zeit in ein Restaurant gehen würden. Sie zu treffen ersparten wir uns. Auf unserer Weiterreise begleiteten uns Olaf und Bu einige Tage.

Die Strände östlich von Rayong waren schöner. Das Wasser wurde sauberer und die Plastiktüten, die man auch hier beim Schwimmen berührte, waren nicht mehr so dreckig. Je weiter wir uns von Rayong entfernten, umso besser wurde die Wasserqualität. Laem Mae Phim war dann ein typischer Badeort, der von Einheimischen aus Bangkok gern an den Wochenenden besucht wird. Hier blieben wir einige Tage. Mit Olaf unternahm ich eine Schnorchel-Bootssafari zu einigen Inseln.

Aber was ich da auf dem Meer erlebte, ließ mich erschüttern. Ein großes Schiff hatte eine komplette Mülladung ins Meer verklappt. Unmengen Abfall und Stüroporbehälter schwammen an der Oberfläche. An den Inseln merkte man davon nichts. Dort war es schön. Aber die nicht umweltgerechte Müllentsorgung hinterließ in mir einen bitteren Beigeschmack. Auf der Insel Ko Samet macht man es nicht viel besser. Dort wird der Müll verbrannt. Aber dann war er wenigstens weg. Im Meer landet er auf dem Grund und was nicht untergeht, wie erlebt, am Strand. In Laem Mae Phim verabschiedeten wir uns von Olaf und Bu. Sie machten noch einige Tage Urlaub auf der Insel Ko Samet. Ein Bericht und Fotos sollen folgen, hat mir Olaf versprochen. Wir reisten weiter der Küste entlang nach Laem Son. Es ging durch eine imposante Fluss-Delta-Landschaft. Hier hat Weau nach ihrer Schulausbildung in einer Fischverwertung gearbeitet. Damals gab es noch keine Brücken über den Fluss. Heute ist dies ein schöner Ausflugsort mit einer großen Brücke. Aber Strände gibt es dort nicht. Wir beendeten hier unsere Reise und fuhren zurück in unser Dorf im Isaan.

Fährt man an der Küste weiter, gelangt man zu den schönen Stränden Khung Wiman, Chao Lao, Laem Sadet, um nur einige zu nennen. Diese besuchten wir in den vergangenen Jahren sehr oft. Reiseberichte von mir sind nachzulesen in den FARANG-Ausgaben 2 und 12/ 2014. Bald erreicht man den Centerpoint- Pier. Das ist einer der drei Häfen, von denen Fähren im 30 Minutentakt zur Insel Ko Chang ablegen. Die Überfahrt kostet inklusive Motorrad 160 Bhat = 4 Euro.

Ko Chang ist immer wieder schön. Auch darüber habe ich in dieser Zeitschrift einige Male berichtet. Ko Chang gehört zum gleichnamigen Archipel. Es befindet sich nahe der kambodschanischen Grenze. Zu dieser paradiesischen Inselwelt gehören mehr als 50 kleine Inseln. Ko Chang ist die größte. Sie ist nach Phuket die zweitgrößte des Landes. Etwas kleiner, aber auch bewohnt sind Ko Mak und Koh Kood. Die anderen Inseln sind überwiegend unbewohnt. Man findet einsame Strände und immer wieder wundeschöne Tauch- und Schnorchelreviere. Besonders exotisch und von einer unglaublichen Artenvielfalt an Fischen sind die Inseln Koh Wai, Koh Rang, Mu Koh Kra und Koh Lao Ya die man vom Bang Bao Pier, der sich auf der Südseite der Insel befindet, mit Safaribooten oder mit einer Fähre erreichen kann.

Möchte man diese Inseln besuchen, muss man das Motorrad im Hafendorf Bang Bao zurück lassen. Es gibt dort bewachte Parkplätze. Für die Rückreise, nach Pattaya würde ich dieselbe Strecke empfehlen. Es gibt immer wieder etwas zu entdecken und in Pattaya muss man ja auch zurückgeben, was man sich am Anfang des Urlaubs ausgeliehen hat.

Im nächsten Heft berichte ich wieder aus dem Isaan. Dann u.a. über eine kleine Geckofamilie, die sich in unserem Haus eingenistet hatte.

Übrigens ist jetzt mein zweites Buch auf dem Markt. Es heißt "Asiatische Verlockung" und ist bei Amazon und Co erhältlich. Franky Kuchenbecker


QATAR Jubiläum: 10 Jahre ab Berlin
Sa & Bernd von TAF - Thai Asien Flugreisen aus der Kantstr. 59 in Berlin (siehe Anzeige Rückseite) gratulieren, auch im Namen des FARANG-Magazins, der QATAR Airways (Airline Code: QR) zu erfolgreichen 10 Jahren Flüge von und nach Berlin.

Vor 10 Jahren, am 15.12.2005 erfolgte der Erstflug von Berlin-Tegel nach Doha mit einem verhältnismäßig kleinen Airbus A319. Erfolgsbedingt wurde bald auf den Airbus A320 vergrößert und seit einigen Jahren wird jetzt mit dem Langstrecken-Großraum-Flugzeug Airbus A 330 diese Berlin-Strecke geflogen. Für den Weiterflug von Doha nach Bangkok kann sogar der große Doppel-Deck Airbus A380 gebucht werden. In diesen 10 Jahren entwickelte sich Qatar Airways zu einer der beliebtesten Fluggesellschaften nicht nur ab Berlin in Richtung Thailand und Asien. Eine faire Preis-Leistung Gestaltung bei gutem und verlässlichem Service brachten QATAR viele Stammkunden.

In den FARANG-Ausgaben 06/2010, 08/2014, 01/2015 stellten wir Ihnen die Geschichte und Fortentwicklung der Qatar Airways ausführlich vor und viele Leser sind seitdem sicher schon einmal mit QATAR geflogen.

Qatar Airways ist die nationale Fluggesellschaft Katars mit Sitz in Doha und Basis auf dem neuen Flughafen Hamad International Airport. Sie ist Mitglied der Luftfahrtallianz "oneworld". Erst am 22. November 1993 gegründet, hat diese dynamische Airline ihr weltweites Streckennetz innerhalb kürzester Zeit auf über 140 Ziele ausgeweitet.

Mit mehr als 340 bestellten Flugzeugen, darunter Boeing 777 und 787 sowie Airbus A380 und A350 (Erstkunde), wird sich das Qatar Airways Angebot auf Geschäftsmetropolen und zu den beliebten Urlaubszielen noch erweitern.

Ab Frankfurt und München fliegt nach Doha der Airbus A350-900, das aktuell neuste Flugzeugmuster der Qatar Airways. Der A350 XWB ist aufgrund seiner Trapezflügel ein schnelles und effizientes Flugzeug mit aerodynamischem Design. Ergonomisch für maximalen Freiraum und Komfort entwickelt, hat der A350 XWB eine extrabreite und hohe Kabine sowie Panoramafenster mit elektromechanischen Fensterblenden, die in der Business Class von transparent bis undurchsichtig eingestellt werden können. Zur Minimierung von Jetlag sorgt an Bord das LED-Stimmungslicht, welches sich mit seinen Farbtönen der Tageszeit am Zielort anpasst. Durch das hochmoderne und hochpräzise Luftfiltersystem atmen Sie frische Luft, die in kurzen Minutenabständen gefiltert wird. All das in Kombination mit niedrigerem Kabinendruck und optimaler Luftfeuchtigkeit sorgt dafür, dass Sie erfrischt an Ihrem Zielort ankommen. 2014 wurde Qatar Airways im zweiten Jahr in Folge mit dem Titel "Beste Business Class der Welt" ausgezeichnet. Und auch die Business Class des A350 XWB ist weiterhin Weltklasse. Dank der 1-2-1 Sitzkonfiguration geniessen Sie von jedem Platz aus direkten Zugang zum Gang und schlafen im 203 cm langen Bett in feinster Bettwäsche und Schlafanzug "wie auf Wolken".

Aber auch in der Economy Class sitzen Sie auf den 46 cm breiten Sitzen mit ca. 81 cm Sitzabstand in 3-3-3- Konfiguration sehr entspannt. Sie können Ihre Beine ausstrecken, ohne auf irgendwelche Hindernisse zu stoßen und dabei ein Entertainment-System der 4. Generation genießen. Denn als erste Fluggesellschaft ist die Steuerbox des In-Flight-Entertainment-Systems jetzt in den Rahmen des Sitzes integriert und stört nicht mehr als "lästiger Kasten" unten im Fußraum des Vordersitzes.

Nach Thailand kann ein Freigepäckstück mit max. 30 kg aufgegeben und ein Handgepäck bis 7 kg an Bord mitgeführt werden.

Tipp: Wenn Sie Flüge mit einer Umsteigezeit in Doha von 5 bis12 Stunden gebucht haben, können Sie in der Zeit von 5 bis 19 Uhr kostenlos an einer ca. 3-stündigen, sehr interessanten Stadtbesichtigungsrundfahrt incl. Guide in Doha/Katar teilnehmen. Gehen Sie dazu einfach zum "Doha City Tour Information" Schalter am Flughafen Doha und legen dort nur Ihr Flugticket vor.

Fazit: Auf einer großen Feier der QATAR wurde das 10 Jahre Jubiläum angemessen gefeiert. Unsere Sa + Ning von TAF und auch Noky von NeuTours und ihr Ehemann feierten dort kräftig mit. Wir gehörten zu den ersten Reisebüros, die QATAR auf der Thailandstrecke ab Berlin bevorzugt anbieten. Jan Dupka, der damalige zuständige Repräsentant der Qatar Airways hatte alle Mitarbeiter schon Monate vor dem Eröffnungsflug von der damals noch recht unbekannten Fluglinie überzeugt. Auch seine Nachfolgerin Carina Wiebalck versorgt uns mit interessanten günstigen Flugtarifen und weiteren aktuellen Informationen zum Wohle der vielen gemeinsamen Qatar Airways Flug-Kunden. Bernd Kamjunke


Das Thema Geschenkgutscheine

Wirtschaftliches Standbein oder eine rechtliche Falle für die Thaimassagen?

Geschenkgutscheine machen lt. einem informellen Betriebsvergleich des Autors in deutschen Thaimassagen 20-40% des Gesamtumsatzes aus. Die höchsten Werte erzielen Thaimassagen, die über professionelle Strukturen beim online-Gutscheinverkauf verfügen. Rund 1/3 aller Gutscheine wird alleine im Dezember verkauft. Weitere überdurchschnittliche Monate sind der Februar (Valentinstag), April (Ostern) und Mai (Muttertag). Das Ganzjahresgeschäft mit Gutscheinen als Geburtstagsgeschenk hat seine Höhepunkte in den Monaten mit den meisten Geburtstagen (Juli bis Oktober). Gutscheine haben auch eine hohe Bedeutung für die Rentabilität der Thaimassagen, denn rund 15-20% der Gutscheine werden überhaupt nicht eingelöst. Da wird der Nettoerlös nahezu ungeschmälert zum Deckungsbeitrag, weil keine Lohn- und Mietanteile gegengerechnet werden müssen. Anders verhält es sich nur bei dem unseligen Gutscheinverkauf über Discountportale wie z.B. Groupon. Hier landet der Profit aus nicht eingelösten Gutscheinen beim Vermittler und dem Massageladen bleibt nur der Ärger mit den Schnäppchenjägern, denen es mehr um billig, als um Qualität geht.

Die Bedeutung des Gutscheinverkaufs für Einzelhandel und die Dienstleistungsbranche steigt seit Jahren. Es steigt nicht nur die Menge gekaufter und verschenkter Gutscheine, sondern auch der Durchschnittsbetrag. Dies gilt insbesondere in der Weihnachtszeit. Deshalb ist es für betriebswirtschaftlich bewanderte Beobachter der Thaimassage Szene ja auch völlig unbegreiflich, warum manche Thaimassagen gerade in der Vorweihnachtszeit Rabatte auf Gutscheine geben. Das kann man nur mit der Gier erklären, der Wettbewerberin vielleicht einen einzigen Gutscheinverkauf wegzuschnappen, aber unter Ertragsgesichtspunkten ist es natürlich völlig irre.

Wer in seiner Thaimassage Gutscheine verkauft, sollte ein paar Mindestkenntnisse über den rechtlichen Rahmen haben:

Der Gutschein kann auf einen Eurobetrag ausgestellt werden oder auf eine bestimmte Massage. Zu den rechtlichen Konsequenzen komme ich später. Der Gutschein kann auf eine bestimmte Person (als Geschenkempfänger) ausgestellt werden. Das ist aber bedeutungslos, denn der Geschenkgutschein ist ein Inhaberpapier und kann beliebig weitergeben (verkauft oder verschenkt) werden. Wer auch immer später mit dem Gutschein ankommt, kann die Einlösung verlangen.

Der Gutschein sollte ein Ausstellungsdatum enthalten. Vor allem wenn man die Absicht hat, die Einlösung zeitlich wirksam zu begrenzen. Wenn nichts anderes vereinbart wurde, gilt für den Leistungsanspruch aus einem Gutschein eine Verjährungsfrist von 3 Jahren gem. § 195 BGB. Was viele nicht wissen ist die Tatsache, dass die 3 Jahre nicht ab Ausstellungsdatum gerechnet werden, sondern ab dem Ende des Jahres, in welchem der Gutschein ausgestellt wurde.

Die Laufzeit

Der Gutschein darf in der Gültigkeit (Laufzeit) begrenzt werden, aber hier ist Vorsicht geboten. Zum einen muß die Befristung eine individuelle Vereinbarung zwischen Verkäufer und Käufer sein und darf nicht durch Allgemeine Geschäftsbedingungen (oder etwa Vordruck auf dem Gutschein) erfolgen. Außerdem muß dem Käufer signalisiert werden, dass die Frist verhandelbar ist und es dürfen auch nicht bei jedem Gutscheinverkauf standardmäßig die gleichen Fristen verwendet werden. Zum anderen muß eine Befristung im Einzelfall angemessen sein und darf den Kunden nicht einseitig benachteiligen. Eine Befristung unter einem Jahr ist regelmäßig unwirksam, eine Befristung auf 2 Jahre wurde schon häufig als wirksam festgestellt. Ist der Gutschein wirksam auf 1 oder 2 Jahre befristet, kann der Inhaber allerdings nach Ablauf der Befristung bis zum Eintritt der Verjährung den bereits gezahlten Betrag abzüglich einer Entschädigung für den Gewinn, der dem Unternehmen durch die Nichteinlösung entgeht, zurückfordern.

Aus den Umständen ergibt sich die Empfehlung, einen Gutschein mindestens 3 Jahre ab dem Ende des Jahres, in welchem der Gutschein ausgestellt wurde, zu befristen und einzulösen. Beklagt ein Kunde eine unrechtmäßige Verweigerung der Einlösung, kostet einen das nicht nur den Gutscheinwert, sondern auch Rechtsanwalts- und Prozesskosten. Das kann richtig teuer werden. Weiterhin kann eine zu kurze Befristung von Gutscheinen durch allgemeine Geschäftsbedingungen ein Wettbewerbsverstoß sein und abgemahnt werden.

Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Barauszahlung des Gutscheinwertes, außer dies ist vereinbart oder die Leistung kann nicht mehr erbracht werden. Letzteres ist z.B. bei einer Geschäftsschließung der Fall. Werden kurz vor einer (geplanten oder absehbaren) Geschäftsschließung noch Gutscheine verkauft, ohne Vorsorge für die Rücknahme zu treffen, ist man schnell im Bereich eines Betruges. Die Frage der Einlösung ausgegebener Gutscheine ist ein wichtiger Punkt bei der Übernahme einer bestehenden Thaimassage als Nachfolger.

Auch wenn es gesetzlich nicht detailliert geregelt ist, kann davon ausgegangen werden, dass der Gutscheininhaber bei Gutscheinen über einen Eurobetrag ein Recht auf Teileinlösungen hat, nicht jedoch auf Auszahlung des Restwertes. Stattdessen sollte die Teileinlösung und der Restwert auf dem ursprünglichen Gutschein vermerkt werden. Stellt man stattdessen einen neuen Gutschein über den Restwert aus, beginnt eine neue dreijährige Verjährungsfrist. Bei einem Gutschein über eine bestimmte Massagedauer ist eine Teileinlösung eine reine Kulanzleistung der Thaimassage. Es ist dann üblich, nicht die Massageminuten zu teilen (da kürzere Massagen lt. Preisliste häufig teurer sind als längere), sondern Teileinlösungen gemäß den Preisen der geltenden Preisliste vorzunehmen.

Was ist, wenn es seit der Ausgabe des Gutscheines eine Preiserhöhung gegeben hat und der Gutschein auf eine bestimmte Leistung lautet, z.B. "60 min Thaimassage"? Im Grundsatz schuldet der Betrieb die beschriebene Leistung ohne Nachforderungen. Ist jedoch die Befristung wirksam, schuldet der Betrieb nach Ablauf der Befristung wohl nur noch den Wert, der ursprünglich für die Massage bezahlt wurde und kann die Differenz nachfordern. Allerdings ist dieser Punkt nicht ganz unumstritten. Die Erlöse aus dem Gutscheinverkauf müssen auch bei der Umsatzsteuer kenntnisreich behandelt werden. Dabei wirkt erschwerend, dass die deutsche Finanzverwaltung und der EuGH keine einheitliche Rechtsauffassung vertreten. Richten wir uns nach der deutschen, dann gilt: Der Verkauf eines Gutscheins mit einem Eurowert (oder einer völlig unbestimmten Leistung) ist noch kein Leistungsaustausch, sondern nur der Tausch eines Zahlungsmittels in ein anderes, d.h. noch wird keine Umsatzsteuerpflicht ausgelöst. Die Umsatzsteuer entsteht erst dann, wenn ein Kunde den Gutschein einsetzt. Anders verhält es sich, wenn Gutscheine über bestimmte, konkret bezeichnete Leistungen ausgestellt werden. Dann unterliegt der gezahlte Betrag als Anzahlung der Umsatzbesteuerung. Bei Ausführung der Leistung unterliegt der ggf. noch zu zahlende Restbetrag der Umsatzsteuer. Wer nicht so differenziert Buch führen und Risiken vermeiden will, unterwirft alle Gutscheinverkäufe der Umsatzsteuer und ist damit auf der sicheren Seite. Mario Mensing

Noch Fragen? Info@wanyo.de


Viele Thaimassagen arbeiten an Gesetzen vorbei
Die Thaimassage-Szene in Deutschland verhält sich zu einem nennenswerten Teil latent rechtswidrig und agiert im Graubereich. Damit setzt sie sich völlig unnötig existenziellen Gefahren aus. An jeder Ecke werden Massage- und Sprachkurse für Thailänderinnen gegeben, aber für ein Seminar in Sachen Management und Recht hat niemand Geld (und Zeit und Lust).

Ich wage mal die Aussage, dass jede zweite Thaimassage in Deutschland wegen wettbewerbswidriger Rechtsverstösse im Handumdrehen mit Beträgen von 500 bis 1.500 Euro abgemahnt werden könnte. Die häufigsten Rechtsverstöße im Überblick:

- Verstoß gegen Impressumspflichten auf der Website,

- Verstoß gegen das Heilpraktikergesetz durch das Angebot von Fußreflexzonenmassage und die Abgabe von Heilsversprechen,

- falsche Handhabung von Geschenkgutscheinen, insbesondere deren unrechtmäßige Befristung.

Ich lasse mal die angeblich massenhaften Verstöße im Ausländer-, Sozialversicherungs- und Steuerrecht außer Acht, denn die halte ich für eine Legende. Nach meiner Meinung ist es nicht große kriminelle Energie, sondern Schludrigkeit und Ignoranz, die zu Gesetzesverstößen führen. Wegen des anhaltenen Booms und sich verschärfenden Wettbewerbs ist es nur eine Frage der Zeit, bis Abmahnvereine und -anwälte oder Anschwärzungen von "Kollegen" die Situation kennzeichnen. Die Regionen in Deutschland, in denen das heute schon Alltag ist, sehe ich als Vorboten dieser Entwicklung.

Eine kleine, gut geführte Thaimassage kann für eine Einzelperson ohne höhere Schulbildung eine Existenzalternative zum Dasein als Küchenhilfe, Putzfrau oder Produktionshelferin sein. Aber der Traum vom großen Wohlstand ist unrealistisch. Eine große Thaimassage mit vielen Mitarbeiterinnen oder gar einen Filialbetrieb mit mehreren Niederlassungen kann langfristig nur jemand leiten, der über wettbewerbsfähige Managementkenntnisse verfügt – und dazu zählt eben auch die Kenntnis des Rechtsrahmens. Wer diesen ignoriert, schwimmt zwar eine kurze Zeit auf einer Erfolgswelle und genießt den wirtschaftlichen Erfolg, Bis ihn die Realität in Form von Sozialversicherungsprüfungen, Zollbesuchen, Betriebsprüfungen, Abmahnungen etc. einholt. Klüger wäre es für viele, die kleine aber tragfähige Existenz abzusichern, alleine oder mit einer guten Freundin zusammen im Massageladen zu arbeiten und keinen großen Personalstamm aufzubauen, der einen Rattenschwanz an Sorgen nach sich zieht. Aber oft ist die menschliche Gier, manchmal auch die der deutschen Ehemänner von thailändischen Masseurinnen, eine zu starke Triebfeder, um so vernünftig zu sein. Mario Mensing


Das Boonya Resort auf Koh Chang
Seit genau 11 Monaten haben wir das Boonya Resort auf Koh Chang in Thailand nun übernommen. Zeit ein kurzes Resümee zu ziehen über diese Zeit und Rückschau zu halten. Was hat sich getan in diesen 11 Monaten, welche Erwartungen haben sich erfüllt, was hat sich in Luft aufgelöst und insbesondere:

Welche Unterschiede gibt es in der Betriebsführung?

Das Boonya Resort ist eine kleine und feine Bungalowanlage auf der Insel Koh Chang. Koh Chang befindet sich ca. 350 Km südöstlich von Bangkok und ist erst seit rund 20 Jahren touristisch erschlossen. Die Elefanteninsel, so heißt Koh Chang wortwörtlich übersetzt, war früher Militärsperrgebiet, da sie nahe an der Grenze zu Kambodscha liegt. Als die Notwendigkeit nicht mehr gegeben war, kamen die ersten Hippies per Ruderboot auf die Insel, bald folgten die Backpackers und ziemlich schnell die Thais selber, die Geschäfte witterten und die ersten Hütten am Strand erbauten. Seit rund 10 Jahren gibt es eine Straße, die ständig verbessert wird. Ein Segen ist, dass Koh Chang zum Nationalpark erklärt wurde und die gesamte Insel und große Teile des Golf von Thailand so geschützt sind.

Die Übernahme des Boonya Resort gestaltete sich vorerst als relativ einfach, wir hatten in einer Thai-Frau, die sehr gut Deutsch spricht, eine große Hilfe gefunden. Immerhin konnten wir uns vorerst einmal gut verständigen

Dann ging es Schlag auf Schlag. Wir mussten eine Gesellschaft gründen und in derselben vier Thais mit involvieren, die im Prinzip das Sagen hatten. Eine andere Lösung lässt die Regierung nicht zu. Es sei denn man heiratet einen oder eine Thai, doch dann trifft man auf andere Schwierigkeiten. Jeder Tag brachte neue Überraschungen, die wir erst mit Humor, später mit humoristischer Verzweiflung bewältigten.

Was blieb uns anderes übrig? Ein italienisches Sprichwort besagt: Hai voluto la bicicletta? Allora pedala (Hast du das Fahrrad gewollt, also radle). Hier trafen wir nicht nur auf ein völlig anderes Volk und Klima, andere Sprache sowieso und andere Gepflogenheiten, sondern auf eine dermaßen verschiedene Mentalität, dass uns oft die Haare zu Berge standen und die Fußnägel aufrollten. Dies hatte mit dem, was wir bisher gelernt und auf unseren zahlreichen Reisen gesehen hatten, rein gar nichts mehr zu tun. Ja selbst die Verknüpfungen fielen uns oft dermassen schwer, dass wir Tage dafür benötigen, um zu begreifen. Und den nötigen Humor durften wir sowieso nie verlieren.

Dann folgte die Etappe, wo wir die gesamte von der alten Führung übernommene Belegschaft austauschen mussten, dann folgten Überraschungen mit der neuen Belegschaft und sämtliche Begleiterscheinungen, die mit der Visumbesorgung, des Work-permits und der Companygründung zu tun hatten. Mehr als einmal blieb uns das anfängliche Lachen sprichwörtlich im Halse stecken. Was wir sonst noch alles in unserem wahr gewordenen Traum erlebt haben, der große Schicksalsschlag durch den Tod unseres Hundes und sämtliche weiter Verrücktheiten, die uns bis daher passiert sind.

Alles was in diesen 11 Monaten passiert ist, könnt ihr bald in unserem E-Book nachlesen, das in Kürze erscheint: Traum oder Albtraum - Die Verwirklichung eines Projektes in Thailand.

Bungalows 1.600 THB-Night

Zehn Bungalows inmitten eines schönen tropischen Gartens, davon 8 mit Doppelbetten, Dusche/WC, Cable TV, Kühlschrank, A/C, Free WIFI. Jeder Bungalow hat einen kleinen Außenbalkon

Der Swimming Pool

Unser Swimming Pool mit Liegefläche steht allen Gästen kostenlos von 8 Uhr morgens bis 20 Uhr abends zur Verfügung. Am Pool lässt es sich herrlich relaxen und Drinks genießen.

Der Garten

Boonya Resort wurde inmitten eines kleinen tropischen Gartens, direkt neben einem erfrischenden Fluss angelegt, der zum Meer führt. Wunderschöne Pflanzen säumen die Wege im Resort. Das Resort ist ruhig, familiär und nach den persönlichen Wünschen der Gäste ausgerichtet.

Der Palmenstrand

Der bekannte Palmenstrand von Klong Prao liegt nur wenige Minuten vom Boonya Resort entfernt. Dort gibt es Thai Massage, zahlreiche kleinere und größere Restaurants und ein Meer, das keine Wünsche offen lässt. Ideal für Familien.

Doppelzimmer mit Aricon zu 950 Baht.

Doppelzimmer mit Dusche, WC, Cable TV, Kühlschrank, A/C und Free WIFI. Jedes Zimmer mit kleinem Außenbalkon.

Boonya Resort
Klong Prao 31/26 Moo4 Koh Chang 23170 Thailand, Trat, Tel. +66 92 565 1048

info@boonya-kohchang.com


Farang und Lotusblüten / Mit dem Rucksack durch die Mekongregion

Was bereits geschah:

Das Greenhorn Fredy reiste nach Thailand um die Frau fürs Leben zu suchen. In Bangkok auf der Khao San Road traf er Klara, eine deutsche Internetbekanntschaft. Gemeinsam besuchten sie die ehemalige siamesische Hauptstadt Ayutthaya und reisten weiter in den Norden nach Chiang Mai. Hier trennte Fredy sich von Klara. "Nie wieder eine deutsche Frau." Meinte er. Klara schnarchte, war fett, garstig und zickig. Mit einem geliehenen Motorrad reiste er allein weiter. In den Bergen lernt er die Studentin Fa kennen. Die beiden wurden Freunde und unternahmen eine Motorradexkursion. Danach reiste Fredy über den Mekong weiter nach Laos. Ein Abstecher nach Vietnam misslang und Fredy fiel in die Hände einer laotischen Räuberbande, aus denen er sich mit Verhandlungsgeschick befreien konnte. Auf den "4.000 Inseln" (eine Inselgruppe im Mekong lernte er Mathias, Sabine und Frank kennen. Gemeinsam reisen sie nach Kambodscha.

Über Angkor Wat nach Phnom Penh

Die Fahrt zur Grenze dauerte nicht lange und die Überquerung nach Kambodscha war kein Problem. Der Bus hielt direkt an der Grenze, die nur aus einer Schranke mitten in der Landschaft bestand. Auf dem Weg zur kambodschanischen Seite mussten sie in einen Gesundheitscheck bestehen. Dabei wurde Fieber gemessen und ein Zettel ausgefüllt, wobei niemanden interessierte, was man da hinschrieb. Der Check kosteter einen Dollar und das Visum noch einmal 28 Dollar. Auf der anderen Seite wartete ein Bus. Als alle vollzählig waren, ging der Tripp nach Phnom Penh / Siem Reap weiter. Kurz hinter der Stadt Kompong Cham stiegen sie in einen anderen Bus, der erste fuhr weiter nach Phnom Penh. Die Fahrt nach Siem Reap dauerte 11 Stunden.

Spät am Abend kamen sie an. Der Bus hielt vor einem Guesthouse. Keiner hatte Lust, Ausschau nach etwas Besserem zu halten. Die Übernachtung kostete sechs Dollar und das war auch o.k. Am nächsten Tag waren sie gespannt auf die Tempelruinen der einstigen Khmer Hauptstadt Angkor Wat. Viele hundert Jahre wusste niemand, wo sich diese befand. Erst im 19. Jahrhundert fanden französische Archäologen die im Dschungel versunkene Stadt. Mit einer Motorrad-Rikscha ließen sie sich zu den Tempelanlagen fahren. Der Eintritt kostete 30 US-Dollar pro Person.

Manche Leute kommen drei Wochen hierher und haben sich noch nicht satt gesehen. Es ist gigantisch. So viele Tempel! Man erkennt unterschiedliche Epochen der Khmer-Religion. Am interessantesten sind die Tempelanlagen, die nicht restlos vom Dschungel freigelegt wurden. Urwaldbäume wachsen aus Fenster und Türen. Es sieht aus, als umklammerten die Arme einer Riesenkrake die Häuser. So interessant so ein Tempelbesuch ist, bei glühender Hitze war es sehr anstrengend, in den Ruinen zu kraxeln.

Einen Tag später reisten die vier weiter. Mathias wollte nach Thailand, zur Insel Ko Chang. Sabine und Frank wollten über die Hauptstadt Phnom Penh weiter nach Vietnam. Fredy wollte ans Meer, um dann durch den Süden Kambodschas zurück nach Thailand zu reisen. Seine Reiseroute führte auch über Phnom Penh. Am nächsten Morgen verabschiedeten sie sich von Mathias. Er fuhr über das Grenzstädtchen Poipet nach Thailand. "Vielleicht treffen wir uns auf Ko Chang wieder. Da komme ich auch noch hin", rief Fredy ihm nach.

Erstaunlicherweise war die Straße nach Phnom Penh in einem guten Zustand. Sie sahen rechts und links viel Wasser. Zu viel Wasser, wie sie später von Reisbauern erfuhren. Die weltweite Klimaveränderung lässt es immer mehr regnen. Reispflanzen verfaulen im zu hohen Wasser.

Gegen Mittag kamen Sabine, Frank und Fredy in der Hauptstadt an. Wenn Touristen in Kambodscha aus einem Bus steigen, werden sie von unzähligen Taxifahrern belästigt, das nervt. Jeder versucht einem das günstigste und beste Guesthouse aufzuschwatzen. Frank bekam fast einen Nervenzusammenbruch. Im Reiseführer hatten sie das "Guesthouse Okay" ausgesucht und da wollten sie hin und nirgendwo anders. Fluchtartig verließen sie die Bushaltestelle, um dieser aufdringlichen Schlepperschar zu entkommen. Ein Tuk-Tuk Fahrer ließ nicht locker. Letztendlich fuhren sie mit ihm zu

dieser Pension. Dort war es ziemlich voll. Nur Plätze in einem Gemeinschaftsraum waren frei oder ein Dreibettzimmer, welches recht teuer war. Gemeinschaftsraum? Was ist denn das? Das schauten sie sich an! Mit 20 bis 30 anderen Backpackern in einem Raum? Das wollten sie nicht. Sie nahmen das Dreibettzimmer und stellten ihre Rucksäcke dort ab. Am Nachmittag gingen sie die Stadt besichtigen. Frank interessierte sich für die Rote-Khmer-Geschichte. Zwei Millionen Kambodschaner wurden einst von der kommunistischen Pol-Pot-Diktatur hingerichtet. Diese Clique wollte einen agrar-kommunistischen Staat schaffen. Fast die ganze intellektuelle Elite des Landes wurde hingerichtet. Die drei wussten so gut wie nichts darüber. In der DDR sprach man über so etwas nicht.

Sie mieteten ein Tuk-Tuk für eine Stadtrundfahrt. Phnom Pen ist nicht wirklich interessant. Straßen und Häuser wie woanders auch. Von der französischen Kolonialzeit ist nicht mehr viel zu sehen. Aber was sie im Rote-Khmer-Museum (Museum des Völkermordes) erfahren sollten, war erschütternd. Eine ehemalige Schule wurde damals zum Folter- und Sicherheitsgefängnis umgebaut. Etwa 25.000 Inhaftierte wurden hier gefoltert und ermordet. Unglaublich, das war ja mal gerade 30 Jahre her. Hatte die Pol Pot Clique sich das von den Nazis abgeschaut? Erschüttert verließen sie den Ort des Grauens.

Sie fuhren zurück zum Guesthouse. Sabine und Frank gingen zeitig ins Bett und Fredy kam in einem Restaurant bei leckerem kambodschanischen Schwarzbier noch mit Einheimischen ins Gespräch. Von ihnen erfuhr er, wie verheerend sich die immer stärker werdenden Regenfälle auf die Reisernte auswirken. Zum Abschiednehmen am nächsten Morgen von Sabine und Frank kam es nicht mehr. Ihr Bus nach Vietnam ging sehr früh und sie wollten Fredy nicht wecken. In der nächsten Folge reist Fredy nach Sihanoukville. Dort geht es wieder mal etwas erotisch zu.

Ein erfolgreiches und gesundes Neues Jahr wünscht Franky Kuchenbecker


Tambun bei Yad Juwelier & Happy Birthday!
Anlässlich seines Geburtstages hat der Berliner Juwelier Yad Freunde, Bekannte Geschäftspartner & die Mönche vom Wat Buddhavihara eingeladen um gemeinsam seinen Geburtstag und eine Tambun Zeremonie im engsten Kreis abzuhalten. Das Thai-Juwelier-Geschäft in der Weimarer Str. 29 kam schnell an seine Grenzen, es kamen viele Leute, um mit Yad zu feiern und um Gutes zu tun – denn das ist das was ein Tambun ausmacht. Man tut Gutes, spendet für hilfsbedürftige Menschen. Für die Mönchen im Wat gab es neue Gewänder und Waren des täglichen Bedarfs. Dass Yad ein großes Herz hat wissen wir, somit ist es auch kein Wunder dass er in seinen Gebeten bei der Zeremonie seiner lieben Frau Gift sowie Pon und Nor gedachte. Er ist halt ein echter Gentlemen durch und durch.

Nach dem gemeinsamen Essen und der Verabschiedung der Mönche wurde kurzerhand das kleine Juwelier-Geschäft in eine Mini-Thai-Karaoke verwandelt. Die Gäste amüsierten sich & feierten mit reichlich guter Stimmung bis weit in den Abend. Richtig spannend wurde es dann, als Yads guter alter Freund und Mitstreiter Mrosek (Moses) ihm nach langer Pause wieder die Hand zum Frieden reichte. Es tat wirklich gut, die alten Freunde wieder vereint zu sehen.

Wir vom FARANG-Magazin wünschen unserem langjährigen Geschäftspartner & Thai-Entertainer Yad alles, alles Gute fürs weitere Leben, bedanken uns für die Unterstützung und freuen uns auf eine weitere gute Zusammenarbeit! Peter Phetkhieo


Die News aus Thailand

Straßenbahn für Phuket
Das Transportministerium hat dem Bau einer 60 Km langen Straßenbahn zugestimmt. Die Kosten werden mit 23,5 Milliarden Baht angegeben. Die Bahnlinie soll im Norden der Ferieninsel in der Provinz Phangnga beginnen und dann südlich über den Flughafen bis zur Kreuzung Chalong verlaufen. Geplant sind 23 Haltestellen. Die Strecke soll im Jahr 2021 fertiggestellt werden und täglich 68.000 Menschen befördern.

TV Sender geschlossen
Der Militärrat National Council for Peace and Order (NCPO) hat den TV Sender Fa Hai geschlossen. Er soll mit seinen Sendungen die nationale Sicherheit gefährdet, Anordnungen der Junta nicht befolgt und keine Lizenz der National Broadcasting and Telecommunications Commission besessen haben. Soldaten und Polizisten hatten die Satelliten-TV-Station an der Tivanond Road in Pak Kred gestürmt und 6 Mitarbeiter verhaftet. Sie wurden später nach Vernehmungen gegen eine Kaution von jeweils 20.000 Baht auf freien Fuß gesetzt. Zwei weitere Personen, ein DJ und ein ehemaliger nationaler Polizeichef, wurden aufgefordert, sich zu stellen.

Junge Führungskräfte
Mit Musik und Aufführungen startete am 18. November in Bangkok der One Young World Summit 2015. Auf der Bühne wurden zur Eröffnungsfeier am Platz Sanam Luang die Flaggen der beteiligten Länder platziert. Die 1.300 Delegierten dieser globalen Veranstaltung nahmen dann an einer Bootsprozession auf dem Fluss Chaoa Phraya teil. Bangkoks Gouverneur MR Sukhumbhand Paribatra begrüßte zum ersten One Young World Summit 2015 junge Führungskräfte aus 196 Ländern. Sie haben über die Probleme der Welt diskutiert und nach Lösungen gesucht. Der Gipfel befasste sich mit den Themen Bildung, Umwelt, Welt, Wirtschaft, Menschenrechte, Führung und Verwaltung, Frieden und Sicherheit. An den Veranstaltungen nahmen u.a. Ex-UN-Generalsekretär Kofi Annan und der irische Rockmusiker Bob Geldorf teil. Kate Robertson, Gründerin von One Young World, sagte, sie habe sich für Bangkok als Veranstaltungsort entschieden, weil es eine pulsierende Hauptstadt mit großer Vielfalt von Rassen, Religionen und Kulturen sei, eine Stadt, in der die Menschen in Harmonie und Frieden leben.

Die THAI kämpft
Wäre Thai Airways International (THAI) ein privates Unternehmen, stände sie vorm Konkurs.
Der Staatsbetrieb ist überschuldet und fliegt weiter hohe Verluste ein. Im 3. Quartal waren es 9,9 Milliarden Baht, damit in den ersten 9 Monaten 2015 bereits 18,1 Milliarden Baht. Zum Vergleich: In 2014 war es ein Gewinn von 1,08 Milliarden bzw. ein Verlust von 9,2 Milliarden Baht. Im 4. Quartal, in der touristischen Hochsaison, wird zwar ein besseres Ergebnis, aber kein Gewinn erwartet. Volkswirte rechnen mit weiteren hohen Verlusten, die, aufs Jahr 2015 gerechnet, den Rekordverlust von 21,3 Milliarden Baht im Jahr 2008 erreichen könnten. Der THAI drücken Schulden in Höhe von 200 Milliarden Baht, allein die Zinsen belaufen sich in jedem Geschäftsjahr auf 6 Milliarden Baht. An den roten Zahlen hat der in 2015 beschlossene Sanierungsplan nichts ändern können, zumal sich die vorzeitige Pensionierung von 2.100 Mitarbeitern in den Jahren 2015 und 2016 mit 7,3 Milliarden Baht niederschlägt. An den roten Zahlen wird auch die Ankündigung des Vorstandes, auf 10% des Gehaltes zu verzichten, nichts ändern können.

Ungewöhnlich reich
Das oberste Strafgericht für Politiker hat eine Klage der Staatsanwaltschaft gegen den ehemaligen Bildungsminister Somsak Prissanananthakul wegen ungewöhnlichen Reichtums angenommen.
Nach den Ermittlungen der Nationalen Anti-Korruptionsbehörde soll Somsak auf 21 Bankkonten 28 Millionen Baht gebunkert und diese während seiner Zeit als Minister der Behörde nicht gemeldet haben. So hatte er sich strafbar gemacht. Die erste Gerichtsverhandlung findet am 20. Januar 2016 statt.

Majestätsbeleidigung
Ein Mann (68) ist wegen Majestätsbeleidigung zu Haft von 18 Monaten verurteilt worden. Er sitzt jetzt eine Gefängnisstrafe von 1 1/2 Monaten wegen einer gleichen Straftat ab. Er hatte 2014 in Toiletten eines Einkaufszentrums 2 Grafitti hinterlassen mit einem Inhalt, den das Gericht als Verleumdung des Königshauses auslegte. Weil die Grafitti an 2 Türen erfolgten, wurden 2 Verfahren eröffnet. Die erste Verurteilung erfolgte im März. Ursprünglich hatte der Richter den Mann zu 3 Jahren Haft verurteilt. Weil dieser aber geständig war, wurde das Strafmaß halbiert. Der Paragraph 112 des Strafgesetzbuches sieht bei Majestätsbeleidigung für jeden Fall bis zu 15 Jahren Haft vor.

Gegen Strohmänner
Die dem Handelsministerium untergeordnete Agentur Business Development Department will ihre Ermittlungen nach von Ausländern mit Strohmännern betriebene Unternehmen verstärken. Das soll künftig für 10 Geschäftsbereiche gelten: Essen und Getränke, Tourismus, Vermietung von Immobilien, Handel mit Immobilien, Autoverleih, Spa, Verkauf von Souvenirs und handgearbeiteten Produkten, Internet- und Online-Anbieter, Direktvertrieb und Beratung im Bildungswesen. Die Behörde agiert zum Schutz thailändischer Unternehmer und will zudem Ausländer daran hindern, Verbraucher über den Tisch zu ziehen. Bisher war die Agentur in den Geschäftsfeldern Speisen und Getränke, Tourismus, Autoverleih, Vermietung und Verkauf von Immobilien sowie Spa tätig. In Bangkok und den Provinzen Chonburi, Surat Thani, Prachuap Khiri Khan, Chiang Mai und Phuket wurden 6.175 Firmen durchleuchtet. 13 sollen gegen den Foreign Business Act verstoßen und ihr Unternehmen über Strohmänner betreiben.

Viele HIV infiziert
Ein Viertel der in Bangkok lebenden Homosexuellen soll sich mit HIV angesteckt haben. Das geht aus einer Untersuchung der UN-Agentur UNAIDS hervor, über die die Bangkok Post berichtete. Die Agentur registrierte eine deutliche Zunahme. 2012 sollen es 7% gewesen sein. 8% der derzeit Infizierten sind im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. Asienweit liegt die Infektionsrate in den Metropolen höher als landesweit. Während sich in Thailand 80% der Männer mit Safer Sex schützen, sind es in Bangkok nur 68%, in Ho Chi Min City nur 35%, in Jakarta 25%, in Chennai 15%. Wegen der deutlichen HIV-Zunahme in Bangkok appellieren staatliche und private Organisation an Risikogruppen, sich mit der Medizin PrEP vor möglicher Infektion zu schützen. PrEP kostet pro Tag nur ab 30 Baht, soll Männer nach einer einwöchigen Einnahme und Frauen nach 3 Wochen schützen. UNAIDS, das Programm der Vereinten Nationen zur Reduzierung von HIV/Aids, wurde 1994 installiert.

Kfz-Versicherungen
Die Vereinigung der Versicherer fordert von der Aufsichtsbehörde die Genehmigung für höhere Prämien bei Kfz-Premium-Verträgen. Vor allem müssten die Prämien für Fahrzeuge mit einem Hubraum bis zu 1.500 ccm und für Pick-ups angehoben werden. Begründet wird die Forderung mit gestiegenen Kosten für Reparaturen. Die Reparaturkosten hätten sich jedes Jahr um rund 10% erhöht, während die Versicherungsprämien gleich geblieben seien. Auch schlägt die Vereinigung vor, die Versicherer sollten ihre Premium-Prämien individuell nach den Schadensfällen festsetzen. Höhere Ausgaben entstehen auch, weil einige Autobauer Ersatzteile nicht an alle, sondern nur an ausgesuchte Werkstätten abgeben. Und Hersteller von Luxusfahrzeugen weigern sich, über den grauen Markt erworbene Fahrzeuge in ihren Werkstätten zu reparieren.

Zahl der Bettler steigt
Die Zahl der Obdachlosen und Bettler hat in den letzten Jahren in Bangkok stark zugenommen. Laut Sozialministerium jedes Jahr um bis zu 10%. Wurden in 2012 über 2.800 Obdachlose festgestellt, so waren es in 2013 bereits mehr als 3.100 und im Vorjahr rund 3.250. Die Behörde zählte im Februar 1.186 Bettler. 436 kamen aus Nachbarländern, 147 waren Kinder. Die meisten Bettler sind in Bangkok, Chonburi mit Pattaya, Nakhon Ratchasima, Chiang Rai und Nakhon Sawan.

Die Terror-Warnung
Das vom russischen Geheimdienst an thailändische Behörden übersandte Memo vom 27. November über mögliche Angriffe syrischer Mitglieder des Islamischen Staates (IS) in Thailand ist echt. Das hat die Polizei bestätigt. So sollten 10 Syrer im Oktober nach Thailand eingereist sein und Anschläge auf Russen planen, auch in den Touristenzentren Pattaya und Phuket. Die Warnung richtet sich weiter an alle Ausländer, deren Länder in den Krieg gegen den IS eingegriffen haben. Zu weiteren Einzelheiten der Warnung und zu Sicherheitsvorkehrungen wollte sich die Polizei nicht äussern. Laut Immigration hat der Nationale Sicherheitsrat die Einwanderungsbehörde aufgerufen, Ein- und Ausreisen von Syrern aufmerksam zu verfolgen. In letzter Zeit kamen 231 Syrer nach Thailand, davon halten sich noch 21 im Königreich auf. 6 sind Mitarbeiter der syrischen Botschaft, 15 reisten mit Touristenvisum ein, davon 4 Frauen. Bei der Immigration heißt es weiter, an den Grenzübergängen und auf den Flughäfen würden ein- und ausreisende Ausländer besonders sorgfältig kontrolliert. "Kein Grund zur Panik", sagte der Sprecher der Militärregierung, Winthai Suvaree. "Unsere Sicherheitskräfte haben die Situation im Griff. Es gibt bislang keine Anzeichen, dass sich IS-Terroristen im Land aufhalten." Laut Polizeisprecher sind seit dem Bombenanschlag im August in Bangkok mit 20 Toten Beamte im ganzen Land in Alarmbereitschaft. Hinter dem Anschlag steckten Aktivisten der muslimischen Minderheit der Uiguren in China, die sich wegen der Abschiebung von Uiguren aus Thailand rächen wollten.

Kampf gegen Drogen
Der Kampf gegen Drogen ist erfolgreich, doch das Ziel einer möglichst drogenfreien Gesellschaft wird nicht zu erreichen sein. Die Zahl der Händler und Konsumenten ist nicht rückläufig, ist erschreckend und alarmierend, heißt es beim Office of the Narcotics Control Board. 2015 haben Sicherheitskräfte bei 264.974 Fällen 284.499 Verdächtige verhaftet. Konfisziert wurden 87 Mio. Yaba-Pillen, 179 Kg Heroin, 1.442 Kg Crystal Meth und 22.927 Kg Marihuana. Von den Verdächtigen wurden 994 Mio. Baht beschlagnahmt, und 207.281 Konsumenten mussten ein Rehabilitationszentrum aufsuchen. Im Zuge der Ermittlungen wurden 144 Staatsbedienstete festgenommen. Gegen 519 Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes war ermittelt worden.

Die lieben Krokodile
Nach dem Ausbruch von 28 Krokodilen aus einer Farm in Bangkok verschärft die Fischereibehörde die Sicherheitsvorschriften für Krokodil-Halter. Künftig müssen die Betongruben mindestens 1,50 m hohe Wände haben, wie die Abteilungsleiterin im Fischerei-Ministerium, Yooey Ketpetch, sagte. Die Gruben müssen an den Rändern zudem mit Metallgittern gesichert sein. Bislang hieß es in den Vorschriften nur, die Gruben müssten "stark und solide" gebaut sein. "Wir hoffen, dass wir Ausbrüche damit künftig verhindern können", sagte Yooey. Thailand hat eine der größten Krokodil-Industrien der Welt. Es gibt mehr als 1.000 Farmen mit rund 700.000 Tieren. Haut, Fleisch und Blut werden kommerziell verarbeitet. In den letzten 3 Monaten waren 35 Tiere ausgebrochen. Alle wurden eingefangen.

Versicherung für Expats
Asia Health Plan, für langfristige Aufenthalte speziell in Südostasien. Höchsteintrittsalter 65 Jahre, lebenslange Gültigkeit. Diese Versicherung ist ideal für alle, die lange in Südostasien leben und eine kostengünstige Versicherung suchen. Versichert werden Aufenthalte ab 1 Jahr in Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Taiwan, Thailand, Vietnam sowie auf den Philippinen. Durch die Reduzierung auf den südostasiatischen Raum bietet diese Versicherung dabei ein sehr solides Preis-Leistungsverhältnis. Der Tarif "Essential" ist eine reine Basisversicherung mit umfangreichen Leistungen zur Übernahme der Krankenhauskosten. Der Tarif "Comfort" übernimmt darüber hinaus ambulante Heilbehandlungskosten bis zu jährlich 5.000 Dollar pro Person sowie Zahnarztkosten bis maximal 1.000 Dollar pro Jahr. Die Altersgrenze für den Abschluss liegt bei 65 Jahren, dafür kann man sich lebenslang versichern.

Anonymus protestierte
Hacker haben vor kurzem zwei Websites der Polizei geknackt. Als Folge waren die Webpages stundenlang offline. Laut den Ermittlern stand hinter dem Angriff die international tätige Gruppe "Anonymus", Sie wollte offenbar mit ihrem Angriff gegen den Plan der Regierung protestieren, einen einzigen internationalen Internetzugang zu schaffen, um so das Internet zu kontrollieren. Zudem wollten die Hacker vorführen, wie einfach es sei, Webpages staatlicher Stellen zu knacken.

Verbraucherpreise
Zum 11. Mal infolge sind im November die Verbraucherpreise gefallen. Das Handelsministerium meldet im Jahresvergleich ein Minus von 0,97%. Im Oktober waren es erst 0,77%. Analysten hatten zuletzt bei der Inflation nur einen Rückgang um 0,71% erwartet. Gründe für die Deflation, also das Abrutschen der Inflation in den Minusbereich, sind die niedrigeren Preise für Energie und frische Lebensmittel. Ohne Lebensmittel und Energie stiegen die Verbraucherpreise im November im Jahresvergleich um 0,88%. Für den Zeitraum von Januar bis Ende November ergibt sich bei der Inflation ein Minus von 0,9%.

Weniger Anschläge
Im Süden des Landes lässt die Gewalt nach. Laut dem Internal Security Operations Command (ISOC) ist die Zahl der Anschläge in den Provinzen Narathiwat, Pattani und Yala gegenüber 2014 rückläufig. 2015 wurden bisher 161 schwerwiegende Attentate gezählt, gegenüber 501 im Vorjahr. Bei Bombenanschlägen und Schießereien kamen 70 Menschen um, in 2014 waren es 218. Die meisten Toten und Verletzten wurden mit 652 bzw. 1.587 in 2007 gezählt. Als Gründe für weniger Gewalt nennt das ISOC die bessere Zusammenarbeit des Staates und seiner Sicherheitskräfte mit den lokalen Politikern und Verwaltungsmitarbeitern sowie der Bevölkerung. Aufständische bekämpfen den Staat mit dem Ziel eines autonomen Staates der überwiegend von Muslimen bewohnten Provinzen.

Müll vor Phuket
Sehr viel Müll hat den Meeresboden vor dem Karon-Strand verdreckt. Laut dem stellv. Bürgermeister Ithipom Sangkaeo sollen Schiffe den Abfall über Bord gekippt haben. Ein starker Nordwind habe den Müll dann Richtung Strand getragen. Ithipom schloss aus, dass die Geschäftsleute am Karon-Strand ihren Müll im Meer entsorgt hätten. Auf dem Meeresgrund lagen Flaschen, Dosen, Plastiktüten, Rohre, Holz, Bekleidung.

Kampf im Handysektor
Neue Runde im Kampf um Marktanteile auf dem Handysektor. Sowohl Advanced Info Service (AIS) als auch True Move wollen auf der Frequenz 1800 MHz ihren 4G-Service starten. True Move wollte die Nase vorne haben und hatte die Premiere zuerst angekündigt, AIS folgte am nächsten Tag. Beide Handy-Netzwerkbetreiber hatten zuvor die Lizenz für die Frequenz 1800 MHz bei einer 30 Stunden währenden Auktion für insgesamt 80,78 Milliarden Baht erworben. Beide Unternehmen haben inzwischen das Geld an die Aufsichtsbehörde überwiesen bzw. eine Bankgarantie abgegeben, so dass sie die Startgenehmigung erhielten. Die Lizenzen enden am 15. September 2035. Die 4. Generation des Mobilfunkstandards, nach 3G, bringt noch höhere Datenübertragungs-Geschwindigkeiten. Durch 4G werden angebotenen Dienstleistungen, wie Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung, mobiles Fernsehen, HDTV-Videoinhalte, Echtzeit-Audio und vieles mehr qualitativ hochwertiger. Das kommt vor allem den mobilen Geräten wie Smartphones und Tablet-PCs zugute. Eine weitere Versteigerung ist am 15.12. Thema: die Frequenz 900 Megahertz.

Arbeitsbedingungen
In der thailändischen Geflügelindustrie werden Wanderarbeiter laut Bericht skandinavischer Menschenrechtsorganisationen teils wie Sklaven ausgebeutet. Firmen zögen den Ausländern horrende Gebühren für die Arbeitsvermittlung, Papierkram und vermeintliche Sozialleistungen vom Lohn ab und bringen viele damit in eine Schuldknechtschaft, schrieben die Organisationen Swedwatch und Finnwatch. Das Ministerium für Arbeiterschutz war sich des Berichts noch nicht bewusst und wollte deshalb keine Stellungnahme abgeben. Thailand ist einer der größten Geflügelexporteure der Welt und zweitgrößter Lieferant in die EU, nach Brasilien. Ähnliche Berichte gab es in der Vergangenheit über Zwangsarbeit auf thailändischen Fischerbooten und in Fabriken, die Obst verarbeiten. Die Regierung hat Probleme in der Fischereiindustrie eingeräumt und arbeitet nach eigenen Angaben daran, Missstände auszumerzen. Die Arbeiter in den Geflügelfabriken erhielten meist den gesetzlichen Mindestlohn von 300 Baht (ca. 8 Euro) pro Tag – auf dem Papier. Ausgezahlt werde er aber selten, so die Organisationen. "Wenn alles für die Dokumentation und so abgezogen ist, bleibt null übrig - wie soll ich essen?" zitiert der Bericht einen Arbeiter aus Myanmar. Die Arbeiter hätten Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen, doch behielten die Firmen die Papiere ein.

Korrupte Beamte
General Prem Tinasulanonda hat in seiner Rede zur Eröffnung des Anti-Korruptions-Museums korrupte Beamte mit Kriminellen verglichen. Sie raubten das Land aus. Korruption sei kein Betrug, es sei ein Verbrechen gegen das Land. Der Präsident des Kronrates sagte weiter: "Korrupte Beamte nehmen unser Geld weg und steckten es in die eigene Tasche. Geld, das für die nationale Entwicklung ausgegeben werden sollte." Prem dankte den Mitarbeitern der Anti-Korruptionsbehörde für ihre aufopfernde Arbeit, die mit Gefahren verbunden sei und auf Hass der bestechlichen Menschen stoße. Das Museum befindet sich im Büro des Nationalen Anti-Korruptions-Kommission in Bangkok.

Thailand herabgestuft
Die US-Luftfahrtaufsichtsbehörde FAA hat Thailand beim Sicherheitsranking von der Kategorie 1 in Kategorie 2 herabgestuft. Nach Einschätzung der FAA erfüllt das Königreich bei den Sicherheitsstandards nicht die Anforderungen der International Civil Aviation Organization (ICAO). Das bedeutet, eine thailändische Fluggesellschaft kann zwar weiter in die USA fliegen, aber keine neuen Strecken bedienen. Für Thailand hat die Herabstufung keine Auswirkungen, weil die Thai Airways International (THAI) nach Aufgabe der Strecke Bangkok-Los Angeles die Vereinigten Staaten nicht mehr anfliegt. Die THAI betont, dass sie alle internationalen Sicherheitsstandards einhält. Die FAA hatte vor kurzem die thailändische Zivile Luftfahrtbehörde besucht und anscheinend bei der Inspektion erneut Sicherheitsmängel festgestellt. Schon einmal war Thailand mit der Kategorie 2 abgestraft worden, das war 1996. Im Jahr darauf erhielt es das wichtige Kategorie-1-Rating.

Treibhausgase -25%
Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz in Paris hatte Thailand zugesagt, bis 2030 die Treibhausgase um 20 bis 25% zu reduzieren. Die CO2-Emissionen sollen in den nächsten 15 Jahren in vier Bereichen maßgeblich verringert werden: bei der Energie, dem Transportwesen, der Abfallbeseitigung und Industrie.

Highway Maut hoch
Das Highway Department plant eine Anhebung der Mautgebühren auf den zwei Autobahnen Bangkok-Chonburi und Samut Prakan-Ayutthaya. Mit den Mehreinnahmen soll der Bau neuer Schnellstraßen finanziert werden. Die Behörde hat die neuen Gebühren noch nicht festgelegt, betont aber, die Belastung solle für die Autofahrer erträglich ausfallen. Die Motorway 7 Bangkok-Chonburi ist 125 Km lang und wurde 1998 eröffnet. Die Motorway 9 führt über 63 Km von Samut Prakan nach Bang Pa-in in der Provinz Ayutthaya. Die Strecke wurde ebenfalls im Jahr 1998 für den Verkehr freigegeben.

Alkohol und Schulen
Die Umsetzung der von der Militärregierung angeordneten Regelung, dass in der Nähe von Schulen, Universitäten und weiteren Bildungsanstalten kein Alkohol verkauft und ausgeschenkt werden darf, bereitet Pattayas Verwaltung Probleme. Denn stadtweit und damit auch nahe von Schulen gibt es Bars und Pubs. Und in der Anordnung wird das Wort "nahe" nicht weiter erläutert. Vor der Anordnung indessen wurde ein Radius von 500 m genannt. Auf Pattaya bezogen würde das bedeuten: Zahlreiche Bars müssten geschlossen werden, z.B. an der Walking Street, Beach Road und Second Road. Denn die städtische Schule an der Kreuzung South Pattaya/ Second Road befindet sich "nahe" dem Vergnügungszentrum. Auf einer von Chonburis Gouverneur Khomsan Ekachai einberufenen Versammlung wurde eine Entscheidung zu dem strittigen Thema vertagt.

Weniger Verkehrstote
Die Behörden nehmen einen neuen Anlauf, die hohe Zahl der Verkehrsopfer zu reduzieren. Diesmal ist es das Katastrophenschutzamt, das sich ein hehres Ziel gesetzt hat: In nur fünf Jahren soll die Zahl der Zwischenfälle, der Toten und Verletzten um bis zu 80% gesenkt werden. Erreicht werden soll dieses Ziel durch die strikte Einhaltung der Straßenverkehrsordnung und der Gesetze. Da wäre die Polizei gefordert, denn die Verkehrssicherheitskampagnen der Regierung zu hohen Feiertagen wie Neujahr und Songkran verpuffen schnell. Schlussendlich bleibt die Frage, wer die Polizisten landesweit dazu bewegt, rund um die Uhr gegen rücksichtslose Motorisierte vorzugehen? Nach dem jüngsten Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO liegt Thailand im "2015 Global Status Report on Road Safety" mit 14.059 Verkehrstoten oder 36,2 auf 100.000 Einwohner in 2012 hinter dem Spitzenreiter Libyen mit 73,4 Toten an 2. Stelle. Und die meisten Motorradfahrer sterben auf Thailands Straßen: 26,3 Menschen auf 100.000 Einwohner. Den wirtschaftlichen Schaden gibt die Behörde im Jahr mit 200 Milliarden Baht an.

Ford baut zweites Werk
Ford Motor investiert 6,5 Milliarden Baht, schafft in der Provinz Rayong ein zweites Werk und will mit 300.000 Fahrzeugen/Jahr doppelt so viele wie derzeit montieren. Die Bauarbeiten sollen 2016 beginnen. In der neuen Produktionsstätte sollen der Pick-up Ranger und der SUV Everest hergestellt werden, für den Inlandsmarkt und den Export in Asien. Seit 1995 stellen Ford und Mazda unter dem Joint Venture AutoAlliance in Rayong in einem Komplex Pick-ups und Limousinen her.

General Udomdej
Die Partei Pheu Thai hat den Rücktritt des stellv. Verteidigungsministers General Udomdej Sitabutr gefordert. Er solle die Verantwortung für zwei Berater übernehmen, die im Rajabhakti-Park-Skandal involviert und wegen Majestätsbeleidigung angeklagt seien. Ein Generalmajor war Udomdejs persönlicher Berater, als der General Chef der Armee war, und hat zuletzt als Direktor und Sekretär der Stiftung Rajabhakti fungiert. Er wurde inzwischen verhaftet. Ein Oberst war ebenfalls ein enger Berater des jetzigen Ministers und ist aus Thailand geflüchtet. Die Partei verweist weiter darauf, dass die Finanzierung des Parks nicht transparent sei und die Ausgaben für mehrere Positionen ungewöhnlich hoch seien. So soll der Park der sieben Könige doch mit staatlichen Geldern errichtet worden sein. 60 Mio. Baht sollen in den Landerwerb geflossen sein. Bisher hatte die Stiftung mitgeteilt, es seien ausschließlich Spenden gewesen.

Suthep freigesprochen
Der Oberste Gerichtshof hat als letzte Instanz Suthep Thaugsuban vom Vorwurf der Verleumdung freigesprochen und damit die Urteile eines Strafgerichts und eines Berufungsgerichts bestätigt. Der Ex-Ministerpräsident Thaksin Shinawatra hatte Suthep verklagt. Dieser hatte vor Jahren, als er stellv. Ministerpräsident und für die nationale Sicherheit verantwortlich war, vor dem Parlament gesagt, Thaksin habe mit seinen Anrufen bei den demonstrierenden Rothemden seine Rückkehr als Präsident unterstreichen wollen. Das, so die Gerichte, sei eine Meinungsäußerung gewesen.

Verbrauchervertrauen
Der Index für das Verbrauchervertrauen ist im November zum 2. Mal infolge gestiegen. Für den Vormonat meldet die Universität der Thailändischen Handelskammer (UTCC) 74,6 Punkte, gegenüber 73,4 im Oktober. Landesweit wurden 2.200 Frauen und Männer befragt. Sie sehen optimistischer in die Zukunft, weil die Regierung ein Milliarden Baht schweres Konjunkturprogramm aufgelegt hat. Die UTCC rechnet im 4. Quartal mit einem stärkeren Konsum und im ersten Vierteljahr des neuen Jahres mit einem kräftigen Wirtschaftswachstum.


Reise-Tipps für Thailand

Tuk-Tuks für Bangkok
Das Straßenverkehrsamt will Anfang 2016 die Registrierung weiterer 565 Tuk-Tuks genehmigen. Die dreirädrigen Fahrzeuge sind besonders bei ausländischen Touristen als Taxis beliebt, verpesten aber in der Hauptstadt nachhaltig die Luft. Während die meisten Limousinen-Taxis nicht den Fahrern gehören und täglich gegen eine Gebühr gemietet werden müssen, sind die Tuk-Tuks in der Hand der Fahrer. Ihr täglicher Erlös fließt nach Abzug der Spritkosten in die eigene Tasche. Auf Bangkoks Straßen fahren derzeit rund 9.000 Tuk-Tuks, in ganz Thailand über 20.000 als Rickshaw-Taxis.

Büro in Chiang Mai
Das Büro der Bangkok Airways in Chiang Mai ist umgezogen. Ab sofort empfängt die Fluggesellschaft ihre Kunden in ihren neuen Räumlichkeiten in der dritten Etage des Einkaufszentrums Kantary Terrace in der 44/1 Nimmanhaemin Road, Soi 12. Kontakt: Tel. 053-289.338-9. Von: Björn Jahner

Hua Hin nach Pattaya
Das Unternehmen Bell Travel Service, das auch den Flughafenbus zwischen Pattaya und Suvarnabhumi International Airport in Bangkok betreibt, bietet ab 1. Dezember einmal täglich eine neue Direktverbindung zwischen Hua Hin und Pattaya an. Der Bus startet am Busbahnhof in Hua Hin (zwischen Soi 96 und Soi 98) pünktlich um 11 Uhr (Einstieg um 10.45 Uhr), ein weiterer Zustieg ist an der Abzweigung nach Cha-am um 11.30 Uhr möglich. In Pattaya startet der Bus ebenfalls um 11 Uhr (Einstieg um 10.45 Uhr) am Busbahnhof an der North Pattaya Road. Der Ausstieg erfolgt an der Abzweigung nach Cha-am oder am Busbahnhof in Hua Hin. Der Fahrpreis beträgt für beide Richtungen 400 Baht. Infos und Buchung: www.belltravelservice.com Von: Björn Jahner

Thema Suvarnabhumi
Das Airline Operation Committee (AOC) und die auf dem internationalen Flughafen Suvarnabhumi arbeitenden Luftfahrtdienstleister haben die Behörden aufgefordert, für den Airport keine neuen Fluggesellschaften und von den jetzt anfliegenden Airlines keine Erweiterung der Flugpläne mehr zuzulassen. Der Flughafen sei total überlastet. Nichts gehe mehr zu den Hauptflugzeiten, auf den Landebahnen, auf den Parkbereichen der Maschinen und im Terminal. Erst kürzlich hatte der Flughafenbetreiber Airports of Thailand (AoT) mitgeteilt, im letzten Geschäftsjahr, das am 30. September endete, habe Suvarnabhumi 52,4 Mio. Passagiere befördert, im Jahresvergleich eine Zunahme von 12% und gegenüber der Kapazität von 45 Mio. Fluggästen ein Plus von 17%. Mit Sorge sahen die Kritiker der Ende Oktober beginnenden Wintersaison entgegen, als der Flugbetrieb erwartungsgemäß um 10% abnahm. Und für das neue Geschäftsjahr rechnet AoT beim Passagieraufkommen mit einem Wachstum von fast 10%. Das AOC vertritt 86 internationale Fluggesellschaften, auf Suvarnabhumi sind 26 Luftfahrtdienstleister tätig. Die von der AoT betriebenen 6 Flughäfen Don Mueang und Suvarnabhumi in Bangkok, Chiang Mai, Chiang Rai, Phuket und Hat Yai haben im letzten Geschäftsjahr 106,8 Mio. Passagiere gezählt, im Jahresvergleich ein Plus von 22%.

Pattaya - Chiang Mai
Kan Air hat von der Zivilen Luftfahrtbehörde (DCA) die Genehmigung für Linienflüge erhalten und verbindet jetzt Pattaya an der Ostküste mit Chiang Mai im hohen Norden des Landes. Flug K8 8528 startet am U-Tapao-Airport nahe Pattaya in der Provinz Rayong montags, donnerstags und samstags um 19.30 Uhr nach Chiang Mai. Zurück geht es an denselben Tagen mit Flug K8 8527 17 Uhr. Die Flugzeit beträgt 2 Stunden. Die Route wird mit einer 66-sitzigen ATR 72-500-Maschine bedient. An Bord wird eine warme Mahlzeit serviert. Freigepäck: 15 kg. Von: Björn Jahner

Nakhon Si Thammarat
Jetzt verbindet Thai Lion Air zweimal täglich Bangkok mit Nakhon Si Thammarat im tiefen Süden des Königreichs.
Flug SL8742 startet am Don Mueang Airport in Bangkok um 8.50 Uhr und Flug SL8748 um 13 Uhr. In Nakhon Si Thammarat hebt der Flieger nach Bangkok um 11 Uhr (SL8743) und 15.30 Uhr (SL8749) ab. Die Flugzeit beträgt 70 Minuten. Freigepäck: 15 kg. Von: Björn Jahner

Der Touristenboom
Der Touristenboom aus China sorgte nach Einschätzung des Tourism Council of Thailand (TCT) 2015 für ein Rekordergebnis. Bis Ende Dezember erwartet der TCT 30,3 Mio. ausländische Urlauber, das wäre im Jahresvergleich ein Zuwachs von 22%. Die Besucher sollen Einnahmen in Höhe von 1,42 Billionen Baht bringen, ein Plus von 21%. Zurückgegangen ist die Verweildauer der Touristen, von durchschnittlich 9,85 auf 9,3 Tage. Wegen der schwächelnden Wirtschaft in zahlreichen europäischen Ländern bleiben Urlauber aus oder verbringen weniger Tage im Königreich. Der TCT hat kürzlich 350 Ausländer befragt. Nur 34% hatten das erste Mal in Thailand geurlaubt, und 81% waren mit dem Aufenthalt zufrieden.

Motorradtaxis offiziell
Für Kurzstrecken stellen Motorradtaxis in Thailand ein beliebtes Nahverkehrsmittel dar. Die Motorradtaxis gab es in Chiang Mai bereits seit mehreren Jahren, doch der Großteil der Fahrer war nicht registriert und somit den Behörden ein Dorn im Auge. Seit knapp zwei Monaten verkehren nun im Stadtgebiet registrierte Fahrer, die mit offiziellen Westen ausgestattet wurden und über alle vorgeschriebenen Auflagen zum Personentransport verfügen. Alle zugelassenen Fahrer, die an den pink-gelben Westen zu erkennen sind, wurden beim Land Transport Office für die Personenbeförderung ausgebildet und ihre Motorräder überprüft. Insgesamt hat die Provinz 61 Motorradtaxistände mit 592 Fahrern, im Stadtgebiet befinden sich 8 Motorradtaxistände mit 80 Fahrern. Von: Björn Jahner

Bus zu Suvarnabhumi
Die Bangkok Mass Transport Authority (BMTA) hat eine neue Buslinie lanciert, die von der BTS-Station Udomsuk zum internationalen Flughafen Suvarnabhumi führt. Der Bus mit der Liniennummer A3 hält auf der 33 Km langen Route an 6 Stationen: BTS Udomsuk, Bangna-Kreuzung, Central Bangna, Tesco Lotus, King-Kaew-Kreuzung, Suvarnabhumi Airport. Auf der Route werden 6 Busse eingesetzt. Sie verkehren zwischen 6 und 20 Uhr. Je nach Passagieraufkommen variieren die Abfahrtszeiten, weshalb keinen festen genannt werden. Der Fahrpreis beträgt 30 Baht. Von: Björn Jahner

Mehr auf Koh Samui
Mit Beginn des Winterflugplans ab Ende Oktober verstärkte Bangkok Airways ihr Flugangebot zur Koh Samui. Die private Fluggesellschaft wird erheblich mehr Urlauber auf die Ferieninsel bringen. Die Strecke Bangkok-Samui wird 9 Mal am Tag bedient, Phuket-Samui in der Woche 45 Mal, Samui-Singapur 12 Mal wöchentlich und Samui-Hongkong 3 Mal am Tag. Das an der Börse gelistete Unternehmen fliegt derzeit ab Bangkok 13 Routen, zehn mit Zielen im Inland. Im ersten Halbjahr hat die Bangkok Airways einen Gewinn von 1,16 Milliarden Baht eingeflogen, gegenüber 188 Millionen Baht im Vorjahreszeitraum.

Phuket nach Hat Yai
Bangkok Airways hat kürzlich einen neuen Direktflug zwischen Phuket und Hat Yai eröffnet. Seit 11. Oktober 2015 geht einmal täglich eine Maschine. Der President von Bangkok Airways, Puttipong Prasarttong-Osoth, sieht großes Potential in dieser Strecke. Für Endkunden sowie auch für den Businessbereich. Hat Yai ist ein Tor nach Malaysia und Singapore. Diese neue Strecke wird den Tourismus noch mehr ankurbeln. Quelle: go asia

Doi Tung Festival
Auch 2016 verwandelt das "Colors of Doi Tung Festival" den königlichen Garten Mae Fah Luang auf dem Doi Tung nahe Chiang Rai, der 1.000 Meter über dem Meeresspiegel liegt, in die höchste Walking Street des Landes. Geboten werden viele kleine Verkaufsstände, leckere Snacks, Kunst sowie ein prallgefülltes Unterhaltungsprogramm mit Musik, traditionellen Aufführungen und Tänzen, inmitten des reizvollen Blumenmeeres des botanischen Gartens. Organisiert wird auch ein Bergvölker-Markt, auf dem die Akha, Lahu, Shan, Thai Lue und Law Kunsthandwerk und viele Leckereien zum Kauf anbieten. Das Festival findet jedes Wochenende bis zum 31. Januar 2016 statt.

Jim Thompson Farm
In der kühlen Jahreszeit öffnet wieder die bekannte Jim Thompson Farm in Pak Thong Chai in der Nordostprovinz Nakhon Ratchasima ihre Türen und empfängt noch bis zum 10. Januar naturinteressierte Besucher. Auf dem 600 Rai großen Farmland können die Besucher frische Isaan-Luft schnuppern und sich am Landleben erfreuen. In 2016 werden unterhaltsame Attraktionen angeboten, die man bequem mit dem Farm-Shuttle besichtigen kann.

Mit dem Shuttle geht es durch die Natur. Der erste Stopp erfolgt an einem 40 Rai großen Cosmea-Feld. Die rosafarbene Blume ist auch bekannt als "Schmuckkörbchen" und gehört zur Familie der Korbblütengewächse. Im grossen Gemüsegarten werden die Besucher eingeladen, organisches Gemüse frisch zu pflücken. Weiter geht es zum Mo-Lam-Bus, der die Besucher auf eine musikalische Reise der Volksliedgesänge des Nordostens mitnimmt. Weitere Attraktionen stellen ein aus Kürbissen gefertigte Riesenkürbis-Skulptur dar sowie ein kunterbuntes Blumenfeld und die Bung Fai-Raketenausstellung. In einem Isaan-Dorf wird die historische Architektur des Nordostens vorgestellt wie Tempel, Tripitaka-Hallen, Glockentürme und ein Huen Nang Phoe, ein traditionelles Haus im Krat-Stil. Hier erfahren die Besucher, weshalb der Reisanbau und der Isaan Way of Life eng miteinander verwurzelt sind. Vermittelt wird viel Wissenswertes über den Lebenszyklus der Seidenraupe sowie der Produktion hochwertiger Thai-Seide, mit der Jim Thompson weltweit bekannt wurde.

Die Besucher tauchen tief ein in das Alltagsleben des Isaan. Auf einem grossen Markt erhalten die Besucher natürlich die Möglichkeit, sich mit qualitativ hochwertiger Seide, organischem Gemüse und jeder Menge Isaan-Leckereien einzudecken. Die Jim Thompson Farm hat täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt: wochentags 180 Baht (Kinder 135 Baht) und am Wochenende 280 Baht (Kinder 220 Baht). Infos: www.jimthompsonfarm.com

Über die Fahrzeugmiete
Die Touristenpolizei hat einen nützlichen Leitfaden in Plakatform für Ausländer zusammengestellt, die ein Fahrzeug in Thailand mieten möchten. Er beschreibt die benötigten Dokumente (Kopie des Reisepasses und des Führerscheins) und spricht nachfolgende Empfehlungen aus: den Leihwagen in der Autovermietung vor der Übernahme von innen und außen auf vorhandene Schäden überprüfen, alle Details des Mietvertrags lesen, bei Bedenken dem Vermieter fragen, bevor man den Vertrag abschließt, bei Problemen oder Betrug die Touristenpolizei über die Kurzwahl 1155 kontaktieren. Björn Jahner

Sky Lane für Radfahrer
Nach 7 Monaten Renovierung und Erweiterung wird der Radweg am Flughafen Suvarnabhumi eröffnet. Er heißt Sky Lane, seine Farbe ist blau anstatt früher grün. Für die 23,5 Km hatte die Siam Commercial Bank 500 Mio. Baht zur Verfügung gestellt. Geöffnet ist der Radweg von 6 bis 18 Uhr, in 2016 bis 22 Uhr, sobald die Beleuchtung installiert ist. Vor der Fahrt gibt es ein Armband mit RFID-Technologie (Identifizierung mit Hilfe elektromagnetischer Wellen), gegen Vorlage der ID Card (Thais) oder des Reisepasses (Ausländer). Mit dem Armband kann die Eingangsperre geöffnet werden. Auf der Strecke werden Snacks und Getränke angeboten, der Parkplatz fasst 1.500 Fahrzeuge.


Solche Sachen...

Böser Jetski-Unfall
300 Meter vor der Küste Koh Samuis kam ein 24-jähriger Brite bei einem Jetski-Unfall ums Leben. Der Mann und sein Freund, ebenfalls Brite, der ihn auf seiner Thailandreise begleitete, mieteten sich 2 Jetskis. Gegen 11 Uhr soll der Mann die Kontrolle über sein Wassersportgerät verloren haben und stürzte ins Wasser. Beim Sturz schlug er vermutlich mit dem Kopf gegen den Jetski und landete bewusstlos im Wasser, bestätigte der britische Honorarkonsul Dave Covey auf Nachfrage des (Pattaya-) FARANGs. Der Freund des Opfers soll dann mit dem zweiten Jetski zurück zur Küste geeilt sein, um Hilfe zu holen. Als er nach 15 Minuten zur Unglücksstelle zurückkehrte, trieb der leblose Körper seines Freundes kopfüber im Wasser. Am Strand leiteten mehrere englischsprachige Urlauberinnen Wiederbelebungsversuche ein, jedoch ohne Erfolg. Die Polizei hat ihre Ermittlungen zu dem Unfall aufgenommen und die britische Botschaft über den Tod des Mannes informiert. Von: Björn Jahner

Kreditkartenbetrüger
Die Polizei hat ein Mitglied eines Kreditkarten-Betrüger-Ringes in Phuket festgenommen. Der 53-Jährige und seine Kumpane, nach denen gefahndet wird, hatten mit von Ausländern gestohlenen Kreditkarten eingekauft und die Waren dann weiterverkauft. Die Ermittler stellten 2 Fahrzeuge sowie reichlich erworbene Produkte sicher. U.a. 300 Kartons mit Zigarren im Wert von rund 180.000 Baht, 13 Handys und 2 iPads für insgesamt 1 Million Baht. Festgenommen wurde der Thai nach einer Verfolgungsjagd am Tesco-Lotus-Verbrauchermarkt in Tha Chalang. In seinem Besitz waren 5 Kreditkarten. Die Bande zahlte Dieben, die von Ausländern Kreditkarten gestohlen hatten, je 10.000 Baht. Die Polizei hatte einen Hinweis einer Bank erhalten, dass Karten von Ausländern sehr oft benutzt wurden.

Wanderarbeiter in Haft
Die Verhaftung von vier Wanderarbeitern aus Myanmar hat der Direktor der Stiftung für Bildungsentwicklung und Mitglied eines Schutzkomitees für Migranten an der myanmarischen Botschaft, Htoo Chit, scharf kritisiert. Die Polizei habe nicht ausreichend Beweise, die vier Männer festzusetzen. Wai Lin, Moe Zin Aung, Kyaw Soe Win und Sein Kadone wird vorgeworfen, eine 19-jährige Thailänderin am 28. September in Ranong erstochen zu haben. Die vier Angeklagten arbeiteten in der Fischereiindustrie. Laut ihrem Arbeitgeber haben die Männer zur Tatzeit gearbeitet. Das soll das Video einer Überwachungskamera belegen. Htoo Chit kritisiert weiter, dass die Wanderarbeiter gezwungen wurden, an einer Tatnachstellung teilzunehmen. Die Männer stünden in keinem Zusammenhang zu dem brutalen Verbrechen. Htoo Chit erinnert das zweifelhafte Vorgehen der Polizei gegen Zaw Lin und Wei Phyo, die des Mordes an David Miller und Hannah Witheridge aus Großbritannien auf Koh Tao angeklagt wurden. Das Urteil kommt am 24.12.

Laote zerstückelt Frau
Die Polizei hat einen Laoten festgenommen, der zugegeben hat, eine 27-jährige Shan-Frau getötet und die Leiche verstümmelt zu haben. Er legte die einzelnen Körperteile in Düngersäcke und warf diese in Bangkok in den Kanal Saen Seap. Dann waren in mehreren Bangkoker Kanälen Leichenteile aufgetaucht. Die Ermittlungen der Polizei führten zu dem Laoten, der in seiner Unterkunft an der Soi Ramkhamhaeng im Bezirk Bang Kapi festgenommen wurde. Der 39 Jahre alte Mann hatte die Frau, die in einer Karoke-Bar arbeitete, seit einem Jahr gekannt. Dann fragte die Frau beim Laoten an, ob sie in seinem Apartment übernachten könne. Als er sie später fragte, ob sie ihn heiraten wolle, vereinte sie. Es kam zu einer heftigen Auseinandersetzung, in deren Verlauf die Frau erwürgt wurde. Mit einem Beil zerstückelte er, der zuvor in einer Schlachterei gearbeitet hatte, die Leiche. Shan oder Tai Yai (große Thai) ist ein Bergvolk an der Grenze zu Myanmar.

Chinese im Koma
Bei einem Frontalzusammenstoß eines Vans mit einem Pkw in Phuket wurde ein Mensch getötet und 6 teils schwer verletzt. Der Van mit chinesischen Touristen war auf der regennassen Thepkrasattri Road abgekommen und auf der Gegenfahrbahn gegen ein Auto geprallt. Der 26 Jahre alte Fahrer des Personenwagens wurde getötet, seine Ehefrau, ihr 6 Jahre alter Sohn und ihre Mutter verletzt. Einer der Chinesen wurde durch die Wucht des Aufpralls auf die Fahrbahn geschleudert. Er liegt in einem Krankenhaus im Koma. Ein weiterer chinesischer Urlauber wurde mit einem gebrochenen Bein ins Krankenhaus eingeliefert. Dort wurde auch der Van-Fahrer mit gebrochenem Arm behandelt.

Eine Leiche am Haken
Die Leiche eines Ausländers hatte sich in den Haken eines Anglers am Pier des Hafens Bali Hai in Pattaya verfangen.
Beim Eintreffen der Polizei schwamm der Körper mit dem Gesicht nach unten im Meer. Bei dem Toten handelt es sich um einen 30-55 Jahre alten Mann mit schwarzem T-Shirt und schwarzer Hose. Im linken Bein steckte ein metallener Splitter. Die Beamten fanden keine Dokumente in der Bekleidung und glauben, dass der Tod 3 Stunden zuvor eingetreten war. Es könnte sich um einen Mann aus dem Mittleren Osten handeln. Der Angler, ein japanischer Koch, hatte sich gewundert, als er etwas Schweres am Haken hatte. Er war von einem großen Tintenfisch ausgegangen und hatte seine Mitangler um Unterstützung gebeten.

Serienmörder verurteilt
Ein Strafgericht in Bangkok hat einen Serienvergewaltiger und -mörder zu lebenslanger Haft verurteilt. Der 38 Jahre alte Mann hatte gestanden, seit 2008 10 junge Mädchen vergewaltigt und 4 getötet zu haben. Er will sich damit gebrüstet haben, jeden Monat ein Kind missbraucht zu haben. Der Mann stand jetzt wegen des Mordes an einer Vierjährigen aus Loei vor dem Strafgericht. Die Tat hatte sich im Februar 2013 ereignet. Nach der Beweisaufnahme erkannten die Richter auf die Todesstrafe. Da der Mann geständig war, wurde das Strafmass auf lebenslängliche Haft reduziert. Der Mann war bereits im Dezember 2013 vom Gericht Phra Khanong zu lebenslänglich verurteilt worden. Er hatte gestanden, ein 6-jähriges Mädchen getötet zu haben. Zuvor hatte er 2 Mädchen aus Loei und eines aus Bang Bon bei Bangkok ermordet.

Russe mit Spanien-Pass
Die Immigration hat an der Grenze zu Kambodscha (Sa Kaeo) einen 27 Jahre alten Russen mit spanischem Reisepass festgenommen. Das Dokument war laut der spanischen Botschaft in Bangkok gestohlen worden. Der Russe sagte aus, er habe in Pattaya gelebt und sein Visum mehr als ein Jahr überzogen. Freunde hätten ihm von einer Bande in Malaysia einen Pass besorgt. Er habe dafür 10.000 Dollar bezahlt. Der Ausländer beteuerte, er gehöre keiner terroristischen Vereinigung an.

Tod bei Hochzeitsreise
Ein Tauchkursus auf ihrer Hochzeitsreise endete für eine 36-jährige Koreanerin mit dem Tod. Gemeinsam mit ihrem 33-jährigen Mann war die Touristin vor der Koh Hei unter der Aufsicht eines Tauchlehrers in eine Tiefe von 1 Meter abgetaucht. Plötzlich bekam sie Probleme und informierte ihren Lehrer. Die Urlauberin wurde umgehend aus dem Meer gezogen. Sie war bereits bewusstlos. Helfer brachten die Koreanerin in das Hospital der Provinzverwaltung Phuket und anschließend in das Vachira Phuket Hospital. Dort wurde ihr Tod festgestellt. Die Polizei ermittelt, ob ein Verschulden Dritter vorliegt oder ob die Frau gesundheitliche Probleme hatte. Der Phuket Gazette sagte ein Polizeisprecher, die Frau habe in der Lunge kein Wasser gehabt. Somit wäre Ertrinken ausgeschlossen. Jetzt soll das Tauchunternehmen befragt werden, ob die Urlauberin vor dem Tauchkursus ein Formblatt zu ihrer Gesundheit vollständig ausgefüllt hatte.

Chinese sprang in Tod
Im Parkhaus des Einkaufszentrums Terminal 21 an der Sukhumvit Road in Bangkok hat ein 74 Jahre alter Mann aus Hongkong den Tod gesucht. Der Chinese sprang spät abends vom 3. Geschoss in die Tiefe. Ein Wachmann fand kurz darauf die Leiche und alarmierte die Polizei. Die Überwachungskameras zeigten, wie er im 3. Parkgeschoss entlangging, die Brüstung überwand und sprang. Die Ermittler fanden bei dem Hongkonger Kreditkarten und Bargeld, aber keinen Abschiedsbrief.

Eine Drogen-Razzia
In den Morgenstunden, also weit nach der Sperrstunde, stürmten Polizisten aus Pattaya, Chonburi und Bangkok ein Pub in Südpattaya. Der Entertainmentbetrieb hatte um 6 Uhr noch immer geöffnet und schenkte an seine rund 150 Gäste Alkohol aus. Das Resultat von Urintests: 41 Frauen und Männer hatten Drogen konsumiert. Die Polizei hatte von Bürgern den Hinweis erhalten, das Pub werde ständig bis zum Morgen aufgesucht, verursache erheblichen Lärm.

Ausländer schlagen Thai
Vier offenbar betrunkene Ausländer sind in einen Obstladen am Markt Sompet in Chiang Mai eingebrochen und haben auf 2 Thais eingeschlagen. Der Ladenbesitzer, ein 29 Jahre alter Mann, wachte um 5 Uhr morgens durch laute Geräusche auf. Er fand vier betrunkene Touristen, einen Schweden (22), einen Kanadier (24) und zwei Holländer (18), die in seinem Geschäft lärmten und tanzten. Als er die ungebetenen Besucher zum Verlassen des Ladens auffordert, schlugen die Ausländer auf den Ladenbesitzer und einen weiteren Thai (52) ein, der dem Opfer zur Hilfe kam. Die Schläger übernachteten in einem Apartment nahe des Ladens und wurden später festgenommen. Fazit: Nicht immer sind Ausländer die Opfer.

Eine Massenschlägerei
Mit über 50 Beamten rückte die Polizei zu einer Massenschlägerei in einem Camp von Bauarbeitern an der Thepprasit Road in Pattaya an. Die Polizisten brauchten lange Zeit, um die Streithähne zu trennen und die Ordnung unter den Migranten wiederherzustellen. 20 Männer wurden vorläufig festgenommen und auf die Wache gebracht. Ein Steinwurf beschädigte ein Fahrzeug der Einsatzkräfte. Laut der Polizei wurde bei der Schlägerei keiner ernsthaft verletzt.

Freitod eines Nordiren
Vor den Augen zahlreicher Passagiere übersprang ein 35 Jahre alter Nordire gegen Mitternacht die Begrenzung im 2. Geschoss der Abflughalle des Internationalen Flughafens Suvarnabhumi in Bangkok und stürzte sich 15 m in die Tiefe. Mit lebensgefährlichen Verletzungen wurde der Tourist in ein Krankenhaus gebracht, wo er später starb. Der Ausländer hatte bereits am Nachmittag versucht, sich das Leben zu nehmen. Aufmerksame Sicherheitsmitarbeiter hielten in fest und brachten ihn in einen Raum. Der Ire verweigerte jede Auskunft über Familienmitglieder, zu denen Flughafenangestellte Kontakt aufnehmen könnten. Sie informierten auch die britische Botschaft. Jedes Mal, wenn er eine Zigarette rauchen wollte, wurde er von Sicherheitsbeamten begleitet. So auch kurz nach Mitternacht. Der Mann sprang am Gate 3 über die Brüstung. Der Ire soll kein Geld mehr für den Rückflug in seine Heimat gehabt haben.

Franzose vom Balkon
Ein 40-jähriger Franzose ist nachts in einem Gästehaus in Chiang Mai von seinem Zimmer in die Tiefe und in einen Fischteich gestürzt. Der Tourist wurde morgens gegen 6.40 Uhr vom Hausmeister tot aufgefunden. Er war am 30. Oktober in dem Gästehaus eingecheckt. Die Polizei vermutet, dass der Urlauber betrunken war und auf seinem Balkon das Gleichgewicht verlor. Die Obduktion wird ergeben, ob der Sturz zu seinem Tod führte oder ob er ertrank.

Menschlicher Schädel
In der Nähe der Großkläranlage in Pattaya stieß ein Bauarbeiter auf einen menschlichen Schädel. Weil sich nicht weit entfernt vom Fundort eine muslimische Grabstätte befindet, glaubt die Polizei, dass der Schädel vom jüngsten Hochwasser fortgespült worden ist. Der Schädel wurde zur forensischen Untersuchung dem Police Hospital in Bangkok übergeben.

Leiche im Wald
In Ostpattaya wurde in einem Waldstück die bereits verweste Leiche einer Frau gefunden. Der Körper war nur leicht bekleidet, Arme und Beine mit Kabel gefesselt. Laut Polizei muss der Tod bereits vor einem Monat eingetreten sein. Die Leiche wurde zur Obduktion in ein Hospital gebracht. Die Beamten werden jetzt die Liste mit vermissten Frauen durchgehen und Mordermittlungen anstellen. Gefunden wurde die Leiche von einem 49-jährigen Mann, der in der Nähe ein Eisenwarengeschäft betreibt. Er hatte nach seiner Hündin und deren Nachwuchs gesucht.

Drogen für Brautgabe
Weil er die Brautgabe für die Familie seiner Verlobten nicht aufbringen konnte, stieg ein 26-Jähriger in das Drogengeschäft ein. Er verkaufte Yaba-Pillen an Mitarbeitern in Fabriken. Jetzt wurde er von der Polizei geschnappt. Er gab zu Protokoll, die Familie seiner Verlobten habe zur Hochzeit 100.000 Baht erwartet, zudem müsse er seine in Armut lebende Familie unterstützen. Sein Lohn reiche nun mal nicht. Deshalb habe er sich zum Dealen entschlossen. Bei der Durchsuchung seines Hauses in Chonburi wurden Drogen im Straßenverkaufswert von 140.000 Baht gefunden.



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