FARANG-Ausgabe 08 - 2016

Thai-Deutsche Community
News von QATAR & SWISS
Bericht (Teil 2) von Su Wanyo:
Bergwelt des Nordens
Reise-Tipps Thailand
Edds Kolumne
Röpke stellt vor:
Das Legendha Sukhothai
Lung Ching schreibt
RA Buemlein über:
Sprachkurs oder Ausbildung
Franky Kuchenbecker
Titelgeschichte:
Farang-Thai-Hochzeit
Amazing Thailand Festival
in Dortmund
Typisch Thailand
Kleinanzeigen
News aus Thailand
Reise-Tipps Thailand
Solche Sachen
Tuk Tuks in Deutschland
Aileen Thaimassage Berlin
Verein Hoffnungsfunke
Aus den Wats

Thai-Deutsche Community+++++

Eine aktuelle Rundschau zum Thema

Voll integriert: Die Thaischule Waldkirch

Nadine Phuvichit, mit deutscher Mutter und thailändischem Vater in Deutschland aufgewachsen, bringt die Aktivitäten der Thaischule Waldkirch (Waldkirch liegt im Breisgau und hat 21.000 Einwohner) auf den Punkt: "Wir machen alles, was ich mir selbst im Jugendalter gewünscht hätte". Der Verein will gegenseitiges Interesse, Austausch und Akzeptanz zwischen Thailändern und Deutschen und anderen hier lebenden Menschen fördern und allen Interessierten die thailändische Lebensart zeigen. Kindern aus binationalen Familien soll Zugang zu beiden Kulturen und Sprachen ermöglicht werden. Damit soll auch ein Stück thailändischer Identität in Deutschland erhalten bleiben. Im engsten Kreis stehen dem Verein mehr als 30 Familien sehr nah, aber es gibt auch viele Freunde und Unterstützer, die aus der Distanz mitmachen.

Der Verein baute bei seiner Gründung im Jahr 2014 auf zahlreiche bereits etablierte Kurse, Feste und Ausflüge rund um die thailändische Kultur und Sprache auf. Die treibenden Kräfte um Pranee Reichenbach und Nadine Phuvichit können bei ihren Aktivitäten auf viele freiwillige Helfer setzen. Bei der größten Veranstaltung, dem zweijährlichen Thai-Deutschen Freundschaftsfest in der örtlichen Grundschule, das in Partnerschaft mit dem örtlichen DRK durchgeführt wird, sind es bis zu 50. Die haben übrigens alle mitgesungen, als am Ende des großen Bühnenprogramms Künstler, Publikum und Mitwirkende gemeinsam die thailändische Nationalhymne gesungen haben.

Mehr Info: Pranee Reichenbach
Mail: pranee@markus-reichenbach.de
Telefon 07681 / 474 01 95
Fotos: Thai-Schule Waldkirch e.V.

Kippenheim: Der Bürgermeister kommt zur Massage

Nicht nur Bürgermeister Matthias Gutbrod kam zur fünften Auflage des thailändischen Food- und Kulturfestivals in der Festhalle, sondern nahezu alle Gemeinderätinnen und Gemeinderäte der 5.000 Einwohner-Gemeinde im Ortenaukreis in Baden-Württemberg feierten mit. Alle Ehrengäste wurden mit einer Blumenkette von den Mönchen des Wat Dhammakaya Schwarzwald, der als Veranstalter auftritt, empfangen. Später wurde die thailändische Nationalhymne gesungen. Der Tempel und die Mönche sind in Kippenheim offenbar sehr gut integriert.

Die privat initiierte Sonntagsschule des Tempels hat sich zu einem Zentrum für Bildung und Freizeit entwickelt. Sie spricht in Deutschland lebende Thailänder der ersten und zweiten Generation und deren Familien an. Denen, die noch nicht so lange hier sind, soll geholfen werden, sich zurechtzufinden und einzuleben. Bei hier geborenen oder aufwachsenden Kindern gilt es, den Gebrauch der thailändischen Sprache zu fördern und das kulturelle Erbe zu pflegen.

Mehr Infos: Wat Phra Dhammakaya Schwarzwald e.V.
Tel. 07802 52 09 864
Bildnachweis: Sandra Decoux-Kone

Updates bei QATAR, SWISS & SriLankan Airlines

Sa & Bernd von TAF-Thai Asien Flugreisen aus der Kantstr. 59 in Berlin (siehe Anzeige Rückseite) stellen vor: Die aktuellen Neuerungen bei QATAR Airways (Airline Code: QR), der SWISS (Airline Code: LX) und SriLankan Airlines (Airline Code: UL).

NEU: QATAR Airways führt rechtzeitig vor den Winterferien und der Hochsaison in Thailand am 6. Dezember 2016 vier wöchentliche Flüge mit Airbus A330-300 nach Krabi ein. Die Gegend um Krabi, Ao Nang und weiteren Traumstränden Süd-Thailands, aber auch z.B. die Insel Ko Lanta und andere in der Region, werden somit 4 x pro Woche von Deutschland aus, mit Umstieg in Doha, direkt und bequem erreichbar.

Ebenfalls neu ab Dezember, geplant ist hier der 15.12., gibt es drei wöchentliche Flüge mit Airbus A330-200 nach Rangun/Myanmar und nach einstündigem Stopp ohne Flugzeugwechsel geht der Flug weiter zum Endziel Chiang Mai in Nord-Thailand. Absolut ideal z.B. für Kombinationen mit Burma (Myanmar) Rundreisen oder Nordthailand-Touren und anschließendem Badeaufenthalt in Thailand.

Damit erhöhen sich die direkten Verbindungsmöglichkeiten nach Thailand mit QATAR Airways auf vier Destinationen. Derzeit fliegt die Airline bereits nach Bangkok und Phuket. Krabi und Chiang Mai kommen neu dazu, plus 3 wöchentliche Flüge nach Rangun/Myanmar.

Die Hinflug-Zeiten und Anschlussverbindungen nach Krabi und Chiang Mai sind optimal, zurück sind längere Umsteigezeiten. Eine Gabelung des Fluges, z.B. Hinflug nach Krabi, Chiang Mai oder Rangun und zurück ab oder über Bangkok oder Phuket ist möglich. Sprechen Sie bitte Ihr Reisebüro darauf an, man wird Sie gerne über alle Möglichkeiten, Flugzeiten und Preise individuell beraten.

QATAR Airways bietet derzeit 35 wöchentliche Verbindungen ab Deutschland via Doha zu zahlreichen Zielen weltweit an. Ab Frankfurt: 2 x täglich, ab München: 2 x täglich und ab Berlin: 1 x täglich.

In Kooperation mit der Deutschen Lufthansa und Air Berlin können QATAR Airways Fluggäste auch Fly & Fly Zubringerflüge ab allen deutschen Flughäfen dazu buchen. Desweiteren bietet QATAR Airways bei Buchung eines regulären Tarifes ein kostenfreies Rail & Fly ab allen deutschen DB-Bahnhöfen an und bei Sondertarifen gegen Zuzahlung.

Ab Frankfurt und München wird jetzt der Boeing 787 Dreamliner statt des bisherigen Airbus A350-900 eingesetzt und ab Doha kommt auf der Bangkok Strecke verstärkt die Boeing 777 Triple-Seven und seltener der Airbus A380 zum Einsatz. Da dies auch die Berlin Flüge von und nach Bangkok betrifft, buchen wir Ihnen ggf. bei uns getätigte Platzreservierungen im A380 kostenlos um.

Seit Beginn des Flugbetriebes wurde das Streckennetz kontinuierlich erweitert. Derzeit fliegt die Airline via Doha zu über 150 Urlaubs- und Geschäftsreisezielen im Nahen Osten, Afrika und auf dem indischen Subkontinent sowie im Fernen Osten und Australien.

Wie bereits auf der ITB in Berlin bekannt gegeben setzt QATAR beim Wachstum künftig vermehrt auf neue und kleinere Airports. Dadurch kann der Fluggast von vielen europäischen Flughäfen aus mit nur einem Stopp in Doha bequemer direkt ans gewünschte Reiseziel gelangen.

Am 3. Dezember 2016 wird der tägliche Flugbetrieb nach Auckland/Neuseeland mit einer Boeing 777-200ER aufgenommen und damit gleichzeitig der längste Non Stop Flug der Welt. Der Hinflug wird mit 16:20 Stunden, der Rückflug mit 17:30 Stunden angegeben.

Fazit: QATAR, eine dynamische Fluggesellschaft, die sich einen guten Ruf bei Kunden, Fluggästen und, wie gehört, auch bei meinen TAF-Kollegen und unseren Mitbewerbern z.B. Noky von NeuTours erworben hat. Die Zahl der Buchungen hat sich bei uns weiter erhöht, trotz eines sehr "auffälligen" eigenen QATAR Airways Internet Auftritt und teils aggressiver Werbung sogenannter "Vergleichs-Plattformen" und der vielen Internet-Reisebüros. Eine steigende Anzahl Reisender schätzt eine stressarme, persönliche Ansprache zu fairen Preisen in einem in Deutschland befindlichen stationären Reisebüro. Bemerkenswert sind auch ein Anstieg von Tickets in der Business Class und die freudigen Berichte unserer Kunden, wenn sie ein kostenloses Upgrade auf ihr Economy-Ticket bekommen haben.

Das neue SWISS Flaggschiff: Boeing 777-300ER Triple-Seven

Ab Februar 2016 stattet SWISS (Vorstellungsartikel siehe FARANG 12/2014) ihre Langstreckenflotte sukzessive mit 9 modernen Boeing 777-300ER aus und wird damit einen Teil ihrer Airbus-A340-Flotte ersetzen. Die neuen zweistrahligen Flugzeuge sind mit einer hochmodernen Kabine für über 340 Sitzplätze ausgestattet, die den Kunden zukünftig in allen drei Klassen, der First, Business und Economy, noch mehr Komfort und drahtloses Internet bieten. Die Flugzeuge werden nach Bangkok, Hongkong, Los Angeles, San Francisco, São Paulo und Tel Aviv sowie temporär nach New York (JFK) und Montreal eingesetzt.

Dank neuer Sitzkissentechnologie und mehr Beinfreiheit genießen 270 SWISS Economy Passagiere bei einer 3-4-3 Bestuhlung mehr Komfort und auf dem 11-Zoll-Touchscreen Bildschirm eine große Auswahl an Filmen, Musik und Games plus USB und Audioanschluss und Halter für Smart Phone u. Getränke.

In der SWISS Business ermöglicht die modulare Sitzanordnung (62 Plätze, Doppel- und Einzelsitze) ein Maximum an Privatsphäre und Bewegungsfreiheit. Es gibt mehr Platz zum Verstauen persönlicher Gegenstände und einen 16 Zoll Bildschirm. Der Sitz kann zum über zwei Meter langen Bett ausgefahren werden.

Jeder der 8 Sitze in der SWISS First lässt sich unkompliziert in eine Privatsuite mit persönlicher Garderobe umwandeln. Mit den elektro-mechanischen Fensterblenden kontrollieren Fluggäste alle drei Fenster ihrer Sitzzone gleichzeitig und auf dem konkurrenzlos großen Video-Bildschirm von 32 Zoll wird die Bordunterhaltung zum Vergnügen.

Und noch eine News: SWISS hat als weltweit erste Airline ab 15. Juli 2016 das neue innovative Kurz- und Mittelstreckenflugzeug Bombardier CS100 in Betrieb genommen.

Fazit: In allen drei Klassen der neuen Boeing 777 ist ein SWISS üblicher guter Service zu erwarten. Da der Flugbetrieb auf der Bangkok Strecke jedoch erst Mitte Juli beginnt, haben wir noch keine "Augenzeugen" Rückmeldung eines Fluggastes. Ich bin auf das Feedback zum Sitzkomfort in der Economy schon gespannt. Einige Airlines haben in einer Boeing 777 eine 3-3-3 Bestuhlung nebeneinander, also einen Sitz weniger pro Reihe und auch einige Zentimeter mehr Sitzabstand!? Auch George Clooney wird sich freuen, denn die neue SWISS-Boeing hat auch eine Nespresso Kaffee-Maschine an Bord!

Good bye, Frankfurt-Colombo-Bangkok

SriLankan Airlines, die nationale Fluggesellschaft von Sri Lanka (Vorstellungsartikel siehe FARANG 06/2011), stellt die Routen Frankfurt-Colombo und Paris- Colombo ab Winterflugplan 2016 ein. Die Flugverbindung Frankfurt-Colombo-Bangkok und retour gibt es also ab November 2016 leider nicht mehr.

Grund ist ein herber Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2015/2016 wegen der harten Konkurrenz mit Fluggesellschaften aus dem Nahen Osten und den damit verbundenen gesunkenen Flugtarifen auf dem europäischen Markt. Auch die Abwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar trug mit dazu bei, dass sich aus Unternehmenssicht die Erträge kurzfristig nicht erholen werden. Die einzige Europa-Verbindung ihrer Airbus A330-300-Flotte bleibt weiterhin London-Colombo täglich nonstop. Die Kernmärkte der Airline sind der indische Subkontinent sowie der Mittlere und Ferne Osten.

Fazit: Für bereits ausgestellte Tickets mit Abflug nach dem 01. November 2016 wurde eine vollständige Rückerstattung und für Reisen, die bereits vor der Streckenstreichung beginnen und danach enden, eine kostenlose Umbuchung des Rückfluges oder volle Rückerstattung angeboten. Wenden Sie sich bitte an Ihr Reisebüro. Bernd Kamjunke


Mit Su Wanyo durch die Bergwelt des Nordens (2)

In Chiang Rai warten noch zwei Attraktionen auf uns: der Weiße Tempel Wat Rong Khun und das schwarze Haus Baan Dam. Nur scheinbar wirkt der Gegensatz von Weiß (weißer Tempel) und Schwarz (Baan Dam) wie konstruiert oder abgestimmt. Außer, dass Thawan Duchanee, ein Schüler des Tempelerbauers Chalermchai Kositpipat war, gibt es keine Verbindung. Dem einen ging es um Reinheit, Erkenntnis und Buddha, obwohl er in der Trauerfarbe Weiß arbeitete. Der andere beschäftigte sich mit der Vergänglichkeit, Mystik, Dämonen und dem Tod. Wir lassen uns auf beiden Arealen viel Zeit, versinken immer wieder in Details, nutzen aber auch schattige Plätze nur zum Verweilen und um mit meiner Tochter Mira zu spielen. Sie ist erst 18 Monate alt und zum zweiten Mal in Thailand. Um die vielen neuen Eindrücke zu verarbeiten, braucht sie Pausen und Zuwendung. Die bekommt sie von unserer ganzen familiären Reisegruppe.

Vor der Reise haben wir oft auf Blogs und in Facebook-Gruppen wie "Thailand mit Kind" gelesen. Aber es nervte uns, wie manche Deutsche ihr ganzes deutsches Leben mit nach Thailand nehmen wollen und jedes Risiko bis zum geht nicht mehr diskutieren: ohne diesen Brei, ohne jene Windel, ohne Mittagsschlaf zur immer gleichen Zeit, ohne 100% Mückenschutz usw. können sie sich ein Leben nicht vorstellen. "Ihr wollt doch verreisen, um die Welt zu entdecken und neue Erfahrungen zu machen!", möchte ich ihnen zurufen, "Fehlt ja nur noch, dass Ihr Eure eigene Kloschüssel mitnehmen wollt, um Euch in der Ferne heimisch zu fühlen."

Wir sehen es als Glückszeichen an (und als Thailänderin bin ich ziemlich abergläubig), dass sich vor dem Weißen Tempel in Chiang Rai unsere Wege wieder mit ihrer Königlichen Hoheit Maha Chakri Sirindhorn, genannt Pratep, kreuzen. Leider konnten wir ihr nur zuwinken, als sie im Auto vorbeifuhr. Eine richtige Begegnung war das natürlich nicht. Aber eine Freude und eine Erinnerung an ihren Besuch an der Obertrave in Lübeck (vgl. FARANG 10-2013).

Eine letzte Nacht im Hotel Katilya Mountain Resort & Spa und dann machen wir uns auf den Weg nach Chiang Mai, wo wir die nächsten Tage verbringen werden, bevor wir wieder ins Gebirge ins Grenzgebiet nach Burma fahren. Unterwegs, nicht weit vor unserem Tagesziel, machen wir einen Stop an einem königlichen Tempel der zweiten Klasse (das sind alle, die von Königskindern erbaut wurden) und zugleich einem Tempel von einsamer Schönheit: Wat Phra That Doi Suthep.

Aber es gibt Tage (und Tageszeiten), da ist die Schönheit dieses Tempels unter den wabernden Menschenmassen nur schwer zu entdecken und man braucht viel Phantasie, um sie gedanklich freizulegen. Und man braucht noch mehr Toleranz, um das unwürdige Verhalten von Menschen auszuhalten, die sich in einer solch bedeutenden Tempelanlage aufführen, wie auf dem Weihnachtsmarkt. Wir haben das mit Anstand hinter uns gebracht, weil einige meiner Familienmitglieder noch nie hier waren und im Tempel gerne beten wollten. Das nächste Mal sind wir morgens um 7 Uhr dort. Man hat es ja selbst in der Hand, nicht in einen solchen Trubel zu geraten.

In Chiang Mai angekommen ist unsere erste Station die östliche Vorstadt San Kamphaeng. Hier ist auf einem weitläufigen Regierungsgelände der Campus der DSD Wellness Akademie mit ihren vielen Gebäuden angesiedelt. Diese Einrichtung des thailändischen Arbeitsministeriums bildet viele Masseurinnen aus. Es gibt Unterkünfte für Schüler und Lehrer, Kantine, Bürogebäude, Meditationsgärten, mehrere Trakte mit Schulungs- und Vorlesungsräumen sowie ein komplett eingerichtetes Übungs-Spa von bestimmt 400 Quadratmeter, wo die Schüler unter echten Spa-Bedingungen das erlernte Wissen anwenden können.

Wir sind nach der Führung durch unsere thailändischen Freunde, die Lehrer an dieser Akademie sind und die Direktorin Kruh ("Meisterin") Sohnatda Panchee vertreten, die auf Reisen ist, restlos begeistert und erschlagen von den Dimensionen. Mit den Lehrern Adul Sukrongchang und Nonglak Chaikhat, die auch schon in Deutschland im Rahmen der Sappaya-Ausbildungen der Thai Spa Vereinigung Deutschland e.V. viele Massagetrainings durchgeführt haben, verbindet uns aber noch mehr: Sie waren über eine Woche bei uns zu Hause in Lübeck unsere Gäste, als wir ein Inhouse-Training in unserem SU WANYO Thai Spa mit ihnen durchgeführt haben. Wir haben zusammen gegessen und Ausflüge gemacht und sind uns viel näher gekommen. Sie fragen uns, ob wir nach der Besichtigung Lust haben, ein für Thailand revolutionäres Gastronomiekonzept kennenzulernen und ihre Einladung zum Abendessen annehmen. Uns ist es etwas peinlich, weil wir mit der ganzen Familie unterwegs sind und ahnen, dass niemand von der Einladung ausgenommen wird. Das wird teuer für unsere Gastgeber.

Die biologische OHKAJHU Farm befindet sich an der äußeren Ringstraße von Chiang Mai, die an dieser Stelle ein Stück über das Gebiet des benachbarten Ampoe San Sai führt. Von der Altstadt sind es mit dem Auto ca. 20 Minuten bis hier raus. Das Restaurant steht mitten im eigenen ökologischen Gemüseanbau. Frischer geht es nicht. Und was die Küche daraus macht ist großes Kino. Modern, frisch und lecker. Der Service ist sehr aufmerksam und das Ankreuzmenü für die Salatzutaten gibt einem ein kreatives Gefühl. Unsere Gastgeber erzählen, der Laden sei jeden Tag voll, obwohl ihn noch gar nicht so viele Touristen gefunden haben. Das ist dem innovativen "farm to table"-Konzept zu wünschen und sowieso ist alles richtig, was das Interesse der Thailänder an einer giftfreien, nachhaltigen Landwirtschaft stärkt. Für uns ab heute ein absolutes "musst du gesehen haben" in Chiang Mai. Wir verabschieden uns mit herzlichen Umarmungen von unseren Gastgebern und treten den Beweis an, dass man mit vollem Bauch doch gut schlafen kann - wenn man gesund gegessen hat.

Wir stehen früh auf, weil wir heute bis nach Pai wollen, aber vorher ein Hmong-Dorf besuchen werden, in dem mein Onkel Leute kennt. Die Hmong sind einer der Hilltribes, die in der Bergwelt im Norden Thailands leben. Wir sind keine Ethnologie-Experten und haben den Besuch als Spaß und nicht als Studienreise angelegt. Aber man kommt nicht herum, über eine riesige Ungerechtigkeit zu reden. Den Hmong wird nachgesagt, sie hätten den Anbau und Konsum von Opium aus Südchina nach Thailand gebracht. Mit so einem Unterton, dass nur Flüchtlinge, aber nicht "echte" Thai so was Böses tun. Aber es gibt viel zu wenig Aufklärung darüber, wie die Franzosen und die Amerikaner die Hmong als Hilfstruppen in den Indochinakriegen benutzt haben und ihnen zur Finanzierung das Opiumgeschäft gefördert haben.

Heute weiß man, dass Militär und Geheimdienste beteiligt waren. Und später als die Drogen in die USA kamen und dort Menschen zerstört haben, wurde dann Thailand international unter Druck gesetzt, den Opiumanbau zu unterbinden. Stattdessen sollen die Menschen jetzt Blumen züchten (oder sich als Kulisse für Touristengruppen zu Affen machen lassen, die bestaunt und fotografiert werden). Da machen wir uns doch lieber selber zu Affen und ziehen die traditionelle Kleidung der Hmong bei unserem Spaziergang durch die Blumengärten an. Am meisten Spaß hatten wir an dem riesigen Bambus, der an einem Wasserfall bestens gewachsen ist (er mag über 20 Meter hoch gewesen sein) und an einer prächtigen Fächerpalme.

Wir arbeiten uns mühsam Kilometer für Kilometer durch enge Kurven und an ungeschützten Hängen entlang die Berge hoch. Obwohl wir erst 2 Stunden unterwegs waren, sind wir schon mürbe von der Schaukelei und den Serpentinen und brauchen bald wieder eine Pause. Mein Onkel Chai ermuntert uns durchzuhalten und verspricht uns, dass der Tempel Wat Pra Prabat Si Roy, den wir als nächstes Etappenziel ansteuern, ein Highlight unserer Reise sein wird. Der Tempel ist unter Thailändern wegen des vierfachen Buddha-Fußabdrucks bekannt und wird hochgeschätzt. Als wir Salouang erreichen, fahren wir schon bald durch eines der größten und prächtigsten Tempeltore, das ich jemals gesehen habe, auf einen Platz gewaltigen Ausmaßes. Da das Tor noch im Bau ist, werden wir uns später eine Illustration zeigen lassen, wie es mal aussehen soll.

Mein Mann und ich decken uns an den Ständen auf dem gigantischen Parkplatz mit Blumen, Kerzen und Räucherstäbchen ein und steigen die Treppen zu dem am Berghang gelegenen Teil der Tempelanlage mit den Fußabdrücken hinauf. Die Bauarbeiter, die überall in diesem waldigen Areal an irgendwas zu werkeln scheinen, rufen uns zu, dass wir Glück haben, denn bis vor kurzem gab es keine Treppe, sondern man mußte eine Leiter hochsteigen. Wir erweisen den Fußabdrücken die Ehre, besichtigen auch noch kurz den benachbarten Dhevada Pavilion, der 28 Buddhastatuen beherbergt, haben aber jetzt schon nur noch Augen für den gegenüber jenseits des Hanges liegenden Tempelbau Pra Viharn Jaturamuk, dessen goldene Fassade in der Sonne glitzert und der auf einem glänzenden Marmorplateau ruht und uns magisch anzieht.

Da der Tempel noch nicht ganz fertiggestellt ist und noch nicht alle Feiern zur Einweihung begangen wurden, hängen die acht goldenen Kugeln (Luk Nimit) der Grundsteinlegungszeremonie noch an den Seilen und sind noch nicht in die dafür vorgesehenen Schächte eingelassen. Nur die neunte Kugel, über deren Schacht im Inneren des buddhistischen Tempels die Hauptbuddhafigur platziert wird, ist schon an ihrem endgültigen Platz. Auf die anderen bringen auch wir noch unser Blattgold auf und verbinden damit unsere guten Wünsche für die Menschen, die diesen Tempel in Zukunft aufsuchen werden. Später werden über den in den Boden eingelassenen Kugeln die Bai Sema-Steine errichtet, die in unseren Tempeln die Grenzen des geweihten Bereiches markieren. Doppelte Bai Sema-Steine zeigen, dass es sich bei dem Tempel um einen Wiederaufbau handelt. Gar dreifache zeigen, dass es sich um einen Tempel der königlichen Klasse handelt. Wir genießen noch für einen stillen, zweisamen Moment die prächtige Innenausstattung des Tempels und spazieren dann zurück zum Auto, wo meine Tochter ins Spiel mit meinen Schwestern so versunken ist, dass sie erst jetzt merkt, dass wir über eine Stunde weg waren.

Vor uns liegt der Rest der 762 Kurven auf der Strecke von Chiang Mai bis Pai. Unterwegs in den Bergen auf dem Highway 1095 nach Pai fallen wir kurz hinter einer Kurve auf ein wunderbares Beispiel für ein "Potemkinsches Dorf" rein: das Hotel Le Vintage. Es präsentiert sich mit einer für Thailand ungewöhnlichen Kolonialstil-Fassade, einer aufwändig gestalteten Auffahrt und einem schönen Café im Nebengebäude. Als wir reingehen und uns die Zimmer ansehen wollen stellt sich heraus, dass es keinen Eingang und keine Rezeption gibt. Dann gehen wir seitlich ums Haus herum, um nach einem Nebeneingang zu schauen. Das Haus ist nur 2 m tief und dahinter geht es einen steilen Abhang hinunter. Es dient nur als Kulisse, um Gäste für das Café anzuziehen und als Fotolocation. OK, hat bei uns geklappt. Wir trinken einen Kaffee, lachen über unsere eigene Leichtgläubigkeit und fahren dann weiter.

Ausblick: Im nächsten und letzten Teil dieses Reiseberichtes besuchen wir das Backpacker-Mekka Pai und entdecken die Höhle Tham Nam Lot, durch die wir eine abenteuerliche Fahrt auf dem Bambusfloß machen werden. Im Pu Klon Country Club Health Mud Spa machen wir fette Schlammschlacht und reisen dann weiter nach Mae Hong Son. Von dort aus besuchen wir die "Longnecks" in einem Padaung-Dorf. Über Chiang Mai, Lamphun und Lampang reisen wir in unserem luxuriösen aber inzwischen ziemlich verdreckten Minivan zurück nach Udonthani, wo alle Kindern schon auf Erdbeeren warten, die als Souvenir aus der Bergregion mitgebracht werden. SU WANYO


Röpke reist nach Thailand und... steigt im Legendha Sukhothai ab

Nomen est omen: Sukhothai, das Wort kommt aus dem Sanskrit und bedeutet "großes Wohlbehagen". Wir haben uns dort in der Tat sehr wohlgefühlt. Doch der Reihe nach:

Die heutige Stadt Sukhothai, früher Hauptstadt des gleichnamigen Königreiches vom 13. bis zum 15. Jahrhundert, liegt etwa auf halber Strecke der Reiseroute Bangkok-Chiang Mai. Die meisten Urlauber fliegen und wissen gar nicht, was sie dabei versäumen. Wir sind mit dem Tourbus gereist und hatten Sukhothai als Stopover zur Erholung gewählt, denn das Fahren auf den zugegebenermaßen sehr gut ausgebauten Straßen vom Süden in den Norden zieht sich hin.

Das Hotel Legendha Sukhothai, die Bezeichnung ist ein Kunstwort, das sich nicht wirklich übersetzen läßt, ist ein Haus der gehobenen Mittelklasse direkt am Historical Park mit den über 200 Ruinen. Es liegt etwas außerhalb der heutigen Stadt Sukhothai, darum aber um so ruhiger. Alle Zimmer im Bungalow-Stil befinden sich ebenerdig und sind um den großen Pool herum gruppiert. Das ganze Haus und die Außenanlagen sind sehr gepflegt und geschmackvoll im Thai-Stil dekoriert, abends wird die Anlage dezent beleuchtet.

Nach mehrstündiger Fahrt von Kanchanaburi über Phitsanulok, das Thermometer zeigte daselbst 42°C im Schatten an, war der Pool die größte Attraktion im Hotel, wenngleich das Wasser gefühlte Badewannentemperatur hatte. Die Handtücher wurden kostenlos bereitgestellt, so daß wir den Tag auf sehr angenehme Weise ausklingen lassen konnten.

Ein wenig enttäuschend war das angebotene Dinner mit Tanzvorführung. Für jemanden, der noch nie thailändisch gegessen hat, war es sicherlich ein Erlebnis, ich fand es eher einem Touristengeschmack (was immer man darunter versteht) zu sehr angepaßt. Ich ließ darum das Buffet weitgehend unbeachtet und schwätzte ein wenig mit der Nudelsuppenfrau. Ihre Khao Soi, eine nördliche Nudelspezialität, war köstlich und verführte zu mehr als einem Teller, worüber sie sehr erfreut war. Die beste Khao Soi gibt es natürlich nur in Chiang Mai in dem kleinen Laden an der Ecke Huew Kaeo-Super Highway, aber die zweitbeste immerhin hier.

Begleitet wurde das Dinner von Tanzvorführungen, die aber leider nur etwa 20 Minuten dauerten, zu wenig für den reichen Schatz an traditionellen Darbietungen, die die thailändische Kultur bietet.

Insgesamt kann man sagen, daß das Hotel selbst wohl eine volle Punktzahl verdient, das angebotene Dinner aber nicht unbedingt das Geld wert ist. Sicher kann man á la carte besser essen, wobei das zugegebenermaßen für den Durchschnittstouristen von der Auswahl her schwierig sein dürfte. Wir, das heißt unsere Gruppe von 10 Personen, hatten zum Glück auch nur hier in diesem Hotel solch eine Veranstaltung gebucht. Auf unserer Rundreise durch Thailand haben wir überall nur Übernachtung mit Frühstück gewählt und sind zum Abendessen dann auf einen der lokalen Märkte gefahren. Es ist immer ein Kompromiss in Thailand: wählt man ein Hotel in der City, ist es vermutlich laut und voll, dafür sind gute und preiswerte Restaurants fußläufig zu erreichen. Wählt man ein Haus etwas außerhalb, bekommt man meistens ein sehr schönes Ambiente und einen großen Pool, ist dafür aber auf das dort angebotene Essensangebot beschränkt. Nicht, dass es schlecht wäre, aber doch oft sehr touristisch angepaßt.

Westlich angepaßt sein darf das Frühstück, hier kann ich nur Lobendes erwähnen. Ausgezeichneter Kaffee und alles, was der Westler gern zum Frühstück hat, aber auch original thailändisches Frühstück für alle, die sich schon ganz angepasst haben. Frühaufsteher genießen vorher die ersten Sonnenstrahlen gleich hinterm Hotel in den Ruinen, bevor sie sich auf das Buffet stürzen.

Nach dem üppigen Einstieg in den Tag haben wir dann per Fahrrad den Ruinenpark erkundet, eine geruhsame und angenehme Besichtigung, die etwa zwei Stunden dauert. Man kann zwar Fahrräder im Hotel vorab reservieren, das ist aber überhaupt nicht nötig, denn nur wenige hundert Meter vor dem Hotel bieten unzählige Vermiet-Shops ihre Dienste an.

Was kann ich den Reisenden empfehlen, die auch nach Sukhothai fahren wollen? Das Hotel auf jeden Fall, die Dinner-Show weniger, aber bleiben Sie zwei Tage statt einem. Lassen Sie es ganz geruhsam angehen, die Ruinen stehen schon über 500 Jahre und es kommt auf einen Tag mehr wirklich nicht an.

Unsere Tour geht übrigens weiter in Richtung Chiang Rai und wir machen Station im Lampang River Lodge.

mit freundlichen Grüßen Werner Röpke


Ching schreibt für FARANG

Friendship Probleme in der Türkei in und out: Der türkische Präsident Erdogan hat angekündigt, alle Klagen wegen Beleidigung zurückzuziehen. Als Zeichen guten Willens nehme er die gegen hunderte Menschen eingereichten Klagen wegen Präsidentenbeleidigung zurück, sagte er im Präsidentenpalast in Ankara. Noch ist unklar, ob Erdogan somit auch die Klage gegen den Satiriker Jan Böhmermann zurückziert, den er wegen dessen Schmähgedicht in Deutschland juristisch belangen wollte.

Nachrichten aus Köln: Sorge vor Gewalt bei Demo in Köln. Vor der Großkundgebung von Türken in Köln und den angekündigten Gegendemonstrationen wächst die Sorge vor Gewalt. Die Polizei stockte die Zahl der Einsatzkräfte auf 2.700 auf. Der Kölner Polizeipräsident Mathies sagte im WRD, auch ein Verbot der Demo, der geplanten Kundgebung von Anhängern des türkischen Präsidenten Erdogan sei möglich. Politiker mehrerer Parteien riefen die Teilnehmer zur Mäßigung auf. Außenminister Steinmeier sagte, innenpolitische Spannung aus der Türkei dürfte nicht nach Deutschland getragen werden.

Für Amoklaufopfer: In München gedenken die Menschen am Sonntag, den 31.07.16, der Opfer des Amoklaufs vor 9 Tagen. Zum ökumenischen Gottesdienst im Liebfrauendom und zur darauf folgenden Gedenkstunde im Bayerischen Landtag kommen auch Bundespräsident Gauck und Kanzlerin Merkel. Neben Bayerns Ministerpräsident Seehofer und Münchens Oberbürgermeister Reiter wird auch Gauck eine Rede halten. Der 18-jährige David S. hatte am 22. Juli im Bereich des Olympia-Einkaufzentrums 9 Menschen erschossen. Anschließend tötete er sich selbst.

Friendship Kleiner Witze (bitte nur für Spaß): Der Lehrer sagt zu dem kleinen Hakan "immer habe ich Probleme, deinen Namen auszusprechen. Du bist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Ich werde dir einen deutschen Namen geben. Von nun an sollst du in der Schule Hans heißen." Stolz kommt Hans nach Hause und erzählt seinem Vater von dem deutschen Namen. Voller Zorn schlägt der Vater ihm ins Gesicht. Auch die Mutter ist erbost über ihren Sohn und dessen deutschen Namen und haut ihm auf die andere Backe. Am nächsten Morgen fragt der Lehrer "Hans, wie fühlst du dich mit dem deutschen Namen, und wieso hast du blaue Augen?" "Ich bin von zwei alten Ausländern verprügelt worden."

Interview mit Ali in Neukölln: "Ali, wie lange sind Sie in Deutschland, wie fühlen sie sich bei uns?" Ali: "Ich bin seit 20 Jahren schon in Deutschland, und ich fühle mich hier sehr wohl." "Was arbeiten Sie?" Ali: "Ich arbeite in einem türkischen Supermarkt als Metzger". "Verdienen Sie gut?" "Ja, sehr gut! Ich habe sogar ein Auto und kann jedes Jahr Urlaub in meiner Heimat machen!" "Also fühlen Sie sich wohl bei uns? Sie haben einen Job, Geld, Auto, Urlaub! Ali, was gefällt Ihnen denn nicht bei uns?" "Das Einzige, was mir nicht gefällt, ist, dass hier so viele Deutsche sind!"

Friendship Ein Glückpilz aus Hessen hat den höchsten deutschen Lotteriegewinn aller Zeiten abgeräumt, mit 20 Euro Einsatz. Er knackte den Eurojackpot in Höhe von 84,8 Mio. Euro, den Tipper Helsinki gezogen worden. Bisher hielt den Rekord für Deutschland ein Tipper aus der Nähe von Köln. Er hatte im März 76,8 Mio. abgeräumt. Die Gewinnsummen im Eurojackpot sind auf 90 Mio. gedeckelt. Die Gewinnwahrscheinlichkeit für den Hauptgewinn liegt bei 1 zu 95 Millionen. Trotzdem ist es möglich, aber wie geht das?!? Mit so viel Geld! * bitte denkt an die Umwelt und spendet* Friendship Chocdee Krab! und Viel Glück! Meet you soon!


Sprachkurs oder berufliche Ausbildung in Deutschland

RA Bümlein informiert

Sprachvisum - Deutsch lernen und Deutschland kennen lernen

Wer Kontakte zu Deutschland unterhält oder Deutschkenntnisse für seine Arbeit benötigt, hat die Möglichkeit Deutsch in einem Intensivkurs auch in Deutschland zu lernen. So kann man Deutschland für einen etwas längeren Zeitraum besuchen, hier eine Weile leben und Kultur und Gepflogenheiten kennen lernen.

Das Gesetz selbst sieht in § 16 Abs. 5 AufenthG zwar kaum Voraussetzungen für ein solches Visum vor. Es werden lediglich die üblichen sog. "allgemeinen Erteilungsvoraussetzungen", wie Pass, Krankenversicherung und gesicherten Lebensunterhalt gefordert. Allerdings handelt es sich um eine Ermessensvorschrift. Dies bedeutet: Einen Anspruch auf Erteilung eines Sprachvisums gibt es nicht. Es werden daher einige Bedingungen aufgestellt:

1. Es muss sich um einen Intensivsprachkurs handeln, d.h. mindestens 18 Wochenstunden Unterricht beinhalten bei in der Regel täglichem Unterricht. Der Kurs darf nicht auf ein Studium vorbereiten. Der Sprachkurs muss von vornherein zeitlich begrenzt sein.

2. Sodann muss die Rückkehrbereitschaft nachgewiesen werden. Das heißt, der/ die Antragstellerin muss darlegen, dass er/sie im Heimatland verwurzelt ist und nach Abschluss des Sprachkurses freiwillig zurückkehren wird.

3. Die Botschaft fordert, dass man erklärt:

- Welche Sprachkenntnisse bereits im Thailand erworben wurden. Die Botschaft geht davon aus, dass jemand, der wirklich und ernsthaft Deutsch lernen will, damit bereits im Heimatland beginnt. Mindestens ein A1-Zertifikat sollte daher bereits in Thailand erworben werden.

- Aus welchen Gründen überhaupt die deutsche Sprache erlernt werden soll. Z.B. kann eine Tätigkeit in der Tourismusbranche oder im Im- und Export-Geschäft ein Grund sein, wenn der Arbeitgeber bestätigt, dass man gerade mit deutschen Kunden/Gästen zu tun hat und ggf. sogar eine Beförderung möglich ist.

- Warum das Lernen gerade in Deutschland gewünscht ist und nicht in Thailand

4. Folgende Unterlagen sind vorzulegen:

- Die Anmeldung zur Sprachschule in Deutschland - Nachweis des Intensivkurses

- Nachweis der Ausbildung, Arbeitsstelle, beruflicher Werdegang

- Nachweis der bisherigen Deutschkenntnisse

- Motivationsschreiben (Warum will ich Deutsch in Deutschland lernen?)

- Finanzierungsnachweis (Verpflichtungserklärung oder Sperrkonto)

5. Das Visum wird abschnittsweise für einzelne Kursabschnitte erteilt. Es kann verlängert werden, wenn der Aufenthaltszweck noch nicht erreicht ist. Die maximale Aufenthaltsdauer beträgt 2 Jahre.

6. Erwerbstätigkeit neben dem Sprachkurs ist grundsätzlich nicht gestattet.

Berufliche Ausbildung in Deutschland

Seit kurzem ist die Einreise und Aufenthalt zum Zwecke einer beruflichen Ausbildung in der BRD möglich. Die Erteilung des Visums/Aufenthaltstitels für eine Ausbildung ist - wie bei einer Einreise als Arbeitnehmer - von der Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit abhängig. Für die sog. Mangelberufe wird die Zustimmung relativ schnell und unkompliziert erteilt. Welche Ausbildungsberufe zu den sog. Mangelberufen zählen, erfahren Sie von der sog. Positivliste (2015) der Bundesagentur für Arbeit.

Gemäß § 17 Abs. 3 Aufenthaltsgesetz kann nach erfolgreichem Abschluss der qualifizierten Ausbildung der Aufenthalt um 1 Jahr zum Zwecke der Arbeitsplatzsuche und Aufnahme einer Erwerbstätigkeit verlängert werden.

Als weitere Erleichterung der Zuwanderung von Arbeitskräften (insbesondere aus dem Bereich der Krankenpflege) sieht § 17a AufentG vor, dass Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke einer Bildungsmaßnahme zur Anerkennung einer im Ausland erworbenen Berufsqualifikation erteilt werden kann.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.


Franky: "Farang und Lotusblüten"

Leseprobe

Nach 25 Ehejahren bricht für Fredy eine Welt zusammen, seine Frau lässt sich scheiden. Mehrere Versuche in Deutschland eine neue Lebensgefährtin zu finden scheitern. Er reist nach Thailand um eine neue Partnerin zu suchen. In Bangkok trifft er sich mit Klara. Es sollte ein letzter Versuch mit einer deutschen Frau sein. Klara ist garstig und zickig. In den Bergen lernt Fredy die Studentin Fa kennen. Sie werden Freunde aber eine Beziehung wird daraus nicht. Fredy geht nach Laos um danach Vietnam zu besuchen. Das misslingt: er fällt in die Hände einer Räuberbande, kann sich aber befreien. Auf den "4000 Inseln" (eine Inselgruppe im Mekong) lernt er den Berliner Mathias kennen. Gemeinsam fahren sie nach Kambodscha und besichtigen die Tempelanlagen Angkor Wat. Zurück in Thailand, auf der Insel Ko Chang verliebt sich Mathias in Norm. Aber Norm ist eine Drogendealerin und wird verhaftet. Mathias fliegt zurück nach Deutschland und Fredy tingelt an Thailands Küste weiter. In Ban Peh geht er mit einer jungen Dame ins Bett und stellt fest, dass es ein Mann ist. In Pattaya hat er mehrere Damenbekanntschaften, aber er weiß: eine Frau aus dem Rotlichtmilieu darf nicht seine neue Lebensgefährtin werden. Auf der berüchtigten Vollmond-Partyinsel Ko Phangan lernt er nach einer durchzechten Drogenpartynacht die schöne Thailänderin Mu kennen. Fredy wähnt sich am Ziel seiner Suche und meint nun endlich die Frau fürs Leben gefunden zu haben.

Die Flughafenblockade in Bangkok

Von Ko Phangan reisten sie einige Tage später zum Festland. Es war eine traumhafte Überfahrt: unterm Sternenhimmel, bei einer kühlen Flasche Bier, saßen sie auf dem Vordeck des Dampfers. Seine exotische Schönheit lehnte an Fredys Schulter und streichelte ihn liebevoll. Die tropischen Meeresbrisen sorgten für angenehme Kühle.

Mit einem Nachtbus fuhren sie weiter nach Bangkok. Dort waren immer noch Krawalle. Die thailändische Regierung hatte den Ausnahmezustand verhängt. Jede Gruppenansammlung über fünf Personen war verboten. Dies half aber nichts. Bestreikt wurde alles. Ampelanlagen funktionierten nicht. Der Verkehr in Bangkok war zusammengebrochen.

In einem Vorort Bangkoks blieb der Bus stecken, nichts ging mehr. Glücklicherweise konnten sie einen Tuk-Tuk Fahrer überreden, sie außen herum bis zum Nord-Busbahnhof zu fahren. Von dort ging die Reise direkt weiter. Nach 6 weiteren Stunden waren sie im Isaan.

Dort war es kühl. Die Leute liefen mit dicken Jacken und Pudelmützen herum. Hier erlebte Fredy Thailand pur. Er wohnte mit Mu's Familie in einem Dorf, wo fast jeder mit jedem verwandt ist. Männer saßen rauchend zusammen und tranken Reiswhisky. Frauen kauten irgendwelche Blätter mit Betelnuss. Deshalb hatten die älteren von ihnen schwarze Zahnstümpfe, wenn sie überhaupt welche hatten. Dabei spuckten sie eine ekelhafte rote Brühe aus.

Fredy wunderte sich, dass Mu's jüngster Sohn ihn sofort mit Papa anredete. Wobei der thailändische Name für Papa doch "Po" ist. Aber okay, er hatte eine neue Familie. Einen Tag hatte Mu's Mutter Geburtstag. Deshalb fuhr Fredy mit Mu in die Stadt. Mu kaufte eine Geburtstagstorte. Fredy spendierte Fleisch und Gemüse für das Abendessen. Es gab Mukata. Das war die leckere Speise, die Fredy in Ban Phe kennengelernt hatte. Den entsprechenden Grillaufsatz hatte die Familie.

Es war eine schöne Geburtstagsfeier. Fredy lernte einen Großteil der Familie kennen. Er fühlte sich wohl dort.

Leider war die schöne Zeit bald zu Ende. Aber Fredy versprach, so bald als möglich wiederzukommen. Eigentlich könnte dies schon in einigen Wochen sein, wenn da nicht die Geburt seines ersten Enkelkindes bevorstünde. Aber sobald das Kind auf der Welt wäre, würde er zurück nach Thailand reisen um seine geliebte Mu wiederzusehen und sie später dann nach Deutschland mitbringen.

Für den 27. November hatte er den Rückflug nach Berlin gebucht. Deshalb fuhr er mit Mu einen Tag vorher nach Bangkok. Es war außergewöhnlich ruhig in der Stadt. Nahe der Khao San Road übernachteten sie. In einem Supermarkt kaufte Fredy Mukata-Aufsätze und Gewürze, um sie nach Deutschland mitzunehmen. Dann könnte er so etwas auch zu Hause im Kreise seiner Familie zu Weihnachten anbieten.

Mu fuhr am nächsten Tag weiter in Richtung Ko Phangan. Sie könne dort in einem schwedischen Restaurant als Köchin arbeiten und versprach auf ihn zu warten. Fredy fuhr mit einem Shuttlebus zum Flughafen. Dafür, dass Mu nun die große Liebe gefunden hatte, war der Abschied recht kurz, empfand Fredy. Aber wenig später bekam er eine SMS, in der stand, dass Mu ihn jetzt schon vermisse und ihn sehr lieb habe.

Warum es in Bangkok so ruhig war, sollte Fredy etwas später erfahren: Demonstranten hatten den Flughafen besetzt. Da waren Menschen über Menschen. Niemand wusste, wie es weiter geht. Bei tausenden Urlaubern lagen die Nerven blank. Einige warteten seit über 20 Stunden auf ihren Abflug.

Fredy kämpfte sich zum LTU-Air Berlin Schalter durch. Die Damen dort zuckten nur mit den Schultern und sagten, dass es ihnen Leid täte, alle Flüge wären gestrichen. Was nun? Fredy versuchte die deutsche Botschaft anzurufen. Aber es war ständig besetzt. Er sah nur eine Lösung: Zurück nach Bangkok um sich in der Botschaft persönlich zu melden. Das hatte er 1989 schon einmal gemacht. Damals in Warschau, um die DDR für immer zu verlassen.

Aber mittlerweile waren alle Zufahrtsstraßen zu den Flughäfen gesperrt. Da ging nichts mehr heraus, noch hinein. Von weiteren "Gestrandeten" hörte er, man versuche die Ausländer über Militärflughäfen auszufliegen. Aber wie sollte das gehen, wenn hier niemand herauskommt?

Vier Tage wartete Fredy vergebens auf einen Heimflug. Er hatte nichts zu essen, keinen Zugang zum Internet und der Akku seines Handys war auch leer. Es herrschten chaotische Zustände. 100.000 Thailand-Touristen saßen fest. Einige machten wahre Hetzjagden auf thailändische Demonstranten. Nach drei Tagen kamen Krankenwagen angefahren. Die Gestrandeten wurden mit Lebensmitteln und Decken versorgt.

Aber die Blockade ging weiter und das Chaos war längst nicht vorbei. Am fünften Dezember hatte der hochgeachtete König Geburtstag. Spätestens dann würden die Unruhen zum Erliegen kommen, hoffte Fredy.

Das war dann auch so. Am LTU-Schalter wurde deutschen Gestrandeten angeboten, mit einem Bus in das 800 Kilometer entfernte Phuket oder nach Chiang Mai zu fahren, um von dort ausgeflogen zu werden. Eine weitere Möglichkeit wäre, mit einem anderen Bus zum ehemaligen amerikanischen Militärflughafen Utapao zu fahren. Auch von dort würde man versuchen, Touristen auszufliegen. Wer möchte, könne auch kostenlos ein Hotelzimmer in Bangkok bekommen.

Fredy entschied sich für den 150 Kilometer entfernten Militärflughafen. Zwar wäre dieser recht klein, um tausende Fluggäste abzufertigen, aber er sah sich dort vom Militär beschützt. Niemand konnte wissen, was in Bangkok noch alles passiert.

Einen Tag später kamen Busse. Es herrschte ein furchtbares Gedränge, alle wollten rein. Kinder schrien. Fredy bot einem verzweifelten Familienvater seine Hilfe an. "Komm, ich nehme deine Tochter! Gemeinsam schaffen wir das!" Der Mann freute sich. Mit dem weinenden kleinen Mädchen auf dem Arm und dem großen Rucksack auf dem Rücken bahnte Fredy einen Weg durch die Menschenmenge. Vater, Mutter und Sohn folgten ihm. Es dauerte nicht lange und sie waren im Bus. Dieser fuhr auch gleich los. Es ging durch mehrere Absperrungen. Erst waren es Polizisten, die sie durchließen und dann Demonstranten. Denen sah man an, dass das Ganze ihnen Leid tut. Die Fahrt dauerte zwei Stunden.

In Utapao herrschte eine entspannte Atmosphäre. Es gab genügend zu essen und jeder, der wollte, konnte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Vier Stunden später saß Fredy in einer Air-Berlin Maschine und flog Richtung Heimat.

Nachwort zum ersten Band

Die Flughafenblockade der Yellowshirts fügte Thailand erheblichen wirtschaftlichen Schaden zu, bewirkte aber, dass das Verfassungsgericht die regierende Partei wegen Wahlrechtsverstößen verbot. Die Regierungsführung übernahmen nun demokratische Parteien unter dem neuen Ministerpräsidenten Abhisit Vejjajiva.

Jedoch auch die neue Regierung hielt sich nicht an den versprochenen demokratischen Kurs. Daraufhin begannen die Anhänger der alten Regierung, die Redshirts, gewaltige Protestaktionen.

All das interessierte Fredy nicht. Er glaubte, die große Liebe gefunden zu haben. Drei Monate später reiste er wieder nach Thailand. Er ahnte nicht, dass er einer ehemaligen Prostituierten der übelsten Sorte auf den Leim gegangen war. Diese Frau sollte ihm sein mühsam erspartes Vermögen abknöpfen.

So wie ihm, erging und ergeht es vielen Farangs. Aber dazu mehr im nächsten Teil. Wer nicht so lange warten möchte, kann meine Bücher im Buchhandel, im Internet oder direkt bei uns im Kanucamp Altfriesack erwerben. Kommen Sie einfach mal vorbei! Das Camp befindet sich in 60 km Entfernung nordwestlich von Berlin. Wir veranstalten regelmäßig Farangtreffen und in Vollmondnächten organisieren wir Mondscheinkanutouren, bei denen ich am Lagerfeuer aus meinem dritten Band, welcher im Herbst erscheinen wird vorlese.

Meine thailändische Frau Weau und ich heißen Sie herzlich willkommen. Franky Kuchenbecker


Marlicija & Amir im Glück vereint

Im Leben eines jeden Menschen gibt es bestimmte Tage, die ganz bestimmt unvergessen bleiben, so auch der 17. Juni 2016 für zwei verliebte junge Menschen: Marlicija & Amir gaben sich um 11 Uhr das Versprechen ihrer Liebe und sagten im Reinickendorfer Standesamt das kleine Wort Ja – unter all den Augen der Familie, Bekannten und Freunde besiegelten sie mit ihrer Unterschrift ihre Versprechen: in guten wie in schlechten...

Gemeinsam ging es zur Hochzeitsfeier ins "Berlin International, Raum Sanssouci" um bei Kaffee & Kuchen dem jungen Paar mit Glückwünschen zu gratulieren, aber auch um das Hochzeitspaar nach alter Tradition zu prüfen. Das Paar musste einiges an Wegezoll bezahlen ... Gemeinsam wurde von Marlicija & Amir ein Herz in ein Tuch geschnitten, Amir stieg durch das Herz mit der Frau seiner Liebe im Arm. Danach musste ein "kleiner" Baumstamm zersägt werden um zu zeigen, dass beide in der Ehe gut zusammen arbeiten und gleichberechtigt sind. Es folgten der Brauttanz und eine Thaitanz-Vorführung. Die Torte anschneiden und den Brautstrauß werfen wurde auch fachgerecht ausgeführt - alles in allem eine gelungene Hochzeit. Auch freuen sich Mama Michaela und nun Oma Lek.

Wir vom FARANG wünschen dem jungen Paar alles alles Gute, viel Glück und vielleicht kommen ja bald neue Familienmitglieder. Wir drücken Euch ganz fest die Daumen! Peter Phetkhieo


Erstes "Amazing Thailand" Festival in Nordrhein-Westfalen

Der buddhistische Verein "Wat Buddharam Sauerland e.V." hat mit dieser Veranstaltung eine Premiere gewagt. Die Mühen der Vorbereitung wurden mit einem begeisternden Fest belohnt. Die thailändische Kulturveranstaltung "Amazing Thailand Dortmund" sollte einen Querschnitt durch das thailändische Leben in NRW zeigen und dieses auch bundesweit sichtbarer machen. Zwar leben sehr viele Thailänderinnen und Thailänder mit ihren Familien im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands, aber deren gesellschaftliche Präsenz ist, von einer Unzahl von Thai Massagen abgesehen, nicht so groß wie in Baden-Württemberg, Hessen oder Berlin mit den vielen kulturellen und buddhistischen Festen und Veranstaltungen.

Der Veranstaltungsort war sehr ambitioniert gewählt. Die Fredenbaumhallen in Dortmund sind ein riesiges Veranstaltungszentrum und ängstlichere Naturen hätten sich Sorgen gemacht, sie zu füllen. Aber alle Plätze an den Tischen waren den ganzen Tag voll besetzt und viele Besucher machten zwei, drei Runden an den hervorragend ausgesuchten Ausstellungsständen entlang, bevor sie einen Sitzplatz fanden. Da der Eintritt 5 Euro kostete, sollten alleine an der Tageskasse schon einige Einnahmen für den Tempelverein zusammengekommen sein.

Der Sinn einer solchen Veranstaltung besteht immer im "tham bun", was ich für die Nicht-Thailandexperten erklären möchte. Es bedeutet ziemlich wörtlich Verdienste zu erwerben bzw. etwas Verdienstvolles zu tun, im religiösen Sinne. Tham Bun zieht sich durch das thailändische Alltagsleben und drückt sich in spenden, beten, gemeinsam feiern, Hilfsbereitschaft, Meditation oder Respekterweisungen aus. Aber natürlich geht es nicht nur darum, Geld zu erwirtschaften und Spenden einzunehmen, sondern vielmehr noch um die Präsentation des thailändischen Kulturerbes und darum, den relativ jungen buddhistischen Tempel in Hemer, das liegt etwa 30 km Luftlinie von Dortmund im nördlichen Sauerland, bekannter zu machen.

Am Beginn der Feierlichkeiten stand eine buddhistische Zeremonie, die die Mönche aus Hemer um den hochverehrten Mönch Khruba Arjaan Suphhakit Chailangka durchführten. Viele deutsche und thailändische Mitglieder des Unterstützungsvereins Wat Buddharam Sauerland e.V. saßen direkt vor der Bühne, aber alle zu früher Stunde Anwesende im Saal senkten ihre Stimmen oder lauschten den Rezitationen der Sutras durch die Mönche mit erhobenen Händen.

Im Anschluss eröffnete die Vertreterin des thailändischen Botschafters, die Gesandte Botschaftsrätin Frau Aurapin Leelittham, das Fest. Nach einigen Ansprachen, in denen z.B. Thai Airways (vor Ort durch Sales Executive Ratanawadee Ehrnsperger vertreten) und die Thai Spa Vereinigung Deutschland e.V. als Sponsoren begrüßt wurden, wurde die thailändische Nationalhymne gesungen.

Die Präsidentin der Thai Spa Vereinigung, Techinee Hubold, und der Schatzmeister, Peter Beer, stellten in einer eindrucksvollen Präsentation die wirtschaftliche Bedeutung der Thai Massagen in Deutschland dar (über 2 Mio. Massagen jährlich, mind. 100 Mio. Euro Umsatz). Sie zeigten am Beispiel des Ausbildungsprogramms ihres Vereins, dass sie alleine in diesem Jahr über 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer weitergebildet und qualifiziert haben werden. Und sie dankten diesen Teilnehmern für ihre Mühe, sich persönlich zu verbessern, um damit die Thai Massage in Deutschland insgesamt besser zu machen.

Anschließend machte die stellv. Botschafterin einen Rundgang entlang der vielen Informations- und Verkaufsstände, die im ganzen Saal verteilt waren. Bei einem längeren Stopp am Infostand der Thai Spa Vereinigung ließ sie sich die Zusammenarbeit mit dem FARANG erläutern und anhand der Fachartikel und der Portraits von Thai Massagen, die auf großen Infopostern abgebildet waren, zeigen. Sie bedankte sich bei Mario Mensing, der ihr auch als Autor des FARANG und als Mitglied des Thai Spa Vereins die Informationen gegeben hatte. Der lief später auch durch die Tischreihen und legte ältere Ausgaben des Magazins kostenlos aus. Diese stießen auf begieriges Interesse und viel Ruhrpottler fragten, ob es denn die Berliner überhaupt zu schätzen wüßten, dass sie ein Magazin für die thai-deutsche Community seit vielen Jahren an ihrer Seite haben.

Aus der Vielfalt der Stände, die eine Mischung aus Marktplatz und Messe waren, hier noch einige Beispiele:

Sehr interessant (und im Verkauf sehr erfolgreich) war die Präsentation des Samaya-Kräuteröls. Jeder kennt ja das Problem, dass viele Massageprodukte, die aus Thailand nach Deutschland importiert oder im privaten Reisekoffer eingeschmuggelt werden, hierzulande teils nur sehr begrenzt in Verkehr gebracht werden dürfen. Entweder durchläuft der Hersteller oder Importeur eine Prozedur, die notwendigen Formalitäten zu erledigen und den Verkauf und die Verwendung zu legalisieren oder man verwendet Produkte, die in Europa bereits richtliniengetreu hergestellt und deklariert sind. Die Samaya GmbH in Mannheim stellt ihr Arthro Lind Kräuteröl zur Unterstützung der Behandlung von Arthrose, Arthritis, Osteoporose sowie von Muskel- und Durchblutungsbeschwerden und Gelenkrheuma in Deutschland her. Das Produkt ist zertifiziert und hat eine PZN-Nummer, mit der es in Apotheken bestellt werden kann. Bald kommt die Firma, die auch ein asiatisches Massagestudio in Mannheim betreibt, auch mit eigenem Massagebalm (Ya Mong) auf den Markt (www.arthro-lind-kraeuteroel.de).

Dagegen habe ich am Stand von ASEA zwar viele neugierige Blicke, aber etwas weniger Kundschaft beobachtet. Hier wurden Redox-Signal-Moleküle (RSM) für 9,40 Euro pro Liter angeboten (Normalpreis rund 40 Euro). Das Wasser soll schön machen und sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Da die Verkäuferin eine fundierte, wissenschaftlich anmutende Erklärung für die versprochene Wirkung präsentieren konnte, kann ich mir den verhaltenen Verkaufserfolg nur damit erklären, dass die Anwesenden sich bereits schön und gesund fühlten und daher keinen Bedarf hatten. Für einige Anwesende könnte man diese Einschätzung auch objektiv bestätigen.

Ein Highlight war der Gemüsestand von Amornrat Yaibua, genannt Porn, aus der Provinz Mantua in Italien (Lombardei). Sie ist in Surin geboren und hat in Thailand Landwirtschaft studiert. Am Ufer des Flüßchens Secchia in der kleinen Gemeinde Quistello betreibt sie einen professionellen Anbau von thailändischem Gemüse im Freiland und in grossen Foliengewächshäusern. Viele Besucher wollten nicht glauben, dass es sich um einheimische Produkte und nicht um Importe aus Thailand handelt. So großartig war die Qualität der Waren, die Porn zusammen mit ihrem Lebensgefährten im Kühltransporter nach Deutschland gebracht hatte, um hier thailändische Kulturfeste abzuklappern und nach neuen Kunden in Deutschland Ausschau zu halten. Ein Renner war auch ihr selbstgemachtes Nam Bla Ra, das sie daheim in Kunststoffkübeln aus Fischen, Fischinnereien, Kräutern und Gewürzen ansetzt und dann in Halbliterflaschen abfüllt.

Zwei der vielen Essensangebote schienen auf besonders viel Anklang zu stoßen. Die Stände des Restaurants Sinthorn aus Gummersbach, für deren Kreationen Chefkoch Noi Yodkam verantwortlich zeichnete, und der Stand von Ini aus Offenburg, die mit ihrem Yum Naem Kao Tod augenscheinlich guten Erfolg hatte. Naem ist eine fermentierte Wurst aus Schweinehack und Klebreis, die mit zerbröselten Reisfrikadellen und Schweinehaut untergemischt wird. Bei ihr fiel auf, dass sie die Kunden den Salat probieren ließ, nachdem sie mit dem Würzen und Abschmecken fertig war. Wenn es gewünscht wurde, würzte sie Säure, Schärfe oder Nam Bla nach. Indem sie die Kunden in die Produktion einbezog, nimmt sie ihnen den Wind für etwaige Kritik aus den Segeln. Das ergibt wahrscheinlich fast 100% Kundenzufriedenheit. Für die Kinder gab es an einem anderen Stand mit einem original thailändischen Ice Shaver Nam Khaeng Sai mit vielen verschiedenen bunten Toppings. Viele Herren erfreuten sich an einem eiskalten Veltins aus der Flasche, so dass alle Generationen zufrieden waren.

Am Stand von Arya Spa Trade aus Berlin zeigte Supranee "Tim" Balter ihre hochwertigen BySpa-Massageprodukte (essentielle Öle, Aromaöle, Kräuterstempel). Aus Aachen war Chanuporn "Pomme" Philippen angereist, die für ihre Firma Sila Thai Spa Productions schöne Dekoartikel, Sonnenschirme und Kissen feilbot. Seit vielen Jahren ist die Importeurin Dana Khutamas mit ihrem Laden Dana's Thai Style in Mülheim eine der bekanntesten Ausstatterinnen von Thai Massage-Läden mit Bildern, Figuren und Kleinmöbeln. Die präsentierte sie auch in Dortmund, aber angesichts der vielen Anbieter von Massageprodukten schmiss sie sich auch richtig rein, die Besucher von der Qualität ihrer Balme und Öle persönlich zu überzeugen. Renu Friedrich aus Hamm zeigte mit ihrer Firma Sila Import viele schöne Dekostoffe und Uniformen für Thai Massagen und Restaurants. Beim Siam-Spa Shop aus Krefeld gab es hochwertige Massageöle im 5 und 10-Liter-Kanister zum Messe-Sonderpreis. Mehrere Thai Massagen boten vor Ort ihre Dienste an, wobei die Akupressur-Massagen von Ban Kok Yai aus Bochum auf anwesende Expertinnen der Thai Spa Vereinigung den meisten Eindruck machten.

Auf der Bühne gab es thailändische Tänze, Muay Thai von der Gruppe Muay Chao Siam und thailändische Musik. Die Moderatorin war die Sprachlehrerin Suchada "Lek" Bayer aus Paderborn, die gekonnt auf thailändisch und deutsch durch das Programm führte.

Namooy Kretschmer bedankt sich als Vertreterin des Tempelvereins persönlich bei allen Ausstellern, Mitwirkenden und Sponsoren für das Vertrauen. Es ist immer schwer für eine Veranstaltung zu begeistern, die noch nie zuvor stattgefunden hat. Nach dem Erfolg der Premiere wird im nächsten Jahr sicher vieles leichter. "Wir sind 100% zufrieden und sehr dankbar für das viele Lob, das wir erhalten haben. Es kamen viel mehr Besucher als erwartet, es wurde viel getanzt und gelacht. Ein toller Sonntag für die ganze Familie", brachte sie den Erfolg auf den Punkt. Mario Mensing

Kontakt: Namooy Kretschmer
Tel. 0176 / 30 59 03 75, Facebook: WatBuddharamSauerlandGermany


Ein bischen Knattern muss schon sein: Tuk Tuks in Deutschland...

Die Puristen unter den Fans von thailändischen Tuk Tuks akzeptieren viele Modelle nicht als "echte" Tuk Tuks. Ihrer Meinung nach muß das Motorgeräusch dem Namen Ehre machen, weshalb sie Elektromotoren nicht für voll nehmen. Der Motor sollte richtigen Hubraum und Wumm haben, weshalb die Piaggio Ape schnell aus dem Rennen ist. Und ein Tuk Tuk muß robust sein mit viel Eisen und Chrom, weshalb indische Plastik-Rikschas wie die gasbetriebene Bajaj nicht alle begeistern. Aber wir sind keine Puristen, sondern freuen uns an jeder Exotik auf deutschen Straßen. In Marbach am Neckar, in Buchholz und in Bad Langensalza in Thüringen haben wir uns für Sie umgeschaut und sind dabei auch auf Deutschlands größten Tuk Tuk-Vermieter in Mönchengladbach gestoßen.

Norbert und Christian Schneider führen einen familiären Taxibetrieb in Bad Langensalza. Die historisch bedeutende Kurstadt weist die drittgrößte Altstadt in Thüringen auf, über 50 Hektar. Da freuen sich viele Touristen, wenn sie statt eines mehrstündigen Fußmarsches eine flotte Stadtrundfahrt in einem offenen Gefährt machen können. Vater und Sohn Schneider haben mit einer dreisitzigen Ape des italienischen Herstellers Piaggio begonnen und in diesem Jahr ein Tuk Tuk im Originalzustand aus Thailand aus dem Bestand von tuktuk-deutschland.de übernommen. Eine enge Kooperation mit den städtischen Gästeführern ist geplant. (Mehr Infos: www.uh-taxi.de)

Christa Schultheiß lebt mit ihrer Frau Sonja in der Schillerstadt Marbach am Neckar (Nähe Stuttgart). Die beiden betreiben dort ein Gästehaus für Frauen und engagieren sich im Tourismus. Allgemein gelten sie als unternehmerisch, umtriebig und sehr kreativ und deshalb mag es wenige überrascht haben, als sie - inspiriert von einem Urlaubserlebnis in Sri Lanka - auf die Idee kamen, ihre Gäste in einem Elektro-Tuk Tuk durch die malerischen Altstadtgassen, auf die elegante Schillerhöhe und in die Weinberge zu fahren. Nach einer zweijährigen Recherche-, Genehmigungs- und Prüfungszeit wurde das Vorhaben in diesem Frühjahr in die Tat umgesetzt. Das Tuk Tuk kommt original aus Thailand, ist aber nach europäischen Sicherheitsstandards gebaut und wird in Holland mit Akkus und einem Elektromotor ausgerüstet. Zwar stammt das Gefährt aus Thailand, aber ihren Fahrstil beschreiben die beiden eher als "entschleunigt".

"Unsere Gäste wollen keinen Nervenkitzel, sondern schlürfen lieber ein feines Gläschen Wein während der Tour", sagt Christa Schultheiß, die auf einer phantastisch gestalteten Internetseite ihr originelles Angebot anpreist. Sie ist voll des Lobes für die örtliche Stadtverwaltung, die sogar bei Gesprächen mit dem Landratsamt und dem Regierungspräsidium Stuttgart assistierte. "Am Ende mussten wir aber doch bis zum Verkehrsministerium gehen; der Minister hat dann persönlich das Genehmigungsschreiben geschickt", erinnert sich laut Zeitungsberichten Bürgermeister Jan Trost, der die touristische Angebotserweiterung sehr schätzt (Info: www.tuktukmarbach.de).

Stefan Arndt aus Buchholz in der Nordheide hat auch hauptberuflich mit Personenbeförderung zu tun. Er ist Pilot bei einer renommierten deutschen Fluggesellschaft. Sein "Tuk-Tuk-Express" ist ein leidenschaftliches Hobby oder ein Familienvirus, wie er sagt. Während eines Thailandurlaubs sinnierte er beim Singha wie aufregend es wäre, ein solches Gefährt in Hamburg über die Reeperbahn oder zu den Landungsbrücken fahren zu lassen. Als er bei Global Tuk-Tuk in Bangkok auf modifizierte Fahrzeuge stieß, die europäischer Zulassungsnorm entsprechen, schlug er zu. Mit einem Fahrer und 6 Gästesitzen bringen 40 PS das Geschoss auf bis zu 100 Sachen. So schnell will nur kein Mensch fahren, weil sich im gemütlichen Cruisertempo die neugierigen Blicke der Passanten viel besser geniessen lassen. So sind Hochzeitspaare und Junggesellenabschiede typische Mieter, aber auch Firmen, die Tuk Tuks als Deko oder Werbefahrzeug buchen wollen (Mehr Info: www.tuk-tuk-express.de).

Aber man hört auch von Rückschlägen und Tuk Tuk-Fans, die ihre ambitionierten Pläne irgendwann entnervt aufgegeben haben. So berichtete die Westfälische Zeitung von Volker Koch und seiner thailändischen Frau Nin Punnipa vom Chang Thai Restaurant in Wuppertal. Übrigens nach Meinung vieler Gäste eines der besten authentischen thailändischen Spezialitätenrestaurants in ganz Nordrhein-Westfalen. Er hatte sein Tuk Tuk für 17.000 Euro erworben und war ganz sicher, dass er mit der Nachrüstung von Sicherheitsgurten die europäischen Standards erfüllen würde. Wenige Wochen nach seinem ersten Termin im Straßenverkehrsamt warf er die Brocken hin und verkaufte sein Tuk Tuk weiter nach Köln. Unterm Strich scheint Volker Koch nicht nur ein sehr guter Gastronom zu sein, sondern zeigte auch sein Gespür für gute PR. Ein großes Vorhaben, das nur an komplizierten Behörden scheitert, trägt einem ja heutzutage in der Öffentlichkeit ganz schöne Sympathien ein (Infos: www.changthai-restaurant.de).

Der Mönchengladbacher Jimmy Jensch gilt bundesweit vielen als der deutsche Tuk Tuk-Spezialist schlechthin. Der Vermieter von Fun- & Actionsportanlagen ist ein Adrenalin-Junkie und genoss seine ersten Tuk Tuk Fahrt durch Thailands quirlige Metropole Bangkok so sehr, dass er den Rest des Urlaubs auf Skytrain und Bus verzichtete und jede nur mögliche Strecke mit dem Dreirad zurücklegte. Beschleunigung und frische Luft machen die Open Air-Fahrten in seinen Augen einzigartig. Mit 6 topmodernen 2015er Tuk Tuks ist seine Vermietungsflotte die größte in Deutschland. Sie werden für Shuttle- und Rundfahrten bei Events und Messen eingesetzt, für Werbung und Produktpräsentationen, bei Hochzeiten und Fotoshootings und im Kinderfilm Bibi & Tina. Den Verkauf der Fahrzeuge hat er trotz großer Nachfrage vorübergehend eingestellt, weil ein Vorlieferant nicht ausreichend zuverlässig war (Info: www.tuktuk-deutschland.de).

Um nicht um jede Einzelbetriebserlaubnis mittels Gutachten aufwendig zu kämpfen, ist eine Fahrzeug-Typgenehmigung (EG-Übereinstimmungsbescheinigung) erforderlich. Das nimmt in Europa für thailändische Tuk Tuks kaum jemand auf sich, weil alleine für den Nachweis des Crashverhaltens der Fahrzeuge auch schon mal 3 bis 5 Stück vor eine Wand gefahren werden, bevor die Prüfer von der Zulassungsfähigkeit überzeugt sind. Auf Kosten des Importeurs natürlich.

Eine andere behördliche Schwierigkeit stellt das Verbot dreirädriger Fahrzeuge bei der gewerblichen Personenbeförderung dar. Die liegt vor, wenn auf einer individuellen Fahrtroute oder Linie ein Entgelt verlangt wird. Damit fallen Gästeabholung von zu Hause zum Restaurant (wie in Wuppertal angedacht) oder individuelle Taxifahrten weg. Es bleibt die Option, in langen Verhandlungen Ausnahmegenehmigungen in der Regel für feste Fahrtstrecken zu erhalten, etwa für Stadtrundfahrten.

Es spricht einiges dafür, dass der Anblick echter thailändischer Tuk Tuks in Deutschland selten bleibt. Man braucht aber nicht viel Phantasie, um sich einen Erfolg umgerüsteter Elektro-Tuk Tuks auch hierzulande in absehbarer Zeit vorzustellen. Es würde zum E-Mobilitätsprogramm der Bundesregierung passen. Leider ist erst 2013 das Personenbeförderungsgesetz zuletzt novelliert worden. Vielleicht muß man also Geduld haben bis zur nächsten Gesetzesnovelle. Mario Mensing


Aileen Thaimassage neu in Berlin

Die Thailänderin Joy war schon immer sehr aktiv und geschäftlich unterwegs. Viele in Berlin kennen sie noch aus jener Zeit, als sie vor mehr als 10 Jahren in Neukölln das Thai-Musik-Café Natphop in der Sonnenallee betrieben hatte. Seinerzeit eine gute Adresse für Sanuk und entsprechende Thai-Partys.

Joy ist Mutter von zwei wohlgeratenen Kindern, einem grossen Sohn in Thailand und einer Tochter, die in den USA als Fitness-Trainerin erfolgreich ist. Auch das schöne Haus in Thailand ist gelungen. Eine gute Bilanz also.

Nun, also am 1. Juli, hat sich Joy einen weiteren Traum erfüllt - ein eigenes Thai-Massage-Studio in Berlin. Die beiden Mönche vom Wat Buddhavihara haben ihr neues Geschäft zeremoniell eingeweiht. Einige Freundschaften waren zugegen und reichliche Thai-Speisen wurden gereicht.

Das Studio ist zwar nicht gross, aber sehr fein eingerichtet. Sie wollte es so. In kürzester Zeit hatte Joy die beiden Massage-Räume hergerichtet und mit ansehnlichen Möbeln, Stoffen und thailändischem Dekor ausgestattet: alles ist vorhanden, eine kleine praktische Küche, eine Dusche mit WC und ein einladender Empfangsraum sind so entstanden. Die Kunden können also kommen und eine gewisse Privatheit erwarten.

Einziger Makel, wenn man so sagen kann, der Eingang ist nicht von der Strassenseite, sondern über den Hof. Doch jener strahlt mit seinem Grün sogar eine gewisse Ruhe aus.

Aileen Thaimassage
Detmolder Strasse 21
10713 Berlin
Tel. 030 - 56 04 28 59
Mo - Sa 09.30 - 21.00 Uhr
So 11.00 - 19.00 Uhr
www.aileen-tm.de


Hoffnungsfunke e.V. muss leider melden: Eine Katastrophe und viel Hoffnung

In den entlegenen Bergdörfern im Norden Thailands leben die Familien in großer Armut. Für die Kinder gibt es keine Schulen - und daher auch keine Aussicht auf eine bessere Zukunft.

Mit unserem Kinderheim nahe der kleinen Stadt Phrao ermöglichen wir genau diesen Kindern den Schulbesuch und bieten so Entwicklungschancen für die Ärmsten der Armen.

Gleichzeitig fördern wir die Anerkennung ihrer Kultur in der thailändischen Gesellschaft und leisten Hilfe zur Selbsthilfe bei der Versorgung mit Medizin, Wasser und Nahrung.

Liebe Freunde von Hoffnungsfunke,

wir senden Ihnen einen lieben und sehr herzlichen Gruß aus unserem Kinderheim in Phrao. Leider gibt es heute nicht nur Positives zu berichten. In Wiang Papao, ca. 50 km von unserem Kinderheim entfernt, ist ein Kinderheim total ausgebrannt und 17 Kinder fanden den Tod. Allein eine Großmutter hat 6 ihrer Enkelkinder unter den Toten. Das überaus schreckliche Ereignis wird uns wohl noch lange Zeit beschäftigen.

Die Opfer wurden im Schlaf von dem Feuer überrascht. Fünf weitere Mädchen wurden verletzt. Das Wohnheim beherbergte Schülerinnen im Alter zwischen 6 und 13 Jahren, alle sind Angehörige der sehr armen Bergvölker. Der Brand brach am späten Abend gegen 23 Uhr Ortszeit (18 Uhr MESZ) aus noch ungeklärter Ursache in dem 2-stöckigen Wohnheim aus. Zu dem Zeitpunkt hielten sich dort 38 Mädchen auf. Einige der Schülerinnen schliefen demnach noch nicht und konnten sich rechtzeitig retten. Für viele ihrer schlafenden Kameradinnen aber kam jede Rettung zu spät.

Die Schule und das Wohnheim im Bezirk Wiang Papao werden von einer christlichen Organisation betrieben. Sie kümmert sich vor allem um Kinder der Bergvölker (so wie wir im Kinderheim Phrao), die in der abgeschiedenen Grenzregion zu Laos und Myanmar - dem für seinen Opiumschmuggel berüchtigten Goldenen Dreieck - leben und somit weit entfernt sind von öffentlichen Schulen. Laut Polizei war das Wohnheim der Schule komplett aus Holz und mehr als 40 Jahre alt. Es dauerte Stunden, bis das Feuer gelöscht war. Eine etwa zehnjährige Überlebende berichtete, wie es ihr und einigen Freundinnen gelang, sich vor den Flammen zu retten: "Ich wachte auf und bemerkte jede Menge Rauch um mich herum. Es war völlig dunkel", erzählte sie im thailändischen Fernsehen.

Wir vom Kinderheim Phrao haben engen Kontakt mit den Verantwortlichen des Kinderheimes und auch mit einigen Familien der Geschädigten. Wir gehören zu einem Komitee, das für die Sorgen und Nöte der Hinterbliebenen zuständig ist. Hier im Kinderheim Phrao haben wir 8 Schlafplätze bereitgestellt. Finanziell können wir auf Grund unserer eigenen Situation nicht helfen, aber vielleicht gibt es ein paar Freunde die durch ihre Sonderspende (Spende Brand im Kinderheim) helfen können.

Die folgende Nachricht ist zwar nicht so dramatisch, aber für uns doch sehr traurig. Zuerst hat die Verwaltung uns vor einigen Monaten die Reislieferungen gestrichen, und nun hat sie noch eins drauf gesetzt und das gesamte Schulessen für alle Kinder gestrichen. Begründung: Die Regierung hat kein Geld mehr. Leider hat die Regierung mich nicht gefragt, denn ich könnte ihnen sagen, warum kein Geld mehr vorhanden und in welche Taschen es verschwunden ist. Korruption und Vetternwirtschaft richtet das Land zu Grunde. Wir stehen machtlos dieser Situation gegenüber und müssen an unsere Kinder denken. Es ist zwar ein sehr großer finanzieller Verlust, aber im Vertrauen auf unsere Freunde und als Christ füge ich hinzu "und auf Gott", sehen wir zuversichtlich in die Zukunft.

Gibt es denn auch Positives zu berichten? Aber natürlich:

1. Die besonders große Trockenheit in diesem Jahr hat viele Menschen in Thailand bedroht. Bei uns haben wir bis zu 44 Grad im Schatten gemessen. Hunderte Provinzen hatten kein Wasser. Doch im Kinderheim hatten wir jeden Tag Wasser, wofür wir sehr dankbar sind. Die Regenzeit hat pünktlich begonnen, und es blüht und grünt wieder überall.

2. Weitere 12 Kinder haben im Mai das Kinderheim verlassen, um in umliegenden Einrichtungen (Universität, College etc.) zu studieren. Insgesamt gibt es jetzt 21 Studenten, die von uns betreut und weiter begleitet werden. Die Paten werden noch gesondert informiert. Bitte um etwas Geduld.

3. Wir konnten insgesamt 10 Mädchen und 11 Jungen in diesem Jahr neu aufnehmen. Die neuen Kinder kommen alle aus sehr schwierigen Familienverhältnissen. Zwei Kinder mussten mit ansehen, wie ihr Vater vor ihren Augen Selbstmord begangen hat. Ein Mädchen hat beide Elternteile im Gefängnis, und andere wurden misshandelt. Es ist gut, dass sie den Weg zu uns gefunden haben. Sehr langsam sehen wir, wie ihre Fröhlichkeit zurückkehrt, aber es ist noch ein langer Weg bis zur vollen Genesung.

4. Unsere kleine behinderte Prawa haben wir in ein staatliches Kinderheim verlegt. Dort bekommt sie nun die notwendige professionelle medizinische Hilfe. Natürlich halten wir den Kontakt zu ihr.

5. An jedem freien Wochenende und auch in den Sommerferien kommen fast alle Studenten zu uns ins Kinderheim, um dabei zu helfen die vielfältigen Aufgaben zu bewältigen.

6. Dass wir in den vergangenen Jahren überall Obstbäume angepflanzt haben, zahlt sich jetzt aus. Die Mango Ernte hat zur Freude der Kinder begonnen. Jeden Tag ernten wir einige Körbe voll.

Zu Gast im Kinderheim: Ein besonders schönes Erlebnis für unsere Kinder war die Begegnung mit den Schülern der Klasse 10 der CDSC Christlichen Deutschen Schule Chiang Mai.

Im Namen aller Kinder und Mitarbeiter danke ich Ihnen für Ihre Treue, Hilfe und Unterstützung.

Ihr Günter Oppermann und Team

Hoffnungsfunke e.V.
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Die News aus Thailand

Prayut droht Rothemden
Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha hat die Rothemden davor gewarnt, mit Blick auf das Referendum am 7. August landesweit Anti-Betrugs-Zentren einzurichten. Das verstoße gegen das Gesetz, die beteiligten Rothemden müssten mit ihrer Festnahme rechnen. Die United Front for Democracy against Dictatorship (UDD) hatte eine Zeremonie im Einkaufszentrum Imperial World in Lat Phrao zur Eröffnung ihrer Anti-Betrugs-Zentren angekündigt. Laut Vorsitzenden Jatuporn Prompan wollen sich dort alle führenden Mitglieder der Rothemden einfinden, trotz des Versammlungsverbots. Laut stellv. Ministerpräsidenten General Prawit Wongsuwon sollen Sicherheitsdienste alle Zentren umgehend schließen. Für mögliche Betrügereien beim Referendum sei die Wahlkommission zuständig. Bei einer Umfrage der Universität Suan Dusit unter 1.233 Frauen und Männer sagten 52% der Befragten, das Referendum über die neue Verfassung werde nicht frei von Betrug sein.

Zur Friedenssicherung
Seit kurzem lässt die Regierung landesweit sogenannte Zentren zur Friedenssicherung eröffnen. Damit sollen am 7. August beim Referendum über die neue Verfassung die Wahlkommission unterstützt sowie eine faire und saubere Abstimmung sichergestellt werden. Die Zentren stehen unter Aufsicht der Provinzgouverneure. Sie können zur Volksbefragung Checkpoints einrichten, gegen gewaltbereite Demonstranten vorgehen und die Einhaltung des Referendumsgesetzes durchsetzen. Nach der neuesten Umfrage ist immer noch die Mehrheit der Wähler unschlüssig, wie sie bei der Volksbefragung abstimmen werden. Nach Nida Poll haben sich 62,8% der Frauen und Männer noch nicht entschieden, 27,3% wollen mit Ja und 6,8% mit Nein stimmen. Nida Poll hatte am 28. und 29. Juni 1.500 Menschen landesweit befragt. Sollte die neue Verfassung abgelehnt werden, will Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha laut der Nachrichtenagentur NNT eine neue Verfassung schreiben oder die jetzige neu formulieren lassen.

Mord am Milliardär
Die Polizeieinheit CSD hat in einem Resort am Nationalpark Khao Yai in Nakhon Ratchasima den ehemal. stellv. Handelsminister Banyin Tangphakorn festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, im Vorjahr den Milliardär Chuwong Sae Tang ermordet zu haben. Das Bangkoker Gericht im Bezirk Phra Khanong hatte einen Haftbefehl ausgestellt. Am 26. Juni 2015 war Chuwong Sae Tang bei einem mysteriösen Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Das Auto war gegen einen Baum geprallt. Hinter dem Lenkrad hatte Banyin Tangphakorn gesessen. Nachdem der Verstorbene bei einer Beerdigungszeremonie eingeäschert worden war, kamen der Familie Bedenken zum Ablauf des Unfalls. Sie bat die CSD um Ermittlungen. Die Polizei fand heraus, dass wenige Tage vor dem Tod des Bauunternehmers Aktien über 300 Mio. Baht vom Milliardär zu 2 Frauen, einer Börsenmaklerin und einem Golf-Caddy, transferiert worden waren. Die Polizei verdächtigte Banyin Tangphakorn, hat anscheinend jetzt erst ausreichende Beweise, um ihn des Mordes anzuklagen. Der 52-jährige Banyin Tangphakorn war Parlamentsabgeordneter und Mitglied der Partei Pheu Thai.

Prayut will bleiben
Sollte die Mehrheit der Wähler beim Referendum über die neue Verfassung mit Nein stimmen, wird Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha nicht zurücktreten.
Er wird nicht dem Beispiel David Camerons folgen. Der britische Premier hatte nach dem Votum für einen Austritt aus der EU umgehend den Rücktritt erklärt. General Prayut sagte in Bangkok, beide Volksabstimmungen seien nicht zu vergleichen. Denn in Thailand habe die Regierung die neue Verfassung nicht geschrieben. Und die Probleme in Großbritannien seien nicht deckungsgleich mit denen im Königreich. Er übernehme die volle Verantwortung für die Zukunft des Landes, doch jeder müsse helfen. Das Referendum ist am 7. August.

UN-Sicherheitsrat
Thailand hat es nicht in den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) geschafft. Das Königreich unterlag in der 2. Runde der Abstimmung Kasachstan. Auf die ehemalige Republik der Sowjetunion entfielen 138 Stimmen, für Thailand votierten 55 Länder. Die Militärregierung unter Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha hatte sich von einem Sitz im UN-Sicherheitsrat eine Aufwertung versprochen. Im Sicherheitsrat, dem höchsten UN-Gremium, sind 15 Staaten vertreten, 5 davon als ständige Mitglieder: die USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien. Diese verfügen als einzige Mitglieder des Gremiums über ein Veto-Recht. Die weiteren 10 Mitgliedstaaten werden für jeweils 2 Jahre in den Sicherheitsrat gewählt. Die UN-Vollversammlung hat sich für Schweden, Äthiopien, Bolivien und Kasachstan als neue Mitglieder entschieden. Um den letzten verbliebenen nicht-ständigen Sitz konkurrieren Italien und die Niederlande. Da sich die Versammlung nach den Abstimmungsrunden nicht zwischen den beiden Kandidaten einigen konnte, wurde die Entscheidung zwischen Italien und den Niederlanden vertagt.

Thema Referendum
Einen Monat vor dem Referendum über die neue Verfassung hat die Zustimmung unter den Wählern zugenommen.
Laut Umfrage von Bangkok Poll erklärten 43,6% der befragten Frauen und Männer, sie würden bei der Volksbefragung mit Ja stimmen. 36,8% sind noch unentschlossen, 13% der Wähler wollen sich enthalten, nur 6,6% wollen die Verfassung ablehnen. Nach der Umfrage werden 77,7% am 7. August am Referendum teilnehmen, 10,4% wollen zu Hause bleiben, und 11,9% haben sich noch nicht entschieden.

Krabi-Frau schon 109
Der Vorsteher des Plaipraya-Distrikts, Paisarn Srithep, besuchte Ende Juni die älteste Person Krabis. "Wir waren überrascht, Frau Pliaw Petchpuang bei bester Gesundheit vorzufinden. Sie kann ohne Hilfe gehen und war in der Tat sehr geschäftig", berichtete Khun Paisarn in der Phuket Gazette begeistert. Die 109-Jährige ist 1907 geboren und lebt zusammen mit ihren Kindern sowie Enkelkindern in einem Haus. Tagsüber zieht sie es vor zu putzen, anstatt zu schlafen. Selbst Medikamente benötigt die betagte Dame keine. Als Geheimnis ihrer Gesundheit benennt sie den Verzicht auf Fleisch. Stattdessen ernährt sie sich vegetarisch und von Fisch.
"Sie zeigte uns ihre ID Card, die bestätigte, dass sie während der Regentschaft von König Rama V. geboren war. Es ist erstaunlich, dass sie in ihrem Leben die Regentschaft von fünf thailändischen Königen miterlebt hat. Ihr Gehör und Sehvermögen sind stark und sie hat keinerlei gesundheitliche Beschwerden", schwärmte der Distrikt-Vorsteher. Björn Jahner

Tiger-Tempel-Land geht an landlose Bauern
Über 1.000 Rai des vom Tiger-Tempel in den vergangenen Jahren genutzten Areals wird vom Agricultural Land Reform Office an 118 arme und landlose Bauern verpachtet. Damit folgt die Behörde einer Anordnung des Militärrates National Council for Peace and Order (NCPO), landesweit illegal erworbenes und bewirtschaftetes Land einzuziehen. Künftig wird das Wat Pa Luang Ta Bowa Yannasampanno in Kanchanaburi nur noch über ein Fünftel der bisherigen Fläche verfügen. Im Jahr 2003 war dem Office of National Buddhism in Kanchanaburi 391 Rai unter der Bedingung überlassen worden, das Land nur für religiöse Zwecke zu nutzen. Mit der Schaffung eines Tiger-Zoos mit zuletzt 147 Raubtieren war gegen die Anordnung verstoßen worden. Künftig muss der Tempel mit 279 Rai auskommen, gegenüber zuletzt 1.322 Rai. Vor Wochen war der seit Jahren kontrovers diskutierte Tiger-Tempel aufgelöst worden, alle Raubtiere wurden zu staatlichen Wildtierzentren gebracht. Die Leitung und Helfer des Tempels wurden jahrelang verdächtigt, im illegalen Wildtierhandel involviert zu sein.

Pattaya Sperrstunde
Nach der Neufestsetzung der Sperrstunde für Entertainment-Betriebe wird die Polizei ihre Einsätze gegen jene Bars und Pubs unnachgiebig fortsetzen, die nach den offiziellen Schlusszeiten noch geöffnet haben oder an Minderjährige Alkohol ausschenken. Diese Betriebe werden künftig für 5 Jahre geschlossen. Für das Nachtleben wurde die Stadt in zwei Zonen eingeteilt: Für die Walking Street und Südpattaya mit der Beach Road gilt die Sperrstunde 4 Uhr, für alle anderen städtischen Bereiche 2 Uhr. Unklar ist allerdings, wo die Grenze genau verläuft. Die Polizei wird vor allem in der 2-Uhr-Zone Razzien durchführen, weil dort die Sperrstunde bisher kaum eingehalten wurde. Besonders Karaoke-Bars und kleinere Pubs, die nur von Thais besucht werden, haben erfahrungsgemäß bis zum Morgen geöffnet.

Wat Dhammakaya
Der Tempel Dhammakaya hat mit Phra Ratchapawanajarn oder Phra Thattachivo einen amtierenden Abt. Der stellv. Abt hat die Aufgaben vom schwer erkrankten Abt Dhammachayo übernommen. Dieser soll unter Diabetes und verstopften Blutgefäßen im linken Bein leiden und nicht mehr in der Lage sein, sich seinen Anhängern zu zeigen. Die Polizeieinheit Department of Special Investigation (DSI) ermittelt gegen Phra Dhammachayo wegen Geldwäsche und des Besitzes von gestohlenen Vermögenswerten über 1,2 Milliarden Baht im Zusammenhang mit dem Unterschlagungsskandal bei der Klongchan Credit Union Cooperative (KCUC).

Pantip Tech Life Mall
Das IT-Einkaufszentrum Pantip Plaza in Bangkok hat seine Renovierung mit 300 Millionen Baht nach zwei Jahren abgeschlossen und wird ab 8. August wieder ganz geöffnet sein. Die Hälfte der 36.000 qm großen Einkaufsfläche ist für 300 IT-Händler reserviert. Die Pantip Tech Life Mall will sich als digitales Lifestyle-Kaufhaus präsentieren. In den vergangenen Jahrzehnten war die Pantip Plaza für ihr breites Angebot an illegalen, kopierten Produkten bekannt.

Thais bald größer
Erneut startet das Gesundheitsministerium eine Kampagne, damit Kinder und Jugendliche schneller wachsen. In den kommenden 20 Jahren sollen Männer 180 cm und Frauen 170 cm erreichen. Derzeit sind Männer durchschnittlich 171 cm groß, die Frauen 158 cm. Damit sind Männer gegenüber den Jahren 2009 und 2010 um 2 cm und Frauen um 1 cm gewachsen. Damit in 2 Jahrzehnten das Ziel erreicht wird, sollen Eltern auf die Ernährung ihrer Kinder achten. Laut dem Ministerium brauchen Mädchen und Jungen proteinhaltige Nahrung wie Milch, Kinder und Jugendliche sollen sich täglich reichlich bewegen und Sport treiben und viel schlafen.

Beamte lernen Englisch
Die Regierungsabteilung für Öffentlichkeitsarbeit (PRD) organisierte für ihre Beamten kürzlich erstmals ein Sprachcamp, um die Englischkenntnisse der Staatsbediensteten zu vertiefen. Der Lehrgang, der in Kooperation mit der Thammasat-Universität durchgeführt wurde, umfasste sowohl Kurse im Geschäftsenglisch sowie auch Strategien für erfolgreiche Präsentationen. Mit den erworbenen Fähigkeiten sollen die Staatsdiener für das internationale Parkett fit gemacht werden. Bei einer Studie aus dem Jahr 2015 zum Vergleich der Englischkenntnisse unter der Bevölkerung von 70 Ländern belegte Thailand nur den 62. Platz, nach Kasachstan und vor der Mongolei. Björn Jahner

Arbeitsmarkt öffnet sich
Der thailändische Arbeitsmarkt öffnet sich für Angehörige der Bergstämme im Norden des Landes, die keine thailändische Staatsbürgerschaft besitzen. Sie dürfen schon bald in allen Branchen arbeiten, vorausgesetzt, sie verfügen über die geforderten Qualifikationen, informierte die Staatssekretärin des Arbeitsministeriums, Puntrik Smiti, in der Bangkok Post. Auch für Migranten aus Kambodscha, Laos und Myanmar wird der Zugang zum thailändischen Arbeitsmarkt gelockert. Sie sollen künftig als Sprachkoordinatoren in Betrieben eingesetzt werden dürfen, jedoch nur, wenn es keinen tailändischen Bewerber auf die Stelle gibt. So werden mehr Sprachkoordinatoren in Krankenhäusern oder anderen Einrichtungen gesucht, die von Gastarbeitern aufgesucht werden. Der Beruf des Übersetzers aber, darf weiterhin nur von thailändischen Staatsbürgern ausgeführt werden. Björn Jahner

Muslim. Studenten
Unter den muslimischen Studenten, die im Mittleren Osten studieren, sind laut dem Nationalen Sicherheitsrat (NSC) viele, die mit Aufständischen im Süden Thailands sympathisieren. Der stellv. Ministerpräsident Prawit Wongsuwon hat die Sicherheitsdienste angewiesen, diese Studenten zu überwachen. Etwa 5.000 Muslime aus dem Süden studieren im Ausland, vornehmlich in Ägypten, Pakistan und Indonesien. Sie finanzieren ihr Studium aus eigener Tasche oder erhalten von den Ländern ein Stipendium. Laut NSC sollen mind. 100 Studenten Sympathisanten der Separatisten sein. Es gibt aber keine Hinweise, dass sich Thais dem Islamischen Staat (IS) in Syrien angeschlossen haben. Nach einem Vorschlag von General Prawit sollte man für muslimische Studenten andere Länder als jene im Mittleren Osten finden. Auch sollen die Zusagen zu Stipendien überprüft werden.

Thema Menschenhandel
Die amerikanische Regierung erkennt die Bemühungen der thailändischen Regierung bei Überwachung und Bekämpfung des Menschenhandels an und will das Königreich beim Trafficking in Persons (TIP) Report von der niedrigsten Stufe Tier 3 auf Tier 2 aufwerten. Der nächste vom US-Außenministerium erstellte Länderbericht soll jetzt veröffentlicht werden. Weil Thailand nach Einschätzung der USA die Mindeststandards für die Beseitigung des Menschenhandels nicht erfüllte, hatte das US-Außenministerium das Königreich im Juni 2014, wenige Woche nach dem Militärputsch, von Tier 2 auf Tier 3 herabgestuft. Thailand wurde Menschenhandel und Sklavenarbeit auf Fischkuttern und in der Fischereiindustrie unterstellt. Die Auflistung zu Tier 2 haben laut Reuters Regierungsbeamte in Washington bestätigt.

11.296 festgenommen
In den letzten Tagen hat die Immigration 11.296 Ausländer festgenommen, die gegen unterschiedliche Gesetze verstoßen hatten. Bei 3 Kamerunern wurden 48 gefälschte Stempel von der Immigration und Bildungsinstituten konfisziert. Über die Stempel sollten Ausländer in Thailand einen Job finden, u.a. als Englischlehrer. Einem Pakistani und einem Algerier wird vorgeworfen, Menschen aus Südostasien nach Europa geschmuggelt zu haben, vor allem nach Frankreich. Bei ihnen wurde Werkzeug zum Passfälschen gefunden. Am Grenzübergang in der Provinz Sa Kaew nahm die Polizei 12 Kambodschaner fest, die im Besitz von Reisepässen anderer Personen waren. Am 14. Juni verhaftete die Immigration einen Drogendealer aus Australien. Er soll in Neuseeland mit 538 Kg der Droge Ice im Wert von 18 Milliarden Baht gehandelt haben. Laut Leiter des Immigration-Büros Generalleutnant Natthon Phrosunthon werden massive Einsätze gegen Ausländer jeden Monat erfolgen.

Toyota entlässt 900
Wegen der schlechten Auftragslage will der japanische Autobauer Toyota zwischen 800 und 900 Zeitarbeiter entlassen. Das Unternehmen bietet diesen Mitarbeitern bis 13. Juli eine Abfindung an. Zudem hat Toyota in seinen 3 Werken in Samut Prakan und Chachoengsao die Überstunden heruntergefahren. Die Produktionsstätten sind derzeit nur 60-70% ausgelastet. Toyota hat den Zeitarbeitern zugesagt, sie wieder einzustellen, sollte sich die Auftragslage verbessern. Die Zeitarbeiter machen 40% der insgesamt 16.477 Beschäftigten aus. In den ersten 5 Monaten 2016 hat der Autobauer mit 87.715 Fahrzeugen im Jahressvergleich 13,4% weniger abgesetzt. Bereits im Vorjahr hatte der Verkauf um 18,7% nachgelassen. Auch der Export schwächelt. 376.763 Wagen bedeuteten in 2015 ein Minus von 12%, in 2016 hofft Toyota 370.000 Fahrzeuge zu exportieren, das wäre ein Rückgang um 1,8%.

Massiver Abriss
Die auf 46 Grundstücken im Bezirk Phu Tap Berk illegal errichteten Wohn- und Geschäftshäuser und Resorts müssen abgerissen werden. Die Landbesitzer sollen einen Gerichtsbeschluss zugestellt bekommen, nach dem sie ihre Gebäude innerhalb von 30 Tagen niederreißen müssen. Kommen sie dieser Aufforderung nicht nach, werden lokale Behörden die Arbeiten ausführen. Nach einem Bericht von Thai PBS stehen in Ban Tap Berk, Ban Tap Berk Mai, Ban Na Sa-oong und Ban Nam Piang Din der Provinz Phetchabun rund 1.000 Wohnhäuser und Resorts vor dem Abriss. Sie sind überwiegend im Eigentum von Investoren der Tourismusbranche. Mit einer von rund 100 Investoren unterschriebenen Petition werden die Behörden gebeten, einem Kompromiss zuzustimmen. Die Unterzeichner fordern eine faire Behandlung.
Ein Berater der Provinzbehörde befürwortet die Einsetzung des Paragrafen 44 der Übergangsverfassung, um das Problem der illegalen Bebauung umgehend zu lösen.

Copyright-Gesetz
Für die ersten 6 Monate dieses Jahres meldet die für Wirtschaftsverbrechen zuständige Polizeieinheit ECD bei Verstößen gegen das Copyright-Gesetz 115 Fälle. 1.122 Computer mit kopierter Software im Wert von 197,5 Mio. Baht wurden sichergestellt. Im Vorjahr waren es 239 Fälle und rund 500 Mio. Baht.

Kreuzfahrthafen Samui
Die Marinebehörde schlägt als Standort für den geplanten Kreuzfahrthafen die Ferieninsel Samui vor. Damit scheint die Provinz Krabi aus dem Rennen. Die Behörde sieht bei Samui ein größeres touristisches Potential, zudem könne sie mit mehr Attraktionen als Krabi aufwarten. Die Insel sei weithin bekannt für ihre Naturlandschaft und ihre Strände wie Chaweng, Taling Ngam und Lamai. Laut Tourismusministerium kommen jedes Jahr rund 100.000 Urlauber auf Kreuzfahrtschiffen nach Thailand. Die Regierung hatte 2015 beschlossen, den Tourismus über Kreuzfahrten und Yachten besonders zu fördern.

Für Killer lebenslang
Das Berufungsgericht hat eine lebenslange Haft für die beiden Mörder des Geschäftsmannes Akeyuth Anchanbutr bestätigt. Die Richter schlossen sich dem Urteil eines Strafgerichts vom Dezember 2014 an, das Santiphap Penduang, den Fahrer von Akeyuth, und Sutthipong Pimpisarn für schuldig befunden hatte. Die beiden Verurteilten müssen der Familie des Opfers 1,9 Mio. Baht an Entschädigung zahlen. Sie hatten Akeyuth, Gründer der kontroversen Website "Thai Insider", vom 6. bis 9. Juni 2013 entführt und misshandelt. Sie zwangen den 59 Jahre alten Geschäftsmann mit Schusswaffen und Messern, Schecks über 6,6 Mio. Baht auszustellen. Dann wurde Akeyuth erdrosselt. Die nackte, verbrannte Leiche wurde später auf einer Farm in der Süd-Provinz Phatthalung gefunden. 4 weitere Angeklagte, darunter die Eltern des Fahrers, erhielten schon Haftstrafen zwischen 8 und 13 Monaten. Die Entführung und Ermordung des bekannten Geschäftsmanns Akeyuth Anchanbutr hatten damals Schlagzeilen gemacht. Akeyuth war der Kopf eines Investments nach dem Pyramidenschema. 1983 flog der Schwindel auf, Akeyuth flüchtete nach England und kehrte erst nach Thailand zurück, als seine Straftat verjährt war. Ab 2004 startete er eine Kampagne mit seiner Website "Thai Insider" gegen den damaligen Premier Thaksin Shinawatra und später gegen die Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra.

Altersarmut zunehmend
Ein Wirtschaftsexperte des Finanzministeriums warnt vor den Folgen zunehmender Altersarmut. So verfügen nur die wenigsten über ausreichend Ersparnisse, um ihren Lebensunterhalt im hohen Alter zu bestreiten. "Über 36,7% der älteren Thais sind auf die finanzielle Unterstützung ihrer Kinder angewiesen, während 33,9% völlig auf sich allein gestellt sind und weiter arbeiten müssen", erklärte Dr. Pan Ananapibut in der Zeitung The Nation. Lediglich 5,4% der alternden Gesellschaft sind in der Lage von ihren Ersparnissen zu leben, so Dr. Pan. Auch die staatlichen Fördergelder für Alte zwischen 600 und 1.000 Baht pro Monat betrachtet der Experte lediglich als ein Tropfen auf den heißen Stein: "Die gesetzliche Rentenversicherung dient als Neben- und nicht als Haupteinkommen." Selbst Angestellte, die über 25 Jahre in die Sozialversicherung eingezahlt haben und in den letzten 5 Jahren vor ihrer Pensionierung ein Gehalt von über 15.000 Baht bezogen haben, müssen Dr. Pan folgend bedenken, dass ihre Rente lediglich 5.250 Baht pro Monat betragen wird. Er ist sich sicher, dass der Großteil mit diesem Betrag nicht über die Runden kommen wird. Da Studien belegen, dass viele Senioren alleine leben und keine Unterstützung von ihren Kindern erhalten, sind immer mehr auf die finanzielle Hilfe des Staates angewiesen. Somit stellt die alternde Gesellschaft auch in Thailand eine neue Herausforderung für den Staat dar. Björn Jahner

Blumenmarkt ist over
Blumenverkäufer dürfen ihre Standorte auf den Bürgersteigen am Pak Khlong Talat in Bangkok nicht wieder einnehmen. Die Stadtverwaltung hat in einer Sitzung ihr Verbot untermauert, nachdem Händler zuletzt an der Brücke Chao Phraya River Blumen auf die Fahrbahnen geworfen, den Verkehr mehrere Stunden blockiert und später vor dem Rathaus demonstriert hatten. Die Verwaltung verweigert eine weitere Ausnahmeregelung. Die Händler hätten 6 Monate Zeit gehabt, sich für einen der angebotenen 10 neuen Verkaufsstandorte zu entscheiden. Jetzt sollen 200 Mitarbeiter der Stadtverwaltung und der Polizei dafür sorgen, dass am Pak Khlong Talat keine Blumen mehr verkauft werden und die Bürgersteige den Fußgängern gehören. Vor dem Verbot hatten über 1.160 Händler ihre Blumen zuletzt nur von 20.30 bis 4.30 Uhr angeboten. Seit 50 Jahren, so Verkäufer, hätten sie am Pak Khlong Talat gestanden, andere Standorte seien zu weit entfernt, die Standgebühren zu hoch. Es war Bangkoks größter Blumenmarkt und einer der größten weltweit.

Wer Thaksin gratuliert, wird nicht wieder ins Land gelassen
Thaksins Geburtstag
Aus Thailand hagelte es von Freunden und Anhängern reihenweise Absagen. Denn die Militärregierung hat nach einem Bericht der Thairath eine Warnung ausgesprochen: Wer zur pompösen Feier nach Hongkong fliegt, wird bei der Rückkehr möglicherweise nicht wieder ins Land gelassen. Hunderte Mitglieder der Partei Pheu Thai hatten am 26. Juli Thaksin zum 66. Geburtstag gratulieren wollen. Die Flüge und Hotelzimmer waren bereits gebucht, mit Misstrauen hatte das Militär die Vorbereitungen von Thaksins Anhängern verfolgt. Die Junta befürchtet Unruhen, jetzt, nur wenige Wochen vor dem Referendum über die neue Verfassung am 7. August. Nun erwartet der ehemalige Ministerpräsident Thaksin Shinawatra, der in Thailand wegen Machtmissbrauchs zu 2 Gefängnis verurteilt worden ist, die engsten Familienmitglieder in Peking.

Peace TV bleibt on air
Der TV-Sender der Rothemden wird nicht für 30 Tage geschlossen. Das Oberste Verwaltungsgericht hat eine Petition der Peace TV-Anstalt angenommen und das Verbot durch die National Broadcasting and Telecommunications Commission für unwirksam erklärt. Die Begründung: Die Kommission habe vor dem Verwaltungsgericht beantragt, Peace TV die Lizenz zu entziehen. In einer gerichtlichen Verfügung vom 26. Mai habe das Gericht Peace TV erlaubt, weiterhin zu senden, solange, bis über den Antrag entschieden sei. Das aktuelle Verbot verletzte die gerichtliche Verfügung. Der Kommission bliebe nur der Weg, gegen die Verfügung vorzugehen. Peace TV sollte ab 10. Juli einen Monat geschlossen werden. Dem Sender wird vorgeworfen, gegen Anordnungen des Militärrates NCPO verstoßen zu haben.

Gefängnismeuterei
Bei einer Gefängnismeuterei im Pattani Central Prison sind 3 Häftlinge ums Leben gekommen und 10 Menschen verletzt worden. Nach 6 Stunden stürmten Sicherheitsleute das Gefängnis, stellten die Ordnung wieder her. 2 Gefangene hatten die Meuterei angeführt, weil sie in das Gefängnis Songkhla verlegt werden sollten. Bei dem Aufstand gingen 2 Gebäude in Flammen auf.

Scorpions im Oktober
Rockfans aufgepasst! Am 26. Oktober, 20 Uhr, kommt mit den Scorpions eine der bekanntesten deutschen Hard-Rock-/Heavy-Metal-Bands nach Bangkok. Rockhits wie Rock You Like a Hurricane, The Zoo, Big City Nights, No One Like You und Balladen wie Still Loving You, Send me an Angel und Wind of Change, zählen international zu den Rockklassikern. Mit über 100 Mio. verkauften Tonträgern und 50 Jahren auf der Bühne gehören die Scorpions zu den erfolgreichsten Bands der Musikgeschichte. Tickets sind an den Schaltern von Thai Ticket Major sowie online auf www.thaiticketmajor.com für 1.200 bis 5.200 Baht erhältlich. Björn Jahner


Reise-Tipps für Thailand

O-Säfte oft kontaminiert
Die meisten der von Straßenhändlern angebotenen Orangensäfte sind kontaminiert. Die Behörde für Medizinwissenschaft fand bei der Untersuchung von Orangensaftproben Bakterien. Zudem enthielten Säfte künstliche Farbstoffe und Konservierungsstoffe. Die Proben wurden in Bangkok und einigen Provinzen entnommen. Laut der DMSc wiesen Fruchtsäfte vielfach Saccharin auf. Der synthetische Süßstoff sei 300 Mal so süß wie Zucker. In 60% der Proben wurden coliforme Bakterien entdeckt, die eine Lebensmittelvergiftung und Verdauungskrankheiten verursachen können. Behördenleiter Dr. Apichai Mongkol appelliert an Verbraucher, nur Orangensaft mit dem Sicherheitslogo der Food and Drug Administration zu kaufen.

Anstieg von Dengue
Seit Jahresbeginn hat die Zahl der Dengue-Fieber-Erkrankungen in Bangkok zugenommen. In den ersten 5 Monaten des Jahres erkrankten alleine in der Hauptstadt 3.630 Menschen an der Virusinfektion. Im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres bedeutet das einen Anstieg von 19,5%. Mit dem Einsetzen der Regenzeit dürfte sich die Zahl weiter erhöhen. Das Virus wurde auffallend häufig bei Kindern im Alter zwischen 10 und 14 Jahren nachgewiesen. Die Seuchenschutzbehörde der Stadtverwaltung (BMA) rechnet 2016 mit bis zu 30.000 Krankheitsfällen im Großraum Bangkok. Übertragen wird das Virus durch die Aedes-Mücke. Das klassische Dengue-Fieber zeichnet sich aus durch hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Hautausschlag. Das Fieber beginnt etwa 3 bis 14 Tage nach der Infektion. Da die Mücken tagaktiv sind, kann man sich nur wenig durch Bettnetze schützen, die beispielsweise gegen Malaria wirkungsvoll sind. Mückenabweisende Sprays mit einem hohen DEET-Gehalt können das Risiko eines Stiches vermindern. Björn Jahner

Jetzt Körperscanner
Der Flughafenbetreiber Airports of Thailand hat angekündigt, an 6 seiner Flughäfen des Landes Körperscanner zu installieren, um die Sicherheitsstandards zu verbessern. Die Scanner sollen verbotene Flüssigkeiten, Sprengstoff, Waffen oder einfach Diebesgut am sowie im Körper von Passagieren erkennen. 20 werden am Suvarnabhumi Airport eingesetzt, 3 am Don Mueang Airport, 4 am Phuket Airport, 2 am Chiang Mai Airport, einer am Chiang Rai Airport und 2 am Hat Yai Airport. Es sind keine so genannten Nacktscanner, sondern Geräte der nächsten Generation. Das heißt: Auf dem Monitor sind keine körperspezifischen Merkmale wie Penis, Vagina oder Brüste zu sehen. Um die Flughafensicherheit weiter zu erhöhen und versteckte explosive Objekte aufzuspüren, werden darüber hinaus 34 neue Handgepäckscanner installiert, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen sollen. Björn Jahner

Maya-Bucht überfüllt
Der zunehmende Tourismus beschädigt die weltbekannte Maya-Bucht im Marinenationalpark Koh Phi Phi und zerstört die Korallenbänke. Der Dekan der Fischereifakultät an der Universität Kasertsart, Thon Thamrongnawasawat, war bei seinem jüngsten Besuch der Insel regelrecht geschockt: Im Meer lagen Fähren und Longtailboote dicht an dicht, der Strand war voll von Touristen - in der Nebensaison. Sie hatten keinen Platz, um sich hinzulegen, sich zu sonnen. Von Mitarbeitern des Nationalparks erfuhr Thon, dass täglich bis zu 5.000 Touristen, zumeist Chinesen und Europäer, die Maya-Bucht aufsuchen und der Behörde jeweils rund 1,6 Mio. Baht Einnahmen bringen. Die Einnahmen mögen ja hoch und willkommen sein, aber der Massentourismus hinterlasse seine Spuren, sagt der Experte. Vor der Bucht seien Korallen bereits abgestorben, weitere ausgebleicht. Der Nationalpark könne eine solch hohe Zahl an Booten und Touristen nicht verkraften. Und den täglich Tausenden Urlaubern stünden gerade mal 14 Toiletten zur Verfügung, berichtet die "Bangkok Post" weiter. Die Maya-Bucht wurde im Jahr 2000 weltbekannt durch den Film The Beach mit Leonardo DiCaprio. Seither ist ein Besuch der legendären Insel der Traum vieler Menschen.

18,7% Zuwachs
Neben dem Don Mueang Aiport in Bangkok zählt der Phuket International Airport zu den Flughäfen in der Region Asien-Pazifik und dem Nahen Osten mit dem höchsten Passagierwachstum im 1. Quartal des Jahres. Laut Flughafenbetreiber Airports of Thailand stieg das Passagieraufkommen in Phuket in der 1. Jahreshälfte um 18,7% auf 4,26 Millionen Fluggäste an. Mehr Passagiere wurden in Thailand nur am Bangkoker Don Mueang Airport verzeichnet: dort stieg das Passagieraufkommen um 23,1% auf 8,85 Mio. Björn Jahner

Bereits 97 Zika-Fälle
Die in den letzten Wochen von den Gesundheitsbehörden gemeldeten Zika-Erkrankungen sind längst keine Einzelfälle. Laut Behörde für Seuchenkontrolle haben sich 2016 bereits 97 Personen in 10 Provinzen mit dem Zika-Virus angesteckt. Die Dunkelziffer soll erheblich höher sein. Laut Generaldirektor des Disease Control Department Amnuay Kagina lebten die Infizierten in 42 Dörfern. Seine Behörde habe die Situation in fast allen Provinzen unter Kontrolle, ausgenommen Bueng Kan und Petchabun. Hier würden Infizierte 28 Tage beobachtet. Sollten während dieser Zeit nicht weitere Menschen an Zika erkranken, würden auch diese beiden Provinzen zu Zika-frei erklärt. Der Generaldirektor betont, dass sich das Virus in keiner Region weit ausgebreitet hat. In der Schwangerschaft kann das Zika-Virus zu schweren Fehlbildungen beim Baby führen. Ansonsten verläuft die Infektion in der Regel harmlos.

Nachbau der Stupa
Thai-Buddhisten müssen nicht länger nach Bodnath in Kathmandu pilgern, um den Boudhanath-Stupa zu bewundern. In Chiang Mais Chom-Thong-Distrikt wurde ein Nachbau des berühmten Stupas mit dem Namen "Maha Chedi Boudhanath Jamlong" errichtet, berichtet das National News Bureau of Thailand. Das Wort Jamlong lässt mit Duplikat übersetzen. Wie beim Original befindet sich über der Halbkugel die Harmika, zwei große Augen blicken herab, die Nase hat die Form eines Fragezeichens. Im Inneren befinden sich 20 alte Buddha-Statuen sowie der konservierte Körper des ehemaligen Abts des Wat-Pa-Kasem-Suk-Tempels, Luang Pu Chanta Anakulo. Björn Jahner

Motorradtaxi per App
Die Junta will für Fahrten mit den 80.000 in der Hauptstadt registrierten Motorradtaxifahrer eine eigene App schaffen. Sie soll von jedermann problemlos auf Smartphones herunterzuladen sein. Wer ein Motorradtaxi benötigt, nutzt die App und bestellt ein Fahrzeug zu seinem Standort. Es kommt innerhalb von Minuten. Die Nutzung der App soll kostenfrei sein. Weitere Details wurden noch nicht mitgeteilt. Mit dieser App sollen die internationalen Mitbewerber UberMoto und GrabBike ausgetrickst werden. Erst vor Tagen hatte das Transportministerium den beiden Fahrdienstvermittlern wegen Verstoß des Beförderungsgesetzes die rote Karte gezeigt. Während UberMoto den Service vorerst einstellte, will GrabBike seine Motorradfahrer weiter fahren lassen. Die Behörde sieht in den beiden Taxiunternehmen unfaire Wettbewerber für Bangkoker Motorradfahrer.

Bangkok - Vientiane
Thai AirAsia verbindet ab dem 1. Juli täglich Bangkok mit Vientiane (Laos).
Die Maschine startet am Don Mueang Airport in Bangkok um 12.05 Uhr und landet in der laotischen Hauptstadt um 13.25 Uhr. Zurück geht es ab Vientiane um 14.15 Uhr, Bangkok ist um 15.35 Uhr erreicht. Nach Luang Prabang stellt Vientiane das zweite Ziel dar, das die thailändische Billigairline in Laos bedient. Insgesamt fliegt Thai AirAsia ab Bangkok sieben ASEAN-Länder an: Yangon (Myanmar), Mandalay (Myanmar), Hanoi (Vietnam) Ho-Chi-Minh-Stadt (Vietnam), Phnom Penh (Kambodscha) Siem Reap (Kambodscha), Luang Prabang (Laos) und Vientiane (Laos). B. Jahner

Ramayana-Wasserpark
Familien, die den Ramayana-Wasserpark in den vergangenen Wochen besucht haben, reagieren begeistert auf Pattayas neueste Freizeitattraktion. Sie loben insbesondere die attraktiven Eintrittspreise von 990 Baht für Erwachsene und 790 Baht für Kinder, die rund 40% niedriger ausfallen als die Tarife vergleichbarer Parks. Kleinkinder unter 90 cm Körpergröße erhalten sogar freien Eintritt. Großes Lob erhielt der neueste Wasserpark der Ostküste auch für sein ausgeklügeltes Besuchermanagementsystem, das sich durch kurze Wartezeiten zwischen 6 und 10 Min. vor den verschiedenen Attraktionen auszeichnet. So berichteten Besucher, dass sie in 3 Stunden über 21 Attraktionen nutzen konnten. Eltern sind begeistert von den beiden Bereichen für Kinder, in denen diese rutschen, klettern, mit Wasser spritzen und viele weitere Attraktionen genießen können. Während einer der beiden Bereiche für Kleinkinder reserviert ist, können Heranwachsende im "Aquaplay" ausgelassen planschen. Über 100 ausgebildete Badeaufseher und Rettungsschwimmer sorgen dafür, dass die Sicherheit aller Gäste jederzeit gewährleistet ist, wodurch sich der Park von Mitbewerbern unterscheidet. Geboten werden über 50 Attraktionen, so "Aqua Coaster", die drittlängste Wasserrutsche der Welt. Großer Beliebtheit erfreut sich auch der 750 m lange "Lazy River" mit Wellen, Strömungen und Whirlpools, in dem man sich einmal durch den ganzen Park treiben lassen kann. Björn Jahner

Die siamesische Tulpe
Von Juni bis Ende August wird im Nationalpark Pa Hin Ngam in der Provinz Chaiyaphum das "Dok Krachiao Blooming Festival 2016" gefeiert, wenn die Kurkuma-Pflanze in pinkfarbener Blüte steht. Das Naturschutzgebiet ist darüber hinaus bekannt für seine ungewöhnlich geformten Felsformationen, die sich während einer Trekkingtour bestaunen lassen. Auch im 50 Km entfernten Nationalpark Sai Thong können Besucher die auch als siamesische Tulpe bezeichnete Dok-Krachiao-Pflanze bewundern und im Sai-Thong-Wasserfall schwimmen. Auskunft erteilt das Lokalbüro der thailändischen Fremdenverkehrsbehörde in Nakhon Ratchasima, Tel.: 044-213.666 Björn Jahner

C. Thong in Pattaya
Die C. Thong Panich Group hat bekanntgegeben, im April 2017 ihr 2. Hotel in Pattaya zu eröffnen, 4 Monate später als ursprünglich geplant. Das Fünf-Sterne-Haus "Renaissance Pattaya Hotel & Resort" wird auf einem 17 Rai großen Grundstück in Na Jomtien in Niedrigbauweise errichtet und nach Fertigstellung 262 Zimmer beherbergen. "Unser neues Hotel wird Pattaya lebenswerter machen. Denn nur wenige Fünf-Sterne-Hotels wurden in den letzten Jahren in der Touristenmetropole eröffnet", ist Vipavan Mahadumrongkul, Geschäftsführer von C. Thong Panich, überzeugt. Die geschäftige Gruppe betreibt in Bangkok u.a. das Swissôtel Le Concorde mit 200 Zimmern in der Ratachadaphisek Road, das in diesem Jahr für 120 Millionen Baht renoviert wird. Das neue Hotel in Pattaya soll von der Marriott-Kette gemanagt werden.

Die Sphere Lounge
Die Sphere Lounge im Cape Dara Resort Pattaya ist der neueste gastronomische Geheimtipp der Touristenmetropole. Die futuristische und im angesagten Minimalstil designte Bar befindet sich im Erdgeschoss des Hotels und wurde unter dem "Neue-Welt"-Konzept kreiert, um ein völlig neues Ausgeherlebnis zu schaffen. Das Aushängeschild der trendigen Bar ist der "Interstellar", ein innovativer Molekular-Cocktail mit Weiß- oder Rotwein und frischen Früchten, der von den erfahrenen Bartendern mit Stickstoff zubereitet wird und nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch ein absolutes Erlebnis ist. Geöffnet ist täglich von 17 bis 2 Uhr. Reservierung, Tel. Thailand: 038-933.888. Infos: www.capedarapattaya.com Björn Jahner


Solche Sachen...

Cobra aus dem Klo
Ein Rettungstrupp hat eine Cobra aus einer Toilette gelockt, sie eingefangen und zu einer Schlangenfarm gebracht.
Der 27 Jahre alte Bewohner eines Hauses im Bezirk Klong Luang in Pathum Thani hatte abends das Badezimmer aufgesucht und die giftige Schlange in der Toilettenschüssel bemerkt. Umgehend alarmierte der Thai das Notfallzentrum. Mitarbeiter eines Rettungsdienstes schütteten Insektenpulver in die Toilette. Es dauerte dennoch eine halbe Stunde, bis der Kopf der Cobra aus der Toilettenschüssel kam. Dann konnte sie eingefangen werden. Der Hausbewohner erzählte den Medien, er habe das 3. Mal in seiner Toilette eine Schlange rechtzeitig bemerkt. Er traue sich nicht mehr aufs Klo. Die Toilette ist mit dem Abwasserrohr ohne ein Maschengitter verbunden. Im Abwasser lebende Schlangen können so ungehindert übers Klo ins Haus gelangen.

Tomboy schlägt zu
Ein 76 Jahre alter Schweizer wurde in seinem Haus an der Soi Batman in Pattaya von einem Tomboy, der neuen Lebensgefährtin seiner thailändischen Ex-Freundin, mit einer Kachel auf den Kopf geschlagen. Als Tomboy werden Mädchen und Frauen bezeichnet, die sich entsprechend der gängigen Geschlechterrolle von Jungen verhalten.
Polizei und Rettungshelfer fanden den Rentner blutüberströmt vor. Er wurde vor Ort behandelt und dann in ein Krankenhaus gebracht. Laut mehrerer Zeugen hatte der Schweizer abends von seiner ehemaligen Freundin Besuch bekommen. Sie forderte Geld, der Ausländer sagte deutlich Nein. Daraufhin rief die verärgerte Thai über ihr Handy ihre neue Freundin herbei. Der Tomboy attackierte den Schweizer, der eine tiefe Wunde am Kopf erlitt. Das Paar stahl dann das Motorrad und flüchtete.

Taiwanesen in Haft
Die Polizei hat 2 Taiwanesen als ATM-Betrüger und 2 weitere Gangmitglieder wegen versuchter Bestechung festgenommen. Die 29 und 30 Jahre alten Männer wurden erwischt, als sie an einem Geldautomaten an der Sathu Pradit Soi 15 im Bezirk Yannawa/Bangkok mit gefälschten Kreditkarten Geld abheben wollten. Die Taiwanesen hatten 29 gefälschte Karten bei sich, und in deren Apartment im TIT Tower Condominium an der Sathu Pradit Soi 20 fanden die Ermittler Geräte zum Fälschen von Kreditkarten. Kurz nach der Festnahme tauchten in der Polizeiwache 2 Taiwanesen auf. Sie versuchten, die Beamten mit 300.000 Baht zu bestechen. Für diesen Betrag sollten die Polizisten ihre beiden Kumpanen frei lassen. Die Ermittlungen ergaben, dass die 4 Ausländer Ende Mai nach Thailand eingereist waren und bereits rund 10 Mio. Baht von Konten in Thailand und im Ausland abgehoben hatten.

Ukrainerin bestohlen
Im Schlaf wurde eine Ukrainerin um ihr Mobiltelefon gebracht. Die Touristin hatte sich ein Zimmer im Good Dreams Guesthouse in der Nanai Road in Patong/Phuket gemietet. Als sie einen Nachmittagsschlaf hielt, wachte sie plötzlich auf und bemerkte, dass sich ein Unbekannter Zugang zu ihrem Zimmer verschafft hatte und ihr Smartphone entwendete, das sie auf dem Nachttisch abgelegt hatte. Der Mann ergriff mit der Beute die Flucht. Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, dass der Dieb eine Glastür eingetreten hatte, um sich Zugang zu dem Gästehaus zu verschaffen. Björn Jahner

Australier stürzt vom 19.
Als er vom Balkon seines Hotelzimmers im 19. Stockwerk in Patong/Phuket Fotos von einem Feuerwerk machen wollte, stürzte ein Australier in die Tiefe.
Er landete neben dem Swimmingpool im 3. Geschoss. Seine Schwägerin hatte ihn davor gewarnt, sich zu weit über die Brüstung des Balkons zu lehnen. Als die Frau für wenige Minuten in das Badezimmer ging und wieder zurückkehrte, hing der 30 Jahre alte Mann an der Brüstung. Die Schwägerin versuchte, ihn auf den Balkon zu ziehen. Doch vergeblich, er war zu schwergewichtig, er konnte sich nicht mehr festhalten und fiel, berichtet die Phuket Gazette weiter. Polizisten haben sich in dem Hotelzimmer umgesehen und fanden keinen Anhaltspunkt für ein Fremdverschulden.

Fiese ATM-Ukrainer
Die Polizei hat 2 Männer aus der Ukraine wegen Kreditkartenbetruges festgenommen. Die Beschuldigten, Aleksandr Lupiak (27) und Vitalii Svizhevskyi (19), haben nach laut Polizei in Bangkok und den Nachbarprovinzen zwischen dem 3. und 6. Juni über 400.000 Baht von fremden Konten ergaunert. Bei ihrer Festnahme in einem Mietshaus in Samut Prakarn stellten die Ermittler 39 gefälschte ATM-Karten, 16.950 Baht Bargeld und zwei Mobiltelefone sicher. Zuvor wurden die Beamten von einer Bank informiert, dass die Männer dabei beobachtet wurden, wie sie in einer Filiale Geld mit gefälschten ATM-Karten abgehoben hatten. Die Täter sind geständig und sagten aus, mit zwei weiteren Männern zusammengearbeitet zu haben, die noch auf der Flucht sind. Die Bande spähte die Bankdaten ihrer Opfer mit kleinen Kameras aus, die sie an den Geldautomaten installiert hatte. Die Daten wurden auf gefälschte Karten kopiert, mit denen sie die Konten ihrer Opfer leerräumten. Die Beute transferierte die Gang dann an ihren Auftraggeber in der Ukraine. Als Gegenleistung sollen die Männer 2.000 US-Dollar erhalten haben. Björn Jahner

Pädophiler Japaner
Ein pädophiler Japaner wurde in einem Gästehaus in Chian Mai festgenommen. Der 49 Jahre alte Mann lag mit 2 Jungen im Alter von 12 und 14 Jahren im Bett. Die Polizeieinheit DSI hatte von japanischen Behörden einen Tipp erhalten, dass der Ausländer mit Jugendlichen Sex hätte. Er soll Fotos und Videos gemacht und ins Internet gestellt haben. Laut Polizei hatte der Japaner bereits mehrfach Chiang Mai besucht und vor etwa einem Monat das Zimmer in dem Gästehaus bezogen. Ihm wird vorgeworfen, mindestens 10 Mal Sex mit Jungen im Alter zwischen 9-16 Jahren gehabt zu haben. Auf seinem Computer fanden die Ermittler pornographische Fotos. Der Japaner muss mit einer Haft bis zu 20 Jahren rechnen.

Tod in Flitterwochen
Ein chinesischer Tourist ist im Swimmingpool des Adriatic Palace Hotel ertrunken. Ein Hotelmitarbeiter aus Myanmar hörte Hilferufe und eilte zum Pool. Der 32-jährige sah, wie der Ausländer zu ertrinken drohte. Der Mitarbeiter sprang ins Becken und holte den Gast aus dem Wasser. Alarmierte Rettungshelfer begannen umgehend mit Wiederbelebungsversuchen. Doch vergeblich. Ärzte konnten nur noch den Tod des 20 Jahre alten Chinesen feststellen. Seine Ehefrau sagte tränenüberströmt aus, sie hätten erst kürzlich geheiratet, sie wollten ihre Flitterwochen in Pattaya verbringen.

Lehrer hatte Sex
Ein Skandal erschüttert eine angesehene Jungenschule. Nachdem auf Twitter Video Clips eines Naturwissenschaftslehrers mit mehreren Jungen beim Sex aufgetaucht waren, hat die Leitung der Suankularb Wittayalai School umgehend reagiert und den Lehrer vom Dienst suspendiert. Inzwischen ist der Twitter-Account des Pädagogen gelöscht worden. Er bestreitet die Straftaten nicht, er will Jungen für Sex in seinem Apartment im Bezirk Pinklao/Bangkok bezahlt haben, doch keinen Schüler der Schule missbraucht haben. Die Jungen will er über das Internet kennengelernt haben. Die Schulbehörde hat die Familien der Opfer aufgerufen, Strafantrag zu stellen. Die Schulleitung hat inzwischen einen fünfköpfigen Untersuchungsausschuss eingerichtet, bestehend aus Vertretern der Schule, Eltern und Juristen. In 15 Tagen soll ein Bericht vorliegen. Die Suankularb Wittayalai School ist die älteste Jungenschule Thailands. Hier haben Ministerpräsidenten, namhafte Politiker und Aktivisten sowohl Mitglieder des Kronrates die Schulbank gedrückt.

Australier macht Mist
Die Polizei hat einen Australier in seinem Haus in Bang Kapi unter dem Verdacht festgenommen, im Internet Inhalte zum sexuellen Missbrauch von Minderjährigen verbreitet zu haben.
Thailändische Behörden hatten einen Tipp von ausländischen Sicherheitsdiensten erhalten. Eine 30 Mann starke Einsatztruppe stürmte mit Haftbefehl das Haus des 62-jährigen Rentners, der seit 10 Jahren in Thailand lebt. Er soll wegen des Besitzes von Pornographie und der Verbreitung obszöner Inhalte angeklagt werden. Ihn erwarten eine Haft bis zu 5 Jahren und ein Bußgeld bis zu 100.000 Baht wegen Verstoß gegen das Computerstrafgesetz.

Auftragsmörder gefasst
Die Kripo hat in Lat Krabang einen seit über 15 Jahren gesuchten Auftragsmörder gefasst. Gegen den 52-Jährigen lagen Haftbefehle zu mehreren Straftaten in der Provinz Nakon Sri Thammarat vor. Zuletzt soll der Mann im Bangkoker Bezirk Lat Krabang für einen Müllentsorger gearbeitet haben. Laut Polizei hat der Festgenommene mehrfach von Waffen Gebrauch gemacht. 1998 war er als Mörder überführt und vom Gericht in Nakon Sri Thammarat zum Tode verurteilt worden. Doch er konnte entkommen. Weiter wird ihm zur Last gelegt, in 2010 einen Mann erschossen zu haben, einen der einflussreichsten Einwohner von Nakon Sri Thammarat.

Freitod nach Streit
Vor den Augen ihres Mannes stürzte eine 57 Jahre alte Deutsche aus dem 24. Stockwerk eines Condominiums an der Soi Mahadlek 2 im Bezirk Lumpini/ Bangkok in die Tiefe. Ihr 70 Jahre alter Ehemann sagte aus, das Paar sei abends in einem Restaurant gewesen. Dort habe seine Frau reichlich Wein getrunken. Auf dem Weg zu ihrem Apartment sei es zum heftigen Streit gekommen. In dessen Verlauf habe die Frau angekündigt, sich vom Balkon ihrer Wohnung zu stürzen. Der Deutsche habe das als Scherz aufgefasst, zumal seine Ehefrau betrunken war. Kaum hatte das Paar das Apartment erreicht, überstieg die Ehefrau die Brüstung des Balkons und fiel in den Tod.

Prostitution in Bahrain
Die Polizeieinheit DSI hat zwei Banden aufgespürt, die im Januar und Februar 13 thailändische Frauen in Bahrain in die Prostitution gezwungen haben. Eine Gang, nur Frauen, operierte in Thailand, die zweite in Manama (Bahrain). Den Frauen wurden lukrative Jobs in Massagepraxen und in Haushalten angeboten. Kaum waren die Thais in Bahrain angekommen, wurde ihnen der Reisepass abgenommen, sie sollten als Prostituierte arbeiten. Wer sich weigerte und zurück in das Heimatland wollte, hätte 50.000 Baht zahlen müssen. Doch über so viel Geld verfügten die Frauen nicht. Eine Frau wurde von der lokalen Polizei gerettet und flüchtete in die Thailändische Botschaft in Manama. So kam der Stein ins Rollen, die Polizei den Bandenmitgliedern auf die Spur.

Viele Slips gestohlen
Ein Motorradtaxifahrer hat in den letzten Jahren mindestens 4.000 Stück gebrauchte Unterwäsche von Frauen gestohlen. Der 54-jährige Mann wurde mit einem Berg von erbeuteten Slips und Büstenhaltern den Medien präsentiert. Er soll stadtweit Jagd auf weibliche Unterwäsche gemacht haben. Laut Polizei kann sie erst dann Anklage gegen den Dieb erheben, wenn sich Besitzerinnen von Slips und Büstenhalter melden und Anzeige erstattet. Die Ermittler vermutenen, dass es den meisten Frauen peinlich ist, auf die Wache zu kommen. Der Motorradtaxifahrer hatte bereits 2010 Schlagzeilen gemacht. Damals war er im Besitz von 10.000 Stück Unterwäsche geschnappt worden. Er soll Slips und Büstenhalter vornehmlich von Wäscheleinen geklaut haben. Der Dieb wurde zu über 3 Jahren Haft verurteilt.

Ein stinkender Hummer
Ein deutscher Tourist hat nach einem Restaurantbesuch in Pattaya einen offensichtlich verdorbenen Hummer zur Polizeiwache gebracht und dort Anzeige erstattet. Der 70-Jährige hatte in einem bekannten Seafood-Restaurant an der Walking Street Hummer bestellt. Als er sich über das Essen hermachen wollte, stellte er fest: Die Beine schwarz und der Hummer roch verdächtig, vor allem am Kopf. Der Deutsche wollte das Gericht zurückgeben, doch die Bedienung akzeptierte die Aufforderung nicht mit der Begründung, er habe bereits mit dem Essen begonnen. Der Gast bezahlte die Rechnung über 1.848 Baht und trug den Hummer zur Polizeistation. Laut Pattaya One soll ein Polizeioffizier dem Urlauber bestätigt haben: Der Hummer riecht und sieht ekelhaft aus. Er wurde zur weiteren Untersuchung dem Public Health Office and Consumer Protection Department übergeben.

Durian-Kondome
Medienberichten zufolge plant ein thailändischer Kondomhersteller, schon bald auch Präservative mit Durian-Geschmack auf den Markt zu bringen. Bisher produziert das namentlich nicht genannte Unternehmen pro Jahr zwei Milliarden Verhüterlis. Nach der Eröffnung einer neuen Produktionsstätte soll der Ausstoß auf 5 Milliarden pro Jahr angehoben werden. Wie viele davon mit Durian-Geschmack sind, ist nicht bekannt. Genauso wenig, ob die Kondome mit Stinkfrucht-Aroma komisch riechen oder gar stachelig sind. Abzuwarten bleibt, ob es sich dabei lediglich um eine clevere Marketingkampagne handelt oder die Durian-Gummis wirklich in Serienproduktion gehen. Björn Jahner



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