Nick Niranam im Scorpion

Ein halbes Jahrhundert alt, doch immer noch jugendlich aktiv und voller Schaffenskraft. So wirkt der thailändische Sänger Nick Niranam, als er am 7.5. zum wiederholten Male in Deutschland erscheint. Seine Gesangskünste führte er diesmal im Thai-Musik-Café Scorpion vor. Von seiner Stimme hat der sympathische Oldie nichts verloren, eher dazu gewonnen. Nur sein schwarzes Outfit hat sich nicht geändert: Lederhose, Jacke und Baumwollmütze, natürlich ohne die Bommel. Nicht zu vergessen die unvermeidliche Sonnenbrille, die aber eher als Schutz vor den Blitzlichtern dient. Ist wohl sein Markenzeichen.
Voller Elan betritt Nick das Podium, fängt zu singen an. Erster Beifall ertönt. Einige Frauen tanzen zu den flotten Liedern begeistert mit. Besonders die drei, die sich gleich den Tisch neben der Bühne ergattert haben sind mit dem auf der Nase sitzenden UV Schutz recht rege. In der Pause setzt sich Nick an die Tische, redet mit den Gästen, lässt mit aller Seelenruhe weitere Blitzlichtattacken über sich ergehen. Viele Jahre der Erfahrung prägten ihn halt zum Vollprofi. Wie auch im letzten Jahr tritt der "Man in Black" eine Tournee quer durch unsere Lande an. Viel Erfolg dabei. Mr. Big









Thaifrau Kria und Walter:
Live-Musik im Brienzer Eck

Im Prinzip müsste die Reinickendorfer Farang-Thai-Location den Zusatz "Live Music for everybody" auf dem Schild über den Eingang malen lassen. Der von Kria und Walter geplante Umbruch von einer normalen Berliner Eck-Kneipe zur Musik-Bar macht enorme Fortschritte. Je nach Band bzw. Musiker wird ein Ohrenschmaus durch die Jahrzehnte geboten. Das hat sich auch bei Musikern herumgesprochen, die gerne herkommen, für Stimmung sorgen und offensichtlich selber Spaß bei ihren Auftritten haben.
Zugegeben, der Platz neben der Theke ist etwas eng für 3 gestandene Künstler mit Gitarre, aber es passt schon, wie Crossroads am 18.4. unter Beweis stellte. Die Band besteht aus Stefan, Klaus und Buddy. Sie fanden im Juni 2001 zusammen und ergänzen sich hervorragend. Country, Soul, Rock 'n' Roll und eigene Songs gehören zum Repertoire. Besonders lieben sie die heißen Rhythmen des Blues, die das Publikum gerne annimmt.
Zum Herrentag sind die Gäste bereits früher als sonst erschienen. Hinten in der Ecke wird der Trudelbecher geschwungen. Einige quälen den Spielautomat. Hektik ist wie immer am Tresen, dem schöööönsten Platz im Raum. Draußen fangen die Kohlen im Grill langsam an zu glühen. Steaks, Würstchen und Hühnerkeulen freuen sich darauf, verzehrt zu werden. Stärkung für die kommenden Stunden. Fast mit Ungeduld wird der heutige Musiker erwartet: Ingo scheint mit der Gitarre geboren worden zu sein. Seit dem 6. Lebensjahr zupft er die Saiten des Instruments. Mit 15 der erste öffentliche Auftritt. Wettbewerbe bei Plattenfirmen brachten viele Siege. Ingo ist recht bekannt im In- und Ausland. Und jetzt ist er hier, im Brienzer Eck. Schon nach den ersten Tönen brodelt es im Laden. Oldies stehen auf dem Programm. Trotz der Enge wird getanzt. Der Rock 'n' Roll hält nur die wenigsten auf ihren Sitzen. Stimmung pur.
Ende der 2. Session folgt das Highlight. Ingo steigt auf einen Stuhl, nimmt die Gitarre hinter den Kopf, schlägt die Saiten in schneller Tonfolge zu Wipe Out von Surfaces an. Danach legt der Oldie die Gitarre auf den Boden. In der Leadhand hält er ein Glas, klinkt wie Westernmusik. Zum Schluss das I-Tüpfelchen. Mit lautem Getöse schlägt der Entertainer das Holz entzwei. Die Begeisterung kennt keine Grenzen mehr. Erinnert die Show doch an vergangene Zeiten. Fazit: einfach super, erhöhte Punktzahl für Darbietung, Stimmung und Flair. Wir freuen uns auf die nächste "Live-Musik im Brienzer Eck". Helmut aus Steglitz






Superstar Mai in Berlin
Monatelange Vorbereitungen, aufwendige Werbung und der Name Mai sollten das Konzert am 30. April in der Berliner Universal Hall zum vollen Erfolg werden lassen. Ab 19.00 Uhr füllte sich die Halle. Glücklich über Plätze bzw. Tische waren diejenigen, die bereits im Voraus reserviert hatten. Gegen 19.30 wurde die Veranstaltung mit dem Königslied offiziell eröffnet. Das Vorprogramm startete mit einem Thaitanz. Anan Chaidee vollendete mit Klängen aus dem Isaan. Die R.C.A. Crew führte eine lustige Parodie vor. Danach, und immer wieder gern gesehen, kommen die Transvestiten auf das Podium. Mit ihren bunten, schillernden Kostümen liefern sie eine grandiose Show. Während Yad moderiert und nebenbei immer noch Plätze an kommende Gäste anweist, wird es etwas unruhig im Saal.
Alle warten ungeduldig auf den heutigen Superstar. Um 22.30 Uhr ist es soweit. Unter donnerndem Applaus betritt Mai in Begleitung zweier Tänzer die Bühne. Mai Chareonpura ist in Bangkok geboren. Sie ist das 4. Kind der Familie. Schon mit 14 Jahren drehte sie ihren ersten Romantikfilm, was sie ihrem Vater verdankte, der bis heute das Background in den Filmen kontrolliert. Inzwischen sind daraus 14 Kino- und 5 Fernsehfilme geworden. Mit 18 Jahren fing Mai zu singen an. Weit über 1.000 Konzerte in Asien, Europa und Amerika stehen auf der Erfolgsliste. Unter anderem Auftritte mit LOSO, Bird Tongchai, Christina Aquila und vielen anderen Stars.
Zurück zum Konzert. Direkt an der Bühne wird es immer enger. Möglichst viele wollen möglichst nahe an ihren Star heran. Oft geht Mai am Bühnenrand in die Hocke, nimmt Geschenke entgegen, lässt sich umarmen und fotografieren. Nach einer Stunde Showtime geht sie in die Pause. Während der Wartezeit wird Discomusik aufgelegt. Die meisten Gäste nutzen das, um in den Gängen, teilweise auch auf den Stühlen, sich den rhythmischen Klängen schwungvoll hinzugeben. Doch über 1 1/2 Stunden lässt Mai ihre Fans zappeln, bevor sie - jetzt mit gelocktem Haar und verändertem Outfit - die zweite Gesangssession beginnt. Eine weitere Stunde feuerten die Zuschauer ihr Idol an. Unter viel Applaus verabschiedet sich Mai gegen 01.40 Uhr.
Obwohl einige im Nachhinein ihren Unmut darüber äußerten, dass der Auftritt von Mai doch etwas länger hätte ausfallen müssen, war es insgesamt gesehen ein super Erfolg für die Veranstalter, dem Butterfly und Juwelier Yad. In Zukunft sollen weitere Konzerte folgen, mit besserer Technik, strafferer Organisation und mehr Klasse im Beiprogramm. Wer als nächstes kommt? Top Secret! Mr. Big






















