News aus Thailand, FARANG 06-2010
Aufruf zur Versöhnung
Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva hat zur nationalen Versöhnung aufgerufen. In fünf Schritten will der Premier das gespaltene Land zur Normalität führen. In einer Fernsehansprache sagte er Ende Mai, wichtiger als die Wiederherstellung der Infrastruktur und der Aufbau von Gebäuden sei es, die seelischen Wunden zu heilen und die Eintracht unter den Thailändern wiederherzustellen. Sein Plan zur Versöhnung umfasst Medienreformen und den Abbau sozialer und wirtschaftlicher Ungleichgewichte. Sein Friedensangebot beinhaltet Gespräche mit allen politischen Parteien und Gesellschaftsschichten einschließlich gewaltfreier "Rothemden". Experten rechnen indessen mit einem Wiederaufflammen der Proteste und steigender Gewaltbereitschaft, auch mit Attentaten aus dem Untergrund. Ein Regierungssprecher ergänzte, vorgezogene Neuwahlen seien nach wie vor möglich, das hänge aber von Fortschritten im nationalen Versöhnungsprozess ab. Regulär stehen Wahlen nicht vor Ende 2011 an.
Thaifilm gewinnt Cannes
Zum erstenmal ging die Goldene Palme nach Thailand. Überraschend gewann der Film "Onkel Boomee" (Lung Boonmee Raluek Chat) des Regisseurs Apichatpong Weerasethakul beim Filmfestival in Cannes die begehrte Auszeichnung. Der 39-Jährige nahm den Preis entgegen und dankte seinen Eltern, die ihn als Kind mit ins Kino genommen hatten. Der Film erzählt mit vielen Traumsequenzen von einem todkranken Mann, der die letzten Tage seines Lebens bei seiner Familie auf dem Land verbringen will. Dort erscheinen ihm seine tote Frau und sein verschollen geglaubter Sohn. Mit ihnen begibt er sich auf eine Reise zu dem Geburtsort seines ersten Lebens.
Banken hohe Gebühren
Verbraucherschützer sehen bei den Geschäftsbanken keinen Wettbewerb. Die Geldinstitute würden bei Zinsen und Gebühren fast durchweg einheitliche Beträge erheben. Die von den Kunden zu leistenden Zahlungen seien viel zu hoch. Sie entsprächen in keiner Weise den entstehenden Kosten. Verbraucherorganisationen haben zwar an die Staatsbank und das Finanzministerium appelliert, für Abhilfe zu sorgen, doch solche Initiativen werden die Geschäftsbedingungen der Banken kaum ändern. In Thailand gibt es 33 lokale und internationale Geschäftsbanken. Sie haben im Vorjahr einen Gewinn von 92 Milliarden Baht eingestrichen.
Weniger Beamte
Spätestens im Jahr 2013 will die Regierung die Zahl der Staatsdiener um 30% abbauen, denn die Ausgaben für die Gehälter der rund zwei Millionen Frauen und Männer haben im Vorjahr mit 478,21 Milliarden Baht bereits 24,5% des Staatsetats ausgemacht. Eine von der Regierung in Auftrag gegebene Studie hat ergeben, dass in den Amtsstuben zu viele Beschäftigte sitzen und diese nicht wirkungsvoll ihren Dienst versehen. Künftig sollen weniger neue Mitarbeiter eingestellt werden, den älteren wird der Vorruhestand angeboten. Staatsdiener gehen in der Regel im Alter von 60 Jahren in Pension, doch Richter dürfen bis zur Vollendung ihres 65. Lebensjahres urteilen.
Auto-Export boomt
Thailands Autobauer exportierten in den ersten 3 Monaten des Jahres 196.537 Autos, im Jahresvergleich ein Plus von 42%. Von Januar bis Ende März liefen insgesamt 381.817 Wagen vom Band, über 91% mehr als im ersten Quartal des Vorjahres. Die Branche wertet das Ergebnis als Zeichen, dass sich die Wirtschaft weltweit erholt. Deutlich zugenommen haben die Bestellungen aus dem Nahen Osten.
Falsche Visa auf Samui
Alle Jahre wieder - kommt nicht nur der Weihnachtsmann, sondern auch das riskante Geschäft mit getürkten Einreisestempeln in Mode. Langzeitresidenten und westliche Geschäftsleute, die sich die mühsame Ausreise an die Grenzen ersparen wollen, vertrauen auf Reiseveranstalter mit "sehr guten Kontakten zu den Immigrationsbehörden". So wurden in den vergangenen Jahren wiederholt Ein- und Ausreisen in Pässe gestempelt, die falsch waren. Mehrere Europäer, darunter ein Holländer und ein Franzose, sind jetzt an der malaysischen Grenze wegen solcher Kartoffelstempel-Einträge verhaftet worden. Der Holländer gab zu, im Vorjahr für teures Geld bei einem Reisebüro in Lamai gutgläubig seine Visatour gekauft zu haben, ohne je die Insel zu verlassen. Der Franzose wurde im Januar von einer Agentur in Nathon über den Tisch gezogen. Bei gründlichen Passkontrollen an den Landesgrenzen sind solche Plagiat-Stempel gefährlich, selbst wenn sie Monate alt sind. Gefängnis und hohe Geldstrafen warten auf die Ertappten! Nur die Immigration am Wohnort bzw. an den Grenzübergängen darf offizielle Stempel ausstellen.
Thailands neuer Pfarrer
Pfarrer Christoph Dielmann (41) ist in einer Gemeindeversammlung zum neuen Pfarrer der deutschsprachigen evangelischen Gemeinde in Thailand gewählt worden. Er war für ein paar Tage zur Amtsübergabe in Bangkok und ist zunächst wieder nach Deutschland zurückgeflogen. Voraussichtlich am 15. August wird er in Bangkok von Pfarrer Oppenheim von der EKD eingeführt, und am 29. August wird er seinen ersten Gottesdienst in Pattaya halten. Nach 6 ½ Jahren in Thailand hat sich der bisherige Pfarrer, Burkhard Bartel, mit einem Gottesdienst verabschiedet. Er wird nach Deutschland zurückkehren und ab dem 1. Juli wieder Gemeindepfarrer in der Württembergischen Landeskirche sein.

Pfarrer Bartel übergibt die Amtsgeschäfte an seinen Nachfolger.
77. Provinz geplant
Bueng Karn wird vermutlich in absehbarer Zeit die 77. Provinz (Changwat) von Thailand werden. Bueng Karn wird aus der Provinz Nong Khai herausgelöst. Es erfüllt die Kriterien für eine neue Provinz: Mindestens 300.000 Einwohner, 8 mögliche Amphoe, Provinzialregierung und Gefängnis. Bueng Karn hat eine Fläche von 791 km², eine Einwohnerzahl von 370.000 und folgende 8 Amphoe: Bueng Khong Long, Bueng Kla, Mueang Bueng Karn, Pak Khad, Porn Charoen, Seka, Soh Phisai und Sri Wilai. Der Gouverneur von Nong Khai Khomsan Ekkachai hat den Vorschlag zur Schaffung der neuen Provinz an das Innenministerium geschickt, welches nun darüber entscheidet.
Airport Link Aufträge
State Railway of Thailand (SRT), Betreiber des Airport Link, der ab Juli oder August den internationalen Flughafen in Bangkok auf staufreiem Schienenweg mit der Innenstadt verbindet, hat bekannt gegeben, welche Firmen für die Gepäckabfertigung und für den Passagier-check-in verantwortlich sein werden. Den Auftrag haben zwei Firmen erhalten, die auch am Flughafen Suvarnabhumi in dieser Branche erfolgreich tätig sind. Die Firmen Dan-Thai Equipment, zuständig für den Gepäcktransport, und Samart Comtech Co., zuständig für Gepäck- und Fahrgast-check-in, konnten vertraglich für drei Jahre verpflichtet werden. Da beide Unternehmen über langjährige Erfahrungen im Fahrgastgeschäft und der Gepäckbeförderung verfügen, versprechen sich die Betreiber einen reibungslosen Ablauf des Tagesgeschäftes, ohne lange Probephase. Das lässt sich die SRT auch was kosten: Dan-Thai Equipment verlangt für die vereinbarten Dienstleistungen 165 Mio. Baht, Samart Comtech Co. 110 Mio. Künftig können die Fluggäste ihr Fluggepäck am Airport Link-Bahnhof Makkasan aufgeben und ohne lästiges Kofferschleppen, in kürzester Zeit mit der neuen Zuglinie zum Flughafen fahren.
Check-in für U-Tapao
Pattayas Business & Tourism Association hat einen Wunschkatalog unterbreitet. Parallel zu Ausbau und Erweiterung des Flughafens U-Tapao für nahezu eine Milliarde Baht werden Investitionen in die Infrastruktur gefordert: Ausbau des Straßennetzes, besserer Transport zur See und zu U-Tapao, moderne Linienbusse, Hochgeschwindigkeitszüge von Pattaya zum Flughafen Suvarnabhumi und nach Bangkok, Wi-Fi-Internetzugang im gesamten Stadtgebiet und reibungslose Müllabfuhr. Weiter sollten den Ausländern in der Stadt Duty-Free-Geschäfte und ein Check-in-Schalter für den Pattaya-Airport zur Verfügung stehen.
Neue 100 Baht-Note
Am 04.05.2010 brachte die thailändische Staatsbank eine neue 100 Baht-Note zur Erinnerung an das 60. Jubiläum der Thronbesteigung von König Rama IX. heraus. Die neue Banknote erschien in einer Auflagenhöhe von 9.999.999 Millionen Exemplaren und ist nur bei thailändischen Banken im Inland erhältlich.


Atomkraftwerk
Für den Bau des ersten Atomkraftwerks will der staatliche Stromversorger Electricity Generating Authority of Thailand (EGAT) jetzt drei Standorte vorschlagen. Die Entscheidung über die Gewinnung elektrischer Energie durch kontrollierte Kernspaltung trifft die Regierung, sobald ein in Auftrag gegebenes Gutachten vorliegt. Nach den Plänen des Energieministeriums soll das erste Atomkraftwerk im Jahr 2020 ans Netz gehen. Der im Vorjahr verabschiedete Power Development Plan gilt für den Zeitraum von 2010 bis 2030 und schreibt für die Stromerzeugung fest: 40% aus Erdgas, 20% Importe aus Nachbarländern, 5% aus erneuerbarer Energie und 10% aus Atomkraft. Die restlichen 25% sollen aus Kohle oder anderen Brennstoffen kommen.
Schnellbusse Bangkok
Der Start für die Probephase mit den Schnellbussen auf eigener Fahrspur ist in Bangkok wegen der Unruhen ausgesetzt worden. Die 16 Km lange Strecke führt bei zwölf Haltestellen von Chong Nonsi über die Rama III Road und die Kreuzung Ratchadaphisek bis zur Ratchaphruek Road. Ab September kostet eine Fahrt 10 Baht, im neuen Jahr richtet sich der Ticketpreis mit 12 bis 20 Baht nach der Entfernung. Das Schnellbussystem kostet die Stadt zwei Milliarden Baht. Zur Verfügung stehen 25 in China hergestellte Busse.
3G zu den Touristen
Der staatliche Telekommunikationskonzern TOT will 3G, die dritte Generation des mobilen Telefonierens, in Touristenzentren wie Phuket und Chiang Mai anbieten. Seit Dezember letzten Jahres läuft in Bangkok ein Pilotprojekt. TOT nutzt bestehende Netzwerke und hat das Kabinett um die Genehmigung gebeten, weitere 20 Milliarden Baht zu investieren. In Thailand hat bisher nur der Handy-Anbieter Thai Mobile eine Lizenz für 3G, das Unternehmen mit nur rund 50.000 Kunden gehört jetzt der TOT. Im Königreich warten große Anbieter wie AIS, DTAC und True Move auf die Vergabe bzw. Versteigerung von Lizenzen. Das scheiterte bisher vor allem an politischen Querelen. Nun sollen die Lizenzen noch in diesem Jahr vergeben werden. Während Thailand beim schnellen Mobilfunkstandard "Dritte Welt" ist, wurden in Deutschland bereits Lizenzen für die vierte Generation versteigert.
E85 fahren wird billiger
Fahrzeuge, die mit Gasohol E85 zu betanken sind, werden preiswerter. Die Regierung hat die Verbrauchssteuer um 3% gesenkt: von 25 auf 22% bei Motoren zwischen 1.780 und 2.000 ccm, von 30 auf 27% bei Motoren von 2.000 bis 2.500 ccm und von 35 auf 32% bei Motoren von 2.500 bis 3.000 ccm. Gesenkt wurden weiter die Einfuhrsteuern bzw. Zölle für importierte E85-Autos. E85 ist ein Kraftstoffgemisch, das zu 85% aus Ethanol und zu 15% aus Benzin besteht.
Die Katholiken
Die thailändische katholische Kirche in Bangkok möchte sich aus den schweren innenpolitischen Unruhen heraushalten. Jedoch betet sie für den Frieden im Königreich. "Die Gesellschaft ist gespalten, und die Konfliktbereitschaft ist inzwischen leider sehr groß", sagte der Pfarrer der Himmelfahrts-Kathedrale in Bangkok, P. Surasit Chumsriphan. Auch in den Reihen der Katholiken werden die politischen Unterschiede deutlich. Jetzt verfassten die Teilnehmer einer Pastoralversammlung in der Hauptstadt einen Aufruf zu nationaler Aussöhnung. Der Vorsitzende der Thailändischen Bischofskonferenz, Erzbischof Chamniern Santisukniran von Tharae-Nongsaeng, bat alle um Bereitschaft zur Vergebung.
Koh Larns Versorgung
Die knapp zehn Kilometer vor Pattaya liegende Koh Larn ist täglich das Ziel Tausender Touristen. Fähren, Ausflugsschiffe und Speedboote bringen die Urlauber zu den in der Hauptsaison übervollen Stränden an der Ostküste. Andere Besucher der Insel zieht es weiter gen Westen. Wer die kurze Taxifahrt nicht scheut, wähnt sich im Paradies: idyllische Sandstrände wie am Samae Beach. Doch die Insel-Infrastruktur ist dem Urlauberansturm und der stetig steigenden Einwohnerzahl nicht mehr gewachsen. Nach Abschluss der Arbeiten für ein auf dem Meeresboden verlaufendes Stromkabel soll jetzt eine Wasserleitung vom Festland auf die Insel verlegt werden. Eine Meerwasser-Aufbereitungsanlage kommt der Stadt zu teuer. Jetzt versorgen wenige Brunnen und vor allem Schiffe der Marine Bevölkerung und Urlauber mit ausreichend Brauchwasser. Wissenschaftler der Burapha-Universität in Bang Saen werden Pattayas Stadtrat demnächst ein System zur umweltschonenden Müllbeseitigung vorstellen, denn auf der Insel fallen täglich 20 bis 30 Tonnen Abfall an.
Maut für Expressway
Die Firma Kapsch TrafficCom Schweden hat den 320 Mio. Baht schweren Auftrag erhalten, den Bang Na-Expressway mit einem modernen Mautsystem auszustatten. Die Hochstraße zählt mit 54 Km als längste Brücke der Welt, da sie in luftiger Stelzenbauweise errichtet wurde. Die schwedische Firma ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der an der Wiener Börse notierten Kapsch TrafficCom AG und wird das System zusammen mit zwei thailändischen Unternehmen als Joint Venture installieren.
Pfandhaus sehr gefragt
In vielen Familien fehlt jetzt das Geld vorne und hinten. Denn das neue Schuljahr hat begonnen, und für die Kinder werden Schulgebühren sowie der Kauf von Uniformen, Büchern und Heften fällig. Da bleibt als Ausweg nur das Pfandhaus. Versetzt werden vorwiegend Gold, weitere Wertsachen sowie elektrische und elektronische Geräte. Die fälligen Zinsen sind gering. Wenn sie aber vier Monate lang nicht gezahlt werden, fällt der Gegenstand an das städtische Leihhaus. Kunden sind nicht nur Thais, sondern auch in Pattaya lebende Ausländer. Das Pfandhaus befindet sich an der Soi 6 zwischen Beach- und Second Road. Es ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr geöffnet.
Die chemische Keule
Thailand importiert im Jahr Pestizide im Wert von 40 Milliarden Baht. Landwirte können mit der chemischen Keule zwar Schädlinge bekämpfen und ihre Erträge steigern, doch die Chemie löst sich nicht in Luft auf. Über Nahrungsmittel gelangen Schadstoffe in das Blut der Menschen. Bei einer Untersuchung von 924 Landwirten und 1.412 Verbrauchern im Jahr 2008 stellten Gesund-heitsbehörden in Chiang Mai fest: Die meisten Frauen und Männer wiesen außergewöhnlich hohe toxische Belastungen, verursacht durch kontaminierte Lebensmittel auf.
Manöver vor Sattahip
Nach dem traditionellen Cobra-Gold-Manöver im Februar nahmen Marinesoldaten bzw. Beobachter aus den USA, den Philippinen, Singapur, Malaysia, Brunei, Indonesien und Thailand im Mai an der CARAT-Übung teil. Ausgangspunkt war das Royal Thai Fleet Field am Prinz-Chumphon-Camp in Sattahip. An dem mehrtägigen Manöver beteiligten sich unterschiedliche Kriegsschiffe wie Trägerschiff und Amphibienfahrzeuge für Landemanöver. Die Königlich Thailändische Marine setzte ihren Hubschrauberträger HTMS Chakri Naruebet ein.
Schiffsverkehr sicherer
Mit "Einbahnstraßen" wollen die Behörden von Pattaya den Schiffsverkehr am Hafen Bali Hai sicherer machen. Mit Bojen werden zwei Fahrrinnen abgesteckt: Eine für die Ausfahrt, die andere für ankommende Fähren, Ausflugsschiffe und Speedboote. Mit der scharfen Trennung sollen weitere Unfälle vermieden werden. Gleichzeitig wird das Ankern in weiten Teilen der Bucht untersagt. Patrouillenboote des Marine Departments sollen die Einhaltung der neuen Regelung einschließlich der vorgegebenen geringen Geschwindigkeit überwachen.
Jetzt kommt IKEA
Der große schwedische Möbelkonzern IKEA eröffnet Ende des Jahres 2011 sein erstes Einkaufszentrum in Thailand. Das 40.000 m² große Geschäft wird im neuen MEGA BANGNA Shopping Center (225.000 m²) in Bangkok gelegen sein, einen Parkplatz für 1.300 Autos aufweisen und 8.500 Artikel im Sortiment haben. Das neue Restaurant im Komplex wird 700 Plätze haben.


Sommerschlussverkauf
Ab dem 1. Juni locken die Einkaufszentren in Pattaya wieder mit besonders niedrigen Preisen, denn es ist Sommerschlussverkauf. Bis zum 31. August können alle Shopping-Begeisterten sich an der Beach Road im CentralFestival, in der Mike Shopping Mall, in der Royal Garden Plaza, in der Mike Plaza und in der Bali Hai Plaza, in der Second Road in The Avenue, dem Central Festival Center (Big C), an der Sukhumvit im Big C, Tesco Lotus, Outlet Mall und an der Thepprasit Rd. austoben.
1,4 Tonnen Elfenbein
Zollbeamte haben am internationalen Flughafen Suvarnabhumi 1,4 Tonnen Elfenbein im Wert von etwa 1,6 Mio. Euro beschlagnahmt. Die 296 Elefanten-Stoßzähne wurden in Kisten versteckt und als Computer-Drucker deklariert. Der Zoll bekam nach eigenen Angaben einen Tipp aus dem Emirat Katar, von wo aus die verbotene Fracht abgeschickt wurde. Der Fund veranschaulicht, dass das Königreich zu einem der wichtigsten Umschlagplätze für illegal gehandeltes Elfenbein geworden ist. Die Fahnder vermuten, dass die beschlagnahmten Stoßzähne von thailändischen Elfenbein-Schnitzern zu Armreifen, Ringen oder buddhistischen Statuen verarbeitet und an Touristen verkauft werden sollten. Traurig aber wahr: Wilderer töten in Zentral- und Ost-Afrika immer mehr Elefanten. Große Teile des Elfenbeins werden nach Asien verschifft. Thailand dient dabei oft als Zwischenstation. Die Gauner machen sich dabei eine Gesetzeslücke zunutze: Während der internationale Handel mit Elfenbein seit 1989 durch das UN-Artenschutzabkommen verboten ist, gilt in Thailands eine Ausnahme. Erst im Februar beschlagnahmten die Zollbehörden 2 Tonnen Elefanten-Stoßzähne.
Das Vejthani-Hospital
Bangkoks Vejthani-Krankenhaus setzt auf Ausländer. Sie machen bereits 40% der Patienten aus und kommen vorwiegend aus dem Nahen Osten und Südostasien. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, investiert das Hospital 50 Mio. Baht in ein IT-Kommunikationssystem. Das Spital hat 30 Fachkliniken, deren Ärzte und Schwestern später über die neue Informationstechnologie miteinander kommunizieren können. Das Vejthani-Krankenhaus erhält weiter einen Online-Zugang zu Computerprogrammen in aller Welt, um per Mausklick Befunde sowie Röntgen- und Scanbilder schnell zu übermitteln und zu empfangen.
Haft wegen Sklaverei
Kürzlich hat das Berufungsgericht eine Bangkoker Geschäftsfrau zu einer zwölfeinhalb Jahre langen Haftstrafe und einer Zahlung von 200.000 Baht Schmerzensgeld verurteilt. Der 53-Jährigen wird vorgeworfen, zwischen Dezember 2003 und Dezember 2004 ein zum Tatzeitpunkt 14-jähriges Mädchen aus Buriram unter sklavenähnlichen Bedingungen gehalten zu haben. Das Opfer wurde gezwungen, täglich von 4.30 Uhr in der Früh bis Mitternacht zu arbeiten und musste übrig gebliebenen Reis mit Chilipulver oder Lebensmittelreste der Familie essen. Der vereinbarte Lohn von 2.000 Baht pro Monat wurde ihr nur selten ausgezahlt. Nach Aussage des Gerichts konnte außerdem nachgewiesen werden, dass die Angeklagte das Mädchen mehrmals mit einem Holzstuhl, verschiedenen Gürteln und einer Metallstange auf den Kopf, die Brust, den Rücken und die Knie schlug. Das Mädchen erlitt schwere Wunden am gesamten Körper sowie am Kopf. Nachdem das Mädchen aufgrund der schweren Verletzungen zusammenbrach, schickte die Täterin ihr Opfer im Dezember 2004 zur Behandlung in ein Krankenhaus nach Buriram, wo die Ärzte um das Leben der 14-Jährigen kämpften und sich das Opfer an die Polizei wandte.
Plastik-Tüten kosten
Ab dem 6. Juni beginnend, werden Kunden an den Kassen der meisten Supermärkte und Kaufhäuser der Hauptstadt dazu aufgefordert, einen Baht pro Plastiktüte zu bezahlen. Die Erhebung dieser Gebühr ist das Ergebnis einer lobenswerten Kampagne der Bangkok Metropolitan Administration (BMA) in Zusammenarbeit mit den 25 größten Einzelhändlern und Kaufhäusern in Bangkok, zum Beispiel Tesco Lotus, Big C, Carrefour und verschiedene 7-Eleven-Filialen. Nach Aussage von Pornthep Techapaibul, stellvertretender Gouverneur der BMA, gegenüber lokalen Medien, könnten aufgrund der neuen Umwelt-Kampagne die Kohlendioxid-Emissionen pro Jahr um eine Million Tonnen reduziert werden. Doch nicht nur die Umwelt profitiert von der neuen Regelung. Die BMA verspricht sich eine Einsparung von 650 Mio. Baht, was der jährlich aufgebrachten Summe für die Beseitigung von Plastiktüten und Einkaufstaschen alleine im Stadtgebiet der Metropole entspricht. Bisher verbrauchen Bangkoks Bürger ca. 1.800 Tonnen Tragetaschen pro Tag.
Exporte nahmen zu
Der Abbau der Zollschranken in der Freihandelszone Afta hat den Export thailändischer Unternehmen beflügelt. Im ersten Quartal nahmen die Ausfuhren im Jahresvergleich um 67% auf 10,52 Milliarden US-Dollar zu, die Importe stiegen um 33,9% auf 7,11 Milliarden Dollar. Die neun ASEAN-Staaten sind jetzt der wichtigste Exportmarkt, dann folgen die EU, Japan und die USA. Die meisten Waren gingen nach Malaysia, Singapur, Indonesien und Vietnam.
Suzukis Öko-Wagen
Suzuki errichtet in Thailand ein neues Werk zur Herstellung von Öko-Wagen. Es kostet 7,5 Milliarden Baht und soll Anfang 2012 eingeweiht werden. Der japanische Autohersteller will einen Kleinwagen mit einem 1,3-Liter-Motor vom Band laufen lassen. Im ersten Jahr werden rund 10.000 Fahrzeuge produziert, davon sollen 70 Prozent im Inland abgesetzt werden.
Porsches Panamera
In der zweiten Jahreshälfte wird ein weiteres Luxusgefährt eintreffen. Porsche bringt seinen Panamera mit 300 PS und einem 3,6-Liter-V6-Motor nach Thailand. Er soll ab 13 Millionen Baht erhältlich sein. Der Viersitzer ist die erfolgreiche Kreuzung aus Luxuslimousine und Sportwagen.
Öko-Wagen kommt
Mitsubishi will an seinem Produktionsstandort Laem Chabang acht Milliarden Baht investieren und ein Werk für Öko-Wagen errichten. Das neue Modell mit einem 1,3-Liter-Motor soll Ende kommenden Jahres auf den Markt kommen. Entwickelt wird der Öko-Wagen derzeit in Japan.
Null Emissionen
Das neue Reifenwerk von Yokohama produziert umweltfreundlich. Bei der Herstellung von Pkw- und Lkw-Reifen im Industriegebiet Amata City in der Provinz Rayong beträgt die Emission "null". Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass weniger als ein Prozent sämtlichen Abfalls aus der Fabrik deponiert werden muss. Künftig soll "vollständig null" erreicht werden, das entspräche einem Abfallvolumen von null Prozent, das deponiert werden muss. Fünf Werke in Japan haben sogar schon die dritte und höchste Stufe erreicht, bei der sämtliche anfallenden Abfälle sinnvoll genutzt werden.