News aus Thailand aus dem FARANG-Magazin 07-2011
Über den Grenzstreit
zwischen Thailand und Kambodscha um ein 4,6 Quadratkilometer großes Areal am Hindu-Tempel Preah Vihear wird der Internationale Gerichtshof in Den Haag voraussichtlich in Kürze ein Urteil fällen. Gerade hatten beide Länder ihre Stellungnahmen abgegeben. Die kambodschanische Regierung hatte den Gerichtshof angerufen mit der Forderung, thailändische Truppen hätten das umstrittene Gebiet unverzüglich zu verlassen. Phnom Penh hofft, dass die Richter das Urteil von 1962 im Sinne Kambodschas interpretieren und das Areal als kambodschanisches Staatsgebiet anerkennen. Der UN-Gerichtshof hatte im Jahr 1962 den Hindu-Tempel Kambodscha zugesprochen, zum Grenzverlauf zwischen beiden Staaten aber keine Stellung bezogen. Beide Länder beanspruchen das Gebiet um die alten Khmer-Ruinen für sich. In den letzten Jahren ist es dort mehrfach zu bewaffneten Auseinandersetzungen mit Toten und Verletzten gekommen.
Überweisung der Rente
Im Auftrag der Deutschen Rentenversicherung überweist der Rentenservice der Post die Renten. Der Rentenservice der Deutschen Post muss in Thailand lebenden Rentenempfängern die Rente kostenfrei auf ein Konto in Thailand überweisen. Das besagt ein Schreiben der Deutschen Rentenversicherung.
Ab Februar hatte der Rentenservice der Post die Bank of America mit den Auszahlungen betraut. Plötzlich hatten Deutsche einen erheblich geringeren Betrag auf ihrem Konto in Thailand. Es hagelte Proteste, verärgerte Frauen und Männer riefen beim Rentenservice oder bei der Rentenversicherung an und beschwerten sich. Wer seine Klage schriftlich verfasste, mit Dokumenten untermauerte und nach Deutschland schickte, erhielt eine Nachzahlung. Strittig blieb zwischen Rentnern und Rentenservice die Gesetzeslage.
Wolfgang Richter, Leser des in Pattaya erscheinenden Der Farang, erhielt von der Deutschen Rentenversicherung ein klärendes Schreiben. Er empfiehlt allen Rentnern, ihre Forderungen schriftlich dem Rentenservice mitzuteilen. Das Schreiben im Wortlaut:
"Nach Rücksprache mit dem Postrentenservice (übernimmt sämtliche Rentenzahlungen für die Deutsche Rentenversicherung) ist für Auslandszahlungen die Korrespondenzbank "Bank of America". Um eine ordnungsgemäße Überweisung auf Ihr Auslandskonto zu gewährleisten, sind daher entsprechende Daten (Rentenhöhe, Empfänger, Bankverbindung etc.) mitzuteilen. Grundsätzlich erfolgt die Auszahlung der Rente in der Landeswährung. Die Umrechnung erfolgt maschinell am Tag der Ausführung der Überweisung. Sofern eine Überweisung in EUR erfolgen soll, ist dies direkt dem Postrentenservice mitzuteilen (FAX: +49 180 501 4009). Die von Ihnen erlittenen Währungsumrechnungseinbußen bitten wir vorsorglich aufzuführen und dem Schreiben beizufügen. Des Weiteren ist auch § 47 SGB 1 für Auslandszahlungen einschlägig. Dieser garantiert eine kostenfreie Überweisung auf das Konto des Empfängers. Kosten für die Errichtung oder Führung des Kontos sowie etwaige Buchungs- oder Umrechnungsgebühren beim Geldinstitut des Empfängers werden von der Kostenfreiheit nicht erfasst. Wir empfehlen Ihnen daher, auch diese von Ihnen aufgeführten finanziellen Einbußen dem oben genannten Schreiben an den Postrentenservice beizufügen."
Adresse des Rentenservice:
Deutsche Post AG, NL Rentenservice, 13496 Berlin, Germany; Email:
rentenservice@deutschepost.de
Minister für Sicherheit
Armeechef Prayuth Chan-ocha hat Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva gebeten, im nächsten Kabinett einen Minister für Sicherheitsfragen zu ernennen. Der General verweist auf andere Länder und begründet seinen Vorschlag mit neuen Formen von Gewalt, auf die sich das Land einstellen müsse. Dem neuen Minister sollten alle Sicherheitskräfte und Geheimdienste unterstellt werden.
Thai-Truppen bleiben
Thailand wird sich jedem Urteil des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag widersetzen, das den Abzug der thailändischen Soldaten aus dem umstrittenen Gebiet am Hindu-Tempel Preah Vihear verlangt. Das hat Verteidigungsminister Prawit Wongsuwon erklärt. Das UN-Gericht habe keine Befugnis, eine solche Forderung zu stellen. "Thai-Soldaten werden unser Territorium nicht verlassen", machte der Minister deutlich. Die kambodschanische Regierung hatte den Gerichtshof angerufen mit der Forderung, thailändische Truppen hätten das umstrittene Gebiet unverzüglich zu verlassen. Phnom Penh hofft, dass die Richter das Urteil von 1962 im Sinne Kambodschas interpretieren und das Areal als kambodschanisches Staatsgebiet anerkennen.
Keine tierischen Plakate
Die außerparlamentarische Opposition Peoples Alliance for Democracy (PAD) muss ihre Plakate zur Nicht wählen-Kampagne wieder einsammeln. Das hat die Wahlkommission angeordnet. Die Plakate zeigen Hunde, Affen und Büffel sowie die Aufforderung, die Wahl zu boykottieren. Die PAD will vor Gericht ziehen mit der Begründung, es seien keine Wahlplakate. Deshalb habe die Wahlkommission nicht die Befugnis einzuschreiten.
Visaregelung für Pensionäre geändert
Seit dem 01.06.2011 hat das Bangkok Immigration Bureau eine Änderung für Langzeitresidenten (Pensionäre) mit sofortiger Wirkung verfügt. Alle Personen, die ein sogenanntes O-A-Visum (Retirement) beantragen oder erneuern, müssen bei einer monatlichen Mindestüberweisungsrate von 65.000 THB (Pension, Rente, Einkommen) ab sofort die 3 Monate zurückliegenden Belege der Bank vorlegen, daß diese Überweisungen auf dem Bankkonto eingegangen sind. Die bisherige Bestätigung der Botschaft mittels eines geschworenen und von der Botschaft bestätigten Eides genügt nicht mehr! Nicht betroffen von dieser Regelung sind die Langzeitresidenten, die ein Bankguthaben von mindestens 800.000 THB haben. V.W.
Thaksin will heimkehren
Der ins Ausland geflüchtete ehemalige Ministerpräsident Thaksin Shinawatra hat seine Rückkehr nach Thailand für Dezember angekündigt. Er möchte die Hochzeit seiner ältesten Tochter Pinthongta nicht verpassen, teilte er den Medien mit. Seine Schwester Yingluck, Spitzenkandidatin der Pheu Thai für die Parlamentswahlen am 3. Juli, hat den Termin ihres Bruders und den ständigen Kontakt mit ihm bestätigt. "Er unterstützt mich", sagte sie auf einer Wahlkampfveranstaltung. Der stellvertretende Ministerpräsident Suthep Thaugsuban erklärte hingegen, eine Rückkehr von Thaksin im Dezember sei nicht möglich: "Ich glaube, die Bevölkerung wird es nicht hinnehmen, dass eine einzelne Person durch ein Amnestiegesetz reingewaschen wird."
Busse für Bangkok
Die Regierung hat dem Kauf von 2.000 Bussen für die Bangkok Mass Transit Authority zugestimmt. Die Fahrzeuge kosten rund vier Milliarden Baht, 378 werden eine Klimaanlage erhalten. Die neuen Busse sollen die alten, seit etwa 20 Jahren eingesetzten Fahrzeuge ersetzen. Täglich fallen ca. 1.000 Busse im Liniendienst aus, weil sie störanfällig sind und repariert werden müssen.
Mehr Skytrain-Nutzer
Wegen der steigenden Kraftstoffpreise lassen immer mehr Motorisierte ihr Auto zu Hause. Sie steigen auf öffentliche Verkehrsmittel um. So meldet der Skytrain-Betreiber in der Spitze täglich über 570.000 Fahrgäste. Mit weiteren 50.000 Fahrgästen rechnet Bangkok Mass Transit System nach Eröffnung der 5,2 Km langen Neubaustrecke von On Nut nach Baring im August.
Tot durch eigene Bombe
Zwei mutmaßliche Aufständische wurden bei der Explosion einer Bombe in der südlichen Provinz Narathiwat getötet. Nach Angaben der Polizei waren drei Männer gegen Mitternacht auf einem Motorrad im Distrikt Rue So unterwegs. In der Nähe einer Fußgängerbrücke wollten zwei der Männer eine fünf Kilo Gramm schwere Bombe platzieren. Sie sollte vermutlich in den Morgenstunden hochgehen und Lehrer und Sicherheitskräfte treffen. Der selbst gebastelte Sprengstoff explodierte plötzlich und riss die beiden Männer mit in den Tod. Der dritte Mann flüchtete.
Das Leben wird teurer
Die Verbraucherpreise ziehen kräftig an. Für den Monat Mai meldet das Handelsministerium im Jahresvergleich eine Inflationsrate von 4,19%. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Preise um 0,34% an. Damit ergibt sich für die ersten fünf Monate dieses Jahres eine Zunahme von 3,45%. Höhere Preise für landwirtschaftliche Produkte und Energie treiben die Inflation an. Auch um die Inflation einzudämmen, hat die Staatsbank gerade den Leitzins um weitere 25 Basispunkte auf 3% angehoben.
Gefängnisse übervoll
Thailands Gefängnisse sind überbelegt. Nach einer Untersuchung der Organisation Union for Civil Liberty (UCL) sitzen derzeit 224.300 Häftlinge ihre Strafe ab. Die 143 Gefängnisse sind indessen für nur 105.748 Insassen vorgesehen. Besonders eng ist es in den Frauengefängnissen. In Chiang Mai teilen sich bis zu 200 Frauen eine 12 mal 19 Meter große Fläche. Auf einen Häftling entfallen landesweit 1,1 Quadratmeter, die entsprechenden Regelungen sehen 2,25 Quadratmeter vor. Die UCL spricht von Menschenrechtsverletzungen und fordert, dass bei geringen Verstößen statt einer Haftstrafe Arbeitseinsätze verhängt oder Rehabilitationscamps geschaffen werden.
Schildkröten im Koffer
Der Zoll hat auf Bangkoks Flughafen Suvarnabhumi in vier Koffern 451 lebende Schildkröten und sieben Reptilienbabys gefunden. Die Gepäckstücke kamen mit einem Flugzeug aus Dhaka (Bangladesch) und befanden sich auf dem Gepäckband. Die Schmuggler haben vermutlich die Zollbeamten beobachtet und konnten rechtzeitig aus der Ankunftshalle fliehen. Die Behörde hatte einen Tipp bekommen und deshalb besonders streng kontrolliert. Vermutlich sollten die Tiere auf Bangkoker Märkten verkauft werden.
Burmesen im Kühlwagen
In der Provinz Ranong haben Soldaten zwei Kühlwagen gestoppt. Zwischen Kisten mit gefrorenem Fisch waren insgesamt 35 Burmesen versteckt. Die Frauen und Männer waren illegal eingereist und wollten in Thailand arbeiten. Nach Angaben der Fahrer sollten die Burmesen in Chumphon abgesetzt werden. Für jeden Burmesen hätten die Fahrer 500 Baht kassiert. Vor drei Jahren waren bei einem ähnlichen Transport 121 Burmesen auf der Fahrt von Ranong nach Phuket im Laderaum erstickt.
Kind vergewaltigt: tot
Ein unglaubliches Verbrechen erhitzt derzeit die Gemüter in Pattaya. In Begleitung seiner Mutter brachte ein 34-jähriger Ladyboy, der auch als Hauptverdächtiger in diesem Fall gilt, seinen zweijährigen Stiefsohn ins Banglamung Hospital, der bereits bei der Ankunft im Krankenhaus verstarb. Eine erste Untersuchung des Körpers brachte ans Tageslicht, dass das Kleinkind über den ganzen Körper mit Bisswunden und Schwellungen übersät war, die dem Kind kurze Zeit vor dem Todeseintritt zugefügt wurden, und dass der Zweijährige sexuell missbraucht wurde. Der verdächtige Transsexuelle wies jede Schuld von sich und wurde vorerst auf freien Fuß gesetzt. Aufschluss über den Tathergang und den Täter soll nun eine forensische Analyse sowie eine Untersuchung des im Anus des Jungen vorgefundenen Spermas erbringen.
Kleine Münzen knapp
Die Anzahl der im Umlauf befindlichen 25- und 50 Satang-Münzen wird nach Angaben der thailändischen Münze zunehmend kleiner. Um eine Neuprägung dieser Münzen zu vermeiden, was bei den genannten Münzen etwa 40-50 Millionen THB erfordern würde, sind die thailändische Münzprägeanstalt und der Konzern Tesco Lotus auf die Idee gekommen, die Käufer in den Märkten von Tesco Lotus Münzen in kleinen Nominalwerten von 25 Satang und 50 Satang sammeln zu lassen. Diese Münzen im Gesamtwert von jeweils 100 THB werden dann gegen 105-110 THB Warengutscheine ausgetauscht, die bei Tesco Lotus zum Kauf von Waren eingelöst werden können. Das neue Projekt wird zuerst im Großraum Bangkok durchgeführt, sollte es Erfolg haben, wird es landesweit eingeführt.
Kontrollen auf Ehec
Alle internationalen Flughäfen des Landes haben auf Anweisung des Gesundheitsministeriums Kontrollen zur Erkennung der Ehec-Seuche eingerichtet. Besonders beobachtet werden Fluggäste aus Deutschland. Dort breiten sich die gefährlichen Ehec-Keime weiter aus. Forscher haben die Infektionsquelle ja immer noch nicht gefunden. Das Ministerium lässt importiertes Gemüse und Obst untersuchen, besonders Lieferungen aus Europa. Da Thailand zwar Obst, aber so gut wie kein Gemüse aus Europa importiert, glaubt das Ministerium nicht, dass der heimtückische Erreger nach Thailand eingeschleppt wird. Vorsorglich hat die Behörde die Krankenhäuser angewiesen, sich auf Krankheitsfälle einzustellen und Patienten mit einer akuten Diarrhö auf den Ehec- Erreger hin zu untersuchen.
Nein zur Atomkraft
Zwischen den Demokraten und der Pheu Thai bestehen große Unterschiede. Doch bei der Atomkraft sind beide Parteien einer Meinung. Sie sagen Nein zum Bau von Kernkraftwerken, wie auch die kleineren Parteien Bhumjaithai, Chartthaipattana and Chart Pattana Puea Pandin. Eine Meinungsumfrage Anfang des Monats von Nida Poll unter 1.230 Wählern hat ergeben: 72 Prozent der Befragten sprachen sich gegen die Nutzung von Atomenergie aus.
Busunglück Chiang Rai
Bei einem Busunglück in der Provinz Chiang Rai erlitten 15 Schüler zum Teil schwere Verletzungen. Der Bus mit Kindern der Stiftung Ban Nana befand sich auf dem Weg zur Schule, als er auf einer Kreuzung mit einem Pick-up zusammenstieß. Zur Unfallzeit war die Ampelanlage abgestellt. Die Polizei nahm den Fahrer des Pick-ups vorläufig fest.
Wahlplakate gestohlen
Kandidaten für die Parlamentswahl am 3. Juli klagten über Vandalismus. Wahlplakate werden gestohlen, übermalt, mit Sprüchen und Zeichnungen versehen sowie zerstört. Thaenkhun Jit-issara, ein Kandidat der Demokratischen Partei in Bangkoks Wahlkreis 12 (Don Mueang), hat sich bei der Wahlkommission über "Rothemden" beschwert. Sie würden ihn ständig auf Motorrädern oder in Pick-ups verfolgen und seinen Wahlkampf massiv stören. Das Kasikorn Research Centre hat errechnet, dass Parteien und Kandidaten etwa 1,06 Milliarden Baht für Plakate, Banner und Broschüren ausgeben werden.
Marine gegen Piraterie
Thailand beteiligt sich erneut am Kampf gegen die Piraterie vor der Küste Somalias. Am 12. Juli werden die beiden Kriegsschiffe HTMS Similan und HTMS Narathiwat mit 370 Mann Besatzung auslaufen. Der Einsatz der Marine ist auf 140 Tage begrenzt und kostet 360 Millionen Baht. Im Indischen Ozean vor Somalia liegen die gefährlichsten Wasserwege der Welt. Dem Internationalen Schifffahrtsbüro (IMB) mit Sitz in Malaysia zufolge ereigneten sich dort im vergangenen Jahr rund 90 Prozent aller weltweit registrierten Piratenüberfälle. Demnach wurden 2010 vor der somalischen Küste 49 Schiffe gekapert und 1.016 Seeleute verschleppt.
60 Wahlbeobachter
Das Asian Network for Free Elections hatte 60 Wahlbeobachter nach Thailand entsendet. Sie waren in allen Regionen des Landes stationiert. Die erfahrenen Beobachter sollten Stimmenkauf, Gewalttätigkeiten und Verletzungen der Menschenrechte melden. Das Network wird zwei Tage nach der Parlamentswahl, also am 5. Juli, einen Abschlussbericht vorlegen.
Mädchen ertrunken
Ein achtjähriges Mädchen ist bei dem Versuch, ihren kleinen Hund vor dem Ertrinken zu retten, vom reißenden Strom fortgeschwemmt worden. Nach heftigen und anhaltenden Regenfällen führte der Kanal in Tak Hochwasser. Der Hund rutschte in die Fluten, das Mädchen sprang hinterher. Das Haustier konnte sich ans Ufer retten, von dem Kind fehlt jede Spur. Rettungsteams gehen davon aus, dass das Mädchen ertrunken ist.
Soldaten können wählen
Verteidigungsministerium und Armee haben alle Gerüchte als völlig unbegründet bezeichnet, nach denen die Militärführung alle Soldaten zur Wahl der Demokratischen Partei aufgerufen hat. Ein Armeesprecher sagte, die Soldaten könnten sich bei der Parlamentswahl am 3. Juli frei für eine Partei entscheiden. Das Militär werde sich nicht in den Wahlkampf einmischen.
Hilfsfonds für Touristen
Bei dem vor Jahren gegründeten Pattaya Tourist Support Fund sind inzwischen 830.000 Baht aufgelaufen. Ein Ausschuss, besetzt mit Vertretern der Privatwirtschaft und der Stadt, entscheidet über Empfänger und Höhe der Zuwendung. Das Geld soll an Urlauber gehen, die während ihres Aufenthaltes in Pattaya unverschuldet in ein Unglück oder einen Unfall verwickelt werden. Da Spenden aus der Geschäftswelt immer seltener werden, wurden jetzt die lokalen Politiker aufgerufen, den Fonds mit städtischen Geldern aufzustocken.
Angelina Jolie: Tattoos
Für den blühenden Tattoo-Tourismus machen Behörden die Hollywood-Schauspielerin Angelina Jolie verantwortlich. Sie hatte bei ihren Thailand-Besuchen zweimal Tätowierstudios aufgesucht, und darüber hatten Medien weltweit berichtet. In der Vorwoche hatte Kulturminister Niphit Intharasombat eine Verordnung angekündigt, die es Tattoostudios verbieten soll, ausländischen Touristen religiöse Motive wie Buddha oder die Hindu-Gottheit Ganesha zu verpassen. Der Minister hält solchen Körperschmuck für anstößig und respektlos. Er glaubt nicht, dass Ausländer religiöse Motive aus Glaubensgründen wählen.
Tourismus brummt
Nach der bisher nach Wunsch verlaufenen Saison hofft die Tourismusbranche nach der Parlamentswahl am 3. Juli auf einen weiteren Schub. Für die ersten 5 Monate dieses Jahres meldet das Tourismusministerium 8,2 Mio. ausländische Urlauber. Das war gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Plus von 24%. Die Hälfte der Gäste (4,15 Mio.) kam aus Ost- und Südostasien. Die Liste führen 988.101 Urlauber aus Malaysia an, gefolgt von China, Japan, Südkorea. Bei den Europäern liegt Russland (426.734) mit weitem Abstand vorne, dann kommen Engländer, Deutsche, Franzosen und Schweizer.
Bangkok - teure Stadt
Im ASEAN-Staatenbund rangiert Bangkok bei den Lebenshaltungskosten an zweiter Stelle. Nur der Stadtstaat Singapur ist für Einheimische und Ausländer teurer. Weltweit stehen Singapur auf Platz 10 und Bangkok auf Rang 72. Das teuerste Pflaster ist nach einer Studie der Economist Intelligence Unit Tokio, dann folgen Osaka und Paris.
Thema Korallenbleiche
Ein Meereswissenschaftler der Universität Prince of Songkhla wirft der Regierung und den für Meeresbiologie zuständigen Behörden Untätigkeit vor. Obwohl seit längerem bekannt sei, dass über 80% der Korallen in der Andamanen See beschädigt seien, würde kaum etwas zur Rettung der Korallen unternommen. Sakanand Plathong vermisst konkrete Maßnahmen: "Einige ausgebleichte Korallenbänke in den Nationalparks wurden für Touristen und Taucher geschlossen, mehr nicht", sagt der Fachmann. Für weitergehende Maßnahmen fehlten Gelder. Gegenüber dem Vorjahr hätten sich gerade mal sieben Prozent der Korallen erholt.
Gutes Investmentklima
Das Board of Investment (BoI) führt die steigende Zahl der Anträge auf das gute Investmentklima zurück. Von Januar bis einschließlich Mai gingen bei der staatlichen Agentur, die alle größeren Investitionen zu genehmigen hat und Privilegien vergibt, 725 Anträge mit einem Volumen von 208 Milliarden Baht ein. Das waren im Jahresvergleich 51 Prozent mehr Anträge, das Volumen legte um 25,3 Prozent zu.
Stimmen-Kauf ?!
Das Anti-Money Laundering Office verfolgt in allen Landesteilen verdächtige Bewegungen auf Bankkonten. Berichten zufolge sollen bereits 10 Milliarden Baht für Stimmenkauf im Umlauf sein. Nach Informationen der Handelskammer im Nordosten Thailands zahlen Kandidaten für eine gekaufte Stimme bis zu 1.000 Baht.
Usbekinnen verhaftet
Eine Usbekin, die unter falschen Versprechungen nach Thailand gelockt und folglich zur Prostitution gezwungen wurde, wandte sich telefonisch an eine Frauenschutz-Organisation in Bangkok. Sie gab an, dass sich in Pattaya mehrere usbekische Zwangs-Prostituierte befänden, die von organisierten Schlepperbanden kontrolliert werden. Darauf stürmten verschiedene Einheiten von Polizei- und der Einwanderungsbehörde ein bekanntes Hotel sowie ein weiteres Gästehaus in Jomtien, wo die Fahnder 9 Prostituierte aus dem ehemaligen Zarenreich, darunter auch eine 46-jährige Frau, die die Ausländerinnen kontrollierte, verhaftete. Auf Hochtouren ermittelt die Polizei nun nach den Hintermännern des Usbeken-Ringes.
Lebensmittelvergiftung
100 Schüler der Bangkoker Horwand School mussten mit Verdacht auf Lebensmittelvergiftung in das Vibhavadi-Krankenhaus eingeliefert werden. Die Jugendlichen klagten über Durchfall und mussten sich übergeben. Ärzte bezeichneten den Zustand der Schüler als nicht besorgniserregend. Eine Ehec-Infektion schloss die Hospitalleitung aus, dennoch wurde der Stuhl untersucht.
7 Tote bei Busunfall
Die Serie von folgenschweren Busunfällen reißt nicht ab. Auf der Fahrt von Chiang Rai nach Buriram kam ein mit 50 Fußballfans besetzter Bus in Lop Buri bei hoher Geschwindigkeit von der Fahrbahn ab. Der Wagen stürzte 10 Meter tief in einen Graben. 7 Anhänger des Vereins Chiang Rai United starben am Unfallort, mehr als 40 mussten verletzt in Krankenhäusern behandelt werden. Der Busfahrer berichtete der Polizei, er habe einem LKW ausweichen müssen.
Singen für den König
Anlässlich des 84. Geburtstages Seiner Majestät des Königs schreiben das Office of the Higher Education Commission, das Ministry of Education und das College of Music der Universität Mahidol einen Chorwettbewerb für Universitäten aus. Jeder Chor muss aus mindestens 50 Studenten bestehen und neben der Königlichen Hymne Kompositionen des Königs beherrschen. Regionalausscheidungen sind vom 9. bis 24. Juli, die Endausscheidung ist am 7. August in der Mahidol-Universität. Der Siegerchcor erhält 300.000 Baht.
Staatsdiener traditionell
Das Kabinett ist einer Empfehlung Ihrer Majestät Königin Sirikit gefolgt und hat alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst aufgefordert, mindestes einmal in der Woche in traditioneller thailändischer Bekleidung zum Dienst zu erscheinen. Die Königin hatte kürzlich bei der Einweihung eines neuen Bürogebäudes angemerkt, Ausländer wunderten sich, dass Thais sich westlich kleiden, obwohl der Thai-Stil eher dem tropischen Klima entspreche.
Dengue-Fieber Impfung
In Thailand läuft eine Versuchsreihe für eine Dengue-Fieber-Impfung. Getestet wird ein Impfstoff an Kindern im Alter von 4 bis 11. In der Provinz Ratchaburi sind von Februar 2009 bis März dieses Jahres bereits 2.400 Mädchen und Jungen alle 6 Monate geimpft worden, weitere 1.600 Kinder haben ein Placebo erhalten. Nach Einschätzung der Universität Mahidol wirkt der Impfstoff. Ein endgültiger Bericht wird für Ende kommenden Jahres erwartet.