News aus 11-2011

Bürgermeister singt
Mit dem Song "Pattaya Wonderland" wirbt Bürgermeister Itthipol Khunpluem für einen Urlaub an der Ostküste. Itthipol hat das Lied gemeinsam mit Barry Upton von Radio Morning (96 FM) produziert. Das Musikvideo soll über www.youtube.com um die Welt gehen.

Regierung gibt Reis
Das Handelsministerium droht Großhändlern mit drastischen Strafen, sollten sie Reis horten und wegen der Folgen des Hochwassers auf steigende Preise setzen. Sie müssen mit einer Haft bis zu sieben Jahren und einer Geldbuße bis zu 140.000 Baht rechnen. Das Ministerium wird bis zu 200.000 Tonnen Reis aus staatlichem Bestand bereitstellen. Fünf Kilogramm pro von Überflutungen betroffenen Familien und weiteren Verbrauchern.

Arbeitslose Flutopfer
Die durch das Hochwasser arbeitslos gewordenen Mitarbeiter von Unternehmen sollen in anderen Provinzen vorübergehend einen Job erhalten. Das Arbeitsministerium hat an die Wirtschaft appelliert, ihre Beschäftigten nicht zu entlassen. Sobald die Produktion wieder anlaufe, sollten die Frauen und Männer an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. In 30 Provinzen haben Firmen mit über 160.000 Mitarbeitern ihren Betrieb eingestellt, darunter sind rund 100.000 in Ayutthaya. Das Arbeitsministerium hofft auf die Unterstützung von Unternehmen in Pathum Thani, Rayong, Chonburi, Samut Sakhon und Samut Prakan. Sie sollen vorübergehend Arbeiter beschäftigen.

Elefant erschossen
Im Wildreservat am Ratchaprapha-Damm in Surat Thani ist eine tote Elefantenkuh gefunden worden. Aufgrund der Wunden gehen Mitarbeiter des Schutzgebietes davon aus, dass Wilderer auf das Tier geschossen haben. Der Dickhäuter konnte zwar entkommen, erlag aber später seinen Verletzungen. Vermutlich bereits vor zehn Tagen. Der Elefant war zwischen 20 und 25 Jahre alt und wog zwei Tonnen. Im Schutzgebiet Khlong Saeng leben sieben Elefanten. Dickhäuter sind landesweit in den Nationalparks das Ziel von Wilderern.

Chiang Mai im Wasser
Die Stadt ist schwer von den Fluten getroffen. Tausende Bewohner kämpften mit den Wassermassen, und Geschäfte und Firmen erlitten materielle und finanzielle Schäden. Der berühmte Nachtbazar, die Einkaufszentren, Hotels, Restaurants und Bankfilialen an den Hauptstraßen, wie Chang Klan, Charoen Muang und Charoen Prathet wurden überschwemmt, als der Fluss Ping seine Ufer sprengte und sich die Wassermassen ins zentrale Geschäftsviertel ergossen. An den am schlimmsten betroffenen Stellen stand das Wasser fast einen Meter hoch. Ursache für die Katastrophe war das nach schweren Regenfällen aus den Bergen herunterströmende Wasser. Kinder und alte Leute wurden evakuiert, und die Behörden waren bemüht, die ausharrenden Bewohner mit Nahrungsmitteln, Wasser und den notwendigsten Dingen zu versorgen. Neben dem am schlimmsten betroffenen Zentrum der Stadt waren auch noch andere Teile von Chiang Mai überflutet.

Handel mit Rosenholz
Rosenholz oder Palisander ist für den Möbelbau heiß begehrt. Deshalb wird es im Nordosten des Landes illegal geschlagen und je Stamm für 5.000 Baht verkauft. Jetzt hat die für Nationalparks zuständige Behörde schärfere Kontrollen und Strafen gefordert. Das derzeit geltende Bußgeld von 4.000 Baht und eine Haft zwischen zwei und drei Monaten seien nicht ausreichend, um den Handel mit dem geschützten Rosenholz (in Thai: mai payoong) zu stoppen.

Preah Vihear heißt jetzt Khao Phra Wihan
In der Provinz Sisaket werden die Hinweistafeln auf den Hindu-Tempel Preah Vihear geändert. Auf Druck patriotischer Gruppen lässt die Tourismusbehörde TAT die Bezeichnung in Khao Phra Wihan ändern. Preah Vihear, so TAT, sei Khmersprache und sollte in Thailand nicht genutzt werden. Im Grenzbereich zu Kambodscha müssen 29 Schilder geändert werden.

3 Rothemden verurteilt
Ein Kriminalgericht hat drei Mitglieder der United Front for Democracy against Dictatorship (UDD) wegen Besitz von Waffen und Nichtbeachtung des Ausnahmezustandes verurteilt. Polizisten hatten am 19. Mai letzten Jahres in Bangkok ein Taxi mit zwei Männern und einer Frau gestoppt. Im Wagen der Rothemden fanden die Beamten mehrere Sprengsätze. Die Männer wurden jeweils zu einer Haft von 20 Monaten Haft verurteilt, die Frau zu sechs Monaten auf Bewährung.

Ärzte ohne Grenzen
Nach 36 Jahren ziehen sich die "Ärzte ohne Grenzen" aus Thailand zurück. Als Grund gibt die weltweit operierende Organisation die massive Einmischung staatlicher Stellen an. Die Behörden hatten die Schließung von zwei Kliniken durchgesetzt, in denen rund 55.000 Migranten aus Birma ärztlich betreut wurden. In Samut Sakhon hatten die ausländischen Ärzte die Auflage erhalten, nur noch vorbeugend zu wirken und Beschwerden und Erkrankungen nicht mehr zu behandeln.

Deutschland will helfen
Außenminister Dr. Guido Westerwelle hat seinem thailändischen Amtskollegen Dr. Surapong Tovichakchaikul ein Schreiben übermittelt: "Mit großer Bestürzung verfolgen wir in diesen Tagen die Nachrichten von den verheerenden Überschwemmungen in Thailand. Den Opfern und ihren Familien und Freunden wie auch den vielen Menschen, die Hab und Gut verloren haben, gilt meine und meiner Landsleute tief empfundene Anteilnahme. Den vielen Helfern, die sich vor Ort an dem Kampf gegen die Fluten beteiligen, gebühren höchste Anerkennung und Respekt. Deutschland steht in diesen schweren Stunden an der Seite von Thailand. Wir sind bereit, auch kurzfristig Hilfe zu leisten. Bitte lassen Sie uns wissen, wie wir gezielt helfen können."

Hilfsbereiter Mann tot
In Bangkok wurde ein hilfsbereiter Mann von 10 Jugendlichen getötet. Der 55-Jährige hatte im Bezirk Din Daeng einen Streit zwischen Jugendlichen schlichten wollen. Als sein Bruder herbeieilte, flohen die jungen Männer. Der 55-Jährige lag tot in einer Blutlache. Neben der Leiche fand man eine Axt, ein Messer, Stangen und Golfschläger.

Ohne Handyzugang
Millionen Handy-Besitzer in den von Hochwasser betroffenen Regionen können nicht telefonieren. Alle großen Netzwerkbetreiber wie Advanced Info Service (AIS), DTAC und True Move melden den Ausfall von Basisstationen. Sie sind überflutet oder ohne Strom. Das heißt: Menschen, die in Not geraten, können telefonisch keine Hilfe holen.

Urteil Pub Santika
Mehr als 32 Monate nach dem folgenschweren Brand im Pub Santika hat ein Bangkoker Kriminalgericht zwei Angeklagte für schuldig befunden. Der Eigentümer des Entertainment-Betriebs und der Besitzer der Focus Light Sound System Company wurden zu jeweils drei Jahren Haft verurteilt. Die Richter warfen dem Pub-Eigentümer Fahrlässigkeit vor. Er habe Bestimmungen für Umbau von Gebäuden ebenso wenig beachtet wie für Sicherheitsmaßnahmen und für ausreichende Notausgänge. Dem Besitzer des Unternehmens für das Silvesterfeuerwerk wurde vorgeworfen, auf der Bühne des Pubs leichtfertig ein Feuerwerk abgebrannt zu haben, das zu dem Inferno führte. Die beiden Männer und das Unternehmen Focus Light Sound System müssen 87 Mio. Baht an die Hinterbliebenen und Verletzten zahlen. Bei dem Brand in der Nacht zum 1. Januar 2009 waren 67 Menschen ums Leben gekommen, weitere 103 verletzt worden.

U-Boot-Kauf torpediert
Der von der Marine geplante Kauf von sechs deutschen U-Booten ist weiter in der Schwebe. Verteidigungsminister Yutthasak Sasiprapa stört sich an den Kosten in Höhe von 7,5 Milliarden Baht. Die deutsche Marine hatte Thailand die ausrangierten U-Boote angeboten und eine baldige Entscheidung erwartet. Der Minister sieht die deutschen Boote zwar als erste Wahl, aber auch Russland, China und Südkorea könnten U-Boote liefern.

Thailand und Swarovski
Thailand ist für den österreichischen Schmuck-Hersteller Swarovski zu einem bedeutenden Exportland geworden. Die 2010 im Königreich gegründete Tochtergesellschaft Singity verkauft 90% der von ihr vertriebenen Produkte in die USA, nach Europa, Japan, Dubai und Südostasien. Die restlichen 10% werden in Thailand abgesetzt. Das Tiroler Unternehmen ist bekannt für geschliffenes Kristallglas, beschäftigt 23.000 Menschen und ist inzwischen in 120 Staaten vertreten.

Der Wunsch des Königs
Wegen der Hochwasserkatastrophe hat Seine Majestät König Bhumibol Adulyadej Regierung, Behörden, Organisationen, Unternehmen und Bevölkerung gebeten, die zu seinem Geburtstag geplanten Feste so einfach wie möglich zu gestalten. Der Herrscher ist besorgt über die Auswirkungen der Überschwemmungen für die Bewohner der betroffenen Provinzen. Er bedauert, dass er die Familien wegen seines Alters und seiner schwachen Gesundheit nicht besuchen kann. Der König vollendet am 5.12. sein 84. Lebensjahr.

Buch über Thaksin
Das Buch des Journalisten Tom Plate: "From Exile to Deliverance: Thailand's Populist Tycoon Tells His Story" ist in Bangkok in keinem Buchgeschäft erhältlich. Die beiden größten Buchketten Asia Books und Kinokuniya vertreiben es wegen "brisanten" Inhaltes nicht.

"Rothemden-Dörfer"
Landesweit haben rund 4.000 sogenannte Rothemden-Dörfer ihre Zusammenarbeit im Kampf gegen die Diktatur erklärt. Ihr Ziel: Sie wollen den ins Ausland geflüchteten Ex-Premier Thaksin Shinawatra nach Hause holen. 200 Vertreter von "Rothemden-Dörfern" haben in Udon Thani den Polizeioffizier Kamolsilp Singhasuriya zum Vorsitzenden der "Red-Shirts Village for Democracy Federation" gewählt.

Expats pro Thailand
Bei einer Umfrage der HSBC-Bank unter 3.385 Expats in über 100 Ländern haben im Ausland arbeitende und lebende Ausländer Thailand als besten Standort genannt. Kriterien waren Gesundheitswesen, Unterbringung, Arbeitsumfeld und Lifestyle. Nach Thailand folgen Ägypten, Saudi Arabien, Singapur und die Schweiz. Deutschland nimmt lediglich den 28. Rang ein.

Jetzt drohen Seuchen
Das Gesundheitsministerium hat die Bevölkerung aufgerufen, besonders auf Hygiene zu achten. Das Ministerium befürchtet in den Hochwasser-Gebieten den Ausbruch von Seuchen, besonders von Diarrhö. Weil Lebensmittel über weite Wege und bei Hitze in das Katastrophengebiet gebracht werden, können sie verdorben oder verschmutzt sein. Zudem kann das Hochwasser in Brunnen und Toiletten eingedrungen sein und die Seuchengefahr erhöhen. Das Ministerium hat eine Reihe von Ärzteteams in die überfluteten Gebiete entsandt, darunter sind auch Psychiater.

200.000 evakuiert
Nach dem Bruch eines Schutzwalls am 8.000 Rai großen Industriegebiet Nava Nakorn in Pathum Thani haben die Behörden vorsorglich die Evakuierung von 200.000 Menschen angeordnet. Der Schutzwall brach am Montag kurz vor Mittag auf fünf Meter Länge. 200 Busse sowie Fahrzeuge von Armee und Polizei brachten Arbeiter und Anwohner zu Notunterkünften. Mindestens vier weitere Industrieparks mit Hunderten Betrieben sind bereits überflutet.

Twitter von Yingluck
Ein 22 Jahre alter Student hat gestanden, das Twitter-Konto von Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra vorübergehend gekapert zu haben. Der Hacker hat sich der Polizei gestellt. Er sagte aus, er hätte mit seinem Eindringen in das Computersystem dem Informationsministerium im Kampf gegen andere Hacker helfen wollen. Der Student hatte mehrere Nachrichten platziert, mit denen er dem Regierungskabinett Inkompetenz und Vetternwirtschaft vorwarf. Das Ministerium für Information und Kommunikation will ermitteln.

Brückeneinweihung
Die dritte Thai-Lao-Freundschaftsbrücke wird am 11. November eingeweiht. Das Bauwerk überspannt den Fluss Mekong und verbindet die thailändische Provinz Nakhon Phanom mit der laotischen Provinz Khammouane. Das Unternehmen Italian-Thai Development begann mit den Arbeiten im Mai 2009. Die Kosten in Höhe von 1,723 Milliarden Baht hat die Bangkoker Regierung übernommen. Die Brücke ist 780 Meter lang und mit Auffahrten 5,2 Km. Über die Brücke wird der Verkehr nach Laos und dann weiter nach China und Vietnam fließen.

300-Baht-Lohn
Tausende Arbeiter verschiedener Gewerkschaften und Organisationen wollen in Bangkok vor dem Sitz der Regierung für eine landesweite Anhebung des Mindestlohns auf täglich 300 Baht demonstrieren. Der für die Lohnanhebung zuständige Ausschuss will den Mindestlohn in 7 Provinzen auf 300 Baht festsetzen: Bangkok, Samut Sakhon, Pathum Thani, Nakhon Pathom, Nonthaburi, Samut Prakan und Phuket. Arbeiter in den restlichen 70 Provinzen sollen ab Januar nur in den Genuss einer 40-prozentigen Erhöhung kommen.

Masterplan Pattaya
Bis 2022 soll die Regierung für 132 Projekte 15 Milliarden Baht bereitstellen. Das sieht der von der Designated Areas for Sustainable Tourism Administration (Dasta) für Pattaya aufgestellte Masterplan vor. Mit dem Geld sollen der öffentliche Personennahverkehr, ein Shuttle-Bus-Service, verbessert sowie in Pattaya und auf der vorgelagerten Insel Larn Häfen gebaut werden. Die Inseln Larn und Phai werden als "grünes Touristenziel", Naklua für Nachbarschaftstourismus ausgebaut. Erhebliche Mittel fließen in Umweltschutz, Wasserversorgung, Müllbeseitigung, Abwasserreinigung und Hochwasserschutz.

Kids bevorzugen Ice
Die Modedroge "Ice" wird bei jungen Menschen immer beliebter. Nach einer Untersuchung des Office of the Narcotics Control Board favorisieren Frauen und Männer im Alter zwischen 15 und 24 Jahren Crystal Meth und nicht, wie in den letzten Jahren, Yaba-Pillen. Jugendliche streuen das Gerücht, "Ice" wäre besser zu vertragen als Yaba. Nach einer weiteren Untersuchung sollen von den 300.000 jungen Menschen in den südlichen Provinzen Narathiwat, Pattani und Yala 50.000 drogenabhängig sein. Im Süden ist vor allem ein Cocktail aus Kratom-Blättern gefragt.

Pantip Plaza no Copys
Bangkoks bekanntestes Copy-Einkaufszentrum Pantip Plaza soll spätestens ab 2014 keine kopierten Produkte mehr verkaufen. Der Betreiber des 26 Jahre alten IT-Zentrums im Stadtteil Pratunam bietet seine 40.000 qm Verkaufsflächen nur Händlern an, die sich verpflichten, ausschließlich Originalwaren anzubieten. Pantip Plaza hat in Bangkok 2 weitere Filialen in den Distrikten Ngam Wong Wan und Bang Kapi.

Krokodile entkommen
Bewohner der Provinz Ayutthaya müssen nicht nur das Hochwasser fürchten, sondern auch Krokodile. Die Flut soll über 300 Reptilien aus mehreren legalen und illegalen Zuchtbetrieben gespült haben. Die Jagd nach den entwichenen Krokodilen ist im Gang. Gesundheitsminister Witthaya Buranasiri hat für jeden Fang eine Belohnung von 1.000 Baht ausgesetzt: tot oder lebendig! Rund 50 Krokodile wurden bereits erschossen.

Autobauer stoppen
Mehrere Autobauer haben ihre Produktionsbänder angehalten, weil ihnen Kfz-Teile fehlen. Ihre Zulieferer befinden sich in der überfluteten Provinz Ayutthaya und mussten ihre Arbeit einstellen. Hondas Werk in Ayutthaya steht ganz unter Wasser, Toyota, Mitsubishi, Mazda und Ford haben die Montage ausgesetzt. Erst vor Wochen hatten japanische Autobauer ihre Produktion wieder voll aufgenommen, nachdem als Folge von Erdbeben und Tsunami in Japan keine oder zu wenig Teile nach Thailand verschifft wurden. Die Federation of Thai Industries glaubt nicht, dass die Branche ihr Ziel von 1,8 Mio. Fahrzeugen bis Ende Dezember erreichen wird.

Angst vor Dieben
Aus Angst vor Dieben wollen gefährdete Menschen ihr Haus nicht verlassen und sichere Notunterkünfte aufsuchen. Obwohl Behörden in Ayutthaya die Evakuierung angeordnet haben, bleiben Familien in ihren Gebäuden. Diebe, so wird berichtet, paddeln in Booten durch die überschwemmten Straßen. Sie halten vor Häusern an und rufen nach den Bewohnern. Meldet sich niemand, werden die Räume nach Wertvollem durchsucht. Selbst Möbel und Betten sollen die Diebe mitnehmen. Die Polizei ist mit der Evakuierung der Menschen sowie der Ausgabe von Trinkwasser und Speisen völlig ausgelastet. Es fehlt Personal, um Kriminelle in den überfluteten Gebieten festzunehmen. Auf über 10.000 Baht explodiert sind die Verkaufspreise für Boote. Und für die als Wassertaxis im Einsatz befindlichen Boote müssen Fahrgäste hohe Fahrpreise zahlen.

Baby schwer verletzt
In einem Arbeiterlager einer Baustelle in der Naklua Road Soi 14 wurde ein eineinhalb Jahre altes Baby schwer verletzt. Das Kind spielte unbeaufsichtigt in der Nähe eines Strom-Transformators. Als dieser Funken sprühte, löste sich ein Stromkabel, das auf das Kleinkind fiel. Während sich die Arbeiter in Sicherheit brachten wurde das Baby lebensgefährlich verletzt. Aktuell kämpfen die Ärzte des Spitals in Chonburi um das Leben des Kindes.

73 Mio. SIM-Cards
Thailands Mobilfunkbetreiber haben über 73 Mio. Kunden. Das heißt: Die Zahl der SIM-Card-Besitzer ist rund 6 Mio. größer als die Einwohnerzahl. Viele Handy-Nutzer haben bereits zwei, drei oder mehr Geräte bzw. SIM-Cards in Gebrauch. Marktführer ist Advanced Info Service (AIS) mit 32,5 Mio. Kunden, dann folgen DTAC mit 22,7 Mio. und True Move mit 17,9 Mio.

Futter für Elefanten
Das National Elephant Institut mit Sitz in Lampang hat mit zwei Lastwagen Futter für 70 hungrige Elefanten nach Ayutthaya gebracht. Diese Dickhäuter stehen im Historischen Park von Ayutthaya Touristen für einen Ritt zur Verfügung. Wegen der Überschwemmungen können lokale Landwirte kein Futter liefern. Ein Elefant verschlingt täglich zwischen 200 und 250 Kilogramm Heu und Lebensmittel.

Hundeschmuggler
Fünf Hundeschmuggler sandte ein Richter vier Monate ins Gefängnis. Ihr Lastwagen war in Nakhom Phanom mit 1.260 Hunden von der Polizei gestoppt worden. Die Tiere waren für Vietnam bestimmt. Denn dort gilt Hundefleisch als Delikatesse. Das Gericht fand drei Thais und einen Vietnamesen für schuldig, Hunde ohne Genehmigung transportiert und gehandelt zu haben.

Für den Truppenabzug
Die Verteidigungsminister von Thailand und Kambodscha haben sich bei einem Treffen in Phnom Penh darauf verständigt, der Forderung des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag nach Abzug der Truppen aus dem umstrittenen Gebiet am Hindu-Tempel Preah Vihear nachzukommen. Der Gerichtshof hatte weiter entschieden, in der entmilitarisierten Zone Beobachter aus dem ASEAN-Staatenverbund zu stationieren. Allerdings haben die Minister nach ihrem Gespräch keinen Termin für den Truppenabzug genannt. Darüber soll die General Border Commission befinden.

673 gefälschte Handys
Das Department of Special Investigation hat im Bangkoker IT-Einkaufszentrum Pantip Plaza 673 gefälschte Mobiltelefone sichergestellt. In vier Geschäften fanden die Beamten nachgemachte Handys der Marken Apple, Blackberry, Nokia, Samsung und Ferrari mit einem Verkaufswert von 1,5 Mio. Baht. Die Inhaber wurden festgenommen.

Inflation 4,03 Prozent
Für den Monat September gab das Handelsministerium den Preisanstieg im Jahresvergleich mit 4,03% an. Das waren 0,33% weniger als im August. Obwohl die Regierung die Spritpreise deutlich gesenkt hatte, machen sich die geringeren Ausgaben für Kraftstoffe bei der Inflation kaum bemerkbar. Denn die Preise für Lebensmittel und Getränke stiegen im Jahresvergleich um 8,84%. Für die ersten neun Monate des Jahres ergibt sich ein Preisanstieg von 3,75%.

Kambodschas Vogel
Nach einer Meldung der Phnom Penh Post vom 12.10.2011 ist der Nationalvogel Kambodschas, der Große Ibis oder Riesenibis (Pseudibis gigantea) in akuter Gefahr seinen angestammten Lebensraum, das sogenannte Habitat, auf Dauer zu verlieren. Im Kulen Promtep Wildlife Sanctuary in der Provinz Preah Vihear wurden 9.237 Hektar des Geländes der Cambodian Dawn Plantation Ltd zur Landentwicklung per Dekret übergeben. Schon im Juli waren 28.720 Hektar des insgesamt 402.400 Hektar großen Wildschutzgebietes, das sich in den Provinzen Oddar Meanchey, Preah Vihear u. Siem Reap befindet, landwirtschaftlicher Nutzung zugeführt. Weitere 9.160 Hektar des Phnom Pich Wildlife Sanctuary in der Provinz Mondulkiri waren zur landwirtschaftlichen Nutzung freigeben worden. Man nimmt an, daß 91% der gesamten Weltbestände des Großen Ibis in Kambodscha leben, davon 41% in den nördlichen Ebenen, wo Kulen Promtep liegt.

Hoher Schaden
Neben den enormen menschlichen Verlusten wird langsam der finanzielle Schaden deutlich, den das Hochwasser seit Juli angerichtet hat. Überschwemmungen haben die Wirtschaft hart getroffenen. Experten sagen voraus, dass das Wirtschafts-Wachstum in diesem Jahr um bis zu 1 Prozent geringer ausfallen wird und die Exporte bis Ende des Jahres hinter den Erwartungen bleiben. Mehrere bedeutende Industriegebiete sind überflutet. In weit über 1.000 Betrieben kann nicht mehr gearbeitet werden. Zu den Produktionsausfällen kommen Schäden an Gebäuden und Maschinen sowie die Kündigung von Aufträgen. Denn viele von Hochwasser betroffene Fabriken werden erst im kommenden Jahr wieder produzieren. Vertreter der Wirtschaft nennen eine Schadenssumme von mehreren hundert Milliarden Baht.

Im Knast konfisziert
Bei Razzien in 32 Gefängnissen haben Polizisten 78 Handys, 54 SIM-Cards, 34 Batterien, 756 Speed-Pillen, 52 Tuben mit der Droge "Ice", 24 Tuben mit Heroin sowie Waffen sichergestellt. Zu langjährigen Haftstrafen verurteilte Drogenhändler führen ihre Geschäfte bzw. Banden weiter von der Zelle aus.

Kraftwerke geschlossen
Der staatliche Stromkonzern Electricity Generating of Thailand (EGAT) hat wegen des Hochwassers vier Kraftwerke mit einer Leistung von 1.210 Megawatt (MW) geschlossen. Darunter sind die großen Kraftwerke Wang Noi in Ayutthaya (600 MW) und Lam Tha Khong in Nakhon Ratchasima (500 MW). Von Fluten bedroht ist das Kraftwerk am Fluss Chao Praya in Nonthaburi mit einer Leistung von 700 MW. Ein Sprecher von EGAT versicherte, dass der Konzern trotz der Ausfälle Wirtschaft und Haushalte ausreichend mit Strom versorgen könne.


Meldungen aus Phuket

Eine Schlammlawine
Eine Masse aus Schlamm und Wasser fegte in der Dunkelheit über eine Straße und beschädigte Autos, als eine Schutzmauer an einem Berghang einstürzte. Mit dem Sonnenaufgang war Phukets Gouverneur Tri Augkaradacha an den Unglücksort im Dorf Kuku gefahren, um sich ein Bild von der Katastrophe zu machen, wo die Schutzmauer um drei Uhr Morgens ein Chaos ausgelöst hatte. Einwohner und Rettungskräfte hatten schon begonnen, den Schlamm und Schutt von der Straße zu entfernen, wo die Lawine mehrere Fahrzeuge ineinander geschoben hatte. Glücklicherweise befand sich um 3 Uhr morgens keiner auf der Straße. So gab es keine Verletzten, denn erst bei Tageslicht konnte man das Ausmaß der Zerstörung erkennen. Diese erneute Schlammlawine auf Phuket lässt die Besorgnis der Behörden weiter wachsen, da durch die schweren Regenfälle im Oktober nach einem größeren Erdrutsch an einer Umgehungsstraße die Anwohner evakuiert werden mussten. Auf Phuket hatte es die ganze Nacht durch geregnet, doch die Polizei teilte mit, dass es zu keinen weiteren Überschwemmungen kam.

Neue Masche der Dealer
Drogenhändler auf Phuket werben neue Käufer, indem sie behaupten, dass Drogen kosmetische Vorteile besitzen. Ärzte sind da natürlich ganz anderer Meinung, obwohl die Stimulanz einige Änderungen in der Erscheinung der Benutzer hervorrufen könnten, aber bei weitem nicht den gewünschten Effekt erzielen. Polizei und Gesundheitsbehörden sind besorgt über einen Anstieg der Konsumenten von Ya-Ice (Kristall-Methamphetamin) auf Phuket und den umliegenden Provinzen. Pramote Phumprakun, Superintendent of the Narcotics Suppression Bureau Division (NSBD), beschrieb das Ya-Ice Problem als Epidemie, trotz der Bemühungen der Behörden, sie zu unterdrücken. "Auch wenn wir alle illegalen Aktivitäten so gut wie möglich überwachen, scheint das Drogen-Netzwerk immer komplizierter zu werden und schwieriger aufzudecken", sagte Pramote. Die Verbreitung von Ya-Ice ist vor allem bei Jugendlichen auf Phuket ausgeprägt, die trotz des Mangels an medizinischen oder wissenschaftlichen Beweisen glauben, dass der kosmetische Vorteil ein positiver Nebeneffekt sei.

Tod durch Erhängen
Gerade wurde die Leiche einer Frau aus Phuket gefunden, die sich in der Nähe ihrer Wohnung in Thalang an einem Baum selbst erhängt hatte. Der zweite Selbstmord auf Phuket in nur drei Tagen. Die Polizei wurde von dem Selbstmord an der Soi Nai Yang 3, gegenüber dem Wat Nai Yang in Sakoo, im Morgengrauen informiert. Als sie und die Rettungskräfte der Kusoldharm Stiftung ankamen, standen Nachbarn vor der erhängten 54-jährigen Jindaporn J. und starrten sie an. Sie war aufgehängt mit einer Nylonschnur, die an einem starken Ast eines Baumes befestigt war. Ihr Körper wurde von den Kusoldharm Mitarbeitern heruntergeholt und in das Leichenschauhaus des Thalang Krankenhauses gebracht. Erst Befragungen von Nachbarn wiesen darauf hin, dass die Frau unter großem Stress stand, weil einer ihrer Söhne schwer erkrankt sei und häufig nach Bangkok reisen musste, um sich medizinisch behandeln zu lassen. Das überstieg wahrscheinlich ihre finanziellen Mittel.

Strasse eingesackt
Ein weiterer Abschnitt der Strasse am Patong Hill, diesmal auf der linken Fahrspur in Richtung Osten, musste abgesperrt werden. Der Abschnitt der beschädigten Straße liegt etwa 200 m westlich des Chao Pho Seua Schrein (Tiger Tempel) an der Spitze des Berges. Arbeiter sagten, dass sie die Schäden gerade bemerkt hatten und platzierten Verkehrskegel um den Bereich, so dass keine Fahrzeuge den Bereich überqueren konnten. Die Strasse ist an der Stelle, die sich über 10 m erstreckt, etwa fünf Zentimeter abgesunken. Der Straßenschaden am Patong Hill ist die Folge der schweren Unwetter auf Phuket, die schon am 5. Oktober auf der anderen Seite des Berges die Fahrbahn durch Boden-Erosionen stark beschädigten. Auf der Straße bildete sich ein etwa 150 m langer Riss.

Niederländer gemessert
Ein Tourist aus den Niederlanden ist von einem Obdachlosen mit einem Messer vor einer McDonalds-Filiale angegriffen worden. Die Polizeibeamten, die um etwa 11.00 Uhr am Tatort in Ao Nang Beach ankamen, fanden einen 29-jährigen Touristen, der auf dem Bürgersteig in einer Blutlache lag. Der Landstreicher, vermutlich verrückt, hatte dem Niederländer Reiner F. eine tiefe Schnittwunde am Nacken zugezogen - 20 Zentimeter lang und ca. 2 cm tief. Er wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er es nach einer Behandlung wieder verlassen konnte.
Laut Augenzeugenberichten erschien der Angriff völlig grundlos. Thongchai Sengrod, ein Polizeibeamter aus dem Bezirk Krabi, sagte, dass Reiner F. sein Hotel verließ und nach einem Restaurant Ausschau hielt. Einige Zeugen sahen einen verwirrt aussehenden Mann, der hinter ihm lief und ihn plötzlich mit einem Messer attackierte und flüchtete. Da die Polizei annahm, dass es zu weiteren Angriffen kommen könnte, inszenierten sie eine Menschenjagd, die am selben Tag um ca. 15.00 Uhr mit der Verhaftung des 33-jährigen Sompong K., auch bekannt als "Bang Mhan", endete. Später stellte sich heraus, dass der Angriff nicht der erste von dem Landstreicher war. Thongchai Sengrod sagte, nachdem sie "Bang Mhan" am Ao Nang Beach verhaftet hatten und in die Zelle sperrten, erhielten sie einen Bericht, dass er schon einige Tage früher einen birmanischen Gastarbeiter im Ao Nang Bereich mit einem Messer attackierte.

Ehemann ermordet
Der 29-jährige Niphon T. ist erschossen worden, als er seine Frau von ihrer Arbeitsstelle am Flughafen in Phuket abholte. Niphon T. starb durch einen einzigen Schuss in seinen Kopf. Der Mord wurde der Polizei um Mitternacht gemeldet. Saiyut K., die 28-jährige Ehefrau, wartete an diesem Abend auf ihren Ehemann, der sie von der Arbeit abholte. Als er um ca. 22.00 Uhr am Flughafen ankam, setzte sie sich hinter ihm auf das Motorrad, und sie fuhren nach Hause. Auf der Fahrt nach Hause bemerkte Niphon T., dass sie von einem anderen Biker verfolgt wurden. Um sich zu vergewissern, drehte er sich um und sah wie der Verfolger plötzlich eine Waffe zog. Seine Frau bekam dies mit und musste mit ansehen, wie ihr Mann vor ihren Augen ermordet wurde. Der unbekannte Täter ist auf der Stelle geflüchtet und die Ermittlungen der Polizei sind noch in der Anfangsphase. Das Motiv für diesen Mordanschlag ist nicht bekannt.

Thai Boxer verprügelt
Ein italienischer Tourist musste lernen, dass man Bier und Kampfsport-Arten nicht mixen sollte. Laut einem Bericht der Tageszeitung Siangtai, stattete eine Gruppe von 3 stark betrunkenen Italienern einer Nacht-Bar in der Soi Sea Dragon einen Besuch ab, als sich der Vorfall ereignete.
Die Aufmerksamkeit der Mädchen auf sich zu ziehen ist in der Regel nicht sehr schwer. Zeugen sagten, dass einer der Italiener sein Hemd auszog, um die Gastgeberinnen mit seinem tätowierten Körper und seinen Kenntnissen im Muay Thai Boxen zu beeindrucken. Kaum beeindruckend fand dies ein thailändischer Gast, der die wenig perfekten Manöver beobachtete und sich zu den Touristen gesellte, um ihnen wohl ein paar Ratschläge zu geben. Ein Kampf entbrannte, und der italienische Möchtegern Muay Thai Boxer fiel durch einen harten Ellenbogenschlag auf den Boden, mit einer blutigen Wunde über dem rechten Auge. Der thailändische Gast verließ ohne ein Wort die Bar und verschwand in der Nacht. Die beiden italienischen Freunde brachten ihren angeschlagenen Freund in das nächste Krankenhaus, wo seine Wunde genäht werden musste. Die Polizei ist von dem Vorfall auch informiert worden und fragte den Touristen, ob er eine Anzeige erstatten will. Doch er sagte ihnen, "es war nur ein Missverständnis".

Sturmfront auf Phuket
Ein Unwetter über Nacht löste eine weitere Boden-Erosion aus, die Häuser am Fuße eines steilen Hanges stark beschädigte und mehrere Wohnungen im Bezirk Srisuntorn auf Phuket überflutete.
Die Bewohner wurden aus Sicherheitsgründen evakuiert, obwohl der Wetterdienst für die nächsten Tage besseres Wetter prognostizierte, aber nicht für die Bereiche in Ranong, Phang Nga und Krabi, wo mit 70% Wahrscheinlichkeit weiterhin mit starken Niederschlägen gerechnet wird. Die Behörden sind nach wie vor besorgt über die Gefahr, die auf Phuket weitere Erdrutsche auslösen könnten, insbesondere auf einem Abschnitt einer Umgehungsstraße, die immer noch für Bewohner und Arbeiter abgesperrt ist. Die evakuierten Anwohner werden wohl noch länger warten müssen, da die Bedrohung von Boden-Erosionen bleibt.

Dank freundlicher Unterstützung vom Wochenblitz - Deutsche Zeitung auf Phuket und von Peter Hilbig



News aus 12-2011

Benz montiert wieder
Mercedes-Benz begann in seinem Werk Thonburi Assembly wieder Fahrzeuge zu montieren. Der deutsche Konzern hatte Mitte Oktober wegen des Hochwassers vorsorglich die Produktion eingestellt und 1.000 neue Fahrzeuge auf ein höher gelegenes Gelände transportiert. Eine Reihe von Kunden hat die Händler gebeten, mit der Auslieferung der Luxuslimousinen so lange zu warten, bis die Überschwemmungen zurückgegangen sind.

Jagd auf Krokodile
In den überschwemmten Gebieten der Provinz Ayutthaya werden nach wie vor aus Krokodilfarmen entwichene Reptilien gesichtet. Jetzt hat die Fischereibehörde eine Spezialeinheit aufgestellt, die die Tiere einfangen soll. Die Behörde hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung und hat an die Menschen appelliert, sich nicht ohne Stöcke in überfluteten Straßen zu bewegen. Damit könnten die Reptilien vertrieben werden.

Schweizer geschlagen
Vor einer Kfz-Reparaturwerkstatt im Ort Pong am Highway 36 bei Pattaya sind ein Schweizer und seine thailändische Frau brutal zusammengeschlagen worden. Der 49-jährige Inhaber einer Autovermietung und seine 26-jährige Frau mussten mit erheblichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Das Ehepaar hatte sich bereiterklärt, sich um den Hund des Werkstattbesitzers während dessen Abwesenheit zu kümmern. Sie trafen auf fünf Männer, die mehrere Gegenstände aus der Werkstatt auf einen Pick-up luden. Die Männer schlugen mit Stöcken auf das Paar ein, stahlen 4.000 Baht und Kreditkarten und flüchteten.

Auch Süden gefährdet
Das National Disaster Warning Centre rechnet auch in Südthailand mit Unwetter und heftigen Niederschlägen. Die Bevölkerung wurde vor Überschwemmungen und Erdrutschen gewarnt. Das gilt besonders für die Provinzen Chumphon, Surat Thani, Nakhon Si Thammarat, Phatthalung und Songkhla.

Genug Nahrungsmitteln?
Droht eine Versorgungskrise? Diese Frage stellen sich Thais und Ausländer in diesen Wochen. In einer Reihe von Supermärkten bleiben Regale leer, weil unter Wasser stehende Betriebe nicht produzieren, bedeutende Lagerhäuser in Ayutthaya und Pathum Thani überflutet und Transportwege unterbrochen sind. Die Belieferung der Geschäfte wird in den kommenden Wochen nicht besser werden. Die Thailändische Handelskammer hat an die Regierung appelliert, der sofortigen Verlegung von Produktionsstätten ohne behördlichen Aufwand zuzustimmen. Nur so könne ein Engpass in der Versorgung der Bevölkerung mit Nahrung vermieden werden.

Reisernte geringer
Weil 13% der Ackerfläche durch das Hochwasser ruiniert sind, steht Thailand vor einem Engpass an Reis und weiteren landwirtschaftlichen Produkten. Sicher ist, dass in den kommenden Monaten die Preise und wohl auch die Inflation steigen werden. Die Reisbauern werden in diesem Jahr voraussichtlich 6 Mio. Tonnen weniger ernten. Das könnte sich massiv auf die Ausfuhren auswirken. Thailand ist seit Jahren weltweit der größte Reisexporteur.

Tod durch Stromschlag
In Khon Kaen sind zwei Frauen durch einen Stromschlag ums Leben gekommen. Das Haus der 72-Jährigen stand seit fast einem Monat etwa 1 m unter Wasser. Die Polizei vermutet, dass die Frau eine elektrische Pumpe bediente und dabei von einer Nachbarin unterstützt wurde. Die Pumpe muss den Stromschlag ausgelöst haben.

60.000 Soldaten
Mit mahe als 60.000 Soldaten, 3.000 Fahrzeugen und 5.000 Booten ist die Armee in den überschwemmten Gebieten im Einsatz. Sobald das Wasser abgeflossen ist, sollen die Soldaten bei den Aufräum- und Säuberungsarbeiten sowie beim Wiederaufbau helfen. Das beinhaltet auch die Reparatur von zerstörten und beschädigten Wohnhäusern. Als Ersthilfe hat die Regierung 11 Milliarden Baht bewilligt. Jede der von Fluten betroffenen Familie soll 5.000 Baht erhalten. 113 Millionen Baht hält das Industrieministerium für die überschwemmten Gewerbegebiete bereit. Der Minister hatte 7 Milliarden Baht gefordert. Die Thailändische Handelskammer beziffert den durch das Hochwasser entstandenen Schaden einschließlich des Produktionsausfalls der Industrie und der Einnahmeeinbußen der Wirtschaft auf 700 Milliarden bis 1 Billion Baht. Nur die Finanz- und Wirtschaftskrise ab 1997 habe die Wirtschaft stärker getroffen als die jetzige Katastrophe. 700.000 Menschen hätten vorübergehend ihren Job verloren haben, 300.000 Frauen und Männer würden langfristig arbeitslos sein.

Profiteure der Flut
Die Bangkok Post bezeichnete sie als Parasiten, die sich auf Kosten der Flutopfer bereichern. Millionen Menschen sind vom Hochwasser betroffen, Hunderttausend stehen vor dem Nichts, und Schmarotzer nutzen deren Notlage aus. Sie halten in Lagerhäusern Nahrungsmitteln zurück, um diese in einigen Wochen zu erheblich höheren Preise auf den Markt zu bringen. Sie haben ihre Preise für Trinkwasser, Obst, Gemüse, Reis, Nudeln, Fleisch und Fisch drastisch angehoben in der Gewissheit, dass die Menschen sie kaufen müssen, wollen sie überleben. Sie fordern astronomische Gebühren, um auf der Flucht befindliche Familien mit Booten oder Autos zu befördern. Sie sortieren Spenden von hilfsbereiten Menschen aus und behalten Wertvolles für sich. "Steckt diese Parasiten ins Gefängnis", forderte die Bangkok Post.

Trinkwasser statt Bier
Die beiden großen Brauereien Singha Corporation (Singha-Bier) und Thai Beverage (Chang-Bier) produzieren verstärkt Trinkwasser und geben es in der Hauptstadt ab. Bangkoker müssen ihre ID-Card vorzeigen und erhalten nur eine begrenzte Zahl von Flaschen. Neben Trinkwasser ist seit Wochen in einigen Geschäften auch das Bier ausgegangen. In Singhas Produktionsstätte in Pathum Thani wird seit Wochen nicht mehr gebraut, und überflutete Straßen erschweren den Transport aus nördlichen Provinzen. Auf der Ferieninsel Phuket sollen die Biere Singha, Heineken und Tiger nur eingeschränkt erhältlich sein. Als Folge ist der Preis für die Getränke in die Höhe geschnellt.

Fussball dann später
Das Fußballspiel der DFB-Traditionself gegen eine Auswahl Altinternationaler Thailands ist wegen des Hochwassers verschoben worden. Es sollte am 6. November um 16 Uhr im Stadion der Chulalongkorn University in Bangkok angepfiffen werden. Das Freundschaftsspiel soll nun am 26. Februar kommenden Jahres nachgeholt werden.

Deutschland hilft
Der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Werner Hoyer, hat in Bangkok Wasseraufbereitungsanlagen und Kleinwasserfilter für die Versorgung von 50.000 Menschen mit sauberem Trinkwasser übergeben. Bei einem Besuch im Überflutungsgebiet der Hauptstadt und im Katastrophenzentrum der Regierung zeigte sich Hoyer betroffen vom Ausmaß der Flutkatastrophe. Es handele sich um ein Desaster einer Dimension, die das Vorstellungsvermögen übersteige. Es sei beeindruckend, mit welcher Energie sich die Menschen darum bemühten, auch nur die schlimmsten Auswirkungen der langsam, aber unaufhaltsam steigenden Wassermassen in den Griff zu bekommen. Deutschland hatte als eines der ersten europäischen Länder substantielle Hilfe von bis zu 600.000 Euro bereitgestellt.

Loy Krathong abgesagt
Die staatliche Tourismusbehörde (TAT) hat alle für Bangkok und die Provinzen Ayutthaya und Suphan Buri geplanten Veranstaltungen zu Loy Krathong abgesagt. Das gilt aber nur für von der TAT geförderten und finanzierten Events. Der Bevölkerung bleibt es überlassen, der Tradition zu folgen und zum Lichterfest Krathongs am nächsten Gewässer auszusetzen. Damit Krathongs in den überschwemmten und hochwassergefährdeten Gebieten keine Abflüsse verstopfen, hat das Kulturministerium die Behörden aufgerufen, danach die Gewässer von Krathongs zu säubern. Im Vorjahr hatte Bangkoks Stadtverwaltung ca. 900.000 Krathongs eingesammelt.

Keine Grüne Mambas
Behörden suchen weiter nach dem Besitzer von 15 Grünen Mambas. Die hochgiftigen Schlangen sollen nach einem Internet-Bericht in Nonthaburi entkommen sein. Eine offizielle Bestätigung hat es bisher nicht gegeben. Vorsorglich hat das Gesundheitsministerium aus Südafrika 50 Dosen eines Serums für 300.000 Baht einfliegen lassen. Das Gegengift muss nach einem Biss unverzüglich gespritzt werden.

400 japanische Betriebe
Die Verluste und Schäden für japanische Unternehmen durch Überschwemmungen in Thailand sind die größten, die Japans Wirtschaft bisher im Ausland hinnehmen musste. Besonders betroffen sind die Auto- und Elektrobranchen. 400 Betriebe in 6 überfluteten Industriegebieten mussten die Arbeit einstellen. Vertreter der Investoren bemängeln die Inkompetenz thailändischer Behörden. Sie hätten viel zu spät auf das Hochwasser reagiert, sie hätten die Industriegebiete rechtzeitig schützen müssen. Nach Angaben des Labour Protection and Welfare Department waren in 20 Provinzen des Landes 14.172 Produktionsstätten mit über 660.000 Beschäftigten vom Hochwasser betroffen. Die meisten Frauen und Männer hatten in Pathum Thani und Ayutthaya ihren Arbeitsplatz verloren - zumindest vorübergehend.

7 Tote bei Busunglück
Auf der Fahrt nach Khon Kaen geriet ein Überlandbus in Lampang auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern. Der Wagen kam von der Fahrbahn ab und überschlug sich. Fünf Fahrgäste starben an der Unfallstelle, 22 mussten mit Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Zwei Menschen erlagen später ihren schweren Verletzungen. Der Busfahrer soll nach Einschätzung der Polizei zu schnell gefahren sein.

Kranke Elefantenkuh
Eine kranke Elefantenkuh aus dem Elephant Village in Ost-Pattaya wurde in einem Waldstück in der Nähe des Mabprachan-Wasserreservoirs in einem lebensbedrohlichen Zustand aufgefunden. Wegen einer Krankheit hatten die Betreiber des Elefantendorfes Boonmar von der Herde getrennt, damit sie die anderen Tiere nicht ansteckt. Sie ketteten das sieben- bis zehnjährige Dickhäuterweibchen an einen Baum, wo es einen Monat ohne ausreichend Nahrung hinterlassen wurde. Ein Mahout entdeckte die Elefantenkuh kurz vor dem Hungertod und verständigte Hilfe. Die Gemeindebehörden sind entsetzt und verlangen Aufklärung von den Verantwortlichen, warum Boonmar ohne Nahrung im Wald hinterlassen wurde.

Milliarden für Hilfsfonds
Die ersten Gelder aus dem Hilfsfonds zur Beseitigung von Hochwasserschäden sind in die Provinzen Phitsanulok und Nakhon Sawan gegangen. Nakhon Sawan hat 182 Millionen Baht erhalten. Die Mittel sollen an über 36.000 von Überschwemmungen betroffenen Familien ausgezahlt werden. Bei einem Besuch der Provinz sagte Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra, die Aufräum- und Säuberungsarbeiten sollten in spätestens 45 Tagen beendet werden. Die Regierung hat den Hilfsfonds mit 100 Milliarden Baht ausgestattet.

Geld gesammelt
Die österreichische Botschaft in Bangkok mit Botschafter Johannes Peterlik an der Spitze hat zusammen mit dem Wat Prayong in Nong Chok sowie Mae Chee Brigitte Schrottenbacher, einer seit über 20 Jahren in Thailand lebenden Buddhistin aus Österreich, für vom Hochwasser betroffene Menschen über 9.000 Euro (400.000 Baht) gesammelt. Von dem Geld sollen Nahrungsmittel, Bekleidung, Unterkünfte und Medikamente erworben und an in Not geratenen Familien überreicht werden.

Hilfe für Ausländer
Behörden haben im Bang Na Vocational College an der Soi Udomsuk 18 Notunterkünfte für vom Hochwasser betroffene Ausländer geschaffen. Das Zentrum kann bis zu 200 evakuierte Personen aufnehmen. Ausländer finden dort Fernseher, Computer, Bettzeug und kostenlose Speisen.

Leise Ikea-Eröffnung
Der schwedische Konzern Ikea eröffnete sein Möbelhaus an der Bang Na-Trat Road vor den Toren Bangkoks ohne eine große Zeremonie. Das für die Eröffnungsfeier und Promotion vorgesehene Geld spendet Ikea für die von Hochwasser betroffenen Menschen. Die unter der Schirmherrschaft des Königshauses operierende Stiftung Mae Fah Luang wird 20 Millionen Baht erhalten.

Flut treibt Inflation
Die Verbraucherpreise waren im Oktober im Jahresvergleich um fast 4,19% gestiegen. Das war gegenüber dem Vormonat ein Anstieg um nur 0,2%. Für die ersten 10 Monate des Jahres hatte das Handelsministerium eine Inflationsrate von 3,79% errechnet. Der Anstieg im Oktober wurde mit den Folgen des Hochwassers begründet. Für Obst und Gemüse sowie weitere Nahrungsmittel mussten die Verbraucher zum Teil erheblich mehr bezahlen.

Schlimmstes vorbei
Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra hatte vorsichtige Entwarnung gegeben. Sollten nicht weitere Dämme brechen, würde Bangkoks Zentrum trocken bleiben. Die Regierungschefin glaubt nicht, dass sich die Hochwasserlage verschlechtern wird. Alle Schleusen seien unter Kontrolle, das Schlimmste sei überstanden. Der Pegelstand des Chao Phraya hatte zuletzt mit 2,53 m eine neue Rekordhöhe erreicht. Im Norden, Osten und Westen sind nach wie vor weite Teile des Stadtgebietes überflutet. So stehen bis zu 90% des Thonburi-Gebietes am Fluss Chao Phraya River unter Wasser. Ministerpräsidentin Yingluck dementierte Medienberichte, nach denen das Kabinett bis zu 800 Milliarden Baht für ein Wiederaufbau-Projekt namens "New Thailand" ausgeben wolle. Die Regierung, so Yingluck, werde die Probleme lösen, aber die Höhe der Ausgaben stehe nicht fest.

16 feste Preise
Die für Preiskontrolle zuständige staatliche Agentur hat für 16 Produkte den Preis festgesetzt. Es handelt sich um Waren, für die zahlreiche Geschäfte derzeit horrende Preise verlangen. Die Preiskontrolle betrifft u.a. Trinkwasser-Flaschen, Wasserpumpen, Toilettenpapier, Sand und Sandsäcke, Kerzen, Zahnbürsten, Zahnpasta, Schwimmwesten, Taschenlampen sowie kleine und größere Boote. Wer für Trinkwasser in kleinen Flaschen mehr als 7 Baht und für größere 1,5-Liter-Flaschen mehr als 14 Baht verlangt, muss mit einer Geldbuße bis zu 140.000 Baht und/ oder einer Haft von bis zu 7 Jahren rechnen. Das gilt auch für Händler, die in diesen Notzeiten Trinkwasser horten.

Sechs Tote im Süden
Bei einem Hinterhalt in der südlichen Provinz Narathiwat sind 6 Menschen ums Leben gekommen, weitere zwei erlitten schwere Verletzungen. Ein Sprengsatz war an einer Straße versteckt worden und explodierte, als Dorfbewohner auf dem Heimweg waren. Dann eröffneten die auch in Bäumen versteckten Aufständischen das Feuer und flüchteten, bevor mehrere Ranger den Tatort erreichten. Ein Ranger trat auf eine Mine und wurde sehr schwer verletzt.

Geschützte Tiere
Der illegale Handel mit wilden Tieren blüht. Das zeigt sich einmal mehr in diesen Wochen. Im letzten Monat haben Mitarbeiter der Behörde "Zoo and Wildlife Veterinary" rund 200 geschützte Tiere aus überschwemmten Gebieten in Bangkok und angrenzenden Provinzen gerettet. Darunter waren Rehe, Affen und Tiger. Tierschützen halten die Strafen für die Einfuhr geschützter Tiere für nicht ausreichend: Es drohen maximal vier Jahre Gefängnis oder eine Geldstrafe von bis zu 40.000 Baht.

Weniger Wachstum
Bis zu 700.000 Beschäftigte haben nach Einschätzung der Thailändischen Handelskammer durch das Hochwasser zumindest vorübergehend ihren Arbeitsplatz verloren. Die anhaltenden Überschwemmungen in Bangkok sowie in Zentralthailand und dem Isaan werden in diesem Jahr das Bruttoinlandsprodukt um 1,5 bis 2% mindern. Für das letzte Quartal 2011 erwarten Volkswirte beim Wirtschaftswachstum ein Minus.

Königin Savang Vadhana
Die UNESCO hat die 1955 verstorbene Königin Savang Vadhana zu einer bedeutenden historischen Persönlichkeit erklärt. Die Großmutter des jetzigen Königs Bhumibol Adulyadej habe in ihrem Land Erziehung und Bildung, medizinische Forschung, das Gesundheitswesen und das Kulturgut gefördert. Die 1862 geborene Ehefrau des Königs Chulalongkorn (Rama V.) war die am längsten lebende Königin in der Geschichte Thailands. Das Kulturministerium bereitet für 2012 anlässlich des 150. Jahrestages ihrer Geburt mehrere Veranstaltungen vor.

Fest der Deutschen
Der Veranstalter des "Fest der Deutschen", welches für den 19. November angesetzt war, bedauert es sehr, die Verschiebung dieses Events bekanntgeben zu müssen. Aufgrund der derzeitigen Flutsituation ist niemand zum Feiern zumute und deshalb wird diese traditionelle Veranstaltung erst am Samstag, den 11. Februar 2012 stattfinden.

EU hilft mit 2 Mio. Euro
Die Europäische Union (EU) hat ihre Hilfe für Thailand auf 2 Millionen Euro (84 Millionen Baht) aufgestockt. 62 Millionen Baht gingen an das Rote Kreuz zur Versorgung der von Hochwasser betroffenen Menschen. Zudem wurde der Kauf von zehn großen Booten mit Motoren und 500 kleinen Booten, von Generatoren, Gaskochern und Kraftstoffbehältern finanziert. Die EU unterstützt auch 7.000 ausländische, jetzt arbeitslose Arbeiter mit mobilen Toiletten und Waschgelegenheiten.

Die Immigration
Das Immigration Büro in Bangkok, Chaeng Wattana ist wegen Überflutung derzeit nicht zugänglich und deshalb geschlossen. Ersatzweise wurde nun vorübergehend das ehemalige Immigration Büro im Soi Suan Plu (Sathorn Nord) geöffnet.

Armeechef stärker
General Prayuth Chan-pcha hat als Befehlshaber der Armee 211 Bataillone mit neuen Kommandeuren besetzt. Bei den Offizieren soll es sich um Vertraute des Armeechefs handeln. Beobachter werten die Umbildung als Zeichen, dass Prayuth Chan-pcha Macht und Einfluss stärken wollte, auch im Hinblick auf künftige innenpolitische Unruhen.

100.000 Franken
Mit 100.000 Franken unterstützt die Schweiz den Kampf von Thailand und Kambodscha gegen das Hochwasser. In Thailand erhalten das Geld das Rote Kreuz und lokale Hilfsorganisationen. Das teilte das Eidgenössische Department für Auswärtige Angelegenheiten mit. Auch hinaus prüft das Department die Entsendung von Krisenmanagern.

Auslandskredite
Die Regierung plant im Ausland die Aufnahme eines Kredits über 500 Milliarden Baht. Damit soll in den nächsten Jahren landesweit die Infrastruktur für einen ausreichenden Hochwasserschutz finanziert werden. Inzwischen hat in den Ministerien und staatlichen Agenturen das Rechnen begonnen. Auf die Frage nach der Höhe der Hochwasser-Schäden gibt es noch keine eindeutige Antwort. Sowohl der National Economic and Social Development Board als auch die Bank of Thailand gehen beim Wirtschaftswachstum von einem Rückgang gegenüber den bisherigen Prognosen um bis zu 1,7% aus. Allein die Industrie wird Verluste und Schäden in Höhe von rund 400 Milliarden Baht geltend machen. Die Fluten haben in mehreren Industriegebieten weit über 250.000 Beschäftigte arbeitslos gemacht. Nach Angaben des Disaster Prevention and Mitigation Department hat das Hochwasser mehr als 600 Menschen das Leben gekostet. Von den Fluten betroffen waren 2,48 Mio. Menschen in 27 Provinzen.

Pegel geht zurück
In den 7 überschwemmten Industriegebieten der Provinzen Ayutthaya und Pathum Thani fließt das Wasser ab. Sobald ein Wasserstand von 50 cm erreicht ist, wollen Behörden und Unternehmen Pumpen einsetzen. In Kürze sollen die Gewerbegebiete trocken sein. Dann beginnen die Aufräum- und Säuberungsarbeiten. Die ersten Betriebe sollen Ende Dezember oder spätestens Anfang Januar wieder produzieren. Müssen allerdings Maschinen ersetzt werden, kann es bis zum Arbeitsbeginn noch Monate dauern.

Schaden bei Autobauern
Die Überschwemmungen werden die Autoindustrie stärker treffen als bisher angenommen wurde. Das Office of Industrial Economics glaubt nicht, dass die Autobauer vor Ende des Jahres wieder voll produzieren. Denn die Zulieferer in den überschwemmten Industriegebieten werden in den kommenden Wochen ihre Arbeit noch nicht aufnehmen können. Vor allem Toyota, Honda und Nissan müssen sich auf längere Engpässe einstellen. Bei Toyota beläuft sich die entgangene Produktion auf 70.000 Fahrzeuge, bei Nissan 40.000 Fahrzeuge. Neben der Autobranche sind vom Hochwasser besonders die Elektronik-Branche (Festplatten und Speicher) sowie Textil- und Plastikhersteller betroffen.

Bau am Chaweng-See
Beinahe unbemerkt von der Öffentlichkeit sind am Chaweng-See auf Koh Samui monatelang gleich mehrere Bauprojekte zeitgleich vorangetrieben worden. Für den Hochwasserschutz wurde der See teilweise um bis zu zwei Meter vertieft, um künftig mehr Flutwasser aufnehmen zu können. Eingebaut wurden außerdem entsprechende Schleusen, um den Wasserabfluss direkt koordinieren zu können. In das Gesamtkonzept gehört auch eine verbesserte Infrastruktur für Spaziergänger und Jogger. Laut Bürgermeister Ramnate Jaikwang wird beim Ausbau ein Weg um den See angelegt. Die Inselverwaltung Tesaban hat die Baumaßnahmen bereits in Auftrag gegeben. Wer von der Polizeistation Bophut aus in Richtung Chaweng Lake fährt, kann die Arbeiten beobachten. Die Bewährungsprobe für den vertieften See steht indessen noch an - und der Monsun vor der Tür.

Trinkwasser importiert
Einzelhandelskonzerne wie Big C und Central Food Retail haben im Ausland in Thailand knapp gewordene Waren geordert. Das erste Schiff mit 45.000 Flaschen Trinkwasser aus Malaysia legte gerade in Bangkok an. Big C orderte weitere 30.000 Flaschen Mineralwasser und 90.000 Flaschen Trinkwasser. Zudem wurden in den Nachbarländern Eier und Fisch in Dosen bestellt. Central Food Retail hat für seine Tops-Supermärkte 60.000 Flaschen Trinkwasser aus Malaysia, Mineralwasser aus Australien sowie Instant-Nudeln und Fisch in Dosen aus Malaysia und Singapur bestellt. Weil für Eier inzwischen ein Inflationspreis von acht Baht pro Stück verlangt wird, hat Handelsminister Kittiratt Na-Ranong die Bevölkerung aufgerufen, auf Eier zu verzichten und andere Nahrungsmittel zu kaufen.

Hannover Rück belastet
Die Hannover Rück schätzt ihre Schadenbelastung aus den Überschwemmungen in Thailand auf über 100 Mio. Euro. Der Marktanteil des weltweit drittgrößten Rückversicherers beträgt in Thailand zwar lediglich 2% und das Prämienvolumen nur 4 Mio. Euro. Aber viele überflutete Industrieanlagen, vor allem aus der Automobil- und der IT-Branche, befinden sich in japanischen Händen, so dass die Rückversicherer womöglich von den Überschwemmungsschäden stark betroffen sind. Bei der Zahl von 100 Mio. Euro handele es sich um eine vorläufige Schätzung, betonte Vorstandsvorsitzender Ulrich Wallin.

Neue Hauptstadt?
20 Parlamentsmitglieder der Regierungspartei Pheu Thai forderten eine Debatte über die Gründung einer neuen Hauptstadt. Die Politiker verwiesen auf die Hochwasserkatastrophe und deren Folgen sowie darauf, dass Bangkok jedes Jahr ein paar Zentimeter sinkt und der Pegel des Meerwassers ständig steigt. Weitere Naturkatastrophen wie Erdbeben, Tsunamis und Überschwemmungen seien nicht auszuschließen. Als Standorte für eine neue Hauptstadt schlagen sie die Provinzen Nakhon Nayok oder Phetchabun vor.

Amnestie-Dekret
Das Kabinett hat einem Königlichen Dekret zur Amnestie von 26.000 Gefangenen zum Geburtstag des Königs am 5. Dezember zugestimmt. Darunter fallen Gefangene, die das 60. Lebensjahr vollendet haben und die eine Haftstrafe von nicht mehr als drei Jahren absitzen. Kritiker der Entscheidung bemängeln, dass das Dekret auf den ins Ausland geflüchteten Ex-Premier Thaksin Shinawatra zugeschnitten wurde. Er war in Thailand wegen Machtmissbrauchs zu zwei Jahren Haft verurteilt worden und möchte in sein Heimatland zurückkehren, ohne die Strafe abzusitzen.

Keine U-Boote
Die Marine hat den seit Monaten geplanten Kauf von 6 älteren U-Booten aus den Beständen der deutschen Marine aufgegeben. Deutschland hatte Thailand eine Frist gesetzt, die inzwischen abgelaufen ist. Die Regierung hat die Gelder in Höhe von 7,5 Milliarden Baht nicht bewilligt, der Verteidigungsminister die Marineführung aufgefordert, den Plan zu überdenken. Jetzt heißt es, der Staat müsse für die Bewältigung der Hochwasserschäden und für einen besseren Schutz des Landes gegen Überschwemmungen enorme Mittel bereitstellen, da sei kein Geld für den Kauf der deutschen U-Boote da.

Bomben in Pattana
9 Bombenexplosionen haben 5 Distrikte der südlichen Provinz Pattana erschüttert. Nach Angaben der Behörden gab es keine Verletzten. Im Bezirk Panare feuerten vermutlich Aufständische fünf Granaten auf ein Postamt und auf Armeehelfer. Auch hier wurde niemand verletzt. Ein weiterer Zwischenfall trug sich im Distrikt Nong Chik zu. Dort schossen vermutlich Aufständische auf einen Außenposten der Armee.


solche Sachen

Aus Bordell befreit
Wie Sklavinnen wurden 17 Frauen aus Laos in einer Karaoke-Bar in Sattahip gehalten. Sie mussten 12 Stunden am Tag als Prostituierte arbeiten, durften das Haus nicht verlassen und sollen kein Geld erhalten haben. Jetzt schlug die Polizei nach einem Hinweis der laotischen Botschaft zu. Beamte befreiten die Laotinnen und nahmen mehrere Personen fest, die das Bordell betrieben. Vor Ermittlern sagten die Frauen aus, man habe ihnen als Bedienung in der Bar monatlich 3600 Baht zugesagt.

Russisches Roulette
Nach einem stundenlangen Zechgelage nahm sich in Ayutthaya ein 23-Jähriger die Waffe seines inzwischen eingeschlafenen Freundes. Er spielte eine Zeitlang mit der Pistole und entfernte alle Kugeln aus der Trommel. Dann lud er die Waffe mit einer Patrone, drehte die Trommel, setzte sich die Pistole an die Schläfe und betätigte den Abzug. Kein Schuss! Der Mann wiederholte das Russische Roulette bei seinem Freund und tötete ihn im Schlaf.

Pornos mit Kindern
Im Haus eines 54-jährigen Österreichers hat die Polizei 35 Pornos mit Kindern beschlagnahmt. Der Pensionist aus Braunau soll die Videos während eines Thailand-Urlaubs gekauft und dann daheim in seinem Bekanntenkreis verliehen haben. Aufgeflogen ist der Pensionist, weil ihm ein 22-jähriger Arbeitsloser eine DVD aus der illegalen Sammlung gestohlen und diese dann der Polizei übergeben hatte.

Mädchen entführt
Die Polizei hat in Ayutthaya ein 13 Jahre altes Mädchen aus einer einjährigen Gefangenschaft befreit. Ein 24-jähriger Mann hatte das Kind entführt, täglich zum Konsum von Methamphetamin gezwungen und missbraucht. Wenn es sich weigerte, schlug der Mann auf die 13-Jährige ein. Das Kind hatte eine Gelegenheit zum Telefonieren genutzt und seine Mutter alarmiert. Die Crime Suppression Division nahm den Mann fest.

Halbnackt durch Pattaya
Ein offensichtlich psychisch gestörter Deutscher lief in Pattaya halbnackt an der Soi Buakhao. Passanten benachrichtigten die Immigration-Polizei, die die Blöße des Ausländers mit einem Handtuch bedeckte und ihn auf einem Pick-up zum Immigration-Büro brachte. Der Passant hatte keine Dokumente bei sich. Er soll zwischen 45 bis 50 Jahre alt sein und sagte aus: Seine Thai-Freundin habe ihn verlassen, weil ihm das Geld ausgegangen sei. Touristen und Anwohner gaben dem Deutschen mehr als 1.000 Baht.

Mönche nahmen Drogen
Nach einem Hinweis nahm die Polizei in einem Tempel in Nakhon Ratchasima vier Mönche fest. Sie wurden positiv auf Drogenkonsum getestet. Nach Angaben der Ermittler hatten die Mönche ständig Rauschgift erworben und in ihrem Quartier um Geld Karten gespielt. Die 4 Männer waren erst vor 3 Monaten der Mönchsgemeinde beigetreten.

In Nazi-Uniformen
Die jüdische Menschenrechtsorganisation Simon Wiesenthal Center mit Sitz in Los Angeles hat den Auftritt von als Nazis und SS-Soldaten verkleideten thailändischen Schülern beim Tag des Sports der Sacred Heart Preparatory School in Chiang Mai heftig kritisiert. Die Schule habe Nazis glorifiziert. Bei der Parade trugen Schüler naziähnliche Uniformen mit Hakenkreuz, und sie riefen "Heil Hitler". Ein Mädchen stellte Hitler dar. Die Schule hat sich entschuldigt und mitgeteilt, die Lehrer hätten nichts gewusst. Die Schüler hätten sich das Thema "Nazi" gewählt.

Kids als Dealer
Ein 36 Jahre alter Mann und eine 17-jährige Frau haben in Samut Prakan Kinder für den Vertrieb von Drogen benutzt. Das Paar hatte den 5- bis 8-jährigen für jede Lieferung 20 bis 50 Baht gezahlt. Bei der Razzia im Apartment der Dealer fanden die Beamten 320 Yaba-Pillen und 4,25 Gramm "Ice".

Algerier räumten auf
In einem Gästehaus in der Soi Yensabai, Süd-Pattaya, wurde in zwei Zimmern ausländischer Urlauber eingebrochen. Die Auswertung der Videoüberwachung ergab, dass 2 Algerier, die in einem angrenzenden Zimmer übernachteten, die Tat begingen und anschliessend, ohne die Hotelrechnung zu begleichen, flüchteten. Das Personal verständigte die Polizei und begleitete die Beamten während der Fahndung im Stadtgebiet. In der Third Road Soi Jirapon wurde schließlich einer der beiden Männer gesichtet. Dieser probierte zu fliehen, wurde jedoch von Passanten festgehalten, bis die Polizei eintraf. Auf der Wache stellte sich heraus, dass der 39-Jährige weder einen Ausweis noch ein Visum hatte und sich somit illegal in Thailand aufhielt. Von dem anderen Täter fehlt bisher jede Spur.

4.065 Ya Ba-Tabletten
In Sri Racha, nahe Pattaya, ging der Polizei ein dicker Fisch ins Netz: Ein 35-jähriger Thai näherte sich auf einem schwarzen Yamaha Mio-Roller einer Polizeikontrolle mit hoher Geschwindigkeit und probierte zu flüchten, als er die Ordnungshüter sah. Der Polizei gelang es, den Mann zu stoppen und sie fand im vorne am Moped installierten Korb eine Plastiktüte, in der sich 4.065 Ya Ba-Tabletten (Methamphetamin) und 101 Gramm Ya Ice (kristallines Methamphetamin) befanden. Der Mann gab an, dass er die Drogen, die einen Straßenwert von über einer Million Baht haben, lediglich von einem geheimen Versteck unter einer Brücke einsammelte. Ihn erwartet die Todesstrafe. Da er den Namen des Besitzers der Drogen verriet, fahndet die Polizei nun auch nach diesem auf Hochtouren.

Frau gekidnappt
Eine 51-jährige Thai aus Na-Jomtien verständigte die Polizei, dass ihre 41-jährige Schwester von einem Betreiber einer illegalen Untergrundlotterie gekidnappt wurde, nachdem sich das Opfer von dem Mann 244.000 Baht lieh, den Betrag jedoch nicht zurückzahlen konnte. Die Polizei stattete die Schwester der Gekidnappten mit markierten Scheinen aus, die dann ein Treffen mit den Entführern arrangierte. Als der Täter in Begleitung seiner Mutter und seiner Freundin eintraf, schnappte die Falle zu und alle drei wurden umgehend verhaftet und die Entführte befreit. Auf der Wache bestritt der 33-jährige Beschuldigte, die Frau entführt zu haben und im illegalen Lotteriegeschäft zu agieren. Aufgrund der bedrückenden Beweislast nützte ihm diese Aussage jedoch nur wenig.

Australier klaute
Ein Australier hat einen Diamantring aus einem Juweliergeschäft in Süd-Pattaya geklaut. Der 34-Jährige ließ sich den rund 18.000 Baht teuren Ring zeigen und begutachtete diesen. In einem unbeobachteten Moment schnappte er sich das Schmuckstück und flüchtete zu Fuß. Die Polizei verhaftete ihn kurze Zeit später in der Soi Buakaow und stellte den Diamantring sicher, den der Dieb in seiner Hosentasche trug. Er gab an, dass ihm das Geld ausgegangen sei und er seinen Reisepass verloren hätte. Mit dem Erlös des gestohlenen Ringes wollte er bei der australischen Botschaft in Bangkok einen neuen Pass beantragen.


News aus 01-1012

Neuer Pass für Thaksin
Dr. Tul Sitthisomwong, Koordinator der Alliance of Patriots, hat Außenminister Surapong Tovichakchaikul mit einem Amtsenthebungsverfahren gedroht, sollte sein Ministerium dem ins Ausland geflüchteten Ex-Premier Thaksin Shinawatra einen neuen Reisepass ausstellen. Der Minister hatte ein solches "Geschenk zu Neujahr" angekündigt. Der Pass sei Thaksin nicht durch ein Gerichtsurteil oder Beschluss der Polizei entzogen worden. Es sei also legitim und legal, einen neuen auszustellen. Tul Sitthisomwong hingegen vertritt die Auffassung, ein in seinem Heimatland verurteilter und gesuchter und vor der Justiz geflüchteter Thai dürfe kein Reisepass erhalten.

Damm für Hi-Tech Park
Der im Oktober überschwemmte Hi-Tech Industrial Park in Ayutthaya will sich gegen weitere Hochwasser nachhaltig schützen. Der Betreiber stellt 330 Millionen Baht zur Verfügung und lässt am Industriegebiet einen neuen Damm errichten. Er wird 11 Kilometer lang und 5,40 Meter hoch werden. Der alte Schutzdamm war nur 4,20 Meter hoch, der Pegel erreichte im Oktober einen Höchststand von 4,90 Meter.

Verbrauchervertrauen
Der Index für das Verbrauchervertrauen hatte im November den tiefsten Stand seit 10 Jahren erreicht. Im November wurden 61 Punkte gegenüber 62,8 im Oktober ermittelt. Die Verbraucher sorgen sich um die Folgen des Hochwassers, um das gesunkene Wirtschaftswachstum, höhere Lebenshaltungskosten, steigende Energiepreise und die schwächelnde Weltwirtschaft.

Pläne für Suvarnabhumi
Das Transportministerium hat den Flughafenbetreiber Airports of Thailand (AoT) aufgefordert, die Erweiterungspläne für Bangkoks Internationalen Airport Suvarnabhumi vor dem Hintergrund der Hochwasser-Katastrophe zu überarbeiten und dem Ministerium baldmöglichst vorzulegen. Die Erweiterung ist mit 62 Milliarden Baht veranschlagt worden. Aus dem Ministerium verlautet, sollte die Regierung für den im Oktober gefluteten alten Airport Don Mueang Milliarden Baht ausgeben, dann könnte Geld für Suvarnabhumi fehlen. Nicht wenige Politiker und Luftfahrtexperten haben vorgeschlagen, in Don Mueang nicht mehr erhebliche Mittel zu investieren.

Distrikte trockengelegt
Bangkoks Gouverneur Sukhumbhand Paribatra hat elf Distrikte zu trockenen Stadtteilen erklärt und die Bevölkerung aufgefordert, in ihre Häuser und Wohnungen zurückzukommen. Nicht mehr oder nur gering überflutet sind: Chatuchak, Lat Phrao, Lak Si, Bueng Khum, Chom Thong, Bangkok Yai, Bangkok Noi, Bang Phlad, Phasi Charoen, Bang Khun Thian und Bang Bon. Unter Wasser stehen in der Hauptstadt vor allem noch Teile der Stadtviertel Bang Kae und Sai Mai sowie die Straßen Vibhavadi Rangsit und Boromratchonnanee, und in Pathum Thani läuft das Wasser nach wie vor nur langsam ab.

Polizei erschießt Kroko
Auf der Jagd nach Krokodilen hat die Polizei in Pattani ein drei Meter langes Reptil erschossen. Ein zweites Tier konnte entkommen. Anwohner hatten die Polizei alarmiert, weil im Kanal Khlong Talubo zwei Krokodile schwammen. Die Beamten wollten verhindern, dass die Tiere den Fluss Pattani erreichen. Vermutlich zählen die Reptilien zu jenen Tieren, die im November bei einem Unwetter aus der Ditwilai Tiger and Crocodile Farm entkommen waren.

Amerikaner verurteilt
Ein Kriminalgericht hat in Bangkok einen Amerikaner wegen Majestätsbeleidigung zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Der in Thailand geborene 51-Jährige hatte Passagen einer in Thailand verbotenen, nicht autorisierten Biografie des Königs ins Englische übersetzt und ins Internet gestellt. Im Mai wurde der Autohändler aus Colorado während eines Thailand-Urlaubs festgenommen. "Ich bin Amerikaner und in den USA gilt Redefreiheit", kommentierte der Amerikaner das Gerichtsurteil.

Thema Korruption
Nach Einschätzung von über 90% der von Bangkok Poll befragten 1.161 Frauen und Männer in Bangkok hat die Korruption ein kritisches Niveau erreicht. Fast 70% der Interviewten sagten, die Bevölkerung sollte strikt gegen Bestechung und Bestechlichkeit vorgehen. Für Korruption verantwortlich gemacht werden Politiker, die Regierung und das bürokratische System. Ehrlichkeit wird dem Vorsitzenden der Demokratischen Partei, Abhisit Vejjajva, der Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra und dem Ex-Premier Chuan Leekpai zugestanden. Als unehrenhaft werden von den meisten Menschen der stellvertretende Ministerpräsident Chalerm Yubamrung und der ehemalige stellvertretende Ministerpräsident Suthep Thaugsuban bezeichnet. Auf der Liste der korruptesten Staaten ist Thailand um zwei Plätze vom 78. auf den 80. Rang zurückgefallen. Das Königreich liegt gleichauf mit Kolumbien, El Salvador, Griechenland, Marokko und Peru. Der Corruption Perceptions Index (CPI) von Transparency International ist ein zusammengesetzter Index, der das Ausmaß an Bestechung und Bestechlichkeit in den einzelnen Staaten misst. Für dieses Jahr wurden 183 Länder untersucht. Während Thailand nur 3,4 von 10 möglichen Punkten bekam, waren es für Singapur 9,2 Punkte. Neuseeland führt mit 9,5 Punkten die Liste an, Somalia und Nordkorea bilden mit jeweils einem Punkt das Schlusslicht.

Arisman vor Gericht
Der nach Kambodscha geflüchtete Arisman Pongruangrong hat sich der Justiz in Pattaya gestellt. Der prominente Anführer der "Rothemden" erschien mit seinem Anwalt vor Gericht. Gegen eine Kaution von 2 Millionen Baht wurde er vorerst auf freien Fuß gesetzt. Die Justiz wirft ihm vor, den Sturm auf das Tagungslokal beim ASEAN-Gipfeltreffen in 2009 angeführt zu haben. Damals musste die Konferenz abgebrochen und Regierungschefs verschiedener Länder in Sicherheit gebracht werden. Weiter werden Arisman Pongruangrong mehrere Straftaten in Verbindung mit den Demonstrationen im Mai letzten Jahres auf der Bangkoker Kreuzung Ratchaprasong vorgeworfen. Nach Beendigung der wochenlangen Proteste durch das Militär hatte sich Arisman Pongruangrong nach Kambodscha abgesetzt.

Der reichste Thai
Das Magazin Forbes Asia hat Dhanin Chearavanont zum Wirtschaftsmann des Jahres 2011 gekürt. Er ist der reichste Thai und Präsident der Charoen Pokphand Group (CP), des größten Agrarkonzerns des Landes. Forbes ehrt den Erfolgreichen: Der 72-Jährige habe CP zu einem weltweit bedeutenden Unternehmen gemacht, das Einkommen der Bevölkerung in den ländlichen Regionen des Königreichs gesteigert und Chinas größte Megafarm geschaffen.

Milliarden für Bauern
Mit 8,9 Milliarden Baht will das Landwirtschaftsministerium die vom Hochwasser betroffenen Farmer unterstützen. Die Überschwemmungen haben 1,13 Mio. Landwirte sowie 300.000 Viehzüchter und Beschäftigte in Fischereibetrieben getroffen. Rund 11 Mio. Rai Ackerflächen wurden zerstört oder erheblich beschädigt.

Inflation auf 4,19%
Als Folge des Hochwassers war die Inflation im November im Jahresvergleich um 4,19% gestiegen. Weil große landwirtschaftliche Flächen und Gewerbegebiete unter Wasser standen, kam es bei Waren des alltäglichen Bedarfs zu einem Engpass. Die Verbraucherpreise legten zu. Für Lebensmittel und Getränke mussten über 10% mehr gezahlt werden, bei Gemüse, Obst und Eiern waren es zwischen 15 und 30%. Für den Zeitraum von Januar bis November errechnete das Handelsministerium eine Inflationsquote von 3,83%.

Leitzins auf 3,25%
Die Zentralbank hat den Leitzins um 25 Basispunkte von 3,50 auf 3,25% gesenkt. Mit diesem Schritt will die Bank of Thailand die Wirtschaft nach dem verheerenden Hochwasser ankurbeln. Diese Entscheidung war von den Märkten erwartet worden, obwohl die Inflation in Thailand unverändert hoch ist.

Das Verfassungsgericht
Die Wahlkommission hat mit Missverständnissen über die Disqualifizierung von Jatuporn Prompan als Parlamentsabgeordneter der Partei Pheu Thai aufgeräumt. Der Ausschuss hatte mit 4 zu 1 Stimmen beschlossen, dem prominenten Anführer der "Rothemden" das Mandat zu entziehen. Aber nicht, wie Medien berichteten, weil Jatuporn am Wahltag in Untersuchungshaft saß und nicht wählen konnte, sondern weil er zu dieser Zeit nicht mehr Mitglied der Partei Pheu Thai war. Ein Sprecher der Wahlkommission verwies auf das Parteiengesetz: Danach verfalle die Parteimitgliedschaft automatisch bei Einlieferung in ein Gefängnis. Die Wahlkommission hat den Parlamentssprecher gebeten, den Fall dem Verfassungsgericht zur Entscheidung vorzulegen.

Doppelstöckige Tunnel
Neue Flüsse, breite Kanäle und jetzt ein doppelstöckiger Tunnel. Planer und Planungsbüros überbieten sich derzeit mit Vorschlägen zum Hochwasserschutz. Ingenieure der Thailand Underground and Tunnel Group schlagen ein 100 Kilometer langes Tunnelsystem von Pang Pa-in in Ayutthaya bis zum Meer in Samut Prakan vor. Das Bauwerk soll unter der östlichen Umgehungsstraße entstehen. Die unterste Röhre soll abfließendes Wasser aufnehmen, die obere den Straßenverkehr. Bei Hochwasser müsste der obere Tunnel für Motorisierte gesperrt werden, und die Fluten würden durch zwei Rohre an Bangkok vorbei in den Golf von Thailand geleitet. Der Wasserdruck soll zur Stromgewinnung genutzt werden. Die Fachleute beziffern die Kosten mit 200 Milliarden Baht, die Bauzeit soll zwei Jahre betragen. Wasserführende Tunnel könnten ebenso westlich von Bangkok als auch über die vorgeschlagenen 100 Kilometer hinaus zu den nördlich der Hauptstadt gelegenen Provinzen errichtet werden. Die Stadtverwaltung investiert bereits in ein weitläufiges Tunnelsystem. Der erste Tunnel über 5 Km von der Rama IX Road bis zur Ramkhamhaeng Road soll im Februar fertig sein.

Gemeinsame Patrouillen
Um die Sicherheit von Frachtschiffen auf dem Mekong zu erhöhen, patrouillieren seit Mitte Dezember auf dem Fluss Polizeieinheiten von Thailand, Laos, Birma und China. Darauf hatten sich Vertreter der vier Länder bei Gesprächen in Peking geeinigt. Am 5. Oktober waren in den thailändischen Gewässern des Mekong die chinesischen Frachtschiffe "Hua Ping" und "Yu Xing 8" angegriffen worden. Bei dem Überfall wurden 13 Matrosen getötet. Thailändische Polizisten sollen in den Schiffen Drogen gefunden haben.

"Rothemden" begnadigt
Anlässlich seines 84. Geburtstags hat der König auch 20 "Rothemden" begnadigt. Sie saßen wegen Verletzung des Ausnahmezustands während der Großdemonstrationen in 2010 im Gefängnis. Nach Angaben der Präsidentin der "Rothemden", Thida Thawornseth, verbüßen noch 74 Mitglieder ihre Haftstrafen.

Müllabfuhr zu langsam
Bangkoks Stadtverwaltung kann das Müllproblem nicht bewältigen. Obwohl Fahrzeuge und Müllmänner teilweise rund um die Uhr im Einsatz sind, klagen Bürger über die Müllberge entlang der Straßen. Die Fluten sind zurückgegangen, die Aufräum- und Säuberungsarbeiten in vollem Gang. Vom Hochwasser betroffene Bangkoker haben Hausrat verloren. Möbel und Geräte türmen sich vor den Häusern. Die Stadtverwaltung verweist auf ihre Einsätze: Jeden Tag würden mind. doppelt so viele Tonnen Müll als vor den Überschwemmungen abgefahren.

Hochwasser-Opfer Demo
Hunderte vom Hochwasser betroffene Menschen haben in Pathum Thani auf dem Tollway Din Daeng-Don Mueang demonstriert und die sofortige Öffnung von Schleusen und Schutzwällen gefordert. Die Regierung soll umgehend in ihren Wohnvierteln für das Abfließen der Fluten sorgen. Wegen der Blockade kam es zu langen Staus. Einige Autofahrer legten sich mit den Demonstranten an, die Polizei musste letztlich eingreifen. Rund 1.000 Bewohner der Bangkoker Distrikte Sai Mai und Don Mueang, einige mit Messern und weiteren scharfen Gegenständen bewaffnet, gaben ihren Protest erst auf, nachdem Schutzwälle geöffnet wurden.

Alcazar Theatre wird 30
Das zweitälteste Travestie-Theater Pattayas feierte sein 30-jähriges Bestehen. Die weithin bekannte Phettrakul-Familie eröffnete das Alcazar am 8. November 1981 an der Second Road in Nordpattaya. Damals war es ein kleines Cabaret mit nur 350 Sitzplätzen und 40 Künstlern und Mitarbeitern. Heute können 1.200 Besucher die Show verfolgen. Jedes Jahr begeistern hunderte Mitwirkende auf der Bühne und hinter den Kulissen hunderttausende Touristen aus aller Welt. Die schillernden Aufführungen mit fantastischen, farbenfrohen Kostümen mit einer sehenswerten Choreografie werden ausschließlich von Männern (Transvestiten) bestritten.

3 Muslime erschossen
Bei einem Schusswechsel in der südlichen Provinz Narathiwat sind drei Muslime getötet worden. Vier Männer waren mit einem Pick-up und 300.000 Baht unterwegs zu einer Kautschuk-Plantage. Als ihr Fahrzeug von einem Pick-up überholt wurde, eröffneten die Insassen das Feuer. 3 Muslime wurden tödlich getroffen. Als der 4. Mann von der Ladefläche aus mit einer Pistole das Feuer erwiderte, flüchteten die Schützen in ihrem Wagen. Die Polizei vermutet für die Schießerei einen Raub oder einen geschäftlichen Hintergrund, schließt aber Aufständische als Täter nicht aus.

Verbleib der Spenden
Für die von Bürgern und Medien scharf kritisierte, ungerechte Verteilung von Gütern an vom Hochwasser betroffene Menschen machen die meisten Thais Politiker verantwortlich. Über 80% der von Abac Poll befragten 2.303 Frauen und Männer in 17 Provinzen glauben, dass Politiker Spenden für sich beansprucht und später als Sponsoren an ihre Wähler oder ihr Umfeld weitergegeben haben.

Facebook-Gefahr
Nutzer des sozialen Netzwerks Facebook können wegen Majestätsbeleidigung verhaftet und angeklagt werden, wenn sie von der "Gefällt mir"- oder der "Teilen"-Funktion Gebrauch machen. Der Minister für Informations- und Kommunikationstechnologie Anudith Nakornthap sagte in Bangkok, in Zusammenhang mit monarchiekritischen Inhalten könne dies als Verstoß gegen das Computerkriminalitätsgesetz und das Verbot der Majestätsbeleidigung gewertet werden. Auch Kommentare, die in Reaktion auf die unerwünschten Inhalte geschrieben werden, können dem Minister zufolge gesetzeswidrig sein. Er riet allen, die die besagten Funktionen in Zusammenhang mit vermeintlicher Majestätsbeleidigung genutzt haben, ihre Spuren auf Facebook zu löschen.

Kein Truppenabzug
Nach einem Gespräch mit dem Verteidigungsminister, dem Armeechef und dem Generalsekretär des Staatsrates hat Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra noch einmal deutlich gemacht, die im Gebiet am Hindu-Tempel Preah Vihear stationierten Soldaten würden nicht abgezogen. Die Armee werde auch weiterhin die Grenzen und die Souveränität des Landes schützen. Der internationale Gerichtshof in Den Haag hatte Thailand und Kambodscha im Sommer des Jahres aufgefordert, die Truppen aus dem umstrittenen Areal am Khmer-Heiligtum abzuziehen. Die Ministerpräsidentin wartet auf eine Entscheidung des Thai-Cambodian General Border Committee. Die Regierung werde anschließend den Bericht dem Parlament zur Diskussion vorlegen.

Polizei rettet 60 Hunde
Die Polizei hat in Nakhon Phanom 60 Hunde gerettet, die nach Vietnam geschmuggelt und dort verspeist werden sollten. Die Tiere waren auf einem Lastwagen in zehn Käfigen eingesperrt, die Schnauzen waren fest zusammengebunden. Nach Angaben der Polizei sollten die Hunde auf einem Boot über den Mekong nach Vietnam transportiert werden. In dem Land gilt Hundefleisch als köstliche Nahrung. Die für Tiere zuständige Behörde der Provinz Nakhon Phanom hat in diesem Jahr 1.600 Hunde vor dem illegalen Transport bewahrt. Fast 600 Tiere waren so entkräftet, dass sie später starben.

Pangoline sichergestellt
Bei einer Verkehrskontrolle auf einer Straße in der Provinz Prachuap Khiri Khan fanden Zollbeamten in einem Lastwagen 120 Pangoline im Wert von rund 1,2 Mio. Baht. Die geschützten Tiere kamen aus Malaysia. Mehrere waren sichtlich geschwächt, andere hatten gerade Babys geboren. Das Fleisch der Pangoline gilt als Delikatesse. Der 35-jährige Lkw-Fahrer wurde wegen Schmuggelns festgenommen. Bei einem anderen Fall hat der Zoll an der Grenze zu Malaysia 50 der geschützten Pangoline sichergestellt. In einem aus dem Nachbarland kommenden Pick-up fanden die Beamten in Songkhla 50 dieser am ganzen Körper mit überlappenden Hornschuppen bedeckten Tiere. Sie haben einen Wert von über zwei Mio. Baht. Der Fahrer gab an, er habe 5.000 Baht erhalten und sollte die Pangoline in Songkhla abliefern.

Unwetter-Tote im Süden
Unwetter in Südthailand haben 2 weitere Todesopfer gefordert. In Yala ertranken zwei Menschen in den Fluten. Heftige Regenfälle, ein hoher Wellengang und starke Winde haben Häuser zerstört, Bewohner flüchtete in sichere Gebiete. In der Provinz Nakhon Si Thammarat fiel der Strom aus, Rohre brachen, so dass auch die Wasserversorgung ausfiel. Überschwemmungen werden weiter aus den Provinzen Pattani, Songkhla, Narathiwat, Phatthalung, Trang und Surat Thani gemeldet.

Konsum wird steigen
In den kommenden Monaten wird der Konsum beträchtlich zunehmen. Die von den verheerenden Fluten betroffenen Haushalte werden neue Möbel und Haushaltsgeräte sowie Fernseher und Computer kaufen. Als Folge wird die Verschuldung kräftig zunehmen. Sie lag im ersten Halbjahr bei 136.562 Baht je Haushalt. Der National Economic and Social Development Board sagt weiter eine höhere Arbeitslosenquote voraus. Sie soll bis zu 2,3% steigen, das wären 900.000 Frauen und Männer ohne Job.

Tote bei Busunglück
Bei einem Busunglück in Lampang sind acht Fahrgäste getötet und 51 verletzt worden. Der Reisebus kam von der Fahrbahn ab und prallte gegen den Zaun einer Tankstelle. Die örtliche Polizei vermutet, dass der Fahrer am Steuer eingeschlafen war. Der Bus sollte die Fahrgäste von Chiang Mai nach Bangkok bringen.

Züge fahren wieder
Der Zugverkehr von Bangkok in den Norden und Nordosten läuft wieder auf der alten Strecke. Wegen des Hochwassers wurden die Züge über Chachoengsao umgeleitet. Da aber noch immer Gleise unter Wasser stehen, werden die Eisenbahnwagen diese Streckenabschnitte im Schritttempo befahren, und die Fahrgäste müssen Verspätungen hinnehmen.

Wirtschaft bricht ein
Die Wirtschaft war in 2011 nur um 1,5% gewachsen. Das Office of the National Economic and Social Development Board hat seine Prognose revidiert. Bisher waren die Ökonomen von 3,5% im vierten Quartal ausgegangen. Wegen der überfluteten sieben Industriegebiete in Ayutthaya und Pathum Thani sowie dem Produktionsstillstand in weiteren Betrieben, weil Teile nicht geliefert werden können, wird das Bruttoinlandsprodukt kräftig schrumpfen. Für das laufende Jahr erwarten die Fachleute wieder ein deutliches Wirtschaftswachstum, zwischen 4,5 - 5,5%.

Katastrophe sehr teuer
Das Hochwasser ist die teuerste Naturkatastrophe in der Geschichte des Landes. Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra hat jetzt Schätzungen verschiedener Institute bestätigt. Der Schaden betrage rund 1,3 Billionen Baht, sagte die Regierungschefin. Das entspricht ca. 10,5% des Bruttoinlandsproduktes. Die Fluten haben 10.000 Betriebe mit 660.000 Beschäftigten getroffen. Davon arbeiten 30% in der Autoindustrie und 20% in der Elektronik- und Elektrobranche. Den Schaden für den Export gibt die FTI mit 148 Milliarden Baht an.
Nach einer Schätzung der Weltbank muss Thailand in den kommenden zwei Jahren 755 Milliarden Baht investieren, um die angeschlagene Wirtschaft wieder zu beleben. Das Institut gibt die Schäden mit rund 1,36 Billionen Baht an. Darin enthalten sind Sachschäden in Höhe von 640 Milliarden Baht sowie Verluste durch entgangene Geschäfte in Höhe von 717 Milliarden Baht. Thailands schlimmste Fluten seit fünf Jahrzehnten haben den Privatsektor am schwersten getroffen, er verzeichnete 94% der Schäden und Verluste. Die Weltbank senkte ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr auf 2,4%. Teuer zu stehen kommen die Fluten die großen Rückversicherer Münchener Rück, Swiss Re und Hannover Rück. München rechnet mit Belastungen von 500 Mio. Euro vor Steuern, Swiss befürchtet 600 Mio. US-Dollar, und in Hannover hat man bereits 100 Mio. ausgerechnet.

Exporte weniger
Die Ausfuhren hatten nach einer Prognose der Export-Import-Bank im letzten Jahr nicht mehr zweistellig zugelegt. Für 2011 hatten die Volkswirte 17 bis 18% errechnet, im neuen Jahr soll der Export nur noch moderat und einstellig wachsen. Begründet wird der Rückgang mit der schwächelnden Weltwirtschaft. So werde sich das Wachstum der chinesischen Wirtschaft abflachen. Im Oktober stiegen die Exporterlöse im Jahresvergleich um lediglich 0,3% auf 17,2 Milliarden US-Dollar. Das war die geringste Zunahme seit zwei Jahren. Wegen des Hochwassers brachen vor allem die Ausfuhren von Industriegütern in den Bereichen Computer, Elektrotechnik, elektrische Geräte und Fahrzeuge ein. Stark zugenommen haben aber Agrarprodukte wie Kautschuk (60%), Tapioka (44%) und Nahrungsmittel (29%). Importe hatten im Oktober ein Volumen von 18,2 Milliarden Baht (21,5%).

Majestätsbeleidigung
Ein Bangkoker Kriminalgericht hat einen 61-jährigen Mann wegen Majestätsbeleidigung und Computerkriminalität zu einer Haftstrafe von 20 Jahren verurteilt. Er soll vier SMS mit beleidigendem Inhalt des Königshauses an den persönlichen Sekretär des damaligen Ministerpräsidenten Abhisit Vejjajiva gesandt haben. Der Angeklagte bestritt die Straftat. Weil der 61-Jährige wegen des Hochwassers das Gerichtsgebäude nicht erreichen konnte, wurde das Urteil über Video verlesen.

Erdrutsche im Süden
Meter hohe Wellen beschädigten am Strand Tha Sala in Nakhon Si Thammarat auf drei Kilometer 40 Wohn- und Geschäftshäuser. Die Bewohner flüchteten in Panik vor dem Sturm, der erst nach einer Stunde nachließ. Starke Regenfälle und heftige Winde haben in weiteren südlichen Provinzen zu Überschwemmungen und Erdrutschen geführt: in Phatthalung, Narathiwat, Surat Thani und Songkhla. Ein dreijähriger Junge ertrank in den Fluten. Seine Familie wollte in einem Pick-up vor den Fluten flüchten, als eine Welle das Kind aus den Armen der Mutter riss.

Einen Fluss bauen
Handelsminister Kittiratt Na-Ranong glaubt einen machbaren Plan zum Hochwasserschutz gefunden zu haben. Auf der Tagung des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums (APEC) auf Hawaii schlug der Politiker vor, vom Isaan bis zum Golf von Thailand einen neuen Fluss zu schaffen. Dieser solle in der Regenzeit das Wasser zum Meer transportieren. Entlang des Flusses könnten ein mehrspuriger Highway und eine Hochgeschwindigkeitsstrecke für Züge gebaut werden. Die Weltbank, die Asian Development Bank und die Japan International Cooperation Agency haben Thailand bei der Finanzierung und Planung für einen langfristigen Hochwasserschutz ihre Unterstützung zugesagt.

Jetzt Krankheiten
Rund 2,2 Mio. Menschen leiden nach Angaben der Gesundheitsbehörden in den überfluteten Gebieten an gesundheitlichen Problemen: Vor allem sind es Fußpilz, Erkältungskrankheiten und Ausschlag. Ärzteteams haben darüber hinaus bei 6.700 Personen erhebliche Stresssymptome festgestellt.

Bombenexplosionen
Neun Menschen wurden bei einer Bombenexplosion in der südlichen Provinz Pattani verletzt. Der Sprengsatz ging vor einer Wäscherei in einem Blumentopf hoch. Drei Mönche, drei begleitende Polizisten sowie drei weitere Passanten wurden in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Mönche befanden sich auf ihrem morgendlichen Bettelgang. Polizisten schreiben den Anschlag muslimischen Aufständischen zu. Bei einer weiteren Bombenexplosion in Yala starb ein 55-jähriger Mann. Der Sprengsatz explodierte in einer Bananen-Plantage.

Betriebe arbeiten
In Ayutthaya wird in vielen Betrieben wieder gearbeitet. Über 33.000 seit Wochen arbeitslose Frauen und Männer konnten an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Die Behörden vermelden weiter, dass in allen überschwemmten Industriegebieten Ayutthayas und weiteren Provinzen das Wasser sinkt. In Ayutthaya hatten rund 280.000 Menschen ihren Arbeitsplatz verloren.

Don Mueang im März
Der wochenlang überschwemmte alte Bangkoker Airport Don Mueang wird nicht vor März den Flugbetrieb wieder aufnehmen. Die Aufräum- und Reparaturarbeiten werden wesentlich länger als gedacht dauern. Für die Wiederherstellung des Flughafens hat die Regierung 1,75 Milliarden Baht zur Verfügung gestellt.

Dream World im Januar
Der Vergnügungspark Dream World wird erst im Januar wieder geöffnet. Mit 30 Millionen Baht werden nach dem Hochwasser die Schäden auf dem Gelände, dem weitläufigen Parkplatz und an den Gebäuden beseitigt. Nach Angaben des Unternehmens Amusement Creation haben die Fluten die Fahrgeschäfte kaum getroffen, weil sie auf einem höher gelegenen Areal stehen.


solche Sachen

Mord an Jungen
50 Meter vor dem Ambassador City Jomtien Hotel ist im Meer die Leiche eines Jungen geborgen worden. Er hatte schwere Verletzungen am Kopf und mehrere Stich- und Schnittwunden im Unterleib und in den Beinen. Der etwa siebenjährige Junge ist nach Einschätzung der Ermittler das Opfer eines brutalen Mörders geworden.

Deutscher betäubt
Die Geschichten ähneln sich. Diesmal traf es einen Deutschen. Er hatte nachts zwei Frauen und einen Ladyboy mit auf sein angemietetes Zimmer an der Soi 16 in Naklua genommen. Gegen 4 Uhr morgens wurde die Polizei alarmiert. Da lag der 57-Jährige bewusstlos auf seinem Bett. Neben ihm fanden die Ermittler ein nur halb geleertes Glas Bier. Die nächtlichen Gäste hatten ihn betäubt und beraubt.

In den Schlafzimmern
Eine weltweite Studie des Kondomherstellers Durex zu Partnerschaft und Sex zeigt interessante Unterschiede im Liebesleben der Nationen. Die verschiedenen Länder unterscheiden sich nicht nur sehr in der Häufigkeit des Sexualverkehrs, sondern auch in der Bedeutung, die sie dem Sexualakt zukommen lassen. Die Griechen legen am meisten Wert darauf. 80% empfinden Sex als wichtig oder sehr wichtig. Auch in Polen und Brasilien (je 79%) spielt der Liebesakt eine große Rolle. Mit 59% liegen die Deutschen im Mittelfeld. Thailand und Japan bilden das Schlusslicht. Hier empfinden nur 38% Sexualität als wichtig. Und wer tut es nun am häufigsten? Auch hier sind die Griechen ganz vorne mit dabei. Sie haben durchschnittlich 164 Mal im Jahr Sex, geben sie zumindest auf Befragung an. Die Brasilianer werden ihrem Image als Latin Lover gerecht und kommen mit durchschnittlich 145 Liebesakten im Jahr auf Platz zwei. In Deutschland geht es im Durchschnitt 117 Mal heiß her. Japaner haben am seltensten Sex. Sie kommen im Schnitt nur auf 48 Mal im Jahr.

Brite überfällt Bank
Ein 64-jähriger Brite hat in Chiang Mai eine Filiale der Siam Commercial Bank überfallen und 530.000 Baht erbeutet. Die Polizei ist dem Bankräuber nach Auswertung der Überwachungskameras auf die Spur gekommen. Er wurde in seinem Apartment festgenommen.

Deutscher Barbesitzer
Nach einem Hinweis der deutschen Botschaft in Bangkok hat Pattayas Immigration einen Deutschen festgenommen. Der 41-jährige Barbesitzer wird in seinem Heimatland wegen Betrugs gesucht. Den Haftbefehl hatte ein Hamburger Gericht im Januar 2011 ausgestellt. Die Immigration widerrief seine Aufenthaltsgenehmigung und wird ihn nach Deutschland abschieben.

Aus Bordell befreit
Bei einer Razzia in einem Massage-Betrieb in Chantaburi traf die Polizei 70 Mädchen und Frauen aus Burma an. Die Hälfte der Ausländerinnen war minderjährig, sie hatten das 18. Lebensjahr nicht erreicht. Einige Frauen waren illegal eingereist, anderen wurde ein legaler Job versprochen. Menschenhändler brachten die Burmesinnen nach Chantaburi, wo sie als Prostituierte arbeiten mussten. Ein 16-jähriges Mädchen hatte telefonisch seine Tante alarmiert, und diese dann ein thailändisches Zentrum gegen Menschenhandel. Das Mädchen sagte vor der Polizei aus, es habe zwei Monate in dem Bordell gearbeitet und keinen Baht gesehen.

Mit harten Drogen
Die Festnahme eines Drogenkonsumenten in Pattaya brachte die Fahnder auf die Spur eines Bargirls, über das gesagt wurde, dass sie Drogen an andere leichte Mädchen verkaufen würde. Ausgestattet mit markierten Scheinen wurde ein Treffen mit der 23-Jährigen an der Beach Road, Ecke Soi 10, arrangiert, wo der vorgegebene Konsument eine unbenannte Menge kristallines Methamphetamin, Ya Ice genannt, erwarb. Die junge Frau wurde umgehend verhaftet. Sie sagte der Polizei, dass sie Drogen verkaufen würde, um ihren Eltern ein Auto zu kaufen.

Schüsse auf Bike
Nach dem Genuss von Alkohol in einem Geschäft in Huay Yai wurden zwei 20-jährige Thais auf ihrem Motorrad von einem unbekannten Autofahrer angeschossen. Ein Mann musste mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus nach Chonburi gebracht werden, sein Freund wurde im Banglamung Hospital ärztlich versorgt. Er gab gegenüber der Polizei an, ein weißer Sportwagen sei dem Motorrad auf der Sukhumvit Road in Pattaya gefolgt. Dann hätten sie Schüsse gehört, sein Freund habe das Fahrzeug noch zur Polizeibox an der Thepprasit Road lenken können. Der Sportwagenfahrer sei geflüchtet. Obwohl der Verletzte einen Streit mit dem Autofahrer verneinte, geht die Polizei von einer Auseinandersetzung als Ursache der Schüsse aus.

Sturz von Elefant
Bei einem Sturz vom Rücken eines Elefanten ist in Krabi eine Deutsche tödlich verletzt worden. Die Urlauberin hatte mit ihrem Mann einen einstündigen Ausritt durch einen Wald gebucht. Auf dem Rückweg löste sich der Sattel und neigte sich zur Seite. Das Ehepaar stürzte zu Boden, der Mann fiel auf seine Frau. Die 42-Jährige erlag später im Hospital ihren schweren Verletzungen.

Deutscher verletzt
Bei einem Streit mit zwei Thais wurde ein 76-jähriger Deutscher mit einem Messer in den Magen gestochen. Der Rentner liegt mit schweren Verletzungen in einem Krankenhaus in Pattaya. Während Freunde des Deutschen aussagten, die Thais hätten das in der Soi Yamato abgestellte Motorrad des Deutschen stehlen wollen, gaben die beiden Männer an, sie hätten das Motorrad zur Seite geschoben, um ihr Motorrad zu parken. Der Streit eskalierte, und der Deutsche stürzte verletzt zu Boden. Die beiden 18 bzw. 27 Jahre alten Thais wurden festgenommen.

Russin springt von Taxi
Eine Russin (25) sprang in der Nähe des Maprachan Sees in Ost Pattaya aus Angst vor einem möglichen Verbrechen von einem Motorradtaxi, als der Fahrer ohne Absprache plötzlich einen anderen Weg einschlug. Danach flüchtete die Frau mit einer leichten Verletzung, während der Taxifahrer weiter fuhr. Als die Polizei vor Ort erschien, berichtete Mrs. Yuria K., sie und ihre beiden Freundinnen seien mit 3 Motorradtaxis auf dem Rückweg zu ihrem Hotel gewesen, als ihr Fahrer plötzlich in eine unbeleuchtete Seitenstraße gefahren sei. Sie habe sofort Panik bekommen, dass der Fahrer sie entführen bzw. vergewaltigen könne und sei daher vom Motorrad gesprungen. In Panik habe sie trotz ihrer Beinverletzung die nahegelegene Karaokebar erreicht.

Von Bus überrollt
Eine Touristin, die mit ihrem Freund auf einem Motorrad am Strand von Karon fuhr, wurde von einem Bus überfahren und starb noch am Unfallort. Die Frau, wohl aus Kuwait, fiel vom Motorrad, als ihr Mann einem parkenden Motorrad ausweichen musste und ein Bus, der hinter dem Paar fuhr, die Rückseite des Motorrads erwischte. Durch den Aufprall wurde sie vom Sitz geschleudert.

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