iche, Herausgeber des Berliner FARANG-Magazins

Bitte helft unseren FARANG am Leben zu halten

Liebe Freunde, 10.11.2011,

diese Zeilen zu schreiben, fällt mir nicht so einfach. Ich weiss aber keinen Ausweg mehr und bitte Euch mir zu helfen, den FARANG weiter am Leben zu halten. Sicher gibt es schönere Magazine und professioneller gemachte Zeitungen - aber es gibt nur einen Berliner FARANG. Ein wenig altmodisch, ein wenig schwierig - aber immer einzigartig und von vielen Lesern und eben den Farangs auch gern angenommen. Ist es doch ein Teil ihrer und Eurer eigenen Kultur.

Der Hintergrund meiner Bitte besteht in einem laufenden Gerichtsverfahren. Die bekannte französische Presseagentur AFP, also Agence France Press, hat mich wegen Verletzung des Urheberrechts verklagt, um die Forderungen aus einem erwirtschafteten Mahnbescheid einzutreiben. Es geht dabei um lumpige 10 AFP-Meldungen aus mehreren Jahren, die sie bei uns gefunden haben. Keine grosse Sache also, sicher auch etwas blauäugig von mir solche Meldungen hineingenommen zu haben. Aber nie bewusst von AFP geklaut. Irgendwie von anderen Quellen bekommen. Na ja, 10 kleine Nachrichten... mehr nicht. Ich hatte es erst für einen Fake gehalten oder für eine Art Abzocke-Versuch. Es später stellte sich heraus, dass sie ernst gemacht haben. Da war es zu spät. Und es reicht offensichtlich nicht die Quelle einer Meldung dazuzuschreiben im Sinne eines Zitats. Jetzt weiss ichs.

Nun stehe ich schon vor Gericht. Sie wollen 10 mal 150 Euro, also pro Meldung 150 Euro, dann die ganzen Zusatzgebühren und schliesslich auch die Kosten des Gerichtsverfahren. Summasummarum werden es wohl 3.000 bis 4.000 Euro werden, die sie mir aufbrummen werden. Ein entsprechendes Schreiben vom gegnerischen Anwalt seht Ihr unter diesem Text.

Diese Summe kann ich unmöglich alleine begleichen. Die Bezahlung der nächsten Druckausgabe ist in Gefahr! Ich brauche also Hilfe von Euch, wenn es denn möglich ist. Ich weiss selber, dass es nicht sehr kultiviert ist um Geld zu bitten. Ich tue es aber trotzdem. Ich dachte mir, wenn viele Hände einen kleinen Betrag geben, so 5 oder 10 Euro, dann kann ich den Angriff vielleicht abwehren, also die Strafe bezahlen. Entweder bitte auf das Konto vom FARANG oder im Couvert an die Redaktion.

FARANG, Mathias Heinrich, Friedenstr. 3 - 10249 Berlin

Hier die Konto-Angaben vom FARANG-Magazin, wenn Ihr helfen wollt:

Inhaber: Mathias Heinrich
Konto-Nr. 6121941
BLZ: 10070024
Institut: Deutsche Bank

Euer Mathias Heinrich so wie er eben ist

Liebe Freunde, 05.12.2011,
immer wenn es richtig schlimm wird, kommt irgendwo ein Lichtlein her... Also, mein Hilferuf, bitte dem FARANG etwas unter die Arme zu greifen, hat viel Resonanz gefunden. Ich möchte hiermit den vielen Helfern danken, die Geld gespendet haben. Also bei:

Micha Weber vom Top Resort auf Koh Chang, Klaus Heller vom Heller-Verlag, Karsten von der Thantawan Thaimassage, Peter Hilbig, Reinald Vogt, Helmut Big, Ralf Raue, Winfried Just, Uli Hausser, Lothar Gladrow, Frank Juds, Michael Rohde, Papa Cola, Jai vom K&N Asia Shop in der Pankstrasse, Sascha (Dr. Mabuse von den THAIGER Fussballern), Volker Wangemann und Manfred Patzschke, Nit vom Bai Tong Restaurant, Freund Tawan (Wan), Pinguin Tina, Mama Som von Ornchen, Reinhard Geister, Werner Achenbach, Supani von der Supani Thaimassage, Kannika Ludwig, Walter und Kria vom Brienzer Eck in Reinickendorf, El Khalil und Roberto B. von der DM-Kneipe Müllerstrasse, Jump ganz spontan vom Siam Park am Breitenbachplatz, der lange Martin sowie grosszügig Banker Burkhardt und Franz Sandrock.

Euch allen erst einmal ein dickes Dankeschön! Hoffentlich habe ich keinen vergessen zu erwähnen. Die gespendeten Beträge reichten von 2 Euro, 10 oder 20, auch 50 bis zu einem Bücherpaket im Werte von 400 Euro. Und weitere Freunde unseres Magazins haben noch Hilfe zugesagt. Das alles hat mich sehr beeindruckt und mir auch Kraft gegeben, weiterzumachen und zu kämpfen. Wichtig war mir auch zu erleben, wie viele Leser wollen, dass es unser Magazin auch weiterhin geben wird. Wer sich für den genauen Anlass meiner ungewöhnlichen Aktion informieren möchte, der kann dies online unter www.farang.de tun. Dort ist ein deutlich sichtbarer Link auf eine sogenannte Hilfeseite. Vorab nur soviel: Eine professionelle Abmahner-Kanzlei aus Hamburg hat mich verklagt wegen Verstosses des Urheberrechtes im Falle von 10 kleinen Meldungen/Nachrichten von der französischen Presseagentur AFP. Klingt eigentlich fast niedlich. Endete aber vor Gericht und wird wahrscheinlich 3 bis 4.000 Euro kosten. Das ist viel zu viel Geld für unser kleines Blatt, sprich Unternehmen.

Im FARANG selber wollte ich die Sache nicht veröffentlichen, weil es nicht unbedingt toll aussieht, wenn man andere Menschen um Geld bittet.

Danke nochmal und Frohe Weihnachten Euch allen! Mathias Heinrich


Liebe Freunde, 02.03.2012

Ich hatte ja schon vor Monaten zu eine Spendenaktion für den FARANG aufgerufen, weil die grosse AFP Presse-Agentur mich wegen der Übernahme von 10 kleinen Meldungen auf Copyright-Verstoss verklagt hatte. Also nicht von AFP, sondern von einer auf Internet spezialisierte Abzocker Kanzlei aus Hamburg. Ich bin auch inzwischen zu einer noch auszurechnenden Geldstrafe verurteilt worden. Nun streiten sich aber die Ankläger und das Gericht über den Streitwert des Verfahrens. Schleppt sich also noch dahin. Das Gericht sagt 2050,- Euro, die Kläger wollen nur 1.650,- Euro sehen. Das Gericht hatte deren Antrag aber abgewiesen. Was Wunder: Warum sind die Ankläger unter der festgesetzten Summe geblieben? Antwort: Ich denke, weil sie einen Teil der Anklage abgewiesen bekommen haben und nun einen Teil der kommenden Gerichtskosten tragen müssen. Dagegen wehren sie sich nun. Ich schaue als sozusagen lachende Dritter zu und warte wie es ausgeht. Sicher muss ich irgendwann zahlen, aber ich warte geduldig. Bin zwar kein Buddhist, tue aber so.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich nochmals bei den vielen Lesern und Freunden des FARANG bedanken. Es war wirklich überraschend, wie viele Menschen spontan solidarisch waren und mit bares Geld in die Hand gedrückt hatten oder unbekannterweise überwiesen haben. Nicht alle hatte ich namentlich beim Bedanken bisher aufgeführt. Ihnen sei dennoch gedankt. Wie gesagt, die Beträge reichten von 5 oder 10 Euro bis sogar 500 Euro (Klaus Heller von Heller Verlag, Ruffert Verleger übrigens). Und einen lieben Menschen habe ich tatsächlich in dem ganzen Trouble vergessen dankenderweise zu erwähnen. Obwohl er mir wirklich sehr cool und sogar charmant im Bai Tong 100,- Euro in die Hand gedrückt hat. Der Burkhard aus Berlin, zufälligerweise bei einer Bank arbeitend, ist ein netter und ein guter Farang. Burkhard, ich entschuldige mich jetzt öffentlich!


Euer Mathias Heinrich




und bin doch reingelegt worden, wie dieses Beispiel von Fussball Freund Ulti übermittelt zeigt


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